Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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b – bachhelling
bächîn – backwërc
bacolôn – badestubære
badestube – balde
baldecheit – balmunden
balmunt – balsamtrôn
balsamtropfe – ban, bane
1ban – banekîe
banël – bänkelîn
banken – bantac
bant|âder – banzins
banzûn – bârbrët
1barc – bârkleit
barkorn – barmhërzeclîche
barmhërzege – barten
bartenære – base
Baseler, Basler – bate
bate, pate – bearbeiten
bearren – bechersamenære
becherweide – beckenknëht
beckenkol – bedancheit
bedarf (?) – bedingen
bedirmen – bedrangen, bedrengen
bedrât – begâben
begâbunge – begelimpfen
begenagen – begin
begîne – beglîmen
beglîmunge – begrîflich
begrîflîcheit – behaft
behaftec – behaltunge
behandeln – beheimsuochen
beheiʒen – behern
behêrren – behoven
behten – behuoflich
behuoren – beie
beie – beinîn
beinîsen – beiʒe
1beiʒe – bekantlicheit, bekentlicheit
bekantnisse, bekentnisse – bekerzen
bekicken – beklipfen
beklocken (?) – bekorunge
bekorungnisse – beküelen
bekumberhaft – belæren
belasten – belîbelich
belîben – belônære
belônen – bemaln
bemangen – bemurmeln
bemüseln – benedîunge
benediz – bennen
bennige – bequâme
bequæme – bërc|êrîn
bërcgar – bërcphenninc
bërcrëht – beredenunge
beredet – 1berennen
2berennen – bërhtnaht
berhtram – berillîn
berîmeln – bërlich
bërlîn – bernisch
bërnklâ – bêrswîn
bertenære – beruofære
beruofen – besamentlîchen
besamenunge – beschatzære
beschatzen – beschemen
beschemenisse – beschînen
beschirm – beschouwunge
beschremen – besebelicheit
beseben – besetzunge
besëʒ – besîtes
besitzære – beslîʒen
besloʒ – besnöuwen
besnüeren – besprëchære
besprëchen – beste
bestëchen – bestiure
bestiuren – bestürzen
bestutten – besuochnisse
besuochunge – bët
betagen – bëtelære
bëtelærinne – bëtemësse
betemmen – bëtewîn
bëtewîp – betrahtegen
betrahten – betrogenlich
betrônen – betrûren
betrûrigen – bettemunt
betten – betûchen
betüemen – betwungenheit
betwungenlich – bevellicheit
bevern – bevliehen
bevlieʒen – bevür
bevürhten – bewærnüsse
bewarsam – bewëlgen
bewëllen – bewindeln
bewinden – bezâfen
bezaln – beziln
bezimbern – beʒʒer
beʒʒerære – bî bestân
bîbilde – bíderben, bedérben
biderbenen, bederbenen – bîenkar
bîenswarm – bieʒenblat
bieʒenkrût – bîhtât
bîht(e) – bilchmûs
bildære – bildoht
bildunge – bilsensaf
bilsensâme – bineʒ
binide – birden
bir(e) – birnwîn
birsære – bischolf
bî schrîben – bî slâfen
bî|slëht – bît
bitære – bittern
bitternis – biurlîn
biuschen – bîvilde
bîvilden – bîzeichenen
bî zëmen – blahsen
1blæjen – blâsehorn
blæselîn – blatengîr
blatenrinc – blëchhantschuoch
blëchrinc – bleichvëlt
blende – blîche
blîchen – blîkloz
blîkolbe – bliuclich
bliuge – blôdern
blotschen – blüemunge
blüetebërnde – bluomental
bluomenvar – bluotgieʒen
bluotgieʒende – bluotstürzunge
bluotsûgende – bobenthalben
boc – bogelîn
bogen – 2bolle
bollen – 3bor
bor-, enbor- – (borliep,) enborliep
bormære – bortengewant
bortiure – bote
botech – bou
bouc – boummate
boum|öle – bôʒwurz
brâ – brâ|hâr
bræhen – brantlich
brantreite – brâwelîn
bræwen – brëhenen
brëhentac – brenken
brenn-, bern(e)-, birnschatz – bretsche
brëtsnîdære – brieschen
brievære – brionie
brîsære – briulêhen
briumeister – briuwe
briuwe – brohsen
bronie – brôthalle
brôtheit – bruch
bruch – bruckenambet
bruckenære, bruggenære – brüeterîn
brügel – brünnære
brunne – brünselbërc
brünseln – bruoderhûs
bruoderkint – brust
brust – brûtdëgen
brûtdrüʒʒel – brûtsanc
brûtschaft – buckel
buckelære – büellîn
büeʒære – buhsboum
bühse – bûlslac
bulzen – buoben
buobengâbe – buochisch
buochkamere – buoliân
buollîn – buppe
bur – burcgrâvenambet
burcgrâvenrëht – burcmeisterlêhen
burcmeisterschaft – burcstal
burcstat – bürde
bürdelîn – burgergemeine
bûr|gerihte – Burgunder
Burgunjoys – bursenære
bursît – büschelîn
buschoff – bütelin
bûtelîn – bûvëlt
bûvisch – buʒʒel

   buocbein - buochstap    


buocbein stN. ‘vorderer Oberschenkel, Blatt’ zen buocbeinen [des Hirsches] kêrter wider, / diu entrante er beide nâch ir zît, / daz rehte vor, daz linke sît. / diu zwei hufbein er dô nam / unde beschelte diu alsam Tr 2876

