Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kranc Adj. (755 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| Got hiez legen an das gezelt/ mit grozer richeit niender cranc./ zweier gedumder elne lanc/ und einder halber zů den zwein/ | |
| gezemen/ durh ir liht weigigin můt,/ noh knehte, die durh kranchis gůt/ und durh vorhte virzagtin/ dass ein unwarheit sagtin./ __ | |
| wigant/ an im selben des enphant/ das er ummehtic und cranc/ waz und in vil sere twanc/ sin altir und im | |
| hohsten Gotis kraft,/ der im von alse grozir diet/ alse kranche helfe uz schiet:/ nu was sinis hertzen kraft/ an Gotis | |
| swachem nahlone/ irbarmunge an dén kindin sin/ und tatin ir kranche trúwe schin/ und ahten kleine Gotis kraft./ si lepten ane | |
| und iuh ze kúnege irchorn/ Abimalech, der geborn/ von sinir chranchin dirnin ist./ was das îe ze keinir vrist/ reht, gůt | |
| andern hetin da./ die macheten in selbin sa/ von gerten kranchú hútelin/ mit rore bedaht; al zúnin/ waren ir besten hûsir | |
| uz rehter slihte/ durh gitekeit des gůtis./ do si so kranchis můtis/ das lút irsah, ir vorhte entsaz/ an ir tumbin | |
| und dez bannis zil zirgie,/ das her was an creften cranc./ der groze hunger si dez twanc/ das si vil vihis | |
| beidú man unde wip./ dú wip zierten ir lip:/ die cranchú cleider trůgin ê,/ die zierten sich nu fúr bas me/ | |
| der selbe rise Golias/ was michil und groz und niht kranch:/ gewahsen fúnf klafter lang/ was er und einir hende breit./ | |
| gebot,/ der kúnig zwivilliche sprah:/ ‘du bist ze jung, ze kranch, ze swah/ ze alse manlichir geschiht!’/ er sprah: ‘herre, neinich | |
| strit./ ‘nein ich, herre ’, sprach David,/ ‘swa ich, din kranker knecht, noch îe/ bi minis vater schafen gie,/ als danne | |
| herschaft/ gedech indeste swechir kraft/ und wart kleine, an kreften krang./ swie groz gewalt si ubirdrang,/ si pflagin doch so vrechir | |
| meisterschaft/ ubirkom und in betwang,/ das er wart krencher danne krang/ und an im selbin das virstůnt,/ als noh die lúte | |
| Und lant im niht werren/ Durch úwer ritterliche tugent/ Sine krankin kindes jugent/ Und das er in so g#;eaher frist/ Und | |
| siht man es verren;/ An rate sint die herren/ Worden kranke knehte./ Nach fúrstecliehem rehte/ Nimet man nu knehte rat,/ Des | |
| so lihter craft/ Das ir iuwer maisterscaft/ Besůchen an so cranker jugent,/ Das ir dem kinde kindes tugent/ Mit soͤlchen sorgen | |
| noch liessist den gedanc,/ Won du ze ritter bist ze kranc.’ –/ ,Nain, vroͮ, ich han ritterschaft/ Genůc vollekomenr kraft./ Da | |
| Das ich es soͤlte haben danc,/ Dannoch war min kunst ze$~krank/ Das ich sine rittherschaft/ Und die ritterlichen kraft/ Die der | |
| Was er wol gewahsen lanc,/ Niht ze gros, niht ze kranc/ Was sin minneclicher lip./ Swa in den landen war ain | |
| guͤte/ Sin lait, sin ungemuͤte/ Und machete im sine sw#;eare kranc,/ Sine vroͤde wert und lanc/ Nach wunscheclicher werdekait./ /Nu was, | |
| den adirn. Da uon mac he wazzer suchtic werdin. Swelche lute crankes libes sin. vnde offene swerloch habin. uon den uluzet lichte | |
| ulizint durch di lit in den magin. vnde machin in cranc. Etwenne ist in den liden ein uil ubele vuchte di | |
