Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| da got mit der sele redet, das ist in der sele. In die stat mag nieman komen denne got alleine. Swenne | |
| nieman komen denne got alleine. Swenne aber got in der sele sprichet, das geschihet ane aller hande wissentheit der sinnen mit | |
| der sinnen mit grosser, creftiger, sneller einunge gottes in der sele; <FOLIO>(119#’v)</FOLIO> so moͤgent die sinne das wunnenkliche reden nit vernemen, | |
| lebende, also das er dike des túfels glichnisse an siner sele gemalet habe mit tegelichen súnden und etwenne mit den hoͮbetsúnden | |
| mit den hoͮbetsúnden $t grosse wunden gesclagen hat an sine sele. Die sele die mit dem heligen geiste bevangen ist, die | |
| hoͮbetsúnden $t grosse wunden gesclagen hat an sine sele. Die sele die mit dem heligen geiste bevangen ist, die mag sich | |
| troste und von der wollust in dem troste. Aber dú sele dú mit irm eigenen můtwillen bevangen ist, die neiget sich | |
| zů irdenischen dingen. Die dritte stat, da got mit der sele sprichet, das ist in dem himmelriche, swenne got die sele | |
| sele sprichet, das ist in dem himmelriche, swenne got die sele ufrukket mit sines willen wollust und henget si da zů, | |
| der himmelporte</KAP> In minen grossen wetagen offenbarte sich got miner sele und wisete mir sines herzen wunden und sprach: «Sich, wie | |
| «Sich, wie we si mir getan habent.» Do sprach min sele: «Eya herre, warumbe lidestu also grosse not? Sit dem male | |
| wart das himmelrich erst <FOLIO>(120#’r)</FOLIO> uf entsclossen.» Do sprach dú sele: «Herre, do dis geschach, do were du tot. Mich wundert | |
| die wile ich tot was als vor und sider; min sele růwete die wile in miner gotheit nach ir langen trurekeit; | |
| wunderlich und mich wundert in minen menschlichen sinnen, das min sele als wunderlich ist. Swenne ich gedenken an den tot, so | |
| Swenne ich gedenken an den tot, so vroͤwet sich min sele mit grosser craft gegen der usvart, das min licham swebet | |
| und mine sinne bekennent unsprecheliche wunder in der usvart der sele. Alsust stirbe ich allergernost in der zit, die got vor | |
| swenne mir laster und pine wirt gebotten, zehant beginnet mit sele ze brennende in dem fúre der waren gottes liebi mit so | |
| manigen súnden stat. Ich nim urlop zů allen den armen selen, die nu in dem vegefúr sint; blibe ich langer hie, | |
| clage das gotte, das ich sin helige gabe an miner sele also verderbet habe, das nie kein gebreste so cleine enwart, | |
| gebreste so cleine enwart, er sie in himmelriche an miner sele bekant; swie es gewandelt si, so ist der schade doch | |
| ze bekennende in den sinnen und ze beschowende mit der selen oͮgen ein vúr, das brande ane underlas in der hoͤhi | |
| die helikeit, die er mit sinem lieben sune in únser sele und in únser menschlichen sinne gegossen hat. Ja, ich sol | |
| gemach dis vúres das ist die wunnenkliche wollust, die únser sele innewendig enpfat von gotte mit so heliger wermin des gotlichen | |
| gotlichen antlútes der heligen drivaltekeit, dú únsern lip und únser sele #.[sol durlúhten#.], also das wir da die wunderliche selekeit sehen | |
| der gabe, die wir von gotte #.[an lip und an sele haben#.]. Das dritte: das wir luterliche leben in gůten sitten | |
| so soͤllen wir der tugenden gebruchen. <KAP><N>XXXI</N>. Wie got die sele gemachet hat; von wollust und pine; wie got glich ist | |