MWB 1 1104,27; Bearbeiter: Tao

1buoch stN. Pl. auch büecher (selten). 1 ‘Buch, Codex; Schrift, Werk, Erzählung’
1.1 allgemein
1.2 Pl., im Hinblick auf den Unterricht im Lesen und Schreiben ‘gelehrte Bildung’
1.2.1 mit lêren, lernen
1.2.2 diu (der) buoch kunnen ‘buchgelehrt sein’ , bes. ‘die Schriften der Bibel lesen und verstehen können’ (s. a. u. 2 )
1.2.3 in anderen Ausdrücken
1.3 diu swarzen buoch (auch Sg. daz swarze buoch ) ‘Bücher (Buch) der Schwarzen Kunst (Nigromantie)’
2 ‘Buch’ als Teil eines Gesamtwerks
2.1 biblisches Buch
2.2 Abschnitt, Kapitel nicht-biblischer Texte
3 ‘Buch’ als Quelle, Vorlage der Dichtung
4 ‘Buch für bestimmte Eintragungen’
4.1 Besitz-, Güterverzeichnis, Stadtbuch usw.
4.2 daz ~ der lebendigen u.ä., ‘Buch des Lebens’ (in dem die Namen der Gerechten, Seligen verzeichnet sind, bibl. Ausdruck, vgl. z.B. Ps 68,29 und Apc 3,5)
4.3 der æhte ~ ‘Verzeichnis der Geächteten’ (vgl. âhtebuoch ), hier für das Buch des Todes
4.4 bildl. Ausdrücke
5 ‘Buchstabe’
   1 ‘Buch, Codex; Schrift, Werk, Erzählung’    1.1 allgemein: Kyôt der meister wîs / diz mære begunde suochen / in latînschen buochen Parz 455,4; waz rach er an den buochen, / der diz hiez schrîben unde lesen? Tr 8622; hie hât daz buoch ein ende Wig 11708; Willehalmes [...], / der dizz buͦches herre ist Rennew 26051; Reinbot, / du solt ein buoch tihten Georg 21; der veter ~ ( Eckh 5:57,3 ) oder der altveter ~ (s. a. altvater ); ich bivt iv daz pvͦch [Messbuch, vgl. Anm. z.St.] , daz kvsschent vnd legent es vf den alter SpitEich 5,38; die rihtent nâch dem rehte und als in Karlen buoch [Karls d. Gr. Gesetzbuch] gebôt Hardegger 1:7,13; der ärzt püecher BdN 35,14; daz kurtz puch [ tractatus ] von der gestalt der werlt tail wir in vier haubtstuk KvMSph 6,6; in eines buches valden [Blättern, Lagen] HeslApk 9144. 9307. – mit lesen: ein ritter sô gelêret was / daz er an den buochen las / swaz er dar an geschriben vant AHeinr 2; Iw 22; Parz 102,6; Tr 152; RvEBarl 940; ein schœniu maget vor ir las / an einem buoche [las ihr aus einem Buch vor] ein mære / wie Troje zevuort wære Wig 2714; lesen die buͦch elliu samt: / sine zaigent dir [Roland] nehain gelichin, / noch nelebet in allen ertrichen, / noch newirt niemir mere Rol 7518    1.2 Pl., im Hinblick auf den Unterricht im Lesen und Schreiben ‘gelehrte Bildung’    1.2.1 mit lêren, lernen: der êrste meister sîn / der lêrtin chriechisch unde latîn / unt pûchstabe sezzen an eineme perment. / [...] unt lêrtin vil manich pûch / und ander wîsheit genûch VAlex 175; der [Priester Cyrinus] lert iz [Kind] do die bvͦche vnd die heilige gotes ê Konr 5,8; Tr 7727; das si lernen ireu chind der puech chunst und si haissen übenn an hohen und edeln chünsten HvHürnh 23,5; dise jungen maget Îsôte, / diu lernet ie genôte / diu buoch und dar zuo seitspil Tr 7847. 2090; selbe er den brief las, / wan er diu buoch gelêret was StrKarl 2628; die gelerten wol der buͦche JTit 5281,1. der buoche lêre, lernunge: und daz er aber al zehant / der buoche lêre an vienge Tr 2065. 2085; under disen zwein lernungen / der buoche unde der zungen [Sprachen] / sô vertet er sîner stunde vil ebd. 2094    1.2.2 diu (der) buoch kunnen ‘buchgelehrt sein’, bes. ‘die Schriften der Bibel lesen und verstehen können’ (s. a. u. 2): eines liedes si begunden, / want si di buoch chunden VEzzo 6; do hiez er [Herodes] im gewinnen die diu buoch chunden AvaLJ 20,2; daz osterliche lamp odir div lôsunge des egiptiischin dienistis, daz ist wîzzinlich allin den, die div buͦche chunnin Spec 72,27. 