Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| muot unde guot,/ sîn dinc ist allez gordent wol/ und stât reht eben, als ez sol./ er ist an tugenden ûz | |
| ob des sprüche als ebene gânt/ als ebene sîniu liet stânt,/ sô sol er wol vollevarn/ und die wârheit dran bewarn/ | |
| ende;/ sunder missewende/ bist dû der urhap genant,/ daz ende stât in dîner hant;/ der beider name wær dû ie,/ doch | |
| lêre:/ der tumben sin ist sô getân,/ ûf dise welt stêt gar ir wân;/ sie hânt des wænlîchen muot,/ daz diz | |
| vil leides hân getân,/ den wil ich sus ze buoze stân,/ und wil den heiligen Krist/ ze gote erkennen, alse er | |
| daz ich tæte alsô./ des was ich herzeclîche vrô/ unde stuont ze sînem gebote,/ und begunde sterken in an gote./ einvalteclîche | |
| an dem vil jâre menige lît./ swie des mannes leben stât,/ daz alter in niht ledic lât./ den siechen den gesunden/ | |
| er vür den palas,/ da der junkherre ûffe was;/ er gestuont an eine stegen./ der sîn hâte dar gephlegen,/ got, der | |
| huop er balde sich./ er sprach: "herre mîn, vernim!"/ er stuont stille: er gie zuozim./ "waz wil dû mîn?" "daz sage | |
| ein reinez Dâvîdes wort,/ daz er hât gesprochen dort:/ "ez stuont ze der zeswen dîn/ ein umbevangen künigîn/ mit wæhelîcher rîcheit/ | |
| liljen schîn/ minneclîche schœne hât,/ dâ si in den dornen stât."/ Ezechîêl, der sach ein tor/ ôstert stân, daz wart dâ | |
| in den dornen stât."/ Ezechîêl, der sach ein tor/ ôstert stân, daz wart dâ vor/ noch nie sider ûf getân./ dâ | |
| gît uns urkünde gar/ diu schrift, der wîssagen wort./ ez stêt dâ von geschriben dort,/ als ein prophête hât enbart:/ "dô | |
| nâch im sîn dêmüete./ ein wort ervulte er aldâ,/ daz stêt in Zacharîâ./ ez sprichet sînes mundes dôn:/ "louf ûz, tohter | |
| zwelfboten lêre,/ diu ân ende ie mêre/ veste und ungewichen stât./ ir lêre, ir lieht erliuhtet hât/ die himelischen houbetstat/ und | |
| toufe, und sage mir mê,/ wie ez umb daz ende stê,/ dâ von mînem herzen leit/ nâhen müge mit trûrekeit,/ und | |
| an den buochen/ diu êwangeljâ suochen,/ an den gar geschriben stât,/ swaz got durch uns erliten hât./ umb den tôt sô | |
| got/ und leit durch got der welte spot./ dâ wider stuont des rîchen muot/ ze gote niht, wan an sîn guot./ | |
| got danne hât erkorn/ und sîne erwelten sint genant,/ die stânt ze sîner zesewen hant./ die übelen, die verworhten,/ die in | |
| die übelen, die verworhten,/ die in vil wênic vorhten,/ die stânt ze sîner winstern dâ./ er sprichet den erwelten sâ:/ "koment | |
| vrumt,/ der an den tac mit sünden kumt./ die sünder stânt in grôzer klage/ an dem gotes zorntage."/ diz ist, als | |
| vil grôze riuwe./ an in wuohs gotes triuwe,/ ze buoze stuont ir herzen gir./ sie sprâchen: "nû waz tuon wir?"/ "dâ | |
| enphâhest:/ dû wachest, slâfest, sprechest, gêst,/ dû rîtest, ligest oder stêst,/ sô ist dir gotes helfe bî:/ diu tuot dich aller | |
| die gerne minnent sîn gebot./ her an soltû mit stæte stân,/ sô wirdestû der wîze erlân,/ diu dem tiuvel ist bereit/ | |
| dû hâst biz her getân."/ //Ob ein man in kamphe stât,/ sîn kamphgenôz in niht erlât,/ er slahe in lîhte vor | |
