Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kranc Adj. (755 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| vurgift vn2de den stanc,/ Vn2de daz vch daz eitter niht kranc/ Mache mit deme fuere./ Nv ist die arzedige tuere,/ Die | |
| wen wibes name1n/ Vn2de arme gesindelehe,/ Vnfletic vn2de vnwehe,/ Vo1n krankem geslechte/ Vn2de bose1n kvchenknechte./ Die frauwe1n geflohe1n ware./ Wie solde1n | |
| Wider dise niht en mochte1n./ Die hie niht en=tochte/ Die kranckeste veste,/ Die were dort die beste/ Alle tag vn2de alle | |
| saz./ Antenor der was harte lanc,/ Smal vn2de doch niht kranc,/ Wol gelidet, wol|gestalt./ Er konde sprache manicfalt./ Er was auch | |
| feizt noch so groz,/ So vngekleidet noch so bloz,/ So kranc noch so blode,/ So kvne noch so snode,/ Er en | |
| Fragete im vlixes/ Maniger hande mere,/ Wa ir burc were/ Kranc oder stete./ Des er gefreget hete/ Mit grozzer kvndekeit,/ Des | |
| ez sint swere/ Vn2de gedancke vber gedanc,/ Eines mannes herze kranc,/ So er gerne hete/ Ein kvsche wip stete,/ Schone vn2de | |
| lac da zv|schrote1n./ Sarpedo1n was in note1n;/ Sin gedinge were kranc da,/ Wen der vo1n persia,/ Der quam v1nder sie gefloge1n./ | |
| geferte./ Dir en=stet niht wol daz,/ Daz du durch eine1n kranke1n haz/ Dines swertes has verzige1n./ Salt du nv stille lige1n/ | |
| sterke vn2de nach kranheit./ Dirre baz, iener wirs streit./ Der cranke behagelt man/ An dem starke1n den pris wan;/ Dem starken | |
| boste1n,/ Reine v3nde vnreine,/ Groz vnd kleine,/ Beide starc vn2de kranc./ Die hant vo1n diese1n irn ganc./ Ivlius, der ez mezze1n | |
| er eine1n man,/ Der hete bose phlacke1n an/ Vn2de gevertelee/ Cranc vn2de vnwehe./ Sin har bestrubet vn2de verkart,/ Lanc vn2de dicke | |
| sint unmelic/ Totlicher sunden die sie tuen;/ Der mensche ist kranc als ein huen/ Von angeburner geburt,/ Und #s+unse zit ist | |
| ziende;/ So gerte nicht zu siende/ Der sin uz den kranken lib/ Wider an megede noch an wib./ __Sus werden die | |
| her spreche: ‘din habedanc/ Wirt groz, wen din meni#’e ist kranc./ Und wen dine menie kranc ist/ Und dich doch niemant | |
| groz, wen din meni#’e ist kranc./ Und wen dine menie kranc ist/ Und dich doch niemant kan mit list/ Gewisen von | |
| hatt bejagtt?/ Das tünd mir kund,’ sprach dü magtt./ Der held gab der rainen trost/ Und seitt ir das sy wer | |
| ouch niennan anderschwa.’/ Do dis kund ward in allen,/ Es begunde in wol gevallen./ Menig ritterliches claid/ Ward durch prisse angelaitt./ | |
| gespraittett was./ Durch Gott! wa ward ie lütten bas?/ __Ir aller spill ward da gros:/ Da ze husse nieman verdros/ Kainer | |
| siner cronen/ So recht arm wart des gutes/ Und also kranc des gemutes/ Daz her scharfte mit den zanen/ Sinen bosen | |
| waz im ain wind/ Wen ir spillenden ougen/ Begunde bliken togen./ Dü gesichtt waz sin paradis,/ Sy geviell in alle wisse/ | |
| Nebel des alden meines,/ Da sich unser vorvar/ An der kranken libnar/ Hette mite beklutteret,/ Von unsen ougen lutteret,/ Wen unser | |
| Dem edlen wol gestalten/ Was uff der bössen schaden ger,/ Des ist gütt urkund wer./ Den argen wüchs gross ungemach ./ | |
| do billich soltte,/ Sins brüders kampf an sechen./ Were im ze vallen geschechen,/ So were der fürst an der zitt/ Da | |
| l%:iben herren min.’/ __Hector der starke/ Gieng zü sinem marcke,/ Gurtten er es vast began./ Dü schönne gütte tugend san/ Batt | |
