Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêle F. (1843 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| nach ir gewarhêite unde diwingen den lîp unde helfin der ſêle. Wir wellin iv ſâgin, wie ir den lîp diwingen ſult. | |
| unde ſult ivch bechennin alliſ iwereſ unrehtiſ. Daz iſt der ſele gelâbede unde iſt deme libe unſênfte. Mit ſuſgetânin dingen ſult | |
| wizzot wirdeclichen enphahen můzzit ze heile unde ze gnade iwer ſele unde iwerme lîbe. Ir ſchult wizzin, daz min trehtin ſelbe | |
| ſo begên můzzit, daz ir ſine hulde garnet unde die ſele genêrt. Quod ipſe. //PALMARUM. Tvrba multa, que conuenerat ad diem | |
| komen ze der fronen vrſtende, da wir erſten ſvln mit ſele vnde mit libe ze den ewigen gnaden. Darzvͦ geb iv | |
| ewigen gnaden. Darzvͦ geb iv vnſer herre kraft libeſ vnde ſele. Per Chriſtum deum. //IN QUADRAGESIMA. Derilinqvat impiuſ uiam ſuam, et | |
| Da uon gewinnent ſi antilaz ir ſundin unde gnâdi ir ſele. Nu, mine uil liebin, ir habit wol vernomin, uon wie | |
| daz mit ſinem heiligem lichenamen vnde mit ſinem blvͦte unſer ſele gelûtert wirt. Div dritte ſache iſt, daz unſer lîp mit | |
| ſineme brôdim vleiſche wern alliz, deiz wider der ſalicheit der ſele gêrt. Swer ſich ſo bewart, daz er wider ubel gůt | |
| man allir ze bihte ſol chomin, oder ſi gemůient die ſele. Nu, mine uil liebin, nu ſchulin wir unſereſ herrin gebot | |
| uon deme tôdi unde hat unſ uerlihen urſtende libiſ unde ſele. Wir birin gotiſ lider, Kriſt, unſer hoͮbit, iſt erſtandin, uon | |
| daz uon Adamiſ zîtin beſlôzzin waſ, unde uil manige heilige ſele uon der helli erloſte. Alliz, daz mîn trehtin begie in | |
| getrôſte ivch mit dem heiligim trôſte, behalti iv lib unde ſele. Amen. Benedictio dei patriſ. Der ſegin miniſ trehtiniſ chom ubir | |
| nîe, daz ſin lîp durch ſtochin wart mit iſininen nâgilin; ſine ſele ſazte er vur ſiniv ſchâf, einin herwen tôt lêit er, | |
| er, ſin lichname wart der erde enpholhin, nîder fůr ſin ſele mit ſamt ime zvͦ der helle. Da gebânt unſir herri Ieſus | |
| do er den rainin âtim uerlîe, do uvͦr ſin heiligiu ſele in der gotheit nîdir zvͦ der helle. Do er do | |
| dich froͮteſt, ob er an dem crûce erſtûrbe, daz alle ſele dir wrdin? Waz iſt, daz du getan haſt? Ia hat | |
| deſiderabiliſ, quem exſpectabamuſ in tenebriſ. ‘Biſtu chomin’, ſprachin die armin ſele, ‘erloſâre dirre werelt, biſtu chomin, deſ wir ie da gertin, | |
| heilige Criſt, beroͮbit iſt div helle, erloſit ſint die armin ſele, uor unſ iſt er ze himeli gevârn, dar hat er | |
| er niht ſin rîche, da mit garneti $t er ſalde ſele unde libiſ. Gvͦt waſ der kunic, der ſich ſelbin ê | |
| umbe die nôt unde umbe die angiſt libeſ unde der ſele, ſchulin wir gotiſ barmherze an růffin, daz er ſinen zorn | |
| boſheit ubilir werche ûz ſinime herzin. Der goti garwet ſine ſele ze huſe merchit, waz der gotiſ ſun ſprichit: Veniemuſ et | |
| unſerme nahiſtin, daz er got wirdeclichen erbietin mûge, daz unſer ſele daz garnin mege in got, daz ſi ſich hernach gevroͮwin | |
| geiſt, einin warn troſtare der armin unde den vogit iwerre ſele, daz er ivch unde unſ unde alli die heiligin criſtinheit | |
| trehtineſ heiligen unde garnetin ſine hulde unde genertin wir die ſele. Sanctus Iohannes, deſ tac wir hivte begen, der zôch ſich | |
