Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| recken mugen sîn,/ die in mîner bürge $s sô hêrlîche stân,/ unt durch wes liebe $s die helde her gevarn hân.«/ | |
| nie mêr habe gesehen,/ wan gelîche Sîfride $s einer darunder stât./ den sult ir wol enpfâhen, $s daz ist mit triuwen | |
| man siht in bî den andern $s sô rehte hêrlîche stân./ Der dritte der gesellen $s der ist sô gremelîch,/ (unt | |
| ich den degen rîch/ mit guotem gelæze $s sô minneclîche stân./ wir möhtenz alle fürhten, $s het%..e im hie iemen iht | |
| hundert oder mêre; $s daz was den gesten leit./ dô stuonden von dem sedele $s die helde küene unt gemeit./ Dô | |
| milt,/ vor disem edelen recken, $s der hie vor mir stât,/ wand$’er ist mîn herre: $s der êren het ich gerne | |
| man./ dô sach er allenthalben; $s er vant dâ niemen stân./ er sprach: »ich binz Sîfrit, $s der liebe vriunt dîn./ | |
| hât./ nu sihtu wie diu vrouwe $s vor dir unsorclîchen stât.«/ Dô schôz vil krefteclîche $s diu hêrliche meit/ ûf einen | |
| tarnkappen, $s da er ein schiffel vant./ dar an sô stuont vil tougen $s daz Sigemundes kint./ er fuort$’ ez balde | |
| er gie zuo einem berge, $s dar ûf ein burc stuont,/ unt suochte herberge, $s sô die wegemüeden tuont./ Dô kom | |
| Dô kom er für die porten: $s verslozzen im diu stuont./ jâ huoten si ir êren, $s sô noch die liute | |
| man;/ daz was wol behüetet. $s dô vant er innerthalben stân/ Einen ungefüegen, $s der der bürge pflac,/ bî dem z$’allen | |
| wurden wol gekleit./ si giengen, dâ si funden $s Sîfriden stân./ dâ wart ein schône grüezen $s ein teil mit werken | |
| gewant./ si kômen ritterlîche $s in daz Prünhilde lant./ Dô stuonden in den zinnen $s diu minneclîchen kint./ dô sprach diu | |
| genomen./ Dô sah man Sîfride $s vor in einem schiffe stân/ in hêrlîcher wæte $s und%..e ander manigen man./ dô sprach | |
| wære tôt./ Do %..erbeizten si von rossen; $s vil hôhe stuont ir muot./ vil schiere kom in Gîselher, $s der junge | |
| hât/ Gunther unt Prünhilt: $s ir dinc in beiden hôhe stât.«/ Dô sprach der junge Gîselher: $s »dâ sult ir zuo | |
| bringet uns diu mære, $s wie ez umb den künic stê./ nu sult ir im erlouben, $s daz er ze hove | |
| gesteine guot/ die gap si im ze miete. $s sô stuont des heldes muot,/ er woldes niht behalten; $s er gab | |
| buckelen $s vor gedrange lûte erdôz!/ Die vil minneclîchen $s stuonden an der habe./ Gunther mit sînen gesten $s gie von | |
| getân./ man sah die schœnen mägede $s vor vroun Prünhilde stân./ Ê daz ir gruoz ergienge, $s daz waz ein langiu | |
| stunt./ jâ wart dâ geküsset $s manic rôsenvarwer munt./ noch stuonden bî ein ander $s die küniges tohter rîch,/ daz liebte | |
| sach dâ wol gezieret $s vil manigen schœnen lîp./ dâ stuonden sîden hütten $s und manec rîch gezelt,/ der was dâ | |
| sint./ Dô sprach der herre Gêrnôt: $s »diu ros lâzet stân,/ unz ez beginne kuolen; $s sô sul wir ane vân/ | |
| tische mit den gesten. $s dô sach man bî im stân/ die schœnen Prünhilde. $s krône si dô truoc/ in des | |
