Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| den bluomen nam ir prîs:/ ûf dem schapele decheinen wîs/ //Stuont ninder keiniu alsô rôt./ swem si güetlîche ir küssen bôt,/ | |
| denke an brüederlîche triwe,/ unde tuo daz âne riwe./ dir stêt manlîchiu triwe baz,/ dan daz du dolst der werlde haz,/ | |
| der künegin/ sâzt: dâ lief wir elliu hin."/ ___die dâ stuondn und sâzen,/ die merkens niht vergâzen,/ die prüeveten daz hêr | |
| welhen stunden;/ aldâ sîn ougen funden/ ein klôsen niwes bûwes stên,/ dâ durch ein snellen brunnen gên:/ einhalp si drüber was | |
| lebn,/ dem wart an ir der wunsch gegebn./ kein beiten stêt ir alsô wol:/ daz erziuge ich ob ich sol./ dar | |
| gebende./ "dâ ûzen bî der wende,"/ sprach si, "hêr, dâ stêt ein banc:/ ruocht sitzen, lêrtz iuch iwer gedanc/ unt ander | |
| wes ir iuch begêt,/ sît hie niht bûwes umb iuch stêt."/ ___Si sprach "dâ kumt mir vonme grâl/ mîn spîs dâ | |
| snel./ si sprach "ir sîtz hêr Parzivâl./ sagt an, wie stêtz iu umben grâl?/ //Habt ir geprüevet noch sîn art?/ oder | |
| gedenke rehter sippe an mir,/ und sage mir ouch, wie stêt ez dir?/ ich solte trûrn umb dîne klage,/ wan daz | |
| kêrn ode anderswar./ immer swenn si kumt, ir mûl dort stêt,/ dâ der brunne ûzem velse gêt./ ich rât daz du | |
| bant mit zornes kraft/ den helm ûfz houbet ebene./ ez enstuont in niht vergebene/ an den selben zîten/ sîn dröun und | |
| degen/ het des lîbes sô gepflegen/ daz sîn zimierde rîche/ stuont gar rîterlîche:/ in selhem harnasch er reit,/ dem ungelîch was | |
| man diss tages zît begêt,/ unrehte iu denne dez harnasch stêt./ ez ist hiute der karfrîtac,/ des al diu werlt sich | |
| kalt:/ er erfrüre, wærn sîn eines drî./ du hâst hie stênde nâhen bî/ gezelt und slavenîen hûs:/ kœm dir der künec | |
| was der sweiz,/ ir munde wârn rôt, dicke, heiz:/ die stuonden niht senlîche,/ des tages zîte gelîche./ //Ob ich kleinez dinc | |
| sint sô wol gevar,/ daz mîn rîten bî in übel stêt,/ sît man und wîp ze fuoz hie gêt./ sich füegt | |
| mac."/ ___er kêrt sich wider dann er dâ reit./ si stuonden dannoch, den was leit/ daz er von in kêrte./ ir | |
| er keinen muot,/ vische noch fleisch, swaz trüege bluot./ sus stuont sîn heileclîchez lebn./ got het im den muot gegebn:/ der | |
| von Mazadâne/ mit wârheit sunder wâne:/ umb allez sîn geslehte/ stuont dâ geschriben rehte,/ unt anderhalp wie Tyturel/ unt des sun | |
| erkande ein stat, swie læge der snê/ dâ liehte bluomen stuonden ê./ daz was vor eins gebirges want,/ aldâ sîn manlîchiu | |
| diz harnasch getriben?/ ode sît ir âne strît beliben?/ sô stüende iu baz ein ander wât,/ lieze iuch hôchferte rât./ nu | |
| minnt als nu diu minne gêt,/ als disses tages minne stêt:/ dient her nâch umbe wîbe gruoz./ ruocht erbeizen, ob ichs | |
| erbeizte nider al zehant,/ mit grôzer zuht er vor im stuont./ er tet im von den liuten kuont,/ die in dar | |
| vart."/ ___Parzivâl zem wirte sprach/ "dô ich iuch vor mir stênde sach,/ vorht ir iu iht, do ich zuo ziu reit?/ | |
| dort under jenes velses want/ sol iwer ors durch ruowe stên./ bi einer wîle sul wir beide gên/ und brechn im | |