35,22; Tund 1053; StrAmis 1429. 1354; wie si die [ mære ] tiutschen tihten / und ze solhem sinne rihten, / daz si ein ieglîch man / der doch der buoche niht enchan / wol endelîche vernimt / und baz ze hœrenne gezimt KvHeimHinv 70    1.2.3 in anderen Ausdrücken: maister Hainrich von der Neunstat, / ain artzt von den püchen HvNstAp 20604. 1945 ähnl. En(FSch) 11897 (vgl. buocharzât ); er was der buoche niht ze wîse [nicht sehr schriftgelehrt] / und predigete doch wol ze prîse LvRegFr 2849; wann dir got so groß genad geben hat an der verstanndenhait und an der schnelligkait des sinnes und der puech kunste HvHürnh 3,7    1.3 diu swarzen buoch (auch Sg. daz swarze buoch) ‘Bücher (Buch) der Schwarzen Kunst (Nigromantie)’ sie [Medea] kvnde arzedigen / vnde von nygromancien, / daz man heizzet swarze buch, / da man ane findet fluch / vnde beswernisse, / wie man in vbelnisse / die vbeln geiste beswert, / daz man an in eruert / allez, daz da ist geschehen, / vnde wie man vor kan besehen, / manic ding, daz kvmftic ist Herb 553; KvWTroj 7426. 8348; daz der priester [...] Eusêbîus, / di wîl er jungelinch was, / in den swarzen buochen er las Kchr 13218; Boppe 1:30,8; einen goukeler, der hiz Symôn Magus, der kunde di swarzen buchere und lut di tûvele und tet grôze zeichen mit den tûvelen HvFritzlHl 148,11; Tr 4690; Pass III 155,94; MarLegPass 23,65; Boner 94,5; nû lêretz in [den Papst] sîn swarzez buoch, daz im der hellemôr / hât gegeben Walth 33,7; vgl. auch zouberlîchiu buoch RvEBarl 7956. diu wîzen buoch ‘Bücher der weißen Magie (der nicht sündigen, guten Zauberei)’, den swarzen buochen entgegengesetzt: swer diu swarzen buoch nu kan, / der ist ze hofe ein werder man: / der wîzen buoche nieman gert, / swer ofte diu nennet, der wirt unwert. / getriuwer diener lôn ist smal Renner 2175    2 ‘Buch’ als Teil eines Gesamtwerks    2.1 biblisches Buch: diu vünf buoch von Moysê RvEBarl 13583; dô Alberîch diz lît inslûc, / dô heter ein Salemones pûch [liber Ecclesiastes] , / dâ er ane sach / vanitatum vanitas VAlex 20; in apocalipsia, / in dem buͦch der heimlicheit HvNstGZ 5662; der taugen puͦch SchlierbAT(LS) 1,132. 1,208. der minne (auch der liebe) buoch ‘das Hohelied’ dar ume sprichit di sêle in der minnen buche HvFritzlHl 27,9; DvASchr 391,16; Martina 174,34; PrWack 43,22. 64,1; in dem buoche der libe HvFritzlHl 80,14; Daniel 2079. – Pl. diu buoch für die Heilige Schrift: vmbe daz ist an den buͦchin geschribin, daz min trehtin .s. Petro gab die himelsluzzil Spec 83,26; sît got ein rehter rihter heizet an den buochen Walth 30,19; sô saget, war umbe er [Papst] sîne [St. Peters] lêre von den buochen schabe ebd. 33,4; diu buoch sagent uns für wâr, / ein tac sî dâ tûsent jâr Freid 4,7; mit Zusätzen: doch ich ein leie wære, / der wâren buoche mære / kund ich lesen unde schrîben Parz 462,12; dú buͦh der warheit RvEWchr 182; dú heiligú schrift, dú rehten buͦh ebd. 14617    2.2 Abschnitt, Kapitel nicht-biblischer Texte: wir haben gesait an dem erstin buche uon den uir elementin SalArz 7,30. 7,33; KvMSph 22,26; disen sin redet sant Augustînus in dem fünften buoche von der drîvalticheit in dem jüngesten capitel Eckh 5: 416,8; hie sal des buches ende sin. / das ander buch hebe ich an MügelnKranz 1356    3 ‘Buch’ als Quelle, Vorlage der Dichtung: daz buͦch hiz er uor tragen [herbeischaffen und rezitieren] , / gescriben ze den Karlingen Rol 9022; also iz an dem buͦche gescribin stat / in franczischer zungen, / so han ich iz in die latine bedwngin, / danne in di tutiske gekeret ebd. 9080. 