| den ouch svern. Merke sver ein trifendiz houbit hat. oder einen cranken lunge. Der sal nicht ligen uf der linken siten. noch | |
| ist uon kalder vuchte. Si ist ouch gut zu den kranchen $t ougen. Si loset der leber. vnde des milzes uerschoppunge. | |
| aufgeſtannden, die hat ir tumleich hochfart darcʒü bracht, daʒ ſi chranch wider red furcʒiͤchent vnd ſprechent: «Was ſull wir nuͤ predigen, | |
| auch ettliͤch aus hochfart vnd aus neid, ich ſey ʒu krankch an der kunſt ʒu diſen ſachen, wann ich ſey in | |
| dez himelschen gedoͤnes dú sel als vol, daz sin der krank lip nit me moht erliden, und giengen im dú ogen | |
| nemen und sprach also: «ach gerehter got, daz du min kranken natur so gar úberladen hast mit biterm lidene, und min | |
| wol mohte gevolgen, wan er waz do vil muͤd und krank worden. Der gesell vergie sich vor an hin vor im | |
| der diener underwilent in daz siechhus gie, daz er sinem kranken libe eins gemechlis gestateti, und so er ob tisch sass | |
| goͤtlicher fronlicham, den ich hút in der mess enpfie, wie krank ich waz, der můss min behuͤter und min beleiter sin | |
| selb, daz erstorben herz begond wider leblich werden und dú krenkú gelider wider zů in selber komen, und genas, daz er | |
| ein spiegel aller tugenden, do braht si zů mit irem kranken libe ein vil gůt bůch; da stet an under andren | |
| bringen; daz můss volhertet werden. Und erzagent nút ab miner kranken nature: was ir geturrent heissen, daz der natur we tůt, | |
| ein vaht nemen, daz du wol mugest erzúgen mit dinem kranken libe, daz dú untugend in dir sterbe und mit dem | |
| sich aber und aber ze lassen. Der nu uss diser kranken gelassenheit woͤlti wúrken, daz weri luter falsch. Wol ist daz | |
| kurzer bildlicher rede zesamen vassetind, dar umbe daz sú minen kranken sinnen dest beliplicher wurdin.» __Er sprach: wie kan man bildlos | |
| miner arme in minem dienste sin zertennet und zerspannen. Din kranke lib sol ze lobe minen goͤtlichen bein in geistlicher uͤbunge | |
| er wont mit süezzem zarte:/ menschlich lob ist dir ze krank./ //Dû bist der natûre wunder,/ himel, erd lobt dich bisunder,/ | |
| verwîset,/ dô si wider got gespîset/ wart nach ir gelüste krank:/ Die hâst dû von ittewîzze/ ûz genomen mit tugenden vlîzze./ | |
| wunderlîch gemêret,/ sîn kraft in sîner wîsheit als $p/ //Dirre kranke presant,/ vrowe, sî dir gesant./ empfâhe in von mir für | |
| mîn gar geweldig sîn:/ ich tuon im doch mit willen kranc/ (daz wirt wol an dem ende schîn),/ ân eineg sî, | |
| der mîn herze pfriente,/ owê, si machet sêr mîn leben krank!/ Ich möchts irbarmen:/ ich bin so verre komen in vil | |
| bette mir./ Si ist so rein, so wunnenrîche,/ davon nit kranke $s wunne hôrte zir./ So spræche ich: ‘lieb, nu sich, | |
| daz vüegt des winters zît,/ Wan sîn getwang $s tuot krank $s von schœne wunder/ und ouch der voglîn strît,/ Diu | |
| triuwen bî, $s so ist ez doch ze hove ein krank geræte/ Gegen einem werden, biderben man:/ ist er joch arn, | |
| kûme erlîde./ ich bin, Minne, selher burde ein teil ze krank./ Minne ist niht ein kindespil:/ gar unsanfte ich sî vermîde,/ | |
| hilf, lâ mich trôst erwerben,/ ald ich bin an fröiden kranc!/ Hilf, daz trûren mich verstiebe,/ liebez lieb, vor $s allem | |
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