Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| tal./ dô vant er sînen herren $s an dem stade stân./ dô gie im hin engegene $s vil manic wætlîcher man./ | |
| hân,/ wie wir komen übere. $s des muoz ich trûrende stân.«/ Vil lûte rief dô Hagene: $s »leit nider ûf daz | |
| kom gesunder $s hin wider ûz an daz lant./ Dô stuont der arme priester $s unde schutte sîne wât./ dâ bî | |
| ê daz mans vollen gerte, $s man sach wol gewâfent stân/ Den snellen videlære. $s den helm er ûf gebant./ in | |
| ir vil schœnen tohter. $s dô sah man bî ir stân/ die minneclîchen vrouwen $s und manige schœne meit,/ die truogen | |
| die künige alle drî;/ alsam tet ir muoter. $s dâ stuont ouch Hagen bî./ ir vater hiez in küssen; $s dô | |
| êren müge wol behagen.«/ Dô hiez man si beide $s stên an einen rinc/ nâch gewonheite. $s vil manic jungelinc/ in | |
| $s vil manic jungelinc/ in vrœlîchem muote $s ir zegegene stuont./ si gedâhten in ir sinnen, $s sô noch die tumben | |
| $s mit sîner videlen dan/ gie gezogenlîche $s für Gotelinde stân./ er videlte süeze dœne $s und sanc ir sîniu liet./ | |
| lieben bruoder dîn.«/ Kriemhilt diu vrouwe $s in ein venster stuont./ si warte nâch den mâgen, $s sô noch friunt nâch | |
| sprach:/ »nu sult ir snelle recken $s von dem sedele stân,/ und gêt in hin engegene, $s die iuch dâ wellent | |
| iz niht versmâhen, $s swaz man iu dienste getuot.«/ Dô stuonden von den rossen $s (daz was michel reht/ neben Dietrîche | |
| maniger zît begraben.«/ »Die Sîfrides wunden $s lâzen wir nu stên:/ sol leben diu vrouwe Kriemhilt, $s noch mac schade ergên.«/ | |
| vil schiere gewan./ Dô sah er Volkêren $s bî Gîselhere stên./ den spæhen videlære $s bat er mit im gên,/ wand$’ | |
| guot./ Noch liezen si die herren $s ûf dem hove stân./ niwan si zwêne aleine $s sach man dannen gân/ über | |
| sprach:/ »nu bîtet eine wîle; $s jâ sult ir stille stân./ ich wil under krône $s zuo mînen vîanden gân./ Unde | |
| vernomen,/ sô suln dise recken $s vil gewärlîchen komen.«/ »Nu stê wir von dem sedele«, $s sprach der spileman:/ »si ist | |
| ich enwil durch ir deheinen $s nimmer von dem sedele stên./ Jâ zimet ez uns beiden $s zewâre lâzen baz./ zwiu | |
| küene man,/ daz si niht wolden $s von dem sedel stân/ durch niemens vorhte. $s des gie in an den fuoz/ | |
| manigiu dinc verlât,/ swâ sô friunt bî friunte $s friuntlîchen stât,/ und hât er guote sinne, $s daz ers nine tuot./ | |
| die zieren degene/ in grôzem antpfange $s an dem hove stân./ Volkêr der vil küene $s vil lûte sprechen began/ Zuo | |
| began/ Zuo den sînen herren: $s »wie lange welt ir stên,/ daz ir iuch lâzet dringen? $s ir sult ze hove | |
| hant,/ und giengen ûz dem hûse $s für die tür stân./ dô pflâgen si der geste; $s daz was mit triuwen | |
| hant,/ und gie ûz dem gademe $s für den türn stân/ und huote der ellenden $s vor den Kriemhilde man./ Des | |
| ze tragene./ ich sihe gewâfent liute $s vor dem hûse stên./ als ich mich versinne, $s ich wæne si wellent uns | |
