Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| er lebe, ein vrolich leben/ Vnd daz er im die sele sende,/ do sie vrevde habe an ende./ @g.@@S#T:1#G:@ $pc eht | |
| uirlorin;/ die slehet der gotes zorn/ an libe unt an sele:/ die helle puwint si imer$/ mere.’/ Karl an sineme gebete | |
| unde reine./ den lip furten si ueile/ durch willin der sele./ sine gerten nichtis mere/ wan durh got irsterbin,/ daz himelriche | |
| ich iz iu:/ der brode lichename ist diu deû,/ di sele ist diu frůwe./ ir scult gote uil wol getruwe,/ welt | |
| uil manige heiden sahen/ daz di tuvele da waren;/ der sele unter wunden si sich./ da was minis trechtinis gerich./ di heiden | |
| gotes dinist man:/ ‘welt ir also uol uaren,/ so můget ir uwere sele wole gewegen/ un(de) muget iemer uroliche leben./ uwer goete, di | |
| uil wole,/ ob ich in sinem dinist ersterbe,/ daz der sele etlich rat werde.’/ Oliuir der helt gvͦt/ uůr den keiser | |
| gnaden stat/ beidu wistum un(de) rat/ ze libe unde ze sele./ sin gebot eruůlle ich iemir gerne.’/ Der kaiser geswigete uile | |
| ir olbenden/ en růche ich nicht mere/ wider der armen sele./ die heiden bietent gwisse,/ zu sancte Michelis misse/ wellen si | |
| da ze den heiden belibe,/ minem lieben wibe/ beuelhet mine sele./ ratet ir ere./ alles gůtes wil ich ir wole getruwen./ | |
| un(de) ist ein sůzze arbeit,/ iz ist ein trost der sele:/ diu ne chumt niemmir mere/ zu neheinem helle wizze,/ swer ime | |
| er uirsmehet lugenaere,/ er hazzet alle bosheit,/ er schaphet der sele gewareheit./ den lib uůrt er ueile/ uns allen ze heile./ | |
| uůrt er ueile/ uns allen ze heile./ behalten wir die sele,/ er en gert alles mere.’/ Blanscandiz der alte/ uil listechlichen | |
| gesellet,/ daz ir hochuart <wurde> geuellet,/ so uroute sich min sele,/ unde maechtet ir iemir$/ mere/ <mit uride> Hyspaniam bůwen,/ unde | |
| alle bestanden./ wurde iz in enplanden,/ des frůte sich min sele/ unt fraist iz ouch uil gerne.’/ Doͮ sprach der ungetruwe | |
| gerne.’/ Doͮ sprach der ungetruwe man,/ der dem tuvil manige sele gwan:/ ‘wilt du, herre, rat der zu,/ ich sage dir | |
| got, hetestu si alle nu erslagen,/ des froͮte sich min sele:/ ir hochuart můt mich uil sere.’/ Der chůnc hiz ilen,/ | |
| ‘wie tůstu so,’ sprach er, ‘herre?/ ich setze dir mine sele/ durch dich in urtaile:/ da ist umbe ueile/ swaz ich | |
| si gerne gehorsam sint/ aller gotlichen lere./ baidu lip unt sele/ setzent si zu dinen gnaden;/ si wellent di cristenhait enphahen./ | |
| gedachte an di brode,/ so der botich liget ode,/ diu sele hin zucchet,/ der arme likename sich stuppet./ daz wizzen die | |
| umbe hast du mir mine hůte benomen?/ des truret min sele,/ ich ne uirgibe dirz ouch niemir mere.’/ Roͮlant uf spranc,/ | |
| mich gemarterot./ ich bin gerecht unze an den tot/ der sele ze gelaite,/ daz der lip gearbeite,/ daz ich an der | |
| unt waren idoch gůte chnechte,/ zu der marter gerechte,/ der sele ze$/ wegene./ di waren gotes degene/ wolten nicht entrinnen./ si | |
| demůte,/ mit maniger slachte gůte/ sich ze gote habeten,/ di sele gelabeten/ mit dem heiligen brote/ unt mit dem uronen blůte/ | |
| der tiuel het in an gewunnen/ baidiu lip unt di sele./ do wolt der himelische herre/ di sine wol gefristen:/ ia | |