2703. 8207; hie ensaget nv niht me / daz welsche buch von Iosane / noch von sinem wibe Herb 1178; disiu âventiure / vert âne der buoche stiure Parz 115,30; ine wil aber nihtes von im jehen, / wan alse ichz von dem buoche nim Tr 14245. – bes. in formelhaften Ausdrücken der Quellenberufungen: uns ne habe daz bûch dan gelogen, / sô wêren di Kriechin sigelôs, / ne wêre Alexander ir trôst / mit den bileden niwit comen SAlex 4503; Roth 16; ob uns daz buoch niht liuget Er 8698; RvEWchr 2057; alsô diz buͦch quît Anno 26,10; nv horen wir diu buͦch sagen Rol 3489; Herb 1437; als uns daz buch gezalt hat Roth 3479; tiv buͦch urchundent inoch: / der kaiser gebot ain hof Rol 8673. – bezogen auf die Bibel: duo der geweltige got al sîn werch fole tet / [...] duo was dere vespere zît alsô daz buoch chwît Gen 226; dú heiligú schrift, dú rehten buͦh / sagint das got sante dar / ein engil RvEWchr 14617; bî den zîten was âne swær / daz ertrîch wan unde lær / und ouch dar zuo vinster was, / als ich an dem buoche las EnikWchr 338    4 ‘Buch für bestimmte Eintragungen’    4.1 Besitz-, Güterverzeichnis, Stadtbuch usw.: ein bvͦch, was gar alt, da ires gvͦtes von altere gar vil ane stat UrkCorp 2842,12; wie ez nv dar vmbe [um das Haus] gestan solte, daz wart gezogen an daz bvͤch, daz sæit also [vgl. Art. 71 im StRAugsb 137f. ] ebd. 481,18; jnde suͦlen sin jargezide zehantz beschriven in allen iren buͦchen, da si ire memorien in plegent ze schrivene ebd. 407A,47. der stat/stete buoch ‘Stadtbuch’: vnd hiez an der stet [Augsburg] bvͦch sehen, wie lange ain man oder ain frowe ir aigen inne haben solt, daz si fvͤrbaz rvͦwichlich [unbehelligt] sæzze UrkCorp 3133,33; den selben [eingeführten] wein sol man prennen mit der stat zaichen an dez vazz poden und sol in in der stat puͦch schreyben StRMünch 474,16    4.2 daz ~ der lebendigen u.ä., ‘Buch des Lebens’ (in dem die Namen der Gerechten, Seligen verzeichnet sind, bibl. Ausdruck, vgl. z.B. Ps 68,29 und Apc 3,5): vertilget werden si uon dem buche der lebentigen unde mit rehten niht gescriben werden si [ deleantur de libro uiuentium: et cum iustis non scribantur ] PsM 68,29; Spec 24,14; alle di mit Roͮlante beliben, / di sint an den [l. der?] lebentigen buͦchen gescriben Rol 3266. 3259. 6162; Ottok 63566; der lebenden buoch RvEBarl 14394; HeslApk 103; daz ~ des (ewigen) lîbes / lebens Rol 6516; Litan 1247; Konr 4,6; HeslApk 4997. 5035. 5193; daz lebende ~ ebd. 23241; SHort 615; Vät 20829; KvHelmsd 3624; Seuse 7,3; bildl. für Christus: daz dritte ist daz lebend buͦch, únser herre Jhesus Christus, daz buͦch siner hailgen mentschait, daz an dem karfritag geschriben wart. an dem buͦch liset man gedult, demuͦt, senfti [...] und maͤnig ander tugend, die da geschriben sint mit den rosvarwen buͦchstaben sinez rainnen bluͦtez PrGeorg 315,26. 131,13; es [das Leiden Christi] ist doch ein lebendes buͦch, da man ellú ding an vindet Seuse 256,19    4.3 der æhte ~ ‘Verzeichnis der Geächteten’ (vgl. âhtebuoch ), hier für das Buch des Todes: dich beschribt des todes hant / in siner echte buch Mügeln 365,18    4.4 bildl. Ausdrücke: wer sich von tugent kert, / den hat fluch in lasters buch geschriben Mügeln 328,18; want ich in mynes herzen buch / mit gote schiere han uberlesen / wie al myn leben ist gewesen Vät 33460; schrib in dins herzen buch: / in rume du got nicht versuch Mügeln 235,1    5 ‘Buchstabe’ der die êwe nach den buͦchen uernimet, den erslehit siu. obe’r si geistlichen uernimit, so irchuchet siu in [vgl. II Cor 3,6] JPhys 17,20

