Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| unsern herren an ruft, do stund unser herre. unsers herren sten bezaichent sein gotheit, sein fuͤr gen bezaichent $t die menscheit e | |
| goͤtlichem gewalt. der gewalt und diu chraft daz ist sein sten. daz er aver von himel her in erd chom, daz | |
| taugen in der hiligen schrift. auf dem selben turn da sten diu wartluͤte und sehent auch diu genædicheit und tůnt diu | |
| er scholde und moͤht, da muz er ze rede umb sten dem almæchtigen got. ein ieglich mensh der hat vil ze | |
| ob er halt ein rechter mensch ist; mit welhen angisten stent si denn die fuͤr vil manich sel antwurten muͤzzent? Nu | |
| sige untz si sich vollichlich erræchen an ir veinten. do stund diu sunne, daz si ze abent niht engie. da vor | |
| hulde verlieset. das die sunne und der man einen tach stunden und niht fuͤr giengen, daz bezaichent diu genad die uns | |
| do chert si hinder sich und sach unsern herren Jesum stenten und enwest nicht daz ers waz, wan si zwifelt dannoch | |
| der girde und aller ir gedanch her zů der werlt stet, die fræuent sich in diser werlt, si fræuent sich daz | |
| do sahen si zwen engel in wizzem gewæt bei in sten, die sprachen zů in: ‘war umb wartet ir herren ze | |
| trauren und wainen auf die fuͤzspor da unsers herren fuͤzze stunden und giengen wider in diu stat ze Jerusalem und dienten | |
| nicht versten. nu hoͤren waz an dem heiligen ewangelium geschriben ste: ‘der freunt der uns diu driu brot pitet lihen, der | |
| wirt eu auf getan.’ ob unser freunt ab sinem pette stet und sinem freunt geit des er datz im gert, nicht | |
| der reincheit diu uns in der heiligen tauffe gegeben wart gestanden, so wær wir sælich. nu sein wir leider nicht gestanden, | |
| gestanden, so wær wir sælich. nu sein wir leider nicht gestanden, durch unser broͤde sein wir in diu suͤnde gevallen und | |
| doch merchen war umb des richen mannes nam nicht geschriben ste und des armen mannes nam geschriben si. daz ist da | |
| auch da mit daz unseriu dinch ze der werlt wol sten. Nu wir mit so maniger weiz ze den genaden geladen | |
| die vestent er, daz si an dem rechten immer mer gestunden, also wir hiut an dem heiligen eweingelio gelesen haben. wir | |
| si daz gotes wort auz sinem mund vernamen, $t und stunde er pei einem se, der haizzet stangnum Genesareth. er haizzet | |
| genæchen. unser herre der sach zwei schiffel pei dem se sten. diu zwei schiffel bezeichent zweier slacht læut in der heiligen | |
| er in gegeben $t het. do si in ir uͤbel sten wolten und sich nicht erchennen wolten, do zuͤchtigt er si. | |
| wir si erfuͤllen, swie eben unseriu dinch in diser werlt sten, daz wir ze allen ziten gedenchen und uns warn ze | |
| antlaz ir suͤnden. do si zů dem tempel chomen, do stund der phariseus, der jude. ern viel nicht nider, ern bot | |
| dinen næchsten sam dich selben’. do der jud sprach, ez stuͤnd da geschriben ‘du scholt got minnen vor allen dingen und | |
| er haizzet uns merchen: die blumen die an dem velt stent, die enarweitent nicht, die enspinnent nicht, und hat si unser | |
| habt an dem heiligen eweingelio, die die bare trugen, die gestunden, do unser herre zů gie. die diu bare tragent, $t | |
| und rurt die. do unser herre die bare rurt, do stunden die die si da trugen. die unreinen girde die můzzen | |
| die die si da trugen. die unreinen girde die můzzen sten, so unser herre des armen suͤntæres hertz und sein gewizzen | |
| gemeit/ von der kleinen leckerheit,/ Er vrevte sich vaste./ dannoch stvnt sin gevater ho vf einem aste./ Reinhart blintzete sere/ nach | |
| im nach heile mvge ergan./ do sach er vil hoch stan/ Einen raben, der hiez Dizelin,/ der hatte mit den listen | |
| dem vodern niht gach./ Dieprecht vber die vallen spranc/ vnde gestvnt ane widerwanc./ An sinen neven stiez er sich,/ deiswar, daz | |
| er wante den bachen vinden./ Do sach er Ysengrin verre stan,/ der im den schaden hatte getan./ Donen was sin klage | |
| Sin meister liez in vor gan,/ Reinhart bat in stille stan./ Er sprach: «sag mir, Baldewin,/ dvrch was wilt dv ein | |
| Reinhart, der wunder konde,/ Sprach: «wan get ir niht dannen stan?/ do sol talanc nieman vz gan,/ Daz wizzet, noch wol | |
| den aimer hin in lan,/ wan ich wil stvrmen gan,/ Vnde stet vil senfticliche./ wir werden vische riche,/ Wen ich sehe sie | |
| daz iz wolde smeltzen niht./ Den tzagel mvst er lazen stan./ Reinhart sprach: «ich wil gan/ Nach den brvdern, daz sie | |
| gienc./ Reinhart begonde vmme gan,/ vor dem tore sach er stan/ Einen bvrnen, der was tief vnd wit./ do sach er | |
| gedanc,/ Daz er sich so dicke triegen lie?/ die velt stent noch alsust hie,/ Daz manic man mit valscheit/ vberwant sin | |
| sin arbeit/ Baz danne einer, der der triwen pflac./ also stet iz noch vil manchen tac./ Gnvge iehen, daz vntriwe/ si | |
| vch Reinhart hat getan,/ des mvz er vch zv bvze stan.»/ Do antwort im her Isengrin,/ er sprach: «vernim, trvt neve | |
| daz ist lanc vnde breit.»/ Reinhart gienc zv der pforten stan./ er sprach: «ich han vch niht getan./ Min gevater wolde | |
| ameyzen hovfen wold er gan,/ nv hiez er sie alle stille stan/ Vnde saget in vremde mere,/ daz er ir herre were./ | |
| daz ich mich versovmet han/ gerichtes, des mvz ich trvric stan,/ Wan ez geschiht mir nimmer me.»/ der lewe da vil | |
| ze not her Dieprecht./ Der kvnic hie in fvr sich stan/ vnd nach Reinharte gan./ Do sprach Dieprecht zestvnt:/ «daz lantrecht | |
| dar vmbe ist vil swere,/ Daz ir disen morder lazet stan./ man scholde in nv erhangen han.»/ Do sprach der rabe | |
| «daz sol ver Pinte sin.»/ Der kvnic hiez her fvr stan/ Schanteclern. er sprach: «ich mvz han/ Zv einer arztie din | |
| riemen svl wir han.»/ der kvnic hiez her fvr sich stan/ Den hirz vnd sprach: «Randolt,/ einen gvrtel dv mir geben | |
| sende ich im werliche.»/ Er hiez den biber fvr sich stan,/ do mvst er die hvt da lan./ Manic tier daz | |
| noch, ob daz hvn/ Mit petersilien versoten si?»/ ein trvchsese stvnt da bi./ Der sprach: «ia, daz wil ich vch sagen.»/ | |
| widere,/ daz er iu uirlihin hat,/ frolichen ir uor im stat./ swer durch got irstirbit,/ ich sage iu waz er da | |
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