Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| undi mit ſiemi crummin ſtabi^. undi ſal diz vie lazi ſte^. In=teitin ſu iz nicht, undi wurdin ſu iz ubirzugit von | |
| clagit ſu iz mit giſcreigi, undi alſi hie vori biſcribin ſteit, alſi iz recht is^. Hi vindit min von demi diebe. | |
| ſienis, da mac he woli mit ſien enis hant vuri ſte uf din heiligin^. Is abir daz he givratit is, alſi | |
| Is abir daz he givratit is, alſi hi vori biſcribin ſteit, wirt daz uf in bracht^. ſo in=mac he da=vuri nicht | |
| gihabi, undi woldi ſich die man weri, alſi da=vori biſcribin ſteit, daz ſelbi recht heit dit, daz ginicz heit, daz da=vori | |
| ſelbi recht heit dit, daz ginicz heit, daz da=vori giſcribin ſteit^. Tetti he diſi zuwo ſachchi an din richteri unde an | |
| demi ſelbin rechti alſi din ſelpgeldin, alſi hi vori biſcribin ſteit^. Von der taverni^. hi nach is giſcribin^. Virtuit ein man | |
| liebi, demi iz zu werin giſazt is^. Di weri ſal ſte iar unde tac unde ſal dan leidic ſi^. Werin abir | |
| mi richteri undi vor mi heimburgin unde din burgerin^. ſo in=ſteit da nichein loikinin me vuri, iz in=ge umi an ſinin | |
| Bikennit he iz umi dan, daz he=iz gitan habi^. ſo in=ſteit da vort nichen lokinin me vuri^. wan daz min ubir | |
| dan^. ſo mac he woli mit ſin einis hant da=vuri ſte uffi din heiligin^. is he ein ungivrat man^. Daz ſelbi | |
| an einwurti alſi manigin phenninc, alſi iz manigin vuz heit^. Steit iz abir ungiſpannin mit zuein vuzin vorni in mi corni^. | |
| geld iz ſie^. edir al dar=nach, daz ur beidir glubidi ſteit^. Wil he=iz dan nichit ledige zu demi tage, alſi ſu | |
| d=uf borgi zu din judin, ab ur beidir glubidi alſo ſteit^. In=mac he=iz d=uf nicht giborgi^. ſo ſal he=iz uf=bieti dri | |
| Sui ubir daz me uf un richtit, dan hi biſcribin ſteit^. di heit daz virlorn, daz he me uf un richtit^. | |
| vormundi tu, dir erſtin, ab dicheini tedinc d=uf gein^. Hi ſteit von demi vie dir burgire, daz gimeni is^. Habin di | |
| wât./ ich wil daz sehen gerne, $s wiez um Kriemhilde stât.«/ Dô sâzen scœne frouwen $s naht unde tac,/ daz lützel | |
| vil küene, $s wie snelle er dô sprach:/ »lât uns stên die mœre, $s mir und mînen man./ wir wellen sciere | |
| sô wil ich wol gelouben, $s swie ez dar umbe stât,/ daz ez sî der recke, $s der dort sô hêrlîchen | |
| maht wol haben wâr./ nu sich, wie degenlîche $s er stêt in strîtes vâr,/ er und die sînen degene, $s der | |
| ist von edelem künne, $s eines rîchen küneges sun./ er stêt in der gebære, $s mich dunket, wizze Krist,/ ez ensîn | |
| niemen sint si baz bewant.«/ Mit grimmigem muote $s dâ stuonden friwende sîn./ dô was ouch dar under $s von Metzen | |
| unt gemeit./ Er sprach ze Ortwîne: $s »lât iuwer zürnen stân./ uns enhât der herre Sîvrit $s solhes niht getân,/ wir | |
| und haben in ze friwende: $s daz uns noch lobelîcher stât.«/ Dô sprach der starke Hagene: $s »uns mac wol wesen | |
| baz./ Swenn$’ er bî den helden $s ûf dem hove stuont,/ alsô noch die liute $s durch kurzewîle tuont,/ sô stuont | |
