Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| wâ ich in müge behüeten, $s sô wir in sturme stân.«/ si wânden helt dô vristen: $s ez was ûf sînen | |
| gât,/ swenn$’ er in den stürmen $s vor sînen vîanden stât.«/ »Daz tuon ich«, sprach dô Hagene, $s »vil liebiu vrouwe | |
| dâ si vil tiere funden. $s swaz der von legere stuont,/ die erjagten die gesellen, $s sô noch guote jeger tuont./ | |
| dem satele $s einen bern grôz unde starc./ Als er gestuont von rosse, $s dô lôst er im diu bant/ von | |
| dan./ in zwein wîzen hemden $s sach man si beide stân./ sam zwei wildiu pantel $s si liefen durch den klê./ | |
| $s an der linden ast./ bî des brunnen vluzze $s stuont der hêrlîche gast./ Die Sîfrides tugende $s wâren harte grôz./ | |
| wolde gân,/ dô sprach der kamerære: $s »ir sult stille stân!/ ez lît vor disem gademe $s ein ritter tôt erslagen.«/ | |
| leit./ Si sprach: »herre Sigemunt, $s ir sult iz lâzen stân,/ unz ez sich baz gefüege: $s sô wil ich mînen | |
| Drî tage und drî nahte $s wil ich in lâzen stân,/ unz ich mich geniete $s mînes vil lieben man./ waz | |
| recken gewant./ Dô gie der herre Sigemunt $s zuo Kriemhilde stân./ er sprach zuo der vrouwen: $s »die Sîfrides man/ iu | |
| gie der kamerære, $s da er die slüzzele vant./ Ez stuonden vor dem berge $s die Kriemhilde man,/ und ouch ein | |
| man.«/ si gie vil klegelîche $s für ir bruoder Gîselhere stân./ Si sprach: »vil lieber bruoder, $s du solt gedenken mîn./ | |
| dô si ir daz guot/ alsô gar genâmen. $s dô gestuont ir klage/ des lîbes nimmer mêre $s unz an ir | |
| dô sach man von den rossen $s fünf hundert ritter stân./ dô wurden wol enpfangen $s die von Hiunen lant./ boten | |
| den künic funden $s bî manigem küenen man./ der herre stuont von sedele. $s daz was durch grôze zuht getân./ Wie | |
| der marcgrâve: $s »ich tuon iz iu gerne bekant.«/ Dô stuont er von dem sedele $s mit allen sînen man./ er | |
| gezogen hât,/ dâ von iz ime lande $s vil jâmerlîche stât./ di$’n hânt nu leider niemen, $s der ir mit triuwen | |
| manige tugende, $s der si dâ kunde pflegen.«/ der rede gestuont im Hagene, $s dar zuo vil manic ander degen./ Dô | |
| sît im sîn dinc nâch Helchen $s sô rehte kumberlîchen stât./ Man sagt$’ mînem herren, $s Kriemhilt sî âne man,/ her | |
| sîn.«/ Dô sprach aber Hagene: $s »nu lât die rede stân./ het ir Etzeln künde, $s als ich sîn künde hân:/ | |
| man./ die zwêne marcgrâven $s die sach man vor ir stân,/ Eckewart und Gêre, $s die edeln recken guot./ durch die | |
| sint,/ sult ir daz erlouben, $s daz wir vor iu stân/ und iu sagen diu mære, $s war nâch wir her | |
| $s sprach diu künegin./ »swaz ir reden wellet, $s alsô stât mîn sin,/ daz ich ez gerne hœre; $s ir sît | |
| getân,/ des ich unz an mîn ende $s muoz unvrœlîche stân.«/ Dô sprâchen aber die Hiunen: $s »küneginne rîch,/ iuwer leben | |
| Si sprach in ir zühten: $s »nu lât die rede stân/ unze morgen vruo, $s sô sult ir her gân./ ich | |