| ivch gemainliche deme gůtin $.s$. Iohanni mit libe unde mit ſele, daz er iv helfinde ſi unde wegindi ze dem almahtigin | |
| ſchult ir ivch mineme trehtine beuelhin mit libe unde mit ſele unde ſchult in vil innechliche bitten, daz er ivch in | |
| beſchirme uor allim ubele. Ir ſchult bitten umbe alle chriſtene ſele, daz ſi min trehtin uon allin ungenadin erlôſe. Ir ſchult | |
| ſtetin. Deme ſit ir hivte beuolhen mit libe unde mit ſele, der můzze ivch beſchirmin mit der ſinir zeſwen unde geb | |
| heiligen chriſtinheit mit ir blůte. Ir lichenamin ſlůc Nêro, ir ſele enmahte er dehein ſchade ſîn. Die armůt ditzeſ brôdin lêbiniſ | |
| ſchult wizzin, waz viwereſ $t daz ſi, daz unſ die ſele uerbrennit. Daz iſt daz fiwer, ſo wir enzundit werdin uon | |
| unde wegindi ſi wider den almahtigin got, daz ir die ſele genert unde daz ir mit rehtim geloͮbin unde mit warir | |
| warliche ein iegliche menniſche můzze an dir ivngiſtin vrtêil, ſo ſêle unde lip ſich geſaminit, got in rêde gen alliſ deſ, | |
| er widir ſinin maiſtir hête, $.s$. Xyxtum, unde wider ſine ſele, do fůr er zvͦ unde ſamenote gotiſ armin, witwen vnde | |
| mit rehter andaht, daz iſt almoͮſen unde urumet oͮch der ſele. Daz dritte gebot iſt, daz wir ez geben ſculen uon | |
| ze wandelene nach ſinen hulden unde nach gewarheit unſer armen ſele. Per eum, qui uenturuſ eſt iudicare uiuoſ et mortuoſ. // | |
| uil manegen gôt unmære unde ime ſelben unnuzze $t ze ſêle unde ze lîbe. Uon ſogetaner angeſt unde troͮbeſalunge ladet unſer | |
| warer riwe an unſer ende chomen nach der urſtende, ſo ſele unde lîb widere ze ſamene choment, daz ſi unſ bringe durc ir | |
| ſache, beuelhet $t ire ivch ſelben mit lîbe unde mit ſêle unde bitet ſi inneclîchen, daz ir deſ himelricheſ iht uerſtozzen | |
| daz er îv chome ze helfe unde ze troſte an ſêle unde an libe. Quod ipſe preſtare. Der heiligen moͮter deſ | |
| der almahtige gebe ſîne genâde unde behalt îv lîb unde ſele. Amen. // Qvando nata eſt uirgo ſanctiſſima, tunc illuminatuſ eſt | |
| Dannan waſ michel reht, div den oberſten chunec unde aller ſêle biſcof gebern ſolde, daz div anegenge hete von kunegen unde | |
| ſich rihten nach ir lebenne, ſo beleittet ſi trûturowe ir ſêle zoͮ ir ſuneſ zeſwen. Si heizzet oͮch ſtella matutina, daz | |
| wendet unde beuelhet uroͮ unde ſpâte iwern lîb unde iwer ſêle unſerer trûturowen $.s$. Marien, daz ſi îv wegende ſî an | |
| wir uz uaren, daz iſt dirre lîb. So ſceidet div ſele uomme lîbe, ſone mugen wir neheine riwe mere gehaben, wan | |
| leben, unde urowent ſich uil harte uor gote der goͮten ſel%;;e; ſo auer die menneſſcen ſundent, ſo werdent die goͮten hoͮtære | |
| wie die goͮten engele unde die ubelen tieuele mit der ſel%;;e gebârten. Eineſ tageſ ſach der uil goͮte man, daz die | |
| dem Antichriſto. Der wirt leider geborn zeimme ualle uil maneger ſel%;;e, der iſt ein uater aller ubermoͮte, $t ein brunne alleſ | |
| gewalteſ, den er uon gote beſtanden hat, daz er alle ſele rehte unde goͮte enphâhen ſol, vnde bitet in dvrnahteclichen, daz | |
| dvrnahteclichen, daz er unſ genadeclichen roͮche ze phahenne, ſo ſich ſele unde lîb ſceidet. Uleget in oͮch umbe die angeſtlichen nôt | |
Ergebnis-Seite: << 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 >> |