| brâht$’ man Kriemhilde, $s dâ man den künic vant./ dâ stuonden ritter edele $s von maniger fürsten lant/ in dem sal | |
| lant/ in dem sal wîten $s man hiez si stille stân./ dô was diu vrouwe Prünhilt $s vol hin unz an | |
| bôt./ man hiez si zuo ein ander $s an dem ringe stân./ man vrâgte, ob si wolde $s den vil wætlîchen man./ | |
| haz./ Si sprach: »ritter edele, $s ir sult iz lâzen stân/ des ir dâ habet gedingen, $s ja$’n mag es niht | |
| dô sach man si alle viere $s under krône vrœlîchen stân./ Vil junger swert dâ nâmen, $s sehs hundert oder baz,/ | |
| man sah in trûrende gân./ Im unt Sîfride $s ungelîch stuont der muot./ wol wesse, waz im wære, $s der edel | |
| gân./ dô hiezen kamerære $s die liute von dem wege stân./ Von rossen unt von liuten $s gerûmet wart der hof./ | |
| $s wol drîzec tage lanc./ an sîner vrouwen minne $s stuont im aller sîn gedanc./ Er erbeite kûme, $s daz man | |
| hin gegân,/ dâ er vil kamerære $s vant mit liehten stân./ diu begond$’ er leschen $s den kinden an der hant./ | |
| erfunden, $s daz du kanst vrouwen meister sîn.«/ Sîfrit der stuont dannen, $s ligen lie %..er die meit,/ sam er von | |
| gân./ diu sach den küenen Gêren $s an dem hove stân,/ in unt die gesellen, $s die wâren dar gesant./ gegen | |
| sprach zuo dem künige: $s »nu seht ir, wâ si stênt,/ die mit dem starken Gêren $s ûf dem hove gênt,/ | |
| sitzen gên./ uns wegemüede geste, $s lât uns die wîle stên./ wir suln iu sagen mære, $s waz iu enboten hât/ | |
| enboten hât/ Gunther unde Prünhilt, $s der dinc vil hôchlîche stât./ Unt ouch, waz vrou Uote, $s iuwer muoter, her enbôt./ | |
| dô sach man vil der recken $s bî ir juncfrouwen stân./ Daz hêrliche gesinde $s daz vie sich bî der hant./ | |
| man,/ daz elliu disiu rîche $s ze sînen handen solden stân.«/ Dô sprach diu vrouwe Prünhilt: $s »wie kunde daz gesîn?/ | |
| ergân.«/ Dô sprach aber Kriemhilt: $s »nu sihestu, wie er stât,/ wie rehte hêrlîche $s er vor den recken gât,/ alsam | |
| von wart manigem degene $s sît vil sorclîchen wê./ Hie stuont vor dem münster $s daz Guntheres wîp./ dô hete kurzewîle | |
| einen grôzen nît,/ si hiez vil übellîche $s Kriemhilde stille stân:/ »jâ sol vor küniges wîbe $s nimmer eigen diu gegân.«/ | |
| guot./ Prünhilt mit ir frouwen $s gie für daz münster stân./ si gedâhte: »mich muoz Kriemhilt $s mêre hœren lân,/ des | |
| dô sprach diu vrouwe Prünhilt: $s »ir sult noch stille stân./ ir jâhet mîn ze kebesen: $s daz sult ir lâzen | |
| getân?«/ si sprach zuo dem künige: $s »ich muoz unvrœlîche stân./ Von allen minen êren $s mich diu swester dîn/ gerne | |
| dô hiez man zuo dem ringe $s die stolzen Burgonden stân./ Sîfrit der vil küene $s zem eide bôt die hant./ | |
| gân./ ir einer sprach dar under: $s »herre, lât uns stân,/ unz wir gesagen mære, $s diu iu enboten sint./ jâ | |
| Iedoch bin ich in sorgen, $s swenn$’ er in strîte stât/ und vil der gêrschüzze $s von helden hande gât,/ daz | |
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