Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| Das was da von, das ime irdenschú wollust an siner sele nit einen trost mohte geben. Do sach er zwoͤi menschen | |
| got hat erkorn ob allen dingen, das ist des menschen sele [und lip]. Wir die<FOLIO>(163#’v)</FOLIO>nen únser vrowen, der kúneginne, das si | |
| ambaht, das si liep zů liebe twinget, got zů der sele und die sele zů gotte. Darumbe stat si in dem | |
| liep zů liebe twinget, got zů der sele und die sele zů gotte. Darumbe stat si in dem ersten gebotte. <KAP><N>LXIII</N>. | |
| ist ein fúrste in allem wesende</KAP> Stete gerunge in der sele, stete wetage in dem lichamen, stete pine in den sinnen, | |
| ich tů, lasse unde lide. Amen. <KAP><N>LXV</N>. Wie got die sele zieret mit der pine</KAP> Swenne die jungfroͮwen ze allen ziten | |
| <FOLIO>(165#’v)</FOLIO> der súndigen cristanheite. Dis sint die hochzitcleider der minnenden selen. Aber die werktagkleider, das ist vasten, wachen, discipline, bihten, súfzen, | |
| die werktagcleider. Alsust sprichet der gepineget licham zů der ellendigen sele: «Wenne wiltu vliegen mit den vedern diner gerunge in die | |
| hulden untz in ein helig ende, wenne du, vil liebú sele, von mir wendest.» Die sele: «Eya min allerliebste gevengnisse, da | |
| ende, wenne du, vil liebú sele, von mir wendest.» Die sele: «Eya min allerliebste gevengnisse, da ich inne gebunden bin, ich | |
| han.» Die gehorsami ist ein helig bant; si bindet die sele ze gotte und den lichamen zů Jhesu und die fúnf | |
| heligen geiste. <FOLIO>(166#’r)</FOLIO> Ie langer si bindet, ie me die sele minnet; ie snoͤder sich der licham haltet, ie schoͤner sinú | |
| allo besuichin./ wir ne verlazen dih ettelichiu zit,/ wir verliesen sele unde lib./ also lango so wir hie lebin,/ got habit | |
| tie churzun wila so wir hie sin,/ daz wir die sela bewarin:/ wanda wir dur not hinnan sulen varn./ fro so | |
| Sît daz mich ir trôst enpfie,/ der mir durch die sêle mîn/ mitten in daz herze gie./ /Swaz ich wunneclîches schouwe,/ | |
| war ich sol./ /Si h%/ât mich verwunt/ rehte aldúrch mîn sêle/ in den vil toetlîchen grunt,/ dô ich ir tet kunt,/ | |
| beschouwe?/ nein, iuwer minne hât mich des ernoetet,/ daz iuwer sêle ist mîner sêle vrouwe./ sol mir hie niht guot geschehen/ | |
| minne hât mich des ernoetet,/ daz iuwer sêle ist mîner sêle vrouwe./ sol mir hie niht guot geschehen/ von iuwerm werden | |
| niht guot geschehen/ von iuwerm werden lîbe,/ sô muoz mîn sêle iu des verjehen,/ dazs iuwerre sêle dienet dort als einem | |
| lîbe,/ sô muoz mîn sêle iu des verjehen,/ dazs iuwerre sêle dienet dort als einem reinen wîbe./ /Lange bin ich geweset | |
| dô wiel mir daz bluot/ *von deme herzen ûf die sêle mîn./ /Die vröide mir verboten hât/ mîns lieben hêrren tôt/ | |
| si mir ze lange wê,/ sô gedinge ich ûf die sêle niemermê./ /Ich hân varender vröiden vil/ und der rehten eine | |
| dem libe schadent, me halt fur die wolfe die der sele schadent. Pentecosten daʒ kumet von dem crieschin worte @g:pente@g., daʒ | |
| kleinen underscheit / von vihe du hast, so snit der sel ein nuwes kleit,/ und sie mit siten, künsten, tugenden ziere!/ | |
| halt stet in fle, den man voldanket nimmer –/ got sel, den eldern libes haft –,/ so but din kint der | |
| jungen lere!/ Du wiser, spar mit nicht das heil der sele din / uf wib, uf kint, wilt du dort nicht | |
| nu der tot dem künig Achas quam so na,/ die sel enphalch er sinem wib Attalia/ lant unde lüt gar sunder | |
| bescheidenheit $s mit steten truwen neren./ tracht selber umb der sele heil. $s sie ist so geil,/ wiltu din habe nützen | |
| unde sach, das im der tot was na, / die sel dem sun enphalch er mit der habe. / der weint | |
| du dem wibe helfest mit dem kinde./ aber in der sele nicht enphil;/ ir truw ist groß, doch ich sie selden | |
| sprach: ‘ir sult zu bichte kumen bald, / das uwer sel icht dürfe liden smerzen. / in großen sünden han ich | |
| kuntschaft nach des rechtes bund./ ouch saget es von rechter sel beschouwen/ und tougen, die sie hat in gotes ouwen./ in | |
| die laß uns schriben, malen, vater guter:/ sie gibt der sel und sinn des lebens futer./ hilft nicht des heiles muter,/ | |
| liechtes rom/ erschint, sus du inschinig bist./ gib liecht der selen oug und sinne sterne,/ du urhab, wallnder glanz und liechtes | |
| dines herzen blat./ hilf, das er uns in gruft der sele klimme/ und felz in sie rechts und der tugent gimme./ | |
| mutes rere,/ der sünden gift in herzen grunde tere./ der sele ougen sere/ an diner gimme stüre fant./ In diner kron | |
| tier verseret si./ da uß dins herzen kann/ in unser sele wunden ran/ der barmung öl, der mensch began/ sich quicken | |
| unde stam,/ sus wasch uß unser sünden slam/ und unser sel zu grabe nim./ als Jonas in dem fisch, sus in | |
| der gloube gibet kraft,/ er schirmet und macht sigehaft,/ die sel er quicket und besafft./ du salt von schult gelouben me/ | |
| / swer, lichte, warm noch kalt;/ von siten und der sel gewalt;/ wie alles ding in zit veralt;/ wie got si | |
| ist trüchtig, $s früchtig/ des gesanges hort./ wortes kraft die sele eine leret./ sam ein tavel ist/ ungeschriben $s bliben,/ sus | |
| leret./ sam ein tavel ist/ ungeschriben $s bliben,/ sus der sele list,/ die sich erst uß gotes herzen reret./ in die | |
| $s worden/ funden und gestift/ und das opher ist der sel zu ^+risten./ Melchisedech, der heide/ von Chananea, priesterschaft hat funden./ | |
| din opher reine bricht sins zornes rute./ du bist der sel ein hirte,/ der uf des lebens weide/ sie bringt des | |
| des fluches smerzen./ laß uns in not nicht falben,/ der sele arzt, lesch ab der sünden brende/ und strich genaden salben,/ | |
| des todes scherge/ wil nemen sunder ruwe,/ so bis der sele ferge,/ sie leite zu dem buwe,/ den des himels zimmerman/ | |
| stein gotes lichnam dütet;/ wer innig den drückt an der sele herze/ und in mit glouben trütet,/ den mag gesterben nicht | |
| sich brach des fluches lin./ ich hoff, das sie die sele min/ rett vor der helle rost./ Is unde sne uß | |
| ruwe last./ glut zornes stift/ $s dem leide trift./ die sele zorn uß freude ^+rifft./ der zorn ist aller gifte gift./ | |
| herzen want/ mit der truwe pinsel schribe –/ des min sel si ir ein phant –/ und wil immer dienen ir,/ | |
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