| gesaget wart./ si sluzzen ûf die kisten, $s die ê stuonden wol bespart./ Si wâren vil unmüezec $s wol fünftehalben tac,/ | |
| haben guoten rât/ und unser koste hinnen $s harte hêrlîchen stât.«/ Dâ vor in aller wîle $s gefüllet zwelf schrîn/ des | |
| für gerant/ vil unkunder geste, $s dâ noch ein klôster stât,/ unt dâ daz In mit fluzze $s in die Tuonouwe | |
| wart getân,/ dô sah man allenthalben $s die wege unmüezec stên./ si begonden gegen den gesten $s beidiu rîten unde gên./ | |
| vlîze getân./ Dô sach diu vrouwe Kriemhilt $s die marcgrâvinne stên/ mit ir gesinde: $s sine lie niht nâher gên./ daz | |
| gebrast./ Diu venster an den mûren $s sah man offen stân,/ diu burc ze Bechelâren $s diu was ûf getân./ dô | |
| Etzel der vil rîche $s enbeite dô niht mêr;/ er stuont von sînem rosse $s mit manigem küenen man./ man sah | |
| vrou Helche $s niht schœner kunde sîn./ dâ bî sô stuont vil nâhen $s des küniges bruoder Blœdelîn./ Den hiez si | |
| $s der marcgrâve rîch,/ unt den künec Gibechen. $s dâ stuont ouch Dietrîch./ der recken kuste zwelve $s daz Etzelen wîp./ | |
| riters lîp./ Al die wîle und Etzel $s bî Kriemhilde stuont,/ dô tâten dâ die tumben, $s als noch die liute | |
| rîche $s mit vroun Kriemhilde dan./ Si sâhen bî in stênde $s ein vil hêrlîch gezelt./ von hütten was erfüllet $s | |
| sô manigen recken edele, $s sô si sach vor Etzelen stân./ Ouch gap nie deheiner $s zuo sîn selbes hôhgezît/ sô | |
| iemen an si gerte, $s daz gâben si bereit./ des gestuont dâ vil der degene $s von milte blôz âne kleit./ | |
| pflac,/ gelebten bî Kriemhilde vil $s manigen vrœlîchen tac./ Dô stuont dâ wartende $s vil manic edel meit,/ die von Helchen | |
| nu muosen dienen $s unz an den Kriemhilde tôt./ Dô stuont mit sölhen êren $s der hof unt ouch daz lant,/ | |
| bezzer wât,/ als ez boten küneges $s ze tragen hêrlîche stât./ Dô gie mit urloube, $s dâ der künic saz,/ daz | |
| unde sîne man./ dô sprach der videlære: $s »daz lant gestuont nie baz,/ noch sô vrô die liute; $s nu wizzet | |
| mir enboten hât,/ und mîner swester, $s sît ez alsô stât,/ daz si lebent mit freuden, $s der künec und sîne | |
| unt iuwer edel swester, $s der dinc in hôhen êren stât./ Genâde unde triuwe $s mant iuch des küneges wîp,/ unt | |
| ein helt guot./ daz wir in sehen müezen, $s des stât mir hôhe der muot.«/ Dô gie diu küneginne, $s dâ | |
| niht ze sagene,/ wenn$’ ez im ze êren $s volleclîchen stê./ ich wil daz mîn herre $s ze hove nâch urloube | |
| rossen gân,/ dô kôs man vil der vrouwen $s trûreclîchen stân./ daz ir vil langez scheiden $s sagt$’ in wol ir | |
| haben rât:/ swâ obene bî dem wazzer $s ein herberge stât,/ dâ inne ist ein verge $s und niender anderswâ.«/ der | |
| Gelpfrât,/ ein herre in Beyerlande. $s vil müelîch ez iu stât,/ welt ir durch sîne marke. $s ir sult iuch wol | |
| genam./ ouch wâren sîne knehte $s vil hôhe gemuot./ noch stuont allez Hagene $s eine dishalp der fluot./ Dô ruoft%..e er | |
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