Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ie vollebrahten. Der boge wirt oͮch gebildet mit menschlichem bilde, sel und lip. Das erste bilde uf dem bogen der crone | |
| ere enpfan und mit ime, die mit libe und mit sele zů der ewigen hohgezit dar mit arbeit komen sint. So | |
| hohgezit dar mit arbeit komen sint. So sol ein ieglich sel und lip ir wirdekeit an der cronen sehen. Die crone | |
| und wie si selbe geformet sint an libe und an sele, als si #.[soͤllent bliben iemer mere#.]. Die sele ist in | |
| und an sele, als si #.[soͤllent bliben iemer mere#.]. Die sele ist in dem lichamen gebildet menschen glich und hat den | |
| arbeit lonen. Er wil im geben ze lone alle die selen und lip, die in gottes rich gesament sint; da sol | |
| verswigen.» <KAP><N>II</N>. Wie an aller selen tag ein mensche bat fúr die selan gemeine</KAP> An aller selen tag bat ich mit der heligen cristanheit fúr | |
| aller selen tag bat ich mit der heligen cristanheit fúr die gemeine selen, die ir bůsse in dem vegefúr hant. Do wart ich | |
| engele; den vragete ich, wie das were, das sich die selen so sere ustrungen, swenne das gebette kam zů inen von | |
| denen, die si in noͤten baten.» Do erbarmete sich min sele úber ir maht und úber ire wirdekeit und rief in | |
| des menschen geist und vůrte si hin in. Do dú sele hin in kam mit únserm herren, do was ir nit | |
| und hatte des menschen geist umbevangen. Do sprach des menschen sele: «Eya herre, du weist wol, wes ich gere.» Das was, | |
| die grossen ere mohte ansehen, die von gotte den armen selen was geschehen. $t Do vant si uf sinen voͤssen die | |
| mich, die man weinot in homuͤtigem zorne. Da wirt die sele also vinster von, das der mensche die wile keiner gůter | |
| wol gezimet, und ich haften an nihte mit trost miner sele in der welte. Alsust bin ich verworfen und leider verworden; | |
| úns ie gegab <FOLIO>(136#’r)</FOLIO> in ertrich an libe oder an sele. Sus sin wir aber mit gotte vereinet in annemelicher liebin | |
| minnenvol, so werdent únser sinne geoffenet und so wirt únser sele also clar, das wir sehen in die goͤtlichen bekantnisse als | |
| nit; das ist da von: swenne gottes gabe in der sele swebet und in den sinnen ringet, so mag sich der | |
| ich solte wenen, das <FOLIO>(136#’v)</FOLIO> dise helige gottes einunge mit der sele alles ein troͮm were. Do sprach die husvrowe inwendig des | |
| troͮm were. Do sprach die husvrowe inwendig des lichamen, die sele: «Du bist nút warhaftig.» Do sprach er: «Ja, sol ich | |
| doch geweren also lange als got lebt.» Do sprach die sele: «Nu bistu doch gelert, sag mir, was sol ich tůn?» | |
| soltest dis grosse ding tragen in grossem gemuͤte.» $t Die sele: «Ich enbin noch leider also cleine niet, das ich moͤge | |
| mines ewigen landes.» Der túfel: «Du bist alzesere bezúnet.» Dú sele: «In dinen worten bekenne ich din valscheit, zwifel, ital ere | |
| kan ich dich niergen vinden.» In disem jamer wart die sele irs lieben gewar bi ir, gelich einem schoͤnen jungeling also | |
| stimme des wortes bekante si das, das ime ein ieglichú sele, die in sinen hulden gotte dienet, die allerliebeste si. Do | |
| allem himelschen here.» Do bat si: «Herre, wiltu morne min sele enpfan als ich dinen heligen lichamen enpfangen han?» «Nein», sprach | |
| muͤsse ich behalten alle mine tage! <KAP><N>IX</N>. Wie dú minnende sele lobet únsern herren mit allen creaturen</KAP> Die minnende sele wirt | |
| minnende sele lobet únsern herren mit allen creaturen</KAP> Die minnende sele wirt <FOLIO>(137#’v)</FOLIO> niemer lobes sat. Darumbe sament si in sich | |
| bekennen moͤge.» Do sprach únser herre: «Bekenne mich enbinnen.» Die sele: «Herre, sehe ich dich under tusenden, ich bekante dich wol.» | |
| herren und ich dich erkorn habe ob allen fúrsten, miner sele brútegoͮme. <FOLIO>(139#’v)</FOLIO> Gib mir oͮch, herre, das ich dich vinden | |
| úber alle gabe und úber alle pine, das got sine sele entbunde mit eime heligen ende. Do sprach únser herre: «Beit | |
| und gottes ere denne úwern vromen an libe und an sele; ir sint des túfeles helle und gottes himmelrich, $t was | |
| mine; pine reineget den lichamen von súnden und heliget die sele in gotte. Alsus wellen wir mit vroͤden stan ze sinem | |
| dur hende und dur fuͤsse! Ich bevilhe dir, herre, min sele an minem jungesten ende, das ich muͤsse ane underlas iemer | |
| der wunden dines suͤssen herzen und das sich min ellendú sele da eweklich muͤsse inne vroͤwen und die mit mir, vúr | |
| bekomen ist der grůs von Gabriels munde, und gruͤsse mine sele an miner jungesten stunde, und bring mich mit vroͤden unbetruͤbet | |
| aller miner not und alles mins herzeleides, miner eren, miner selen und mines jungesten endes, wenne ich hinnan wende us disem | |
| den lichamen únsers herren, so besihe ich das antlitze miner sele in dem spiegel miner súnden. Da sihe ich mich inne | |
| mit vroͤden und mit herzeclicher liebin und mit einer offenen sele und enpfahen únsern lieben, únsern allerherzeliebosten lieben, und legen in | |
| únsern lieben, únsern allerherzeliebosten lieben, und legen in in únser sele als in ein suͤsse [suͤssende] wege und singen ime denne | |
| in der krippfen lag. So nigen wir ime mit únser sele und mit únsern fúnf sinnen und danken únserm lieben und | |
| die súndere, die in den hoͮbetsúnden sin; so vroͤwestu die sele min. Herre, was wellen wir nu von minnen reden, so | |
| Da volget gros selekeit nach. Gib mir, herre, die schuldigen sele us dem vegefúr, alleine mir das widergelt si alze túre. | |
| wider geben; alleine es ungeliche si, es machet doch mine sele vri. Halt mich ie in dinen hulden, das du iemer | |
| mich sterben. Herre Jhesu_Christe, ich sůche dine helfe; erwek mine sele von dem sclaf miner tragheit und erlúhte mine sinne von | |
| und sin munt also trege ze heligem gebette und sin sele also rehte ellende von gotte, das er denne sinen weltlichen | |
| ist kein súnde so cleine, si si úns an únser sele ein ewig schade. Warumbe? Es wart nie súnde als heleklich | |
| ungescheiden. Amen. <KAP><N>XXXI</N>. Von einer klage</KAP> <VERS>Dis ist der minnenden sele klage,/ die si alleine nit mag getragen;/ si můs es | |
| lúhten in heligem lebenne, darnach sol gottes minne in únsere sele und in únsern lichamen brennen und lúhten ane underlas $t | |
| <FOLIO>(147#’v)</FOLIO> die vliessende minne, dise drie juncfroͮwen $t bringent die sele uf ze himmele vúr got; und so wirt si irs | |
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