MWB 1 1104,32; Bearbeiter: Tao

2buoch stN. ‘Buchenwald, Forst’ ein hueb jn dem puech bei Liboch UrkCorp (WMU) 2015,3

MWB 1 1107,38; Bearbeiter: Tao

buocharzât stM. ‘an der Universität ausgebildeter Arzt’ meister Heinrich [...] geheizen von der Nuͤwenstat, / [...] ein buͤchartzat von der kuͤnst HvNstGZ 8096; vgl. arzât von den buochen unter arzât

MWB 1 1107,40; Bearbeiter: Tao

buochbediuten stN. ‘autoritätsgestützte Lehre’ swer niht waiz waz wirde kan / gewuͤrken an den luͤten, / der merke buͦchbetuͤten! / wie sol der wird und er began / der si niht kan verstan / oder nie si gehort? WhvÖst 11616

MWB 1 1107,45; Bearbeiter: Tao

buochblat stN. ‘Blatt eines Buches’ so man denne einen gwihten gouch, / [...] heizet wesen an gotes stat, / so vertilget er des buches blat [La. daz buoch blat ] , / da die leien an solten lesen, / wie si an der sele suln genesen StrKD 108,90

MWB 1 1107,50; Bearbeiter: Tao

buoche stF. ‘Bibel, Buch der Bibel’ in der buoche lese wir, / daz Ysaias vane dir [Maria] / alsus havet gesprochen MarldA 32; oug saget uns alsus / du buoch, du der heizet Exodus, / daz [...] ebd. 45

MWB 1 1107,55; Bearbeiter: Tao

buoche swstF. ‘Buche’ seht, dô lief wir ertber suochen / von der tannen zuo der buochen / über stoc und über stein KLD:Alex 5:3,2; doch sol men daz [Wald] lazsin, daz ieman sine hant iht lêge an ein eich oder an ein buoch, es si danne zoͮ búwenne UrkCorp 1653,42; von der puochen [Überschrift] . fagus haizt ain puoch BdN 323,25. 317,8; Pelzb 121,30; von glanzer schilte bôze / wart dâ gehœret lûter klac, / als ob der wilde dunreslac / dâ spielte dürre buochen KvWTroj 33437. – Sprichw. (vgl. TPMA 1,486): si suochen birn ûf den buochen MF:Veld 7:2,7

MWB 1 1107,59; Bearbeiter: Tao

buocheichel swF. ‘Frucht der Buche, Buchecker’ daz [Buche] ist gar ain êrleich paum und tregt früht, die sint dreieckot, die haizent püecheln mit uns oder puochaicheln in anderr däutsch BdN 323,28

MWB 1 1108,7; Bearbeiter: Tao

buochelære stM. wohl ‘der gewerbsmäßige Abschreiber von buochelîn ’ (vgl. Heyne, Handwerk, S. 149): der selbe schade ouch besaz / gurtlær und irhære [Weißgerber] , / hantschuostær und buochlære [die Belagerung der Stadt brachte sie in Bedrängnis] Ottok 65692

MWB 1 1108,12; Bearbeiter: Tao

buochelîn, büechelîn, büechel stN. 1 ‘Büchlein, kleines Schriftwerk’ (bescheiden untertreibend auch für umfangreiche Texte)
1.1 allgemein
1.2 Kleindichtung wie Minnerede (s. auch UvLFrd unter 3 ), Märe usw.
2 ‘Teil, Kapitel eines Werks’
3 ‘Brief’
4 ‘Schriftstück’ , daz büechel der (ver)kebesunge / schidunge als Übers. von lat. libellus repudii ‘Scheidungsurkunde’
   1 ‘Büchlein, kleines Schriftwerk’ (bescheiden untertreibend auch für umfangreiche Texte)    1.1 allgemein: der ê dâ heime tiutschiu büechel las Neidh WL 37:1,5; an dem buͦche vindet man zuare / manic toͮgene dinc, / die an den buͦchen verborgen sint, / der [Gen. Pl.] vnderwiset diz buͦchelin Lucid 1,7; das puechlein von der spera tailen wir in vier capitel Sphera 59,1; und bitte ich, die gelêret sîn, / swaz si an disem büechelîn / valsches iender vinden, / daz si den widerwinden / und in ze der wârheit staben / oder von dem buoche schaben WvRh 166; hie endet sich der selen rat; / also haist dicz puechlein HvBurg 6539; daz büchel der gebvrt [ liber generacionis ] Ihesu Christi des svns Dauid EvAug 1,2 (Mt 1,1). der mag [Magen] hât inwendig vil häutelvasen reht sam klaineu plätlein an ainem puechlein BdN 32,8    1.2 Kleindichtung wie Minnerede (s. auch UvLFrd unter 3), Märe usw.: der [Johannes von Freiberg] [...] wil [...] uns ein büechel tihten / von seltsænen geschihten Rädlein 5; hie endet sich daz büechelîn Frauentreue 390; ditz büechel heizet ‘Vrouwen list’ Frauenlist 617; Renner 5351; ErzIII 40,139; RuprvWü 19. – personif.: cleinez büechel, swâ ich sî, / sô wone mîner frouwen bî, / wis mîn zunge und mîn munt / und tuo ir stæte minne kunt ZwBüchl 811    2 ‘Teil, Kapitel eines Werks’ swâ disiu buochel [vgl. liet Wernh A ] alliu driu / werdent behalten [(als heilkräftige Reliquie) aufbewahrt] , / diu maget [Maria] wil des walten, / daz dâ nehein kint / werde krump noch blint Wernh 3028; daz ich dis ander buͦchelin / uf gnad din [Marias] , die guͤti sin [Jesu Christi] / hie pflanze und zwie SHort 4457; in disem exemplar stand geschriben vier guͦtú buͤchlú Seuse 3,2    3 ‘Brief’ jb [= ob ] sul der munic brieue oder buͦcliv [ litteras ] inphahen BrZw 54. – speziell ‘Liebesbrief’ daz püechel sâ diu süeze nam UvLFrd 44,9; zehant ich tihten dô began / ein vil gefüege büechelîn ebd. 140,31; er hât iu, liebiu vrowe mîn, / bî mir gesant ein büechelîn ebd. 381,30 u.ö.    4 ‘Schriftstück’, daz büechel der (ver)kebesunge / schidunge als Übers. von lat. libellus repudii ‘Scheidungsurkunde’: wer sîne hûsvrowe lêzit, der gebe ir ein buͦchelîn der vorkebesunge EvBeh Mt 5,31. Mt 19,7; ein bûchelîn der kebesunge ebd. Mc 10,4; ein büechel der schiedvnge EvAug 101,20 (Mc 10,4). 44,25 (Mt 19,7)

