Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| vr%/öiden vers%/ûmet lenger denne ein ganzez jâr./ /‘Zuo niuwen vröuden stât mîn muot/ vil schône’, sprach ein schoenez wîp./ ‘ein ritter | |
| wîp/ gedenken, waz si mir gebôt,/ dô in grôzen sorgen stuont mîn lîp./ /Ich gedínge ûf der vil guoten rât,/ als | |
| gurre zeinem vüln,/ sô siht manz in der werlte twerhes stênde./ /Went ir hoeren, einen gemellîchen strît/ hât ein alter man | |
| diu welt enkeinen winkel habe,/ Ez sî dâ wîlent baz gestanden,/ den ez bî disen zîten stê;/ und minret vröude in | |
| sî dâ wîlent baz gestanden,/ den ez bî disen zîten stê;/ und minret vröude in allen landen,/ und ist doch sünden | |
| terzen,/ den mac brust/ niht baz danne dir diu dîne stân./ Dîn munt ist ûf den kus gestalt,/ dîn lachelîchez grüezen/ | |
| ich die saelde reichen,/ diu sô hôch/ ob mîner vröide stêt gezilt!/ got muoz ir herze erweichen,/ sît ez noch/ der | |
| zuo dem allir mittelsten puncten, der enmitten in dem ertriche stat. der heiʒit daʒ centrum, also der puncte der enmitten in | |
| uʒ dem novembri $t unde gap in dem decembri. also stant die manden noch bi unsern ziten. Danach wissest daʒ ieglich | |
| bezeichint wel tage verworfen si. wan als verre der buochstabe stat in dem a_b_c, also mengen tac stat der tac in | |
| verre der buochstabe stat in dem a_b_c, also mengen tac stat der tac in dem kalendario. ze gelicher wis bezeichenet der | |
| nach dem manen. Nu wissest daʒ der sunnentac der da stat nach dem fiunften tage vor dem Decembri unde vor dem | |
| saltu folgen miner lere schraphe. / ab ie din fuß gestanden wer von ewikeit/ in stieb, in stoub und het sich | |
| Mambre sach her Abraham die drie / in einem wesen sten, die waren trinitat, / die ir nature sint zu uns | |
| so flicht sich ware mild in er./ was hilfet gut, stestu in schanden kreißen./ von gotes mild geeigent sin/ die geiste | |
| dem er himel, mer und erde stifte?/ sal das nu sten in bruches e,/ so ist got wiser ader tummer worden;/ | |
| des, so muß der laster liden./ sint alle ding entworfen sten/ unwendelich und müssen also bliben,/ was hilfet hoffen, büßen, flen?/ | |
| ab du nicht wilt verderben./ Ein fuchs uf einem stocke sten sach einen han./ er sprach zu im: ‘dem glück ich | |
| man/ gerecht volkomenheit muß han,/ wie Cristus und die kirche stan/ in kuntschaft nach des rechtes bund./ ouch saget es von | |
| traget/ das buch capitel sunder schrank./ Isaias der sal / sten darnach sunder zwivels fal. / sin buch und siner lere | |
| galme./ des hochsten frides palme,/ laß uns in dinem schaten stan./ Über alle gimme tür / karfunkel lüchtet sam das für | |
| stat,/ wie grimme si der flammen guft./ der wallnde gotes haß/ gestunt in sines herzen faß,/ da nu des geistes gimme was/ | |
| angeborne wunden,/ die von dem ersten slag zu allen stunden/ sten offen, ungebunden/ und an dich ungeheilet sint./ Was zu dem | |
| uns freud als wir dir han getichtet,/ das wir icht sten in leides bant gerichtet,/ da leit in leit sich flichtet/ | |
| mich/ und alle, die dem glouben bi/ mit ganzen truwen stan/ und zuflucht zu dir, muter, han./ die leit uf der | |
| naturen wil, / wo das des himels spere still / stünde, sich störten ane zil / die tier, die hie materien | |
| vor Gabaon der sunnen rant/ hielt, das sie stille muste stan./ naturen sus twang got in unserm wachse/ und flacht sin | |
| süßes strouwen hin und dan,/ da sit man sunder früchte stan/ oft manchen zwig von damphes art./ ein here sold sich | |
| adel wit ergießen./ unedel früchte sprießen/ uß boumen, die verborgen stan./ Ir edeln heren, sprecht, / ab der von schult icht | |
| welch here, der nicht wisheit hat,/ ab der in golde ste vernat,/ was hilfet das sin undertan?/ sie hassen in und | |
| das man an schanden rungen/ din witz icht se gezwicket stan./ Noe zu spotte wart / von tranke Loth ouch wart | |
| frucht,/ und laßen sunder wan/ den acker und den anger stan/ unfruchtbar; des sich zündet an/ oft hunger, sterben unde sucht./ | |
| in sime zorne an/ und im nicht bi die hunde stan,/ gar lützel hilfet in sin gelt./ er quelet in, daran | |
| / buchstaben, silben unde wert, / das icht das latin ste versert / von sprüchen, die nicht regeln han. / nam, | |
| ich sach,/ vorsatz, inwurf under irm dach/ gemünzet und geformet stan./ sie gibet aller red ein wares bilde./ wer ir nicht | |
| die meister gra: / ab war, ab falsch die rede sta, / das lert erkennen loica, / und wie das red | |
| uf aneblick der dinge lan/ (darnach der spiegel hat sin stan),/ die lere perspectiven laß./ her Alacen der best ist solcher | |
| wan/ dem menschen werden undertan/ die geiste und zu rede stan/ geladen uß der flammen grund./ Vacca_Platonis leret solche sache;/ gerst | |
| hunden. –/ ein ieglich kunst ist funden,/ das menschen künne ste gefrist./ Wer züt den meister für, / der nu ufsließen | |
| fletze han. / in gotes herzen decke/ sus dri personen stan./ den sun gebar aleine/ die reine $s an alles meiles | |
| fluß./ den sahen die Schampniten/ in ziten $s gar kummerhaftig stan./ manch diener im mit golde/ zu stüre wart gesant./ die | |
| das irs hoen lobes kranz/ ganz $s glanz $s nu ste gar sunder schranz./ wib, aller bernder freuden phlanz,/ meil din | |
| falken:/ ab er nicht wer so risch,/ doch blib er stan uf mines herzen balken./ was hilfet mich der fisch,/ der | |
| ſie uz loicini, die mugin wole mit urmi rechti da=vuri ſtei uffi din heiligin^. undi in=can niemin uffi ſu gezuigi^. Die | |
| mieti getan hetti^. he mac mit ſiemi rechti woli da=vuri ſte uffi din heiligin, undi iz in=mac niemin uf in gizuigi; | |
| die umi die hant von din heiligin zie wil^. ſo in=ſteit da nichein loicinin vuri, he in=muz in biſte cemphliche^. Die | |
| die man, dei=min ummi die heimſuchungi ſcult geibit, woili da=vuri ſte mit ſiemi rechti uffi dien heiligin, wan iz umi geit | |
| iz ſint niemin uffi in gizugi, he in=mugi woili da=vuri ſte mit ſimi rechti uf=in heiligin^. is daz he ſine truwi | |
| die guzugi^. ſo mac he woli mit ſinemi rechti da=vuri ſte, wandi iz umi geit an ſienen liep undi ſieni eri | |
| enki mit dir geiſilin^. undi ſulin phluic undi phert lazi ſte^. Die heirti ſal och volgi mit ſinir cuilin undi mit | |
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