Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stân V. (2697 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| des künges hant!/ sô wær ich freuden rîche:/ wan ez stêt sô rîterlîche."/ ___Der knappe unbetwungen/ wart harte vil gedrungen,/ gehurtet | |
| wæte/ vome schafte ûzer swarten bluot./ Parzivâl der knappe guot/ stuont al zornic ûf dem plân./ sîn gabylôt begreif er sân./ | |
| den tumben dûhte sêre,/ wie der türne wüehse mêre:/ der stuont dâ vil ûf eime hûs./ dô wânder si sæt Artûs:/ | |
| wirt/ ûf dirre burc dar zuo er reit./ dâ vor stuont ein linde breit/ ûf einem grüenen anger:/ der was breiter | |
| gemach./ der sprach "mîn muoter sagt al wâr:/ altmannes rede stêt niht ze vâr."/ ___hin_în sin fuorten al zehant,/ da er | |
| des wunsches lît genuoc./ sîn zimierde ist rîche:/ dez harnasch stuont rîterlîche/ ê ez kœm von dem gehiuren./ von einer quaschiuren/ | |
| nemn./ die juncfrouwen muosen gên:/ sine torsten dâ niht langer stên./ ich wæn si gerne heten gesehn,/ ob im dort unde | |
| man streich/ an in dem ellen nie gesweich./ Avoy wie stuonden sîniu bein!/ reht geschickede ab in schein./ brûn scharlachen wol | |
| wirs dan den die gênt/ nâch porte aldâ diu venster stênt./ ___Ir sult bescheidenlîche/ sîn arm unde rîche./ wan swâ der | |
| niht betrâgen/ bedâhter gegenrede, diu gê/ reht als jenes vrâgen stê,/ der iuch wil mit worten spehen./ ir kunnet hœren unde | |
| den sluoc mir Idêr fil Noyt/ umb einen sparwære./ des stên ich freuden lære./ mîn dritter sun hiez Gurzgrî./ dem reit | |
| waltstrâzen meit:/ vil ungevertes er dô reit,/ dâ wênic wegerîches stuont./ tal und berc wârn im unkuont./ genuoge hânt des einen | |
| ûffe lac:/ ez flôz aldâ reht in daz mer./ Pelrapeir stuont wol ze wer./ seht wie kint ûf schocken varn,/ die | |
| seil:/ diun was vor jugende niht sô geil./ ___dort anderhalben stuonden/ mit helmen ûf gebuonden/ sehzec ritter oder mêr./ die riefen | |
| hôhen pîn./ ___sus wart er în verlâzen./ iewederthalp der strâzen/ stuont von bovel ein grôziu schar./ die werlîche kômen dar,/ slingære | |
| lanzen/ schärpfen unde ganzen./ als ichz mære vernomen hân,/ dâ stuont ouch manec koufman/ mit hâschen und mit gabilôt,/ als in | |
| gein wer berâten./ türn oben kemenâten,/ wîchûs, perfrit, ärkêr,/ der stuont dâ sicherlîchen mêr/ denn er dâ vor gesæhe ie./ dô | |
| vil vernomn:/ nu sol diz mære wider komn,/ wie Pelrapeir stuont jâmers vol./ dâ gap diu diet von freuden zol./ die | |
| er niht dörfte hân gegert/ ir herberge als ez in stuont:/ ir grôziu nôt was im unkuont./ ___man leit ein teppech | |
| nider./ ___frouwen unde rîterschaft/ heten alle swache kraft,/ die dâ stuondn und sâzen:/ si heten freude lâzen,/ daz gesinde und diu | |
| die ritter wider gên,/ diene liez er dâ niht langer stên./ kint im entschuohten, sân er slief;/ unz im der wâre | |
| was dennoch sô spæte/ daz ninder huon dâ kræte./ hanboume stuonden blôz:/ der zadel hüener abe in schôz./ diu frouwe jâmers | |
| ir landes hêrre Parzivâl/ streit den sînen verre vor:/ dâ stuonden offen gar diu tor./ mit slegen er die arme erswanc,/ | |
| dem vînde schôz:/ lêrt in strît dâ kumber grôz,/ sus stuont lîht ir gemüete/ daz siz galt mit güete./ ___Clâmidê der | |