| niht ergân./ ich sihe den videlære $s an der schiltwahte stân./ Der treit ûf sînem houbte $s einen helm glanz,/ lûter | |
| im die ringe, $s sam daz fiwer tuot./ bî im stêt ouch Hagene: $s des sint die geste wol behuot.«/ Zehant | |
| Guntheres man./ si wâren von den betten $s al gelîche gestân./ Dô næten sich die recken $s in alsô guot gewant,/ | |
| habet getân,/ unde sult vil vlîzeclîche $s dâ gein gote stân;/ des wil ich iuch warnen, $s recken vil hêr./ ez | |
| man./ ûf dem vrônen vrîthove $s dâ hiez si stille stân/ Hagen, der küene, $s daz si sich schieden niht./ er | |
| daz ir sô werdet funden, $s daz ez iu lobelîchen stât.«/ Volkêr und Hagene, $s die zwêne giengen dan/ für daz | |
| küneginne dan./ done wolden dise zwêne $s doch niht hôher stân/ zweier hande breite. $s daz was den Hiunen leit./ jâ | |
| dînen rât,/ helfe unde genâde: $s mîn dinc mir angestlîchen stât.«/ Des antwurte ir Hildebrant, $s ein recke lobelîch:/ »swer sleht | |
| daz hûs ein michel her./ die ellenden knehte $s die stuonden wol ze wer./ waz half ir baldez ellen? $s si | |
| man./ man sah in alterseine $s noch bî den vîanden stân./ Der schal der was geswiftet, $s der dôz der was | |
| hân!/ nu muoz ich leider eine $s bî mînen fîanden stân.«/ Diu swert genôte vielen $s ûf sîn eines lîp./ daz | |
| $s kunde wizzen lân,/ daz ich vor disen recken $s stên in solher nôt!/ er hulfe mir von hinnen $s oder | |
| swanc,/ daz si durch die vorhte $s ûf hôher muosen stân./ ez het sîn starkez ellen $s vil michel wunder getân./ | |
| wæn$’ des lîhte enbæren, $s der an der tür dâ stât,/ unt diu hovemære $s gesaget den Burgonden hât./ Ich hân | |
| ir man,/ doch sach man vor in allen $s Gîselheren stân/ gegen den vîanden; $s er was ein helt guot./ er | |
| $s Volkêren an:/ »seht ir dort, geselle, $s mînen bruoder stân/ vor hiunischen recken $s under starken slegen?/ vriunt, nert mir | |
| ir nu sîn dar ûze, $s sô wil ich innerthalben stân.«/ Dancwart der snelle $s stuont ûzerhalp der tür./ er werte | |
| $s sô wil ich innerthalben stân.«/ Dancwart der snelle $s stuont ûzerhalp der tür./ er werte in die stiege, $s swaz | |
| liehte schînenden mâl./ Ine gesach nie videlære $s sô hêrlîchen stân,/ als der degen Volkêr $s hiute hât getân./ die sînen | |
| hiute hât getân./ des muget ir Burgonden $s alle vrœlîche stân.«/ Dô volgeten si dem râte $s unt truogen für die | |
| vil starkez ellen $s die liute vorhten über al./ Dô stuonden vor dem hûse $s vil manec tûsent man./ Volkêr unde | |
| der spileman./ »ine gesach nie helde mêre $s sô zägelîchen stân,/ dâ man hôrte bieten $s alsô hôhen solt./ jâne sold$’ | |
| grœzesten nôt,/ der sihe ich hie manigen $s vil zagelîche stân,/ unde wellent doch sîn küene: $s si müezens immer schande | |
| sînen willen der degen./ Îrinc der lie Hagenen $s unverwundet stân./ zuo dem videlære $s gâhen er began./ er wânde er | |
| ellen Gîselheres kunt.«/ Dô hôrt$’ er beidenthalben $s die vîande stân./ wisten si diu mære, $s im wære noch mêr getân./ | |
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