| und greiffit als ein blinde in der vinsternisse. Die minnende sele, die alles das minnet, das got minnet, und alles das | |
| wie die gotheit gewúrcht hat mit ir nature in der sele. Er hat si gebildet nach im selber; er hat si | |
| sol si vroͤwen mit aller gabe.» <KAP><N>XXXV</N>. Wie dú selig sele sprichet zů irme lichamen an dem jungsten tage</KAP> Stand uf, | |
| armen dirnen messe sang, das was geistlich bekantnisse in der sele</KAP> Man mag gotliche gaba mit mensclichen sinnen nit begrifen. Darumbe | |
| gesprechen, das ist also ungelich der offenen warheit der minnenden sele als ein wachs<FOLIO>(125#’v)</FOLIO>lieht der claren sunnen. Das Johannes_Baptista der armen | |
| das was nit vleischlich, es was also geistlich, das die sele alleine beschowete, bekante und gebruchte; aber der licham hatte nit | |
| der licham hatte nit da von, denne er von der sele edelkeit in sinen menschlichen $t sinnen mohte begriffen; darumb muͤssent | |
| liebin und gús, herre, nider dine himmelvlůt in mine dúrre sele, das ich beweine din grossen smacheit und miner súnden jamerkeit. | |
| jungeste spise mines lichammen und das ewige brot miner armen sele. Ich bitte dich mer, vil lieber herre, das du denne | |
| dich mer, vil lieber herre, das du denne miner armen sele mit dir selben wellest troͤsten und mich denne von allen | |
| vil lieber herre Jhesu_Christe, <FOLIO>(126#’v)</FOLIO> das du denn min arme sele wellest enpfan in dine vetterliche hende und bringen mich denne | |
| bitte dich, heliger vatter von himmelrich, vúr alle die cristane selen, die hútte von irme lichamen scheiden, das du, erbarmherziger got, | |
| das ewige lib. Eya lieber herre, erbarme dich úber die selen mins vatters und miner můter und úber alle die sela, | |
| selen mins vatters und miner můter und úber alle die sela, die in dem vegefúr sint; loͤse si, herre, #.[in dirre | |
| wart gesehen in dem himmelriche vor der brust einer ieglichen sele [und lip]. Dar in schinet der spiegel der heligen drivaltekeit | |
| der lip ie begieng, und aller der gabe, die dú sele in ertrich ie enpfieng. Da von schinet der here gegenblik | |
| sol <N>II</N>. Wie an aller selen tag ein mensche bat vúr die selen gemeinlich <N>III</N>. Wie nútze das si, das ein mensche mit | |
| <N>VIII</N>. Wie ein mensche got sůche <N>IX</N>. Wie dú minnende sele lobet únsern herren mit allen creaturen <N>X</N>. Dis geschach ze | |
| sich schlahent und jagent, bissent und nagent, wenne ein minnendú sele, die von gotlicher minne brennet, von diser welte scheidet <N>XL</N>. | |
| brennet, von diser welte scheidet <N>XL</N>. Alsus sprichet dú minnende sele zů irme lieben herren <N>XLI</N>. Wie ein predier brůder wart | |
| dingen in der minnenden gerunge <FOLIO>(129#’v)</FOLIO> <N>XLVI</N>. Wie sich die sele meldet in geistlichem armuͤte <N>XLVII</N>. Von einer súnde, die boͤse | |
| <N>LI</N>. Ein gebet vúr versumekeit <N>LIII</N>. Wie sich die minnende sele neiget under die hant gottes <N>LIII</N>. Von dem gevengnisse geistlicher | |
| <N>LXIV</N>. Wie got dem menschen dienet <N>LXV</N>. Wie got die sele zieret mit der pine<INHALT> <KAP><N>I</N>. Von der crone und von | |
| cronen. Die crone wart gesehen mit geistlichen oͮgen der minnenden sele in der ewigen ewikeit und wart bekant ir geschoͤpfnisse. Was | |
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