| den künec mit ir az./ Keie ouch vor dem tische stuont,/ aldâ im wart diz mære kuont./ der widersaz im ein | |
| iu râten daz,/ heizt entwâpen disen gevangen:/ in mac hie stêns erlangen."/ //___im bat diu juncfrouwe fier/ ab nemen helm untz | |
| süeze werde/ het den wunsch ûf der erde./ ir minne stuont mit sölher kraft,/ gar âne wankes anehaft./ si het ir | |
| gebietet, frouwe,/ mit urloube ich schouwe/ wiez umbe mîne muoter stê./ ob der wol oder wê/ sî, daz ist mir harte | |
| brükke ûf gezogen,/ diu burc an veste niht betrogen./ si stuont reht als si wære gedræt./ ez enflüge od hete der | |
| sturme ir niht geschadet was./ vil türne, manec palas/ dâ stuont mit wunderlîcher wer./ op si suochten elliu her,/ sine gæben | |
| wît unde breit./ durch schimpf er niht zetretet was/ (dâ stuont al kurz grüene gras:/ dâ was bûhurdiern vermiten),/ mit baniern | |
| greif./ si habten sînen stegreif:/ sus muoser von dem orse stên./ in bâten ritter fürbaz gên:/ die fuorten in an sîn | |
| der in sante dar./ er liez in dâ niht langer stên:/ in bat der wirt nâher gên/ und sitzen, "zuo mir | |
| den wirt die stollen./ dâ wart gedient mit vollen./ die stuonden ensamt an eine schar/ und wâren alle wol gevar./ ___den | |
| //Mit zuht si kunden wider gên,/ zuo den êrsten vieren stên./ ___an disen aht frouwen was/ röcke grüener denn ein gras,/ | |
| sân./ ob i’z geprüevet rehte hân,/ hie sulen ahzehen frouwen stên./ âvoy nu siht man sehse gên/ in wæte die man | |
| sagte mir,/ zwelve iewederthalben ir./ diu maget mit der krône/ stuont dâ harte schône./ ___swaz ritter dô gesezzen was/ über al | |
| ze knien für si gâch./ ___swâ dô der taveln keiniu stuont,/ dâ tet man vier knappen kuont/ daz se ir diens | |
| dort pî im?/ âne vrâge ich vernim/ wiez dirre massenîe stêt."/ in dem gedanke nâher gêt/ ein knappe, der truog ein | |
| diu disen mantel niuwen/ mir lêch durch ir güete./ wan stüende ir gemüete/ daz si dienst wolde nemn!/ des kunde mich | |
| pâgenden worten/ saz er drûf. die porten/ vander wît offen stên,/ derdurch ûz grôze slâ gên:/ niht langer er dô habte,/ | |
| ze keinem bûwe holz noch stein:/ wan ein burc diu stêt al_ein./ diu ist erden wunsches rîche./ swer die suochet flîzeclîche,/ | |
| im rehte:/ von edelem geslehte/ worhtez Trebuchetes hant./ ein brunne stêt pî Karnant,/ //dar nâch der künec heizet Lac./ daz swert | |
| si begôz ir brüstelîn,/ als si gedræt solden sîn./ diu stuonden blanc hôch sinewel:/ jane wart nie dræhsel sô snel/ der | |
| dran kôs keiniu mâl:/ die slege frumte Parzivâl./ ___vom orse stuont der küene man:/ frou Jeschûte enpfiengez sân./ vil junchêrrn dar | |
| zehant./ ___einhalp an des küneges rinc/ über eins prunnen ursprinc/ stuont ir poulûn ûf dem plân,/ als oben ein trache in | |
| besten valken si verluren:/ der gâhte von in balde/ und stuont die naht ze walde./ von überkrüphe daz geschach/ daz im | |
| was von dem luoder gâch./ //___Die naht bî Parzivâle er stuont,/ da in bêden was der walt unkuont/ und dâ se | |
| fôrest mit strîte wert:/ sît wir niht wizzen wâ diu stêt,/ ze arbeit ez uns lîhte ergêt."/ ___Gynovêr bat Artûsen sô/ | |
| mit kurze wernder fröude?/ ir tuot in schiere töude./ ___wie stêt iu daz, frou minne,/ daz ir manlîche sinne/ und herzehaften | |
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