Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| in die naht. Weis got, also wirt es an der sele und oͮch am libe vollebraht. Die minnenriche sele sinket harnider | |
| an der sele und oͮch am libe vollebraht. Die minnenriche sele sinket harnider in dem zuge der ungruntlichen diemuͤtekeit und wichet | |
| verswiget und sine vrúnde got ze eren vermidet. $t Die sele sinket noch fúrbas, wan si merer maht hat denne der | |
| gebruchet und ordenliche minnet. Die vierde diemuͤtekeit wonet in der sele; das ist die sinkende diemuͤtekeit, die also manig suͤsses wunder | |
| sinkende diemuͤtekeit, die also manig suͤsses wunder an der minnerichen sele begat. Si jaget si uf in den himmel und zúhet | |
| zúhet si in das abgrúnde wider, <FOLIO>(79#’v)</FOLIO> si leitet die sele zů allen creaturen sunderlich und sprichet: «Nu sich, dis ist | |
| si nút fúr nemen. Alsus sere wirt die arme minnenrich sele mit der diemuͤtigen minne gebunden, das si sich nit voͤrhtet | |
| schemmen, wan er noch unverwandelt ist vom tode. Aber die sele ist also schoͤne in irme lichamen als in dem himmelriche, | |
| si ist aber also vol nit; dis ist alleine dú sele, dú hie durvlossen ist mit der diemuͤtigen gottes liebe. Als si | |
| wirt si mitte gezieret, wenne si ze himmele vert.» Die sele: «Wand alles, das úns in dem wege des himelriches ze | |
| Als wir aber dar komen, so wirt es den gemeinen selen. Das tůt úns got ze liebe, das si deste e | |
| tet. Got helfe úns rehter masse, amen! <KAP><N>VI</N>. Wie die sele lobet die heligen drivaltekeit</KAP> Herre Jhesu_Christe, der da bist gevlossen | |
| <FOLIO>(81#’r)</FOLIO> und min ewig růwe!» <KAP><N>VII</N>. Wie got widerlobet die sele</KAP> Du bist ein gruntvestunge mines goͤtlichen flusses, du bist ein | |
| an und ich nime es mit weinenden oͮgen an miner sele arme unde trage es fúr die fuͤsse sines vatters, da | |
| sinem eignen můtwillen! Min ander kint das sint die armen selen, die in dem vegefúr qwelent; den můs ich min herzeblůt | |
| ende. So ist es vil sere gewaget, war die versumete sele hin wende. <KAP><N>IX</N>. Von der ere sibenzig manne, die mit | |
| grossen turste mit den henden wurfen zů irem munde. Ir sele wart inen von got in irem lichamen wider gegeben, also | |
| dingen an inen nit hatten. Do teilte sich aber ir sele von irem libe ane pin und ane we. Ir lichamen | |
| sinne; so wirt dir ein gůtwillig herze und ein offen sele, da dú gnade in vliessen mag. Machest du dine notdurft | |
| vil armen súndern und der heligen cristanheit und der betruͤbten selen und nit min. Alle mines herzen maht und craft die | |
| und min. Hilf mir, Jhesus min herzeliep, das ich min sele und min sinne also tief in dich winde, das mich | |
| ein krank herze stark, ein blint herze sehende, ein kalte sele brinnende. Es zúhet har nider den grossen got in ein | |
| grossen got in ein klein herze, es tribet die hungrigen sele uf zů dem vollen gotte, es bringet zesamen dú zwoͤi | |
| gotte, es bringet zesamen dú zwoͤi geliebe, got und die sele, in ein wunnenkliche stat; da redent si vil von liebe. | |
| die waren glich menschlichen bilden. Dis waren der armen pfaffen selen, die in diser welt hatten geswebet in der girekeit aller | |
| fúr einen andern menschen in cristanlicher gewonheit. Do sach min sele die sinen in loblicher wirdekeit also das er noch in | |
| in aller bekantnisse miner sinnen und in aller edelkeit miner sele so konde ich es nie anders vinden, es si túfellich, | |
| weist wol, wie du ruͤren kanst die seiten in der sele min; eya, des beginne alzehant, das du iemer selig muͤsist | |
| iemer froͤwen mich. Gedenke, wie du trúten kanst die reine sele in dinem schos und vollebringe es, herre, an mir alzehant, | |
| minne. Iedoch wil ich vor beginnen und temperen in diner sele mine himelschen seiten, uf das du deste langer moͤgest gebeiten; | |
| si.#.] sich etteswenne loͤblich, es ist doch leider trúgelich. <VERS>Durnehtigú sele, vroͤwe dich,/ du bist alleine got gelich./ Ja es ist | |
| als einen toten, der da úbel smeket. Aber, herre, min sele die ist lebendig in dir. Darumbe bin ich geminnet von | |
| menschlicher sinne, wir moͤgen si anders nit vollebringen. Aber únser sele edelkeit, #.[die gibet úns mit rehter gottes suͤssekeit zů allen gůten | |
| sinem suͤssen munde also vile getempert hat: geistlich in únser sele, wislich in únser sinne, nothaftlich an únserme libe, so muͤssen | |
| zoh únsern herren har nider mit einer suͤssen stimme ir sele, und si sprach in irme gebete, do si was alleine, | |
| bekeme irme herzen und ir sinne wurdent vol und ir sele wart fúrig. Iedoch vragete si nach dem underscheide, da brahte | |
| geistes dur den ganzen lichamen ires magtůmes in der vúrigen sele irs gůten willen und saste sich in das offen herze | |
| irs reinen herzen und dú wunnenkliche $t spilunge ir edelen sele, dise vier ding zugen sich zesamene nach des vatter willen | |
| im sin lip benomen, ich voͤrhte noch mere, das sin sele zů úns wolte har komen und loͤsen die sinen; wan | |
| $t enpfiengen den heligen geist; do <FOLIO>(92#’v)</FOLIO> allererste wart ir sele verwundet mit der gotheit. Aber únser vroͮwe was vil stille, | |
| der gerunge und vollebringen mit den werken. Hie von wirt sele und lip in himmelriche also ahtber und lobsan, das si | |
| ganzen drivaltekeit. Minen smak, den ich habe, den bevindet dú sele selber wol; ich mag ir nút vollen heimlich wesen, si | |
| und si sol iemer me in miner heligen drivaltekeit mit sele und mit libe sweben und spilen sat und ertrinken als | |
| gotheit, dú iemer mere arbeitet ane arbeit, nit in sin sele mag vliessen.» Der sun singet alsus: «Ich bin ein widerkomende | |
| craft an allen dingen ane #.[ende und ane beginne#.]; din sele ist únser drier personen allernehstú brut.» O wie wunnenklichen Christi | |
| ist únser drier personen allernehstú brut.» O wie wunnenklichen Christi sele in der ganzer heligen drivaltekeit spilet, ze gelicher wis als | |
| dem boͤsen versůchet. Ich bat fúr brůder Albertes #.[von Minden sele#.], do wisete mir got sin wirdekeit. $t Do sach ich | |
| zieren und soͤnt doch niemer beruͤren sinen lip noch sine sele.» Ich habe das in himmelriche gesehen: lon, wirdekeit und crone, | |
| dem sinen; ja ich wolt in von dem stůle diner sele triben, ob ich moͤhte, und setzen mich darin und woͤlte | |
| und von manigvaltigen nammen</KAP> Eya liebú gottes minne, behalse ie die sele min, wan es múrdete mich ob allem we, solte ich | |
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