| mohte gestân,/ swenn er daz boumel müeste lân./ //Swier dâ stuont in grôzer nôt,/ er wânde, im wære der tôt/ mit | |
| gegeben,/ daz dû dirre welte leben/ rehte erkennest, wie si stât."/ dô sprach der guote Jôsaphât:/ "wol dem süezen munde dîn./ | |
| zestunt/ umbe zehen tûsent phunt/ ze rehte vor dem keiser stân/ oder den lîp verlorn hân./ diz mære erschrahte in sêre;/ | |
| vriunt mîn,/ durch got, wes wil dû helfen mir?/ nû stât gar mîn trôst an dir./ mir sint des keisers boten | |
| mich des niht erlân,/ ich müeze in nœten vor im stân/ umbe zehen tûsent phunt./ nû tuo mir dînen willen kunt,/ | |
| wân."/ //"Waz sol ich tuon, waz wirret dir?/ durch waz stêt dîn trôst an mir?"/ "dâ lâ mich alles guotes/ und | |
| dir doch kleine vrume tuot:/ dâ dû solt ze gerihte stân,/ dar wil ich hin mit dir gân/ unz an des | |
| sî ein ar besezzen hât,/ dâ si ûf einem boume stât:/ si vürhtet sêre sînen zorn,/ si vert dâ bî in | |
| diu gên des tôdes porte gât./ der enge stîc verwahsen stât,/ wan der vil wênic ist erkant,/ von den er werde | |
| trinken. daz truoc si im hin./ als erz genam, si stuont vür in,/ mit vreuden trat si unde spranc,/ si sanc | |
| leben,/ daz dirre welte künde hât,/ in den hœhsten vreuden stât!/ //Mir und dir was ie verseit/ in mîner grôzen rîcheit/ | |
| sie dingent ûf ein künftic leben,/ daz mit vreuden iemer stât/ und iemer vreude ân ende hât./ an daz iemer lebende | |
| iemer vreude ân ende hât./ an daz iemer lebende guot/ stêt ir gedinge unde ir muot."/ der künic vrâget in vürbaz:/ | |
| belîben lie./ von sînes vater lande er gie,/ ze gote stuont sîn witze./ nû twanc in starkiu hitze,/ diu in hâte | |
| //"Daz welle got!" sprach Jôsaphât,/ "in des hant ez allez stât./ von dem sage mir mêre/ mit dîner wîsen lêre./ war | |
| merke gotes wîsheit,/ diu himel und erde slôz treit./ daz stêt gar in sîner hant,/ des ist er schepher genant./ âne | |
| ougen dir die gotes kraft:/ des himels lieht nû lange stât,/ daz ez sich niht geselwet hât./ sternen, mâne, sunnenglanz/ sint | |
| vil ir der eine hât,/ dem andern ir genuoc dâ stât,/ ob uns die boume entwîchent niht/ und man die erde | |
| got die welt geschaffen hât/ und wie in sîner hende stât/ des himels und der erde kraft/ und wie sîn wîsiu | |
| kristenheit/ und wie disiu welt zergât,/ wie jæmerlîche ir leben stât./ nû mache dich got sô veste,/ daz du minnest daz | |
| geb er dir solhe lêre,/ daz dû in sînen hulden stêst/ und dienstes im niht abe gêst/ alliu dîniu lebenden jâr." | |
| herren lobesamen./ //Dô Jôsaphât verweiset wart/ mit Barlââmes hinvart,/ dô stuont gar sîn gemüete/ ze gote. in rehter güete/ begunder sich | |
| swære/ an dînem sune gemachet hât./ ir lîp alsô gelîche stât,/ daz die selben zwêne man/ erkennen niemen sunder kan./ //Wirt | |
| wec an einen berc in truoc,/ ûf des hœhe er stuont enbor./ in einer wüeste dâ vor/ sach er vil guoter | |
| michel teil,/ sie wurben umb der sêle heil,/ ze gote stuont ir herzen sin./ ir abbet, der gie vor in hin,/ | |
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