Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kranc Adj. (755 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| din kurte sanc ümbveit/ ind ander manich heimlicheit,/ diͤ min kranc herze niͤt $’n versteit./ wand we is so wis under | |
| das fleisch einen wank, da von wirt der geist nút krank; tůt ir der túvel einen bik, des ahtet die sele | |
| angenomenen kúscheit. Die arme dirne was úbel gekleidet und was krank am libe, und bi den drin scharen mohte si niena | |
| den er enpfahen solte von der heligen cristanheit wider den cranken gehorsam, $t das er sunder not nach sinem willen und | |
| jaren nie die zit wart, ich were muͤde, siech und krank allererst von rúwen und von leide, da nach von gůter | |
| wart Adam von gottes kraft uf der erden von <FOLIO>(65#’v)</FOLIO> kranker materie gemacht. Dis tier betútet ware geistlich lúte. Wenne der | |
| sint. Als die lúte das gesehent, das ir kleider ze krank sint, so gebent si inen núwe. #.[Woͤlte man inen gerne | |
| mag volle herten untz an das ende des ordens, er werde krank oder siech, die sol man sanfte legen und lieplich halten, | |
| rich, ein tump herze wise, ein bloͤde herze kuͤne, ein krank herze stark, ein blint herze sehende, ein kalte sele brinnende. | |
| ist, des si getrúweliche pflagen! Ie mere des verget, ie krankor der orden wirt; ie unlanger er stat, ie e ein | |
| da von wurden si uswendig gezogen und inwendig wise; die kranken und siechen troste er vil minneklich, und er bedahte oͮch | |
| wisheit; und so beginnet er si ze trútende, das si krank wirt, so beginnet si ze sugende, das er minnesiech wirt; | |
| sprichet:] «Ja, wa zwene ringent mit enander, da můs der kranker undergan; der krenker das wil ich sin, alleine ich almehtig | |
| zwene ringent mit enander, da můs der kranker undergan; der krenker das wil ich sin, alleine ich almehtig <FOLIO>(111#’v)</FOLIO> bin. Drissig | |
| menscheit zů sunderlicher erbarmherzekeit und das er des gedenke, wie krank der mensche si und das er nit ist geschaffen von | |
| gebende únser gůt den armen, ze dienste únsern lip den kranken, also vile gelichen wir dem heligen geiste, der ein milte | |
| sin herze und sprichet: «Ich bin von nature zornig und krank.» Da mitte mahtu dich nit enschuldigen mit gotte noch mit | |
| das inen minne deste bas behage:/ «Minnen siech und libes krank,/ pinen not und harten twang,/ das machet mir den weg | |
| muge,/ sô daz ez iuch tuge!/ sanc ist âne vreude kranc./ ich enhân niht wan ein schouwen/ von ir <und den | |
| dâ von wart ich beide/ vröiden rîch und an trûren kranc./ Nâch der mîn #s+gedánc#s- s%\êre #s+ránc#s- %\unde swanc,/ die vant | |
| sô leide tuot./ Ez hoeret niht ze liebe ein sô kranker vriundes muot./ wil aber sî die húote alsô tríegen, dâst | |
| im genehest./ [105#’v] Minne, wenn du an gevehest,/ So bistu krank und siehest wol/ Waz dir wol oder ubel sol/ Gevallen | |
| Do waz min minne dannoch swach/ An ir selber und krank./ Mit irem sehen sie da swank/ Zu ir und sach | |
| __Der meister sprach: ‘din anevank,/ Wiß, der ist zum ersten krank;/ Und in der selben krenke/ Hilft nutz, als ich gedenke./ | |
| kan.’/ Hie hebt sich die rede an./ __‘Ungunst, undank und kranken lon,/ Versmehen, spotten, haßes don,/ [186#’r] Daz gar min fraw | |
| menschen list./ Ruft in also in truwen an/ Ein alter kranker betrisig man,/ Er tete durch die truwe sin/ Dem selben | |
| ich im nach swank,/ So lang daz ich wart so krank,/ Daz ich vor hunger mocht niht mer./ Vor jamer und | |
| Nu hat er mir her wider geben/ Ungunst, undank und kranken lon./ Versmehen, spotten, hazzes don:/ Dez gyt er mir mer | |
| mit uberschutze/ Uns luten sulich lere gegeben,/ Daz wir unser krankes leben/ Fristen, neren muͤgen lange!/ Kein sichtum wart nie so | |
| ich weiz daz wore mere:/ Wer nuͤ ist von mynne krank/ [202#’r] Und dem die mynne gibt kein dank/ Und wil | |
| colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. Dise vier element gent dem libe | |
| bistu an kunst veraffet und verganst, / das du des kranken siechtum nicht erkennen kanst, / so laß dir sagen, was | |
| den tich nicht kumen kan./ des send genaden boten mir kranken welfe,/ der in den se mir sünden lamen helfe./ der | |
| hette,/ mit Judith sie vertrette/ ir not und half der kranken schar./ O got Emanuel, / da nu zerstöret hette Bel | |
| gein Caucasus dem berg –/ o meit, des nim diß kranke werk:/ bi tichtes risen ein getwerg/ ich bin und folg | |
| din./ O meit, des nim vergut, / was uß mins kranken tichtes rut / frucht lobes sprüßt. diner eren blut/ keins | |
| sprach der esel, slege mat:/ ‘durch was slest du mich krankes tier so sere?/ sist du nicht, wie mich helt der | |
| wiß sin gestalt und escherfar, / stark snel und snelle krank,/ von fluß es lidet vil getwank./ das rich des selben | |
| recht d=ani^. Is abir daz alſo, daz die man alſo cranc is^. daz min in biheldit ani ſienin danc^. undi in=leizit | |
| den min ſcult giebit ummi die wundin, werin die alſo cranc, daz ſu nicht in=torſtin vuri=cumi vor andirin luitin^. mutitin ſu | |
| von des swertes klanc/ wâren sîne witze $s worden harte kranc,/ daz sich der degen küene $s des lebens niht versan./ | |
| Ouch sî mit kraft gewinninde/ vortilgtin al dî vestin,/ dî crankin zu den bestin,/ dî in der cristnen handen/ dâ wârn | |
| er sich/ vorne zu der burg irhûb,/ dâ er sî crenkist sîn intsûb;/ daz andir teil trat hindin zû,/ unde worchtin | |
| leben/ mit disem lesterlichen wanc,/ ouch muoz von schulden heizen kranc/ iwer prîs von disen schulden./ nû habt ir mînen hulden/ | |
| enein/ wart mîner geheim und mîner sache./ ob iuch daz kranc mache,/ daran gedenkt, ir herren,/ und ruochet widerkêren,/ des bit | |
| muot enpôrt/ den herren solhen gedanc,/ dâvon ir trûren wirt kranc./ sô kunnen die platten/ und die halsperge satten/ den lîp | |
| getrûn/ irn rossen begunden,/ wand si des enphunden,/ daz si kranc wârn,/ niht lenger si dô sparn/ wolde kunic Peter./ ein | |
| frist/ verburgen mit solhen herren,/ die an iren êren/ immer kranc wæren,/ ob si des iht verbæren,/ swaz si dir lobent | |
| entladen./ darnâch gestuont ez unlanc,/ daz der kunic wart sô kranc,/ daz im der tôt daz leben stal./ unlange sich daz | |
| doch wart er under wegen/ ein teil vor siechtum sô kranc,/ daz er under sînen danc/ muoste widerkêren./ wîsen unde lêren/ | |
Ergebnis-Seite: << 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 >> |