Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kranc Adj. (755 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| ir lêre/ ruochte fröide bringen,/ seht, sô wær mîn trûren kranc und wolde in fröiden sîn./ hilf mir, helferîchiu süeze Minne; | |
| hœhent muot./ dâ wirt diu sende sorge bî dem ungemüete kranc./ swâ liep bî herzeliebe lît/ ie nâher unde ie nâher | |
| der beider $s trôst ist leider $s mînen fröiden alze kranc./ //Jâ verkêret $s mir ein wîp die besten fröide mîn, | |
| und dar zuo ein minneclîcher umbevanc./ dâ wirt sendez trûren kranc;/ ez fröit ûf von herzen grunde/ ermel flehten, bein verschrenken./ | |
| linde/ diu sint nu beide ir grüenen loubes aber worden kranc./ jârlanc $s tæte sanfte ein umbevâhen, ein lieplîch drucken nâhen./ | |
| nie gelanc, Minne, an lieben dingen:/ sô wirt mîn trûren kranc./ sie kan swære ringen,/ die sorge ûz herzen dringen./ mir | |
| erklingen in der ouwe, dest niht lanc./ nûst mîn hôchgemüete kranc./ noch wil sich mîn fröide ringen/ durch die nâch der | |
| singt diu nahtegal. der vogel sanc $s derst niht ze kranc/ hin gen dem meigen. $s megde leigen, $s wir sun | |
| ist mir vil leit./ nû sich an, mîn lîp ist kranc: nieman mich getrœstet wan ir werdekeit./ hei Minne, sprich,/ fürder | |
| wær ich vil lieber tôt./ des ist mir mîn fröide kranc, sol ich niht zer linden/ reigen, owê dirre nôt!/ wigen | |
| mit rîfen ungestalt/ anger ouwen heide breit./ snêwes twanc/ machet kranc/ kleiner vogel süezen sanc./ des ist nahtegal verzeit./ glanze varwe | |
| lîp./ //Var hin, verwâzen winter lanc, dîn getwanc/ wirt noch kranc;/ joch muost dû verswinden./ der sumer wil berc unde tal/ | |
| dinge ein uberdach./ von in wirt iuwer ungemach/ sunder ach/ kranc und swach;/ daz wirt iu ze lône./ wîp diu sint | |
| guot ende hât, daz muoz von schulden heizen guot,/ swie kranc sîn mittel sî gewesen,/ swie swach sîn urhap sî./ swâ | |
| mîn guot vil mêre danne diu mâcschaft,/ sô pfligst du kranker neve site;/ wild ist dir friundes nam./ entfriundet uns mîn | |
| mîn guot ist lieber im dan ich,/ im wont ein krankiu friuntschaft in dem muote./ mâc, ich wird dir sam dû | |
| $s sô lieplîch getwanc,/ wê zwîvelære, $s sô bistu vil kranc.’/ //Wil siez bedenken, $s sô muoz mich wol krenken/ sorge | |
| belîben ungemuot/ unde ich doch der grôzen swære bin ze kranc./ sol ab ich si minnen diu mich hazzet? sol mir | |
| jehen/ daz mir wære wol geschehen/ âne strît./ nûst sô kranc/ ir lôn unde ir habedanc,/ daz ez mir/ schadet und | |
| nam/ was gehœhet âne scham./ nûst ir danc/ al ze kranc./ dest mîn klage/ alle tage./ //Wol her, danket allen guoten | |
| sender lîp/ Nie gewan/ sölhen wân,/ des mîn stæte wurde kranc./ al mîn gir/ was gein ir/ sleht mit triuwen âne | |
| ertrûren an,/ dazs in minne, sost sîn tumber wân vil kranc./ ir hôchgemuotes herzen rât/ sîn trûren hât für missetât./ //Mit | |
| imst geschehen,/ wil ers jehen,/ dâ von im wirt trûren kranc./ sunder meil/ ist sîn heil,/ swem von linden armen blanc/ | |
| dâ von dulden,/ da ist mîn lîp zuo gar ze kranc./ leides mag ich niht getragen./ wie sol ich ir lôn | |
