Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kranc Adj. (755 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| trurek und nu vro./ #s+Gerucheſtu billich uf daz#s-/ Vil unſtete cranke vaz/ #s+Uf tun,#s- herre, #s+dy ougen din,#s-/ Alſo daz du | |
| ſelekeit/ Des menſchen, di im behalden iſt/ Her nach dis cranken lebens vriſt./ Vort nu wirfit Job gentzlichen hin/ Syner dri | |
| #s+Was weiſtu daz wir nicht wizzen,#s-/ Alleine wir ſin lute crank/ Und han nicht vil der kunſte blank?/ #s+Was vernymſtu#s- doch | |
| Doch uber ſin houbt in arcium gadem/ An eynen gar cranken vadem/ Hiz er hengen eyn ſcharfez ſwert./ Da daz ſwert | |
| Und mit im di valſcheit hilden./ Und di ſelbe ſalde crank/ Und dis geluckes anehank/ Job bedutet by dem roube,/ Der | |
| ſuntlich letzen/ Noch ir leſtes ende ſetzen/ In dis werltliche cranke gut,/ Sunder ir veſter ſteter mut/ Wandert durch dis lebens | |
| engele beſcheidenclich/ Ir kenne und nicht wende ſich/ Uf diſe cranke nidere ding:/ ‘Job, dor an biſtu gentzlich ling/ Und ungeloubic | |
| #s+Geſchynen#s- luter und #s+reyne.#s-/ Ken Gote iſt der menſch gar cranc/ Von mancher ſorge anehanc,/ Dy hi dem menſchen ane lyt/ | |
| #s+wes helfer biſtu,#s- Baldach?/ Gotes? neyn zwar, er iſt nicht #s+crank!#s-/ So ho, ſo tyf, ſo breyt, ſo lanc/ Iſt ſyne | |
| #s+Doch was ich eyn troſter#s- zu dank/ #s+Den jamerygen#s- luten crank./ Den betrubten ich myte leyt/ Durch tugent myner ſelekeit’./ __Und | |
| yen:/ «Deme iſt alſam Job geſchen»./ #s+Sy verſmehen mich#s- ſo cranken./ Nu ſy ſehen myn leben wanken/ Durch myner vulen ſweren | |
| gerichtes mich irweyn,/ Nicht rechtes mynen knechtes phleyn,/ Nach diſem cranken lebene/ Wy ſolde ich denne ebene/ Aldort inGotes gerichte/ Antwuerten | |
| Und mit gyrekeit beſcherren/ Inire bruſt an wider traczt/ Diſen cranken werltlichen ſchaczt./ __‘Vort me ſich, Job, und merke!/ #s+Des#s- elyphanten | |
| tur/ Siner vrien willekur,/ Der alſo verharſchet iſt/ In der cranken ſunden miſt./ Boſheit iſt ſin hoch gewin./ __‘Doch #s+iſt er#s- | |
| gotheit bark/ Und czeygete dem tuvel ark/ Sine menſcheit, di crank was./ Da von der tuvel nicht genas,/ Wi er was | |
| #s+Steyne van der ſlenker#s- vart,/ #s+Er achtet ſam eyner ſtuppel#s- crank/ Grozer #s+hemer#s-ſlege clank.’/ __Da by ſol man beſinnen baz/ Daz | |
| ding;#s-/ #s+Dir iſt verholn keyn gedank.#s-/ #s+Rat#s- iſt #s+ſunder wiſheit#s- cranc./ #s+Ich han unwiſlich geſprochen,#s-/ Dor an hab ich gebrochen./ #s+Ich | |
| das czeucht er lanch./ Er tuet sam er sey worden chranch/ Von venien und von wachen./ Sieht er einen lachen,/ Das | |
| twinge,/ Gib ir bues nicht ringe!/ Ist sy wild oder chranch,/ So twing sy nicht uber iern danch,/ Besbere sy nicht | |
| swern,/ Das guet posleichen zern,/ Manigen peswern der da ist chranch,/ Und manigen uppigen ganch,/ Selten gueten rat geben/ Und versmachen | |
| enbeiten;/ Wiltu aber vaste streitten/ Wider in, er ist so chranch,/ Er schadet dir nicht uber dein danch,/ Das soltu wol | |
| rinchleichen dein joch:/ Wie gar di selben idoch/ Irs leibs chranch sein,/ Sy chreftiget so dew gnad dein/ Das sy furchtent | |
| mich niemant zue twanch./ Mein hercz was laider dar an chranch./ __So ist, herre, auch mein chlag:/ Ich han dy here | |
| chunde/ Da ich an schuldich bin:/ Sich hat mein vil chrancher sin/ Und mein uncheuscher muet/ An elicher heirat nicht wol | |