MWB 1 1108,18; Bearbeiter: Tao

buochental stN. ‘Buchental’ vnd zweî stuche akers, lîgent în buͦcheîndal UrkCorp (WMU) 2830AB,35

MWB 1 1109,1; Bearbeiter: Tao

buochhelde F. ‘mit Buchen bestandener Abhang’, nur als Bestandteil einer Ortsbezeichnung belegt: eîn wîse, div heizet vnder bvͦchelden UrkCorp (WMU) 1419,1

MWB 1 1109,3; Bearbeiter: Tao

buochholz stN. ‘Buchenwald’ di bestuonden den milten / in eime buocholze UvZLanz 1411; wan [man] sol merken, das uss dien [...] hoͤlzen buͦchhoͤlzern, eichhoͤlzern und tannhoͤlzern der kustrie zuͥ Luzern [...], das uss dien nieman howen sol wan mit des kusters wissent und willen UrbSchweiz 3:27,14 (um 1331). – als Bestandteil eines Personennamens: vnd han dar vmbe im ze burgen vnd giseln gegeben [...] Wezeln vsser buͦchholz UrkCorp (WMU) 1157,30

MWB 1 1109,7; Bearbeiter: Tao

buochisch Adj. , buochischen Adv. ‘in der Sprache der Gelehrten, lateinisch’ 1 Adj.
2 Adv.
   1 Adj.: die sunde, die in túschen heizent houbtatig, die heizent in boͮhcscen mortalia, daz chít todemig SiebenTodsündenI 364; sît diz bvͦch [...] / in bvͦcshvn vnd in tvschvn ist / nah monslichir chvnst gescribin BrEng 128; die ungelêrten liute die sulnt den gelouben in tiusche lernen unde die gelêrten in buochischem PrBerth 1:44,4    2 Adv.: Agricolaus. / daz chüdet buochischen sus: / der den acher bouwet Serv 1920

MWB 1 1109,17; Bearbeiter: Tao

buochkamere F. ‘Bibliothek; Archiv’ jn den tagin der uastun si nemen alle sunderlichiv bvͦc von der buͦckamer div nah antraiti ganzlic si lesin BrZw 48; BrAsb 48; biblioteca: buͦchkamera, item archivum dicitur SummHeinr 2:83,120

MWB 1 1109,28; Bearbeiter: Tao

buochlîte swF. ‘mit Buchen bewachsener Bergabhang’ daz wier [...] den [...] chlostervrowen dacz sant Bernhart geben haben zv irem chloster vnd geben ovch mit disem prief die pvechleiten, di da stozzet an Geveller wald StiftStBernh 287 (a. 1340 kopial). 289 (a. 1341 kopial)

MWB 1 1109,33; Bearbeiter: Tao

buochmachære stM. ‘Schriftsteller’ daz giht der wîse Jôsephus, / der rehte und der gewære / und ander buochmachære / der iegelîches wârheit / von im grôziu wunder seit RvEAlex 12886