| ein wilder marstal:/ dâ durch gienc eins brunnen val./ //___Parzivâl stuont ûffem snê./ ez tæte eim kranken manne wê,/ ob er | |
| der kiusche las./ nâch des tages site ein alterstein/ dâ stuont al blôz. dar ûf erschein/ ein kefse: diu wart schier | |
| ich tuon iu mêr noch kuont./ swâ kirchen ode münster stuont,/ dâ man gotes êre sprach,/ kein ouge mich dâ nie | |
| er frâgte in von der küende,/ wiez umben grâl dâ stüende./ ___der wirt sprach "mir ist wol bekant,/ ez wont manc | |
| got derzuo benande/ unt in sîn engel sande./ hêr, sus stêt ez umben grâl."/ dô sprach aber Parzivâl/ //___"Mac rîterschaft des | |
| dâ wart der rêroup bekant./ //___hêrre, sît irz Lähelîn?/ sô stêt in dem stalle mîn/ den orsn ein ors gelîch gevar,/ | |
| diu dâ hœrnt ans grâles schar./ ame satel ein turteltûbe stêt:/ daz ors von Munsalvæsche gêt./ diu wâpen gap in Anfortas,/ | |
| liuten herzesêr/ unt riwebæres kumbers mêr/ dan der freud. wie stêt dîn lôn!/ sus endet sich dîns mæres dôn."/ dô sprach | |
| sone solt diu frâge helfen niht,/ wan daz der schade stüende als ê/ und herzelîcher tæte wê./ diu schrift sprach "habt | |
| sach,/ daz er niht zuo dem wirte sprach/ "hêrre, wie stêt iwer nôt?"/ sît im sîn tumpheit daz gebôt/ daz er | |
| diet dâ lêret jâmers klage,/ die sô hôhe ob ein_ander stênt/ und ungelîche wider gênt:/ unt des mânen wandelkêre/ schadet ouch | |
| tet im ein segen kuont,/ der an des küneges swerte stuont,/ maneger ist der gerne giht,/ aspindê dez holz enbrinne niht:/ | |
| und zweinzec meide ich dâ sach,/ die vor dem künege stuonden/ und wol mit zühten kuonden."/ der wirt sprach "es suln | |
| dir/ daz du maht wol gelouben mir./ ein tschanze dicke stêt vor in,/ si gebent unde nement gewin./ si enpfâhent kleiniu | |
| in vor mir gên,/ unt vant daz ors bî mir stên."/ "wilt dus grâls folc sus rouben,/ unt dâ bî des | |
| mir dar umbe sünde gît,/ der prüeve alrêrste wie diu stê./ mîn ors het ich verlorn ê."/ ___dô sprach aber Parzivâl/ | |
| niht tet frâge kunt./ die sünde lâ bî dn andern stên:/ wir suln ouch tâlanc ruowen gên."/ wênc wart in bette | |
| si iuch condwieren,/ gêt durch si dâ mîn pfärt dort stêt,/ unt lœst ez ûf: nâch iu ez gêt."/ //___Gâwân von | |
| wol wes ir angest hât,"/ sprach si. "diz ors mir stên hie lât:/ daz behalt ich unz ir wider kumt./ mîn | |
| riuwe:/ wan si heten triuwe,/ die des boumgarten pflâgen./ si stuonden ode lâgen/ ode sæzen in gezelten,/ die vergâzen des vil | |
| durch friwentlîch enpfâhen./ dar nâch begunder nâhen/ einem ölboum: dâ stuont dez pfert:/ ouch was maneger marke wert/ der zoum unt | |
| sîn gereite./ mit einem barte breite,/ wol geflohten unde grâ,/ stuont derbî ein rîter dâ/ über eine krücken gleinet:/ von dem | |
| halftern lôster vome pfert,/ er sprach "ir sult niht langer stên:/ lât diz pfärt nâh iu gên./ des hant dez mer | |
| er reche,/ unz er gewinne küende/ wiez umb ir herze stüende./ ich kunde ouch wol gerechen dar/ gein der frouwen wol | |
| dannen beide,/ ûf eine liehte heide./ ein krût Gâwân dâ stênde sach,/ des würze er wunden helfe jach./ do rebeizte der | |
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