| stuont,/ alsô noch die liute $s durch kurzewîle tuont,/ sô stuont sô minneclîche $s daz Siglinde kint,/ daz in durch herzen | |
| Ich wil iuch lâzen hœren, $s war umb ich trûrec stân./ von boten mîner vîende $s ich daz vernomen hân,/ daz | |
| der künec guot,/ und scuof in sîn geleite; $s des stuont in hôhe der muot./ »Nu saget«, sprach dô Gunther, $s | |
| küenen man./ ouch sâhen si dar under $s einen recken stân,/ der was geheizen Sîvrit, $s ein helt ûz Niderlant./ ez | |
| het getân./ er sach die minneclîchen $s nu vil hêrlîchen stân./ Jâ lûhte ir von ir wæte $s vil manec edel | |
| scœners gesehen./ Sam der liehte mâne $s vor den sternen stât,/ des scîn sô lûterlîche $s ab den wolken gât,/ dem | |
| des scîn sô lûterlîche $s ab den wolken gât,/ dem stuont si nu gelîche $s vor maneger frouwen guot./ des wart | |
| von den gedanken $s vil dicke bleich unde rôt./ Dô stuont sô minneclîche $s daz Sigmundes kint,/ sam er entworfen wære | |
| gruozte Sîvriden sint./ Dô si den hôhgemuoten $s vor ir stênde sach,/ do erzunde sich sîn varwe. $s diu scœne maget | |
| ir sceidet hin,/ sô nemt ir mîne gâbe: $s alsô stêt mîn sin,/ daz ichz immer diene. $s versmâht iu niht | |
| Dô sprach der starke Sîvrit: $s »diu ross diu lâzet stân./ ich wolde hinnen rîten, $s des wil ich ab gân./ | |
| swer umb ir minne wirbet, $s daz ez im hôhe stât./ des muget ir der reise $s haben wærlîchen rât.«/ »Sô | |
| im daz ist sô kündec, $s wie ez um Prünhilde stât.«/ Er sprach: »wil du mir helfen. $s edel Sîvrit,/ werben | |
| die fürsten kômen beide, $s dô si daz vernam,/ dô stuont si von dem sedele. $s mit zühten si dô gie,/ | |
| lâzet ir mich hœren, $s wie ez iu edelen recken stât.«/ Dô sprach der künec Gunther: $s »frouwe, ich wilz iu | |
| hant./ des volziehen iuwer mägede, $s daz ez uns rehte stât,/ wande wir der verte $s hân deheiner slahte rât.«/ Dô | |
| $s swarz alsam ein kol,/ daz noch snellen heleden $s stüende in hôhgezîten wol./ Ûz arâbîschem golde $s vil gesteines scein./ | |
| hiez$’ ich wol getân),/ dâ iu sô sêre enwâge $s stüende niht der lîp./ ir mugt hie nâher vinden $s ein | |
| wart von scœnen frouwen $s vil michel weinen getân./ Dô stuonden in den venstern $s diu minneclîchen kint./ ir scif mit | |
| den man kunde $s vinden umben Rîn./ ir ross diu stuonden scône, $s si heten guot gemach./ ir scif daz gie | |
| gân,/ sô müezen wir mit sorgen $s vor der küneginne stân./ Sô wir die minneclîchen $s bî ir gesinde sehen,/ sô | |
| gegân/ der bürge alsô nâhen, $s dô sah der künec stân/ oben in den venstern $s vil manege scœne meit./ daz | |
| balt./ »Sô sihe ich ir eine $s in jenem venster stân/ in snêwîzer wæte, $s diu ist sô wolgetân;/ die welent | |
| venstern gân/ ir hêrlîche mägede. $s sin$’ solden dâ niht stân/ den vremden an ze sehene. $s des wâren si bereit./ | |
| unde guot./ Sehs unt ahzec türne $s si sâhen drinne stân,/ drî palas wîte $s unt einen sal wol getân/ von | |
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