MWB 1 1109,39; Bearbeiter: Tao

buochmeister stM. ‘(Schrift-)Gelehrter’ dannen ist uns ouch iris in chriechisker zungen / diche von den alten buochmeisteren vore gesungen; / daz iz si geheizzen name des regenbogen Himmelr 4,26; das seit und hat gescribin also / der buͦch meister Plato RvEWchr 3017. 1186. 20123; also stuͦnt ain buͦchmaister ûf und wolt unsern herren versuͦchen PrSchw 1,94. 1,114; bi der stette porte sas ein alte bvͦchmeister VitasPatr 227,5. 239,21

MWB 1 1109,43; Bearbeiter: Tao

buochmeisterinne stF. ‘Beauftragte für die Bücher (im Frauenkloster)’ unde dar nach schol der zins der vorgenanten samnunge dine zu den gemeynen buchern ewiclich, unde swelch vrowe in deme clostere darzu gesazt wirt, daz si buchmeisterin sie, di schol den zins inneme unde schol der samnunge gemeyne buchere da mite bezzere ewiclich UrkWeida 273 (a. 1324)

MWB 1 1109,52; Bearbeiter: Tao

buochsac stM. ‘Buchbeutel’ er hat einen grossen buͦchsak Seuse 76,2

MWB 1 1109,60; Bearbeiter: Tao

buochsagære stM. ‘der aus einem Buch vorliest’ ein buochsagær trunken Helbl 2,1447

MWB 1 1109,62; Bearbeiter: Tao

buochspëht M. ‘Buchenspecht’, wohl für den Schwarzspecht (Suolahti, Vogelnamen, S. 30): picus vel merops vel gaulus martius: buͦchspeht SummHeinr 1:163,714

MWB 1 1110,1; Bearbeiter: Tao

buochstaben swV. 1 ‘Buchstaben (Namen, Inschrift) in etw. (Metall, Edelsteine) eingravieren, einem Stoff Buchstaben, Namen einweben’ , nur passivisch
2 ‘jmdm. etw. eindringlich ins Bewusstsein bringen’
3 ‘(ein Wort) buchstabieren’
   1 ‘Buchstaben (Namen, Inschrift) in etw. (Metall, Edelsteine) eingravieren, einem Stoff Buchstaben, Namen einweben’, nur passivisch: dar stunt gebochstavet ane [an dem Fingerring] / des richen koningis name Roth 3878; Dulcifl(N) 159; diu kurzen wort [...], / diu gebuochstabet stênt an den vil swêren / silberînen turneisêren [alte frz. Münzen] Renner 18657; abe dem borten gâben schîn / vil der edeln steine, / gebuochstabet cleine. / dâ was gebuochstabet an, / alsô ich vernomen hân, / ‘mannes langer mangel [Ermangelung] / daz ist des herzen angel’ PleierMel 686. 687. gelîstet unde gebuochstabet / was ez [ daz gewant ] von wîsen henden / an orten unde an enden / mit hôher künste ruoche KvWTroj 20126; swer dô gespalten hæte enzwei / ir beider herzen als ein ei, / ez wære bî den stunden / in iegelichem funden / des anderen figûre / mit golde und mit lasûre / gebildet und gebuochstabet [abgebildet und mit dem Namen versehen ] KvWEngelh 3465    2 ‘jmdm. etw. eindringlich ins Bewusstsein bringen’ das man geschribne recht solt haben, / das wil ich euch nu puechstaben Teichn 641,108    3 ‘(ein Wort) buchstabieren’ ditz wort spricht Cupido, / der ez reht wil buͦchstaben WhvÖst 3975

