Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| und runet mit siner liebin in dem engen enoͤte der sele, er halset si oͮch in der edelen behagunge siner liebi, | |
| tal hat sich gesetzet in den allerhoͤhsten $t hohen. Stumpfú sele, sich dich umb und umbe und tů uf din blinden | |
| haben, so můstu liep lassen.» <KAP><N>XXIV</N>. Wie sich die minnende sele gesellet gotte und sinen userwelten lieben und sol gelich sin | |
| sol gelich sin allen heligen. Wie der túfel und dú sele sprechent zesamne</KAP> Eya herre Jhesu_Christe, din unschuldigú pine troͤstet mich, | |
| húgenisse lebendig in dir, und din unbewollen blůt hat min sele durchvlossen. Maria, trut můter, ich stan bi dir bi dem | |
| geloͮben, und das swert des heligen jamers snidet durch min sele, darumbe das der so vil ist wandelber, die geistlich schinent. | |
| gallen, der was also kreftig, das er min lip und sele al durgieng. Do bat ich sunderlich got vúr minen schenken, | |
| du zů der messe nit komen maht.» Do sprach dú sele mit gezogner wisheit: «Der selber keinen vriden hat, der mag | |
| bist also helig, mache mich gesunt.» Do sprach aber dú sele: «Der selber siech ist, der mag nieman heilen.» «Es ist | |
| minne in den sinnen entlegen und hat noch leider die sele nit erstigen.» Der lúten ist vil gevallen, wan ir sele | |
| sele nit erstigen.» Der lúten ist vil gevallen, wan ir sele bleip ungewunt. Salomon und David enpfiengen den heligen geist in | |
| do vielen si in die valschen minne. Weis got, ir sele was nit gesenket in die nidersten tieffi under aller creature | |
| der groieret dike allermeist. Die gebunden minne wonet in der sele und stiget úber menscliche sinne und gestattet dem lichamen enkeines | |
| herren willen. Mag denne der licham vedersclagen, so enmag dú sele das hoͤhste, das menschen geschehen mag, niemer ervaren. In diser | |
| niemer ervaren. In diser gebundenen minne wirt rich die gewundete sele und vil arme ir uswendigen sinne, wand ie me got | |
| ich enkeinen $t val zů den hoͮbtsúnden vinden, wan dú sele ist gebunden, si můs ie minnen. Got muͤsse úns alle | |
| úns alle alsust binden! <KAP><N>XXV</N>. Von der klage der minnenden sele, wie ir got schonot und enzihet sine gabe. Von wisheit, | |
| got schonot und enzihet sine gabe. Von wisheit, wie dú sele vraget got, wie ir si und wa er si. Von | |
| das ich begere, das ich mich kuͤle/ in der reinen sele din,/ da ich in gebunden bin./ Dines seren herzen súfzen | |
| an dir enbern,/ wan tusent lichamen moͤhtin nit einer minnenden sele ire ger vollewern./ Darumbe ie hoher minne, ie heliger marterer.»</ZG>/ | |
| krimpfent/ und min herze smilzet nach diner minne/ und min sele brimmet/ mit eines hungerigen loͤwen stimme,/ wie mir denne si/ | |
| es selber schriben.» Do offenbarte sich got zehant miner trurigen sele und hielt dis bůch in siner vordern hant und sprach: | |
| wunderliche gotheit; dú vliessent von stunde ze stunde in dine sele us von minem goͤtlichen munde. Dú stimme der worten bezeichenet | |
| und megden und von den ungetroͤsteten kinden <N>II</N>. Wie dú sele lobet got an siben dingen und got si. Von der | |
| Von der salben und beite <N>III</N>. Ein clage, das dú sele maget ist, und von der minne gottes <N>IV</N>. Wie únser | |
| wie nút, das leret der helig geist <N>V</N>. Wie dú sele klaget, das si enkeine messe noch die gezit hoͤret, und | |
| hat geschaffen von minnen <N>X</N>. Von der passion der minnenden sele, die si von got hat, unde wie si uf stat | |
| vert [XXX#’a partes habet] <N>XI</N>. Zwúschent got und der minnenden sele sint allú <FOLIO>(32#’v)</FOLIO> ding schoͤne <N>XII</N>. Du solt loben, danken | |
| gottes tisch. Mit dem loͤsepfande loͤset ein mensche sibenzig tusent selen von dem grúwelichen vegefúr, das manigvaltig ist <N>XVI</N>. Nach der | |
| predieren, martyreren und megden und von den ungetoͮffeten kinden</KAP> Dú sele sprach alsust zů ir gerunge: <FOLIO>(33#’r)</FOLIO> «Eya, var hin und | |
| lan dich nu nit in, du inbringest mir die hungerige sele, der mich lustet ob allen dingen.» Do der botte wider | |
| ob allen dingen.» Do der botte wider kam und dú sele irs herren willen vernam, eya, wie minnenklich si es do | |
| got gegen von herzeklicher liebi, und sprachen ir zů: «Vrowe sele, was wellent ir sust verre? Ir sint ie noch gekleidet | |
| ich stige, ie klarer ich schine.» Do namen si die sele zwúschen sich und vorten si vroͤlich hin. Do dú sele | |
| sele zwúschen sich und vorten si vroͤlich hin. Do dú sele gesach der engel lant, da si ane vare ist bekant, | |
| so sol liep zů liebe komen, der lip zů der sele, und besitzen denne volle herschaft in der ewigen ere. O | |
| und dú sunderlichú heimlicheit, dú zwúschent gotte und einer ieglichen sele ane underlas gat, die lit an so notlicher zartekeit, hette | |
| dem spiegel miner offenen bosheit, die so rehte gegen miner sele offen stat, und von edelkeit der gnaden, die da lit | |
| da lit an der rehten gottes gabe. Doch ie hoͤher die sele ist gestigen, ie man dem lichamen mit worten und mit | |
| mit súfzendem herzen und mit weinenden oͮgen und mit ellender sele, das si niemer kein pharisei muͤsse gelesen; und bitte dich, | |
| in der rehten warheit hast us gegeben. <KAP><N>II</N>. Wie dú sele lobet got an siben dingen und got si. Von der | |
| allerschoͤneste forme, unverborgen in noͤten und in liebe miner ellenden sele! Ich lobe dich mit dir selben in der minne, in | |
| bist dú ordenunge alles wesendes!» Do lobte got die minnende sele loblich, des luste in suͤsseklich alsust: «Du bist ein lieht | |
| wa woͤltistu die salben nemen, herzeliebe?» «Herre, ich woͤlte miner sele herze inzwoͤi rissen und <FOLIO>(37#’r)</FOLIO> woͤlte dich dar in legen.» | |
| liebe salben gegeben, als das ich ane underlas in diner sele muͤste sweben.» «Herre, woͤltest du mich mit dir ze huse | |
| ich dinen grossen last entlade.» <KAP><N>III</N>. Ein clage, das dú sele maget ist von der minne gottes</KAP> «O herre, wel ein | |
| ist von der minne gottes</KAP> «O herre, wel ein armú sele das ist und ellende, dú hie in ertriche von diner | |
| mich; wande nimet er mir den lip, so ist dú sele sin. Wilt du mit mir in die winzellen gan, so | |
| hat alle vinsternisse us dinem huse getriben. <KAP><N>V</N>. Wie dú sele klaget, das si keine messe noch die zit hoͤret, und | |
| si lobet an zehen dingen</KAP> Sust klaget sich ein ellende sele, do si got hatte verworfen von siner notlichen liebi und | |
Ergebnis-Seite: << 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 >> |