Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| disen hochzeiten wirdich sein ze enpfahen diu speis da unser sel mit genesen sol. ob wir uns dar zů bereiten, biten | |
| tot ist des libes tot, der ander tot ist der sele tot. der hie in disem libe von den suͤnden erstet, | |
| also schullen auch wir ersten von den suͤnten die der sele tot sint zů dem rechten und zů der hilicheit. wir | |
| uns des rechtes vlizzen, daz ist diu erst urstende der sele. da von spricht sant Johans: die sint sælich die teil | |
| der tot datz unsern venstern icht in ge hintz der sel. unseriu venster daz sint diu oren, diu nas, diu augen | |
| der tot datz dem venster der nasen in ze der sele. also tůt er auch da ze den augen und ze | |
| geburt ist vleischlich, diseu ander geburt ist geistlich. also diu sel bezzer ist und herer denne daz vleisch, also ist auch | |
| herer denne daz vleisch, also ist auch diu geburt der sele herer denne diu geburt dez vleisches. ze der ersten geburt | |
| suͤndær chom, do volgot im diu menige die gnad der sel und auch des libes datz im suchten. under den die | |
| dann ze hant zu den suͤnden und machet in, daz diu sel zestochen $t und verwundet wirt. daz ist der lugenlich richtum, | |
| daz er in daz grap geleit wart, daz sein hiligiu sel ze helle fuͤr, daz er von dem grab erstunde, daz | |
| des libs spis ist daz brot und ander ezzen, der sel spis ist daz hilig gotes wort. mit dem hiligen gotes | |
| hilig gotes wort. mit dem hiligen gotes wort wirt diu sel gelabt, daz si hat den gelauben, die zůversiht, die hiligen | |
| ir undertan, si sint des vil gewiz das si ze sele und ze leibe damit behalten sint. nu schuͤln wir merchen | |
| oder uͤbel ze tůn. daz ist der ewig richtum der sele. der ist sælec, der sin wol niuzzet. den richtum tailt | |
| vernihtent, die sint des erbes und des richtumes, da diu sele und der lip von geert und behalten solt sein, da | |
| lip mit verlaitet wirt und mit verworht wirt, da diu sel mit erslagen wirt und aller guten ding mit verstozzen wirt. | |
| mit grozzer rew. daz ist ein islich christenmensch der die sele floren hat mit manigen grozzen suͤnten, der da zu chomen | |
| da mit, alle die dez gernt, daz si an der sel mit dem hiligen gotes wort gelabet werden. die schuͤln die | |
| daz wir wirdich werden sines hiligen brotes zessen, das unser sel und leip da mit behalten sei ze den ewigen genaden | |
| mit welhen angisten stent si denn die fuͤr vil manich sel antwurten muͤzzent? Nu chomen gemainlichen fuͤr den almæchtigen got mit | |
| uͤbel veint ist unser vleisch. daz selb vleisch schol der sel undertan sein, wan diu sel diu frawe ist und daz | |
| daz selb vleisch schol der sel undertan sein, wan diu sel diu frawe ist und daz vleisch diu diu ist. diu | |
| hilf der fuͤmf sinne het diu diu, daz vleisch, der sel an gesiget $t und het si mit vanchnuͤsse. do unser | |
| und warde alles also verdrukchet dar umb, daz ez der sel undertan sei und sich wider sein frawen, die sel, nimmer | |
| der sel undertan sei und sich wider sein frawen, die sel, nimmer mer gesetze. daz ist diu vroͤlich botschaft diu uns | |
| wir die selben tugent gelern und behalten, so hab unser sel immer mer rů und genad. etlicher bringe diu hiligen parmung. | |
| ledigt got von allen sinen angsten des leibs und der sel. ettelicher bringe daz hilig gebet. diu plum stiget auf zů | |
| daz der mensch von zwein dingen gemachet ist, von der sele und von dem leibe. an dem ietwern waz der arm | |
| pilde an suͤnt, daz er den menschen erledigt an der sel und an dem leib. von diu so setzet man auf | |
| wirdichlich mit geluͤbigem hertzen enpfæcht, $t der wirt an der sele vil wærlich erheilt, hie in diser werlt die weil er | |
| herren lichnam wirdichlich enphahent, wie die behalten sint an der sel und an dem leib. die in aver unwirdichlich enpfahent, die | |
| aver unwirdichlich enpfahent, die empfahent $t die ewigen verlornuͤsse der sel und des leibs. von diu rat wir eu daz ir | |
| witzen. wir gerten, herre, diner chuͤnft mit der gird unserr sel, wir luden dich mit entzichlichem weinen. nu bistu, herre, chomen, | |
| die schachær, wir haben uns selben erslagen und tragen unser sel also erslagen von dem wege des hiligen ewaingelii und haben | |
| und haben laider noch den willen, daz wir die arm sele dennoch verrer von got verellenden wellen. nu ziuhet nach uns | |
| die veint des tiufels und wellent gern loͤsen die gevangen sele die der tiufel gevangen hat. si wellent lebentich $t machen | |
| tiufel gevangen hat. si wellent lebentich $t machen die erstorben sele die wir mit des tiufels rat erslagen haben. nu hoͤr | |
| ir behalten.’ so spricht er selber der uns lip und sele gegeben hat: ‘cher noch wider; swie du mich verworffen hast, | |
| sinen hiligen lichnamen reinichlich und wirdichlich enpfahen, so wirt unser sele lebentich. Nu schůl wir sein genade, der durch uns tot | |
| wirbet niur nach werltlichem gewinn $t denn nach genist der sele. nu schuͤln wir merchen waz unser herr spreche. er spricht: | |
| ist diu ewig ewenhellung, da enmach dem leib noch der sele nicht geschaden, da ist alles daz gůt ist, da gebristet | |
| Pauls der bat der ding diu wider daz heil siner sele waren; do pat er nicht in dem namen dez hiligen | |
| schuͤln wir merchen waz diu volle fræude sei: heil der sel ist volliu fræud. waz ist heil der sel? daz ist | |
| heil der sel ist volliu fræud. waz ist heil der sel? daz ist antloz der suͤnten und der ewig leip. swer | |
| ir beginnet ze piten der ding diu ze heil eur sel hoͤrent, ir begert nicht des richtums dirre werlt noch des | |
| enpfahen muͤzzen: also si got dienten mit leib und mit sele, daz si alsam an der sele und an dem leib | |
| mit leib und mit sele, daz si alsam an der sele und an dem leib die ewigen sælde enpfahen muͤzzen. ze | |
| daz er dez hungers icht erwert, daz unser můt, unser sel, ane daz hilig gotes wort dehein weil beleib, so schuͤln | |
| diu verstandnuͤsse dez hiligen $t gotes wortes, da von unser sele gewiset und behalten sei. swer so der ist, der den | |
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