Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nôt stF. (2492 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| bluote sint/ erkicket schiere ân underbint:/ alsô vertreib uns wernde nôt/ dîn bluot als ein rôse rôt,/ dô dich erbarmet unser | |
| rôt:/ daz ist mangem herzen leit,/ daz dur minne lîdet nôt./ mannes sinne $s nâch der minne $s deste mê/ trûrent | |
| $s muoz dem ingesinde,/ daz der süeze meie birt:/ die nôt mîn herze claget/ niht so tiure $s sam die schulde,/ | |
| dô rief ein wahter an der zinnen:/ ‘swer nâch senelicher nôt/ an liebes herze lît betwungen,/ dem sî gnuoc gelungen:/ er | |
| twungen sich mit leide/ diu gelieben beide:/ der tac si nôt und angest lêrte./ mangen herzesüezen kus/ enphiengens ûf der minne | |
| $s bitter smerze/ lêret mich $s daz ich von sender nôt/ gelige an hôher wunne tôt./ mîn fröude grüene $s wirt | |
| die frouwen $s sol man für die rôsen rôt./ sende nôt/ büezet reiner wîbe lîp./ stiure $s gehiure $s wîbes minne | |
| wilden hac:/ nû wil mich betwingen $s des ein ander nôt,/ daz ich mit gedœne/ liehte bluomen schœne $s niht geprîsen | |
| tou den grüenen clê./ / Jârlanc treit/ heide breit/ mange nôt und arebeit:/ si was âne leit,/ dô si fröude erstreit/ | |
| sneit,/ âne gunterfeit:/ diu sint nû verseit/ ir von schedelicher nœte gar./ si muoz horden $s leides orden;/ worden $s ist | |
| rîsent von den winden/ unde lâzent dürre sich beschouwen./ dise nôt enclage ich niht sô tiure/ sô daz aber hiure/ schanden | |
| lûterlîchiu minne/ friunde gnuoc gewinne,/ die zuo dir in der nœte traben./ ein trûtgeselle ist bezzer danne vil unholder mâge;/ dâvon | |
| ir dörfer unde <ir> stete/ mit schedelichen reisen / ze nœten und ze freisen:/ des tet er <ir> vil unde gnuoc./ | |
| in./ ‘swenn ich dîn aber dürftic bin/ und dîn ze nœten brûchen sol,/ sô kan ich dir geruofen wol/ und dich | |
| mit eime rîchen herzogen,/ der guot hât unde sterke./ die nôt der künec merke/ und helfe uns hie gerihtes./ wir beide | |
| oder ich darumbe ligen tôt./ man sol des herten kamphes nôt/ den criec noch hiute scheiden lân./ <ob> ieman welle mich | |
| mit munde./ Nu daz alsô diu blunde/ gestuont mit clegelicher nôt/ und ir dô nieman helfe bôt,/ dô stuont der ritter | |
| von mîner craft./ ir müezent werden sigehaft/ und überwinden iuwer nôt,/ oder <aber> ich wil ligen tôt/ für iuch beide an | |
| gast der rede antwürte bôt,/ er sprach: ‘ir lâzent sunder nôt/ unhövescheit an iu gesigen./ daz ir mich zoubers hânt gezigen,/ | |
| guot/ getriuwelîche erbarmen,/ und lœsent mich vil armen/ ûz marterlicher nœte, / wand ich mich selber tœte/ von leide und <jâmer>, | |
| ein trôst gegeben/ umbe ir angestlicheʒ leben,/ daʒ mit grimmer nœte ranc./ dâ stuont ein boum schœn unde lanc/ mit esten | |
| von iu sô vrevelichen tôt/ und wil uns jâmer unde nôt/ mit ir gewalte briuwen,/ alsô daʒ wir mit riuwen/ ân | |
| betouwen/ begunde von dem bluote rôt,/ daz in dur grimmiclîche nôt/ ûz sîten wart gedrungen. / rîlîche quam geswungen/ ein rotte | |
| ein flins/ an ritterlicher degenheit./ Nu daz er in der nœte streit/ und alsô was bestanden,/ dô wart von Engellanden/ Rîchart | |
| <und> dô von Engellant der helt/ den herren in den nœten sach/ und er sîns herzen ungemach/ alsus begunde schouwen,/ dô | |
| gevangen het ein ritter:/ dem wart mit slegen bitter/ sô nôt und alsô wê getân,/ unz er den zügel muoste lân/ | |
| dô bestanden/ und darnâch harter überriten./ und dôs in disen nœten striten,/ dô wart ir kumber dâ geseit./ ein cnappe von | |
| mangen schilt brüevierende;/ der wart Rîchardes innen/ und sach in nôt gewinnen,/ dâvon rief er mit schalle:/ ‘ir tiuschen ritter alle, | |
| wie der kocadrille/ ûz eime rôre springe/ und schâf ze nœten bringe/ swâ man si weidet bî dem mer,/ alsus geschuof | |
| uch oder dheym andern man, ee sol ich so groß not haben das mir das nymant verwißen mag mit mynen schulden | |
| @@s@gethan das uns das nymands mag verwißen. Als den man not angeet, so steet im wol wie er sin ding thu | |
| untruw macht dick ein guten ritter böse in der meysten nöt, aber rechte truw macht gut ritter und stolcze von den | |
| und nicht zu viel. Was er gelobt das leist er nöte sins danckes. Mit sym berattenne ging er vor, biß es | |
| dienen, und wilt mir dann abe gan in der meysten nöte? Ich enwolt umb kein ding das mich ein man aleyn | |
| ist und fry. Werlich liebes kint, des wilpretes was mir not. Ich gab hůt myner dochter einen man und was ußkomen | |
| sprach er, ‘die yn da heltet die ließ im als nöt geschehen arg als irselb detet, und syn fynd enmogen keynen | |
| der maniger hieinn ist. Ir enwißent auch nit wie groß not dirre clag was und wie groß ere myn herre der | |
| enwart $t auch nye ein frummer man, der anders mannes nöten nicht gedecht, ob er im ye keyn lieb gethete, und | |
| die er úmmer gethun mag. Sieht er synen herren in noten das er den lip must verliesen, er ist im schuldig | |
| und starck waren; da wolt er off siczen ob ims not geschehe. Er wolt auch nymant sagen wes er gedacht hett | |
| wann ich uch so getruw funden han in so großer note. Da von sprechent auch selbe wie ich mich da von | |
| gut ritter was und so starck das im des keyn not nicht endet das er sich in syn gefengniß gebe, er | |
| got! Wann alle truw an uch ist in der meisten not, darumb wil ich allen uwern willen thun mit denselben dingen.’ | |
| ir uwer truwen nummer vergeßent die ir mir in großer not erzeugetent. $t Ich weiß uch nit me zu sagen, ir | |
| und gedacht das yetwedder dem andern mocht abgan in der not, sie musten beidesampt leben und sterben und ubel und gut | |
| das sin wip sinem nefen so getruw was in großer not, das sie sich bot in den dot vor yn. Darumb | |
| bewarnten sie ir stat und bereiten sich also obs yn not geschehe das sie sich werten. //Claudas kam fur die stat | |
| und muß er sie leyten war er wil zu allen nöten, umb das er sie beschirmen muß, und sie múßen im | |
| alle die unberaten syn und hilfest yn uß allen yren nöten.’ ‘Lieber herre’, sprach der konig, ‘got der múß uch lonen | |
| uwer eigen wip, das ir ir zustatten steet zu dißen nöten und das du ir sendest einen ritter uß dinem hofe, | |
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