Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| mich und singe mir, vrowe, dinen sang, da du die sele mitte ruͤrest als ein suͤsse seitenklang. Eya minne vrowe, wirf | |
| und din komen das ist gliche willekomen der wol geordeneten sele. Minne, du hast alles das wunder getan, das got hat | |
| als ein schoͤne spiegel stat vor gotte an der kúschen sele, die machet heissen minnenlust in der magetlichen brust zů Jhesu, | |
| der minne, und das kein creature mag vol gedenken der selen gerunge ze gotte</KAP> «O minne, wie breit wirt din lieht | |
| gotte</KAP> «O minne, wie breit wirt din lieht in der sele und wie vúrig ist din schin und wie unbegriflich ist | |
| arbeit und wie helig ist din underscheidenheit. Alse du die sele mit allen disen dingen durchvarest und si denn sich ufhabet | |
| quelunge und das jagen mines herzen und das ufruken miner sele nach dem smake diner salben und dem ungescheidenen anhangen ane | |
| ze kúndende der ewigen gotheit die liebi, die ein vereinitú sele ane valsch in disem libe in der ewigen gotheit hat, | |
| die da kament von der gottes wunne. Do sprach dú sele: «Herre, dirre weg behaget mir úber alle mine wirdekeit unmassen | |
| si undercratzten sich als die unsinnigen. Des vroͤwete sich dú sele noch mere, #.[das sú denne#.] vor ir sach únsern herren. | |
| der vollekomenheit und wie sich der túfel davon nahet der sele</KAP> Das hindert geistliche lúte allermeist an rehter vollekomenheit, das si | |
| mit einer kleinen ungedult miner eignen pine, so wirt min sele also vinster und min sin also stumpf unde min herze | |
| unbekant und ungewandelt, so stat zehant ein hellevlekke an miner sele. So mag des kein rat sin, der túfel, der des | |
| beginnet mir ze eisende, da ich alleine bin, wan min sele wart vri gemachet von aller eisunge, do ich die gabe | |
| frevenlich tet und nam alzemale die verboͤsete cristanheit an miner sele arm, da borete ich mit jamere. Do sprach únser herre: | |
| sich selber</KAP> Eya milte vatter, got von himmelrich, zúhe mine sele alvliessende unbekúmbert $t in dich und vlússe ir, herre, engegen | |
| aller trúwe mit minem gepingetem libe und mit miner ellendigen sele und mit minem súndigen herzen und mit minen betruͤbten sinnen | |
| ie geleitest an minen armen lichamen und an mine ellendig sele. Mit disen selben dingen, grosser got, so danken ich dir, | |
| mir, herre, ie gerůchtest ze gebende an lip und an sele. Mit diser meine aller creaturen so gere ich, herre, hútte | |
| hoͮbetsúnde. Ich bitte dich aber, vil lieber, vúr alle gepinegeten selen, die dur únsere súnde in das vegefúr sint gevarn, die | |
| dur dine liebin helfent hie tragen an libe und an sele. Ich bitte dich, richer got, dur dinen armen sun Jhesum, | |
| miner bitterkeit ze honig wellist machen in dem gůme miner sele. Ich bitte dich, lebender got, umb die ewigen edelkeit únsers | |
| das du hútte ze troste wellest komen allen den beswerten selen, die hútte mit angest von irme lichamen scheidin, das du, | |
| lebennes und umb stete einunge, herre, din selbes in miner sele und umb die getrúwen wegespise dines heligen lichamen, das <FOLIO>(101#’v)</FOLIO> | |
| der muͤsse sin an minem ende min jungestú spise an sele und an libe. #;vOch bitte ich dich, hohú wunnenklichú drivaltekeit, | |
| drivaltekeit, umb die jungesten stunde der ellendigen scheidunge miner armen sele von minem súndigen libe, das du dich denne, herre, wellist | |
| langen gerunge dich moͤge ane underlas ansehen, also das miner sele oͮgen in diner gotheit muͤssen spilen und dine suͤssú minnelust | |
| und dine suͤssú minnelust us diner goͤtlichen brust dur mine sele muͤsse sweben. Per dominum nostrum Jhesum_Christum filium tuum, amen. Dis | |
| <N>VII</N>. %/Unser eigen wille mag widerstan dem widerhaken. Dú gůte sele ist snel zů gotte <N>VIII</N>. Zwúschen got und Luzifer ist | |
| Luzifer ist zweier hande vegfúr; wie der túfel pinge die selen <N>IX</N>. Wer die helgen eret, den erent si und troͤstent | |
| Gebette, messen, gottes wort, gůter lúten leben, vasten loͤsent die selen von dem vegefúre <N>XI</N>. Wie ein schůler tot ist und | |
| der jungesten predieren und von Endecristes bosheit <N>XVI</N>. Wie dú sele únsers herren wonet in der drivaltekeit und von irme ambahte; | |
| ertriche <N>XXIII</N>. Wie in drin stetten sprichet got mit der sele <N>XXIV</N>. Wie in wetagen offenbaret Christus sine wunden; vier ding | |
| Die luter minne hat vier ding <N>XXXI</N>. Wie got die sele gemachet hat; von der wollust und pine; wie got gelich | |
| sol man eren mit aht dingen <N>XXXV</N>. Wie dú selig sele sprichet zů irme lichamen an dem jungesten tage <N>XXXVI</N>. Das | |
| dirnen messe sang, das was geistlichú $t bekantnisse in der sele <N>XXXVII</N>. Du solt got loben, clagen und bitten zwoͤlf dingen | |
| in heligen wegen und in nútzen arbeiten. Ich wil miner sele gerunge und mines herzen gebette und die trehene miner súndigen | |
| wellen der heligen drivaltekeit buwen einen wunnenklichen palast in únser sele mit dem zimber der heligen schrift und mit den steinen | |
| enkein creature beniden im enmag erliden, und mit also ellendiger sele, das im allú ding muͤssent entwichen in sime gebette ane | |
| also suͤsse, swenne der ewig <FOLIO>(105#’r)</FOLIO> got zů der minnelustigen sele in das notlich brútbette wil gan, wand er ist also | |
| herren; und so beginnet er minnenklich ze lúhtende gegen der sele, und si beginnet ze vliessende von herzeklicher liebi, da verlúret | |
| si beginnet ze vliessende von herzeklicher liebi, da verlúret dú sele alle ir schulde und allen iren jamer; und so beginnet | |
| mit siner gotheit, das die kraft der heligen drivaltekeit ir sele und iren lip al durgat, und da enpfat si die | |
| er alle gabe ze bestetgende mit heliger vuͤlunge in ir sele. Wil si sich denne huͤten vor der unedelen liebin irs | |
| das er ze prelaten werde erkorn; dem sinne ist min sele gram. Swenne si denne begriffent die gewalt, so werdent ire | |
| dem grundelosen lebendigen brunnen diner ganzen heligen drival<FOLIO>(107#’r)</FOLIO>tekeit, muͤsse mine sele reinigen ane underlas von allen vleken per dominum nostrum.» Hie | |
| Darumb můs ich ane underlas zwene hůter setzen zwúschent mine sele und allú irdenischú ding, das mir die an minem vleische | |
| das im denne sin herze also lihte wirt und sin sele also vri und sin sinne also unbekúmbert, das im rehte | |
| und da mag die úbermasse keine vinsternisse bringen in die sele.» Min ander hůter das ist die helige vorhte, die mit | |
| vorhte, die mit der gottes wisheit das bewaret, das min sele den irdenschen dingen, die ir gegeben werdent, nit mag zů | |
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