| trüwe waz wir tun.’/ Er sprach: ‘hette ich wistüm,/ Ze geben manlichen rautt,/ Wan mich dü raysse an gatt!/ Doch weltte | |
| vechten,/ Dar sie so semfte bilde tuen/ Als ob sie kranc sin als ein huen/ Und als ein lamb otmute./ Die | |
| mere/ Hebtt und beginnett:/ Wer sich des rechtt versinnett,/ Dem sag ich von der schrifte/ Wie onne alle trifte/ Von den | |
| on allen hass/ Mitt tugenden rüffen began/ Dem vil trostlossen man./ Suss erwaktte er in do/ Und saitte im gütte mere | |
| erburtte Hector/ Ainen schlag so hoch enbor/ Daz manig des helmes nietten brach/ Und sin edel hoptte schwach/ Müste werden an | |
| Daz im muzen die weichen,/ Die des sinnes sint icht kranc,/ Volgen sunder iren danc./ Die tuvel sint im undertan,/ Wen | |
| Sich do halten Paris:/ Doch ward er flüchtig getan/ Von dem edlen Kr%:ichen man,/ Das er entwaich so dike/ Mit menigem | |
| nit began/ Gerüchen won mit valschhaitt!/ Das lau dir, Herre, wessen layd!/ __Eneas für den kaysser gieng,/ Heimlichen er den fürsten | |
| degen,/ Mitt gantzem stritt wer obgelegen .’/ __Uss zornne aber der starke sprach:/ ‘Daz ain man wil ungemach/ Liden, der sin | |
| her/ Gar gemaine geschworen.’/ __Menig ritter usser korn/ Ze malle uff in trungen./ Do ward von dem jungen/ Vil der wider | |
| endran,/ Won sy mitt ungenuchte/ Schamten sich der fluchte./ __Do er den sige alsus erwarb/ Und menger vor ime erstarb,/ Der | |
| Und in unzellichen treit,/ Die starken gicht her abe leit,/ Kranke ougen her wider vrischet,/ //Der sie dicke mite wischet/ Und | |
| Diz dutet Gotes trute,/ Die sich ieslichem lute,/ //Swedir sie krank sin oder stark/ Oder sie gut sin oder ark,/ Geminnic | |
| ebene/ Daz cleit an disem lebene./ Fiole daz ist ein kranc crut,/ Iz dutet otmutige lut;/ Die rose noch otmutiger,/ Wen | |
| durch die glosen,/ Wen ich muz diz zu losen./ Swie kranc die fiole si,/ Doch ist groz zirde da bi/ Des | |
| entleset sich dar abe,/ Daz her dise blumen habe;/ Swie kranc her ist ein armer man,/ Der dise blumen gewinnen kan,/ | |
| lone/ Vorder in Gotes trone./ Doch ist da niemant also kranc,/ Den vorder tribe sin gedanc,/ Ob her wunschen solde,/ Daz | |
| gotlichen art,/ Doch gevirret und verſpart/ Iſt er unſen vernumften cranc/ Von des vleiſches ummehanc./ Und durch di ſache ſicherlich/ Got | |
| nacht und tag!/ Doch ane Gotes loube mag/ Der tuvel, crenker wen ein hun,/ Den luten keinen ſchaden tun./ Des ſuchet | |
| Daz du ſterbes, dorumme wirb,/ #s+Vluche Gote unde ſtirb!#s-’/ __Wy cranc Job was an dem libe,/ #s+Doch ſprach er zu dem | |
| iſt an den ganc,/ Daz vleiſch iſt aber ſiech unde cranc»’./ Alſuſt ouch Job, der ſelge man,/ Der in dem miſte | |
| Des wil ich leiſten ſin gebot,/ Want ich mich ſo cranke merke./ #s+Waz iſt doch mine ſterke,#s-/ #s+Daz ich muge irlyden#s- | |
| Sich mere nach der zyte ganc,/ Alſam in den menſchen cranc/ Daz bekentnis genumen wirt,/ Daz der warheit vil verpirt?/ Ab | |
| hin/ Zu ſyner wiſheit hochgewin!/ Und tu, Job, der vernumphfte crank,/ Gotes wiſheit an allen wank/ Machſt nicht irkennen ſicherlich,/ Nur | |
| linde,/ #s+Daz geczucket wirt von winde,#s-/ Daz iſt ken mir cranken manne,/ #s+Bewiſeſtu dine#s- ſpanne/ Und dine hant ſo ſygehaft,/ Und | |
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