| In den gazzen under ainer pankch,/ Ich wer siech oder chrankch./ __Noch wil ich chlagen von dir mee:/ Mir geschach im | |
| recht solt,/ Das deucht dich so sw#;aer,/ Ze hant du chrankch w#;aer./ Soldestu aber dien der welt/ So lufstu wisen und | |
| auf dich/ Und werleich pas wen du auf mich./ Mein chrankches alter wold nü gemach;/ Was mir gemaches ye geschach,/ Das | |
| das gold/ Verparc in meins herczen schrein;/ Mich hetten die chrankchen synne mein/ Also vast in sunden pracht/ Das ich vil | |
| Unwirdigk zenennen meinen namen/ Wann ich mueß $l mich meines kranckes sinnes schamen./ Da von Kristes gepurd unnsers herrenn waren/ Ergangen | |
| pit euch leser und leserinne/ Das ir geleubig seit meinem krancken sinne,/ Wa ich mich villeicht han überdaht/ Und nichtt hovelich | |
| der armuet und von der notturfft der armen unnd der krancken leüt. Chüm den ze hillff die sein wedürffen in irer | |
| verfarn guete und verfarn sach, wann das ist aigenlich der krancken weib. Du sollt wehüettenn dein offenwar frümkait, wehallt höflichkait $t | |
| gewalltig zeverprennen grosses holtz. Wann der mag ist kalt und kranck, so füegent im wol klain und ring speis, wann der | |
| ainenn trincker. Die augenn, die gar schwartz sind, wezaichent ainenn krancken muete. Die orn, die gar klain sind, wezaichent grosse übele. | |
| im ain alter man,/ Elanicus genant./ Er trug an ain kranckes gewont./ Do sprach zu im der pawr alsus:/ ’Got grusse | |
| arme seind drey elen langk./ An allen tugenden sind sy kranck./ Ir harnasch der ist hurnein:/ Da vor stend dicke scheybelein/ | |
| Der ist wol vier ellen langk./ Sy nahent manigem leib krangk:/ Sy durchelent harnasch und platten,/ Ir pfeil kunnen schir watten/ | |
| horen,/ Zwayr dawm elen langk/ (Der mor was dick und nit kranck),/ Es was ain helfandes zant./ Er satzt es an den | |
| ’Herre, ich hab ir nicht getan./ Ist ir schwester ain kranckes weib,/ Das pusset pillich ir leib./ Das ich ir nie | |
| mir sich in die bosheit gebent./ Ich bin worden als krank/ Daz gar wider minen dank/ Die untugent meret sich./ Ez | |
| welten reinen kint/ Die stete an ir truwe sint./ Die kranken werdent uz gejeten,/ An dez dufels disch gebeten./ Wie der | |
| also:/ Mit grozer vorht und mit tro/ Uberwindet er die kranken,/ Daz sie můßent wanken./ Die driten werdent verkort:/ Valsche rede | |
| kemmenaten?/ Du lijst hie unberaten:/ Din hus ist nider und krang/ Und niht wann sieben fuͤße lang./ Da du in libe | |
| ir deweders rât.’/ //Dô zêch mich vrou Minne,/ ich wære kranker sinne./ sî sprach ‘tuo zuo dînen munt:/ dir ist diu | |
| unde an sinne,/ doch meistert vrou Minne/ daz im ein krankez wîp/ verkêrte sinne unde lîp./ der ie ein rehter adamas/ | |
| liten./ ir pfärit wâren, diu sî riten,/ tôtmager und vil kranc:/ ir ietwederz strûchte und hanc./ die vüeze wâren in unden/ | |
| vür wâr/ niuwan ahtzehen jâr,/ und was des lîbes alsô kranc/ daz er des siges âne danc/ und ungestriten muose jehen,/ | |
| sô wider sînen willen tuot,/ des lôn wirt von rehte kranc./ ern darf im niemer gesagen danc/ umb sînes rosses gemach,/ | |
| mîn herze in jâmers lêre/ nâch ir; dest mîn fröide kranc./ wan $s mîn frîheit sich für eigen/ neigen $s der | |
| iuch verdriezen daz si mînes herzen sin/ an fröiden machet kranc./ si kan dehsen swingen in der mâze/ unde wil behüeten | |
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