| sols mit worten krenken:/ wan ir lop kan nimmer werden kranc./ //Man siht mich in hôhem muote:/ durch ein wîp bin | |
| riten/ die rittêre und sich wâgten alsô/ arbeitlich um ein cranc fûterstrô./ sie sprâchen slehter rede sô/ gemeinlîchen alle dô,/ sie | |
| geaht/ uf drîzic tûsent, des in/ niht gebrichet vil; die crencsten sîn/ die uns die nêhsten an der zal./ doch het | |
| solder dâ niht lenger wesen,/ dar zû und er wêre cranc,/ die luft wêre bôse und ouch der gestanc/ in allen | |
| dirre werlde mac gefromen,/ des bin ich wênic vollechomen./ swie chranc ich doch an sinnen sî,/ mir wonet ein gedinge bî/ | |
| ursprunc geleiten/ mit rinnelînen durch diu lant,/ sô würde mîn chrancher sin bechant/ für jenes überigen sin,/ der reht als ein | |
| wehsel under in./ ze solher vreude ist mîn sin/ ze chranc, daz ich die rehte erbar;/ wan einez weiz ich: dâ | |
| der wider, daruͤmb, als der wider an dem aftern$/ tail krank ist und an dem vodern stark. Also, wenne die sunne | |
| tritte, so ist ir kraft und ir schein pei uns krank; aber wenne si oben in daz zaichen kuͤmet, so ist | |
| und dikke oder gar tunkel und der sunnen schein gar krank, und davon hebt die sunne mer duͤnst auf, danne sie | |
| ſwert/ durch die ſele din gedranc,/ daz machet unſer truren cranc/ an ſele und ouch an libe./ frouw aller kiuſchen wibe,/ | |
| ſolte in allen/ gelingen an der helfe din?/ die ſo cranc hie wellent ſin/ an dem gelouben iemer,/ daz ir herʒe | |
| wart./ nu hât verkêret sich ir art/ und ist sô cranc ir orden,/ daz sie wol veile ist worden/ den argen | |
| minnen/ ir zuht, ir êre, ir werdekeit,/ dann ein vil crankez guot gewinnen:/ sîn übercraft ist worden breit./ /Den ich hie | |
| $s wil darunder/ uns besunder $s tuon der winter hœne;/ cranc sint sîne lœne: $s vil schœne $s gedœne $s stillet | |
| sô diu heide wît/ schône lît./ wîp nu machent trûren cranc/ sendem manne; $s danne $s minne fröude birt,/ sô der | |
| sîn pfleger der in twanc/ schein dâ wider im ze cranc:/ des entweich er sîner meisterschefte./ diz merke ein herre, der | |
| daz sîn râtgeb im niht tüge,/ sô versmâhe er sîne cranken lêre./ / Ich solt aber singen $s von den rôsen | |
| fliehe er sam der wilde einhürne zeiner megde:/ durch ein cranc getregde/ lâz er sich schande vâhen niht./ /Mich wundert daz | |
| niht ir zünden understât:/ reht alsô dringet unde gât/ ûʒ kranker swære stamme/ vil starker sorgen flamme,/ der si lât frühten | |
| kriec erhaben sich/ umb den apfel hæte./ swie man in kranker wæte/ den jungelinc dâ sæhe,/ doch was vîn unde wæhe/ | |
| von ir genâden stiure./ daʒ aber âne siure/ diu selbe kranke vröude sî,/ der zuoversihte wil ich vrî/ belîben hie ûf | |
| in mîn ouge ersehen hât./ swie man in spüre in kranker wât,/ doch ist er sô bescheiden,/ daʒ under armen cleiden/ | |
| in ôren./ ir beider sin ertôren/ begunde von der minne./ krank unde tumbe sinne/ von liebe si gewunnen./ si quâlen unde | |
| allermeistiu nôt/ an herzen und an sinne./ er truoc im kranke minne/ und was im âne schult gehaʒ./ doch hal er | |
| mæres ursprinc/ umb den schæper wol vernomen:/ eʒ was von kranker sache komen,/ daʒ Lâmedon sîn ende kôs/ und manger sît | |
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