| heten da gefrumt/ manigen helm prunen/ blaich unt uerhouwen,/ manige sele zu der helle./ der poticke geuelle/ was harte egeslich./ da | |
| niemir uerlat;/ si geuellet ir hochuart/ mit libe unt mit sele./ <durch> des heiligen Christes ere/ so wil ich der erste | |
| champh wart herte:/ Targis uacht umbe ere,/ Anseis umbe di sele,/ Targis umbe ertriche,/ Anseis umbe daz himilriche./ ir slege waren | |
| scar Herodes/ sint si iemir mere:/ der tiuel na(m) di sele./ der christen gelac tot dar under/ acht unt driu hundert./ | |
| himele si digeten./ si manten ir schephare/ daz er der sele fride ware/ wider des tiueles nit./ sine gebetten nie umbe | |
| herre:/ nu bistu ze$/ ase worden./ der tiuel hat dine sele erworuen.’/ mit nide gesprancte Margariz;/ er stach ain golt gewunden spiez/ | |
| marche ane strit./ iwer nehain chumet niemir hinnen;/ iwer armiu sele muz iemir da ze$/ helle prinnen.’/ er slůc Alfrichen/ durch | |
| guten/ durch siner muter ere,/ er rebarmot sich uber di sele,/ want si durch in gemarteret waren,/ daz er in sin | |
| gedenchet waz iu dar umbe gehaizen si!/ machen wir di sele fri!/ swem got die gnade git/ daz er durch sinen | |
| zu siner hende/ der al waltente herre/ ir uil raine sele./ Di christen an dem wal/ uielen ummazen zetal./ lutzel di | |
| iz durch minin trechtin:/ zurnet nicht mere;/ weget der armin sele,/ daz diu gnade gewinne!/ wir$/ ne komen niemir hinne,/ iz | |
| sin:/ si wellent gemarteret werde(n)./ ouch scule wir ersterben:/ der sele phlege min trechtin./ en ruchet wer di wizenare sin!/ sine | |
| uns rechent di Karlinge./ Karl min herre/ der weget unsir sele,’/ sprach der helt Roͮlant,/ ‘si scol min zeswiu hant/ zu | |
| der helt Oliuir;/ ‘helt, nu antlaze du mir,/ daz min sele icht prinne!/ ich hore dine stimme;/ anders ich niemen erchenne.’/ | |
| bůche./ Roͮlanten du perůche/ an dem libe unt an$/ der sele!’/ done macht er nicht mere,/ daz herce in im prast;/ | |
| minen trechtin:/ sage dem himilischen herren/ (so gewegestu wol miner sele)/ lop unt gnade./ gutem uassale/ nemac nicht gewerren./ ich peuilhe | |
| du helt mare,/ gůt lerare,/ du ware ain trost der sele./ mines trechtines lere/ diu was dir ie liep./ nune mac | |
| rat sin,/ tot uiel der biscof Turpin./ di engel di sele hin schieden,/ si furten den ir lieben/ zu der marterere | |
| dinen boten ruche mir ze$/ senden!/ nu gnade miner armin sele,/ daz ir dehain boser gaist níne werre./ ich mane dich | |
| er uf spraite:/ dem alwaltigen herre(n)/ dem beualch er sine sele./ mit sent Michahele,/ sente Gabriele,/ sent Raphahele/ frout er sich | |
| haiden hingen:/ durch diner marter ere/ erbarme dich umbe die sele:/ irlose sie uon allen ^+helle wizzen,/ belaite si unter di himil scar,/ | |
| tot ist fraislich:/ di tivel unter windent sich/ baiduí libes unt sele./ mit fraisen sint si ímír mere/ in dem helle grunde,/ di | |
| im uerrůcket;/ er wont iemir mere/ mit libe unt mit sele/ zu den ewigen gnaden.’/ si sprachen alle amen./ Der kaiser | |
| si uolgoten der gotes lere,/ di baten si umbe di sele./ Gotefrit den uan nam,/ unsers herre(n) bilde was dar an:/ | |
| lob sungin./ si heten gewoͮcheret unt gewnnen/ uil manige heilige sele:/ si schinent in dem gotes riche sam der sunne iemir | |
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