Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nôt stF. (2492 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| die gerende minne tůt dem reinen herzen vil manig suͤsse not, die sůchende minne ist ir selbes alleine, die bekante minne | |
| sol got alleine anbetten in allem gůte und in aller not.» Do sprac er: «Woͤltest du doch ufsehen, wer ich si.» | |
| bewaren vor der geswinden girekeit. Das ist úns beiden vil not, wan der leie sol oppfern mit grosser liebi und mit | |
| klein; mer nach irme tode, swa wir súndigen kummen in noͤte und wir denne gedenken, wie heleklich si lebten und wie | |
| notdurft und fúriger von dem heligen geiste dur die ellendige not, die der heiligen cristanheit denne zů gat.» Do sach ich | |
| drissig milen lang, da si hin muͤssent dur nutz oder not, so muͤssent ir zwene einen esel mit in voͤren, das | |
| cristan geloͮben keren. Owe, da nach sol es an die not gan! So kumt der Endecrist und underwindet sich der weltlichen | |
| der ist ein seliger man. So gat es an die not. So scheident sich die gůten us den boͤsen und verwegent | |
| wan er den menschen nie ungemach geschůf. In der jungesten not, als dise seligen brůder das gemeine volk also lange hant | |
| so lebent noch dise brůder allermeist. So ist irú unschuldigú not also gros, das ir gebet ist also helig, das inen | |
| dur dine liebi so wellen wir gerne liden die selbe not.» So machet man ein grůben vol vúres, da in wirfet | |
| und ander mansclahtig blůt, das ane schult geschihet in rehter not: das wil der helige gottes sun mit sinem blůte wegen, wan | |
| sitten in der geselleschaft, das die minnesam sin in allen noͤten und zů allen dingen. Hie von wahset dú helige gottes minne. | |
| geben. Wenne ich fúr si bitte und ich die manigvaltige not und den bitterlichen smaht ansihe, den si von ieglicher súnde | |
| wan si sehent offenbar alle ir schulde. Si lident ir not in gezogner wisheit und trinkent in sich selber vil manig | |
| vliessen mag. Machest du dine notdurft ane rat und ane not alze breit, so wirt dir werlich die hoͤhin der heligen | |
| minem viende minnenklich helfen. Das ander ist: barmeherzig in der not. Glose: sihe ich minen vrúnt und minen vient in glicher | |
| Glose: sihe ich minen vrúnt und minen vient in glicher noͤte zesamen, ich sol in beiden glich helfen. Das dritte ist: | |
| worten und bitte si, das si dir sagen ir heimliche not, dur das du inen moͤgest ze helfe komen. Owe, das | |
| schlat. Das fúnfte ist: das man sprachelos sie <FOLIO>(87#’v)</FOLIO> in noͤten. Glosa: also das man der girigen wort, die da ufstigent | |
| dú kint sprachlos sint, so weinent si niemer ane rehte not. Also tet únser herre, do er wider siner edelen art | |
| also grose ere bot, do kamen Sathanas gedenke in gros<FOLIO>(90#’r)</FOLIO>se not und sprach in im selber alsus: «Wie ist dir unseligen | |
| ich wider zů minem meister komen und klagen im dise not, wan dis kint wirt úns noch alze gros. Sol es | |
| bilden das was alles von der schulde und von der not, die den grossen got also sere bewegeten, das er und | |
| er allen súnden entgan.» «Meister, wir komen wol us diser not, wan ich vinde der lúte allermeist, die den man gerne | |
| troste er vil minneklich, und er bedahte oͮch alle ir not mit getrúwem vlisse. Si vroͤweten sich alle gemeine siner langen | |
| dich nit vuͤle. O minne, du machest suͤsse pine und not, du gibest #.[den waren gottes kinden lere und trost#.]. O minnebant, | |
| dir nit halp gekúndigen die meinunge miner gerunge und die not miner quelunge und das jagen mines herzen und das ufruken | |
| irdenischen libes. Die verborgen schulde machet ze jungest die offenbare not.» Ich armer mensche, ich wart in minem gebette also kuͤne, | |
| swester, die dir bevolhen sint, sunderlich minnest in allen sinen noͤten. Du solt wesen mit dinen undertanen und brůdern minnenklich vroͤlich | |
| Swenne aber der mensche erbeit in rehter nutz durch ware not mit der selben liebin, da er mitte gebettet hat, so | |
| alles das man clútteret und arbeitet sunder nutz und sunder not, das ist alles vor gotte tot. Swenne alleine der mensche | |
| miete; mere er sol halten reine botten zů siner rehten not. Er sol sich mit sinen magen nit bekúmbern; mere eb | |
| ein warer geistlich mensche. Darumbe sprach únser herre alsus: «In noͤten gebruchet man aller dingen rehte, <FOLIO>(108#’r)</FOLIO> wand das gůt armuͤte | |
| dú ich versumet habe durch mines vleisches liebin ane ware not. Da von sprach únser herre: «Man mag keine wonunge buwen, | |
| geselleschaft ist ein geistlich mensch, von dem lide ich manig not dur sine boͤsen sitten, also das mir der mensche an | |
| stimme aller creaturen alsust: «Eya vil lieber, nu bedenk mine not in disem menschen also das du, herre, im sine sinne | |
| hande vegefúr; in den zwein vegefúren ist manigerleie pine und not. Das erste vegefúr das ist der nútze kumber, den wir | |
| geloͤset, so brinnent si in in selben pinliche dur cleine not. Dar nach koment si mit helfe und lidunge úber alle | |
| Dar nach koment si mit helfe und lidunge úber alle not, das ist dem himelriche also nahe, das si alle vroͤde | |
| vor siner zit; die můs er mir gelten in der not.» [Die sele sprichet:] «Eya herre, ja enmag ich dich diner | |
| si enpfahen; mit demuͤtiger vorhte soltu si behalten in allen noͤten undertan. Gib ir stunde und statte in dir, si bittet | |
| fúr die in dem vegefúr sint, und besehen iegeliches menschen not, er si lebende oder tot. Alse du dis hast vollebraht | |
| von Endecristes bosheit</KAP> O kreftigú gottesminne, du hast also suͤsse not an mich geleit, das min sele nach wunder qwelt. Swenne | |
| suͤssen himelvúre also sere, als der licham qwelt in der not. Darumbe zwúschent dem troste des heligen geistes und der pine | |
| hat sich selben gezilet noch geborn, darumbe hastu alle dine not ane súnde úberkomen. Alsus manen ich gottes menscheit zů sunderlicher | |
| ich mich in der wollust allermeist, wande so mangú scharpfú not Christus in dirre welte leit. Aber der minne nature ist, | |
| mit kinden und mit andern offenbaren súnden. So ist des not, das die jungesten brůder kommen; wan swenne der mantel ist | |
| Do sprach min sele: «Eya herre, warumbe lidestu also grosse not? Sit dem male das dines reinen blůtes also vil vergossen | |
| mir nu einen barmherzigen tot, der mich loͤse von aller not. In manus tuas commendo $t spiritum meum. <KAP><N>XXVIII</N>. Swenne du | |
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