MWB 1 1110,5; Bearbeiter: Tao

buochstap stswM. 1 ‘Buchstabe’
2 ‘Geschriebenes, (In-)Schrift, Schriftwerk’
3 Pl., ‘Wissenschaften, Gelehrsamkeit’
4 Pl., ‘Sprache’
   1 ‘Buchstabe’ wer waz der erste man, der die buͦchstaben vant [erfand] ? Lucid 16,1; EnikWchr 1410; des [Latinus’] muͦter hiez Nicostrata, / dú vant latinische buͦchstabin RvEWchr 20078; E was der êrste bûchstab [von dem Namen Eneas] En 10624; nu geviel si an die buochstabe, / dâ man si [die Namen Tantris und Tristan ] beide schepfet [zusammensetzt] abe, / und vant in disem al zehant / die selben, die’s in jenem vant Tr 10111; mit guldinen buͦchstaben / was an der listen [Verstärkung des Helmblechs] ergraben: / ‘elliu werlt wafen / di muzen mich maget lazen. / wilt du mich gewinnen, / du furest scaden hinnen.’ Rol 3295; [er] sach das heilige cruce an dem himele [...] vnd sach puͦstaben darobe gescriben, die sprachen: an disem czeichen gesigestu Konr 10,12; in sînen helm, den adamas, / ein epitafum ergraben was [...] / sus sagent die buochstabe: / durch disen helm ein tjoste sluoc / den werden der ellen truoc [...] Parz 108,2 (oder unten zu 2?); ein kriuze mit drîen orten, / geschaffen sô der buochstap [Tau = T] / den got den Israhêlen gap / mit dem lambe bluote / ze schrîben durh die huote / an bîstal und an übertür Wh 406,21; biz der himel und erde vorgêt, abir ein bûchstabe odir ein kritz insal nicht vorgên von der êe, biz alle dinc geschên EvBeh Mt 5,18. – in magischem Gebrauch: wellestû machen, daz dich dîne vînde müezen vermîden, sô scrîp an ein plîge oder an eine zinîne tavel sînen namen unde dise buochstabe: h. h. s. it. ł. v. p. unde trach den brief under dînem fuoze Barth 148,12. – Wendungen mit Verben: ib nit er kan di buͦstabin [ si non scit litteras, wenn er nicht lesen und schreiben kann] BrZw 58; ine kan decheinen buochstap Parz 115,27; uz dem vischære der nie von menschen lere puchstab gelerent, auz dem machet er einen edeln predigær PrOberalt 113,20; gramatica die lert / buchstaben, silben Mügeln 281,2; HvNstGZ 802; Eracl 398; wer daz [Neue] bringt ze buchstaben [niederschreibt] , / daz sol man fuͤr ticht haben Teichn 589,37. – ‘Sprachlaut’ vocales in latine / sint genennet vumf buchstabe, / dar die wort alle lut abe / nemen die man gesprechen mac HeslApk 1365. 1374; sie sazten vor uns, die alten, / gerecht tichtene in der wegene [in der Weise? (vgl. Anm.  z.St.)] / daz kein buchstab begegene / der vumfer an deme worte, / daz einer an dem borte, / der ander an dem ende ste ebd. 1400. – ‘Wortlaut, buchstäblicher Sinn’ sô volge wir dem buochstabe [der Bibel] , / der ez sus her brâht habe Aneg 1205; dô wâren buochstap unde sin [der beiden schriftlichen Berichte] / sô gar gelîch daz mê noch min / wider einen puncten nieman vant / und ir deweders hant / dem andern sîn wârheit brach KvHeimUrst 1687; die juden, die neur dem puochstaben volgent BdN 318,15    2 ‘Geschriebenes, (In-)Schrift, Schriftwerk’: – im Sg.: dar auff [Grab] was haydenischen geschriben / wie Tarsia da was peliben. / di geschrifft sprach also: / ‘zu eren Appolonio.’ / do sprach der ander puchstabe / ‘gemachet ist das grabe / zu lieb und zu mynne. / da ligt pegraben inne / sein liebes kint Tarsia, / die dulce amur amia’ HvNstAp 15520; diu tür was ein guldîn gater. / dâ stuonden buochstaben [mehrere Inschriften] an, / der ich gemerken niene kan, / wan einer sprach dâ bevor / ‘quid non audet âmor: / waz getar diu minne niht bestân?’ / der ander sprach, daz ist mîn wân, / ‘minne ist ein wernder unsin’ UvZLanz 4849; daz hât nû dirre buochstap [die Quelle] , / daz Adâm vil manigen tac / after diu, wære / mit leide und mit sêre / sô harte bevangen, / daz er von dannen / alzogis sîne chonen meit Aneg 1660. – Pl. in singularischer oder pluralischer Bed. (auf eine oder mehrere Schriften usw. bezogen; Pl. in pluralischer Bed. auch oben in UvZLanz 4849): daz hât uns geschriben dâ / Mathêus êwangelistâ / an sînen heiligen buochstaben [in seinem Evangelium] Aneg 2583. ob ir aber sinen buchstaben [Moses’ Schriften] niht gelavbet, wie gelavbet ir dann minen worten? EvAug 223,11 (Io 5,47); ez liegen denn die buochstaben [die Quelle] , / sô hât der vout [= voget ] von Berne / nie hertern strît gehaben JSigen 37,11. 85,5 (Laa.); die gerechtichait aufhaben / nach den alten puechstaben, / das man die geschriben recht liess gan Teichn 641,100    3 Pl., ‘Wissenschaften, Gelehrsamkeit’ sie [Logik] ist ein wec zu aller kunst [...]. / an werltlichem prise / wirt man von ir wise / unde ein meister genant [...]. / [...] [die Demut] ist ein gewerlich pfat / zu aller geistlicher kunst: / swer ouch darbet der begunst / an ir kunstlichem vrumen, / der sal kum werden vollen kumen / unde eines meisters stat haben / an der tugende buchstaben Vät 22652; aver nach den puechstaben / pin ich aller chuͤnst beschaben Teichn 442,211    4 Pl., ‘Sprache’ von Pazzouwe der bischof Pilgrîn / [...] hiez schrîben diz maere, / wie ez ergangen waere, / in latînischen buochstaben KlageB 4299; swaz so von der nuwen e / die apostelen geschriben haben, / daz schriben sie in krieschen buchstaben, / sunder Matheus und Paul HeslApk 19394

MWB 1 1110,31; Bearbeiter: Tao