Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kint stN. (2246 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| bekant/ die lêre, die ich hân getragen/ her von mînen kindes tagen./ lâ varn und lâ dir wesen leit,/ daz dirre | |
| nâch êren baz dan er in bat./ an sînes lieben kindes stat/ phlac er sîn väterlîche/ und machte in guotes rîche./ | |
| verkorn,/ und werdent gote als ê geborn/ ze sînen lieben kinden gar:/ sô vreut sich aller himele schar./ noch wil ich | |
| ungelouplich ist:/ dînes vater kint dû bist,/ der wirt ze kinde dir gegeben,/ wîsestû in an daz leben./ //Ich hôrte sagen | |
| rât/ durch dîne lêre denne lât/ und gote wirt ze kinde erkorn/ und anderstunt von dir geborn?"/ //Dô sprach aber der | |
| daz dû vüerest sî von mir,/ wan ich niht mêr kinde hân./ ich wil dir sî hein niht lân,"/ sprach der | |
| des vreute sich ir beider leben:/ dem vater und dem kinde/ wart er ein liep gesinde./ er minnet sîn wîp und | |
| stæte ersach,/ diu nie mit zühterîcher tugent/ betrouc an tugenden kindes jugent:/ "reiner sun, vil liebez kint,/ sît dir dîne vriunde | |
| begiengen,/ den gap er solhen gewalt,/ daz sie im ze kinden sint gezalt,/ die an in geloubic sint./ daz dû solt | |
| diu redelich sint,/ bist dû anderstunt geborn;/ got hât ze kinde dich erkorn:/ dîn vater ist der reine Krist,/ diu kristenheit | |
| dînen reinen geist/ dem süezen herzen, daz sich dir/ ze kinde hât ergeben mit mir,/ und stæte daz gemüete sîn/ an | |
| gotlîche/ mîn gebet nâch mîner gir/ und gâben dich ze kinde mir:/ des solt dû sie geniezen lân./ tuo hin den | |
| willen hân,/ daz ich dir baz hân getân,/ danne vater kinde ie mê./ daz mir nû ist von dir sô wê,/ | |
| grôzen zorn./ dû klagest al ze sêre ein teil/ dînes kindes grœste heil./ wil dû dich von zorne schamen,/ daz dû | |
| dû dich von zorne schamen,/ daz dû mich habest in kindes namen,/ sô maht dû vater heizen niht./ swaz anders mir | |
| vater heizen niht./ swaz anders mir von dir geschiht,/ dan kinde von dem vater sol,/ daz zimt niht vater namen wol./ | |
| verdrôz den künic sâ./ vil zornlîche er ûf spranc,/ des kindes rede in zornes twanc./ er hâte manegerhande leit,/ daz er | |
| bete und ouch mit lêre./ gedenke, wie grôz êre/ dem kinde an sælden ist, wie guot,/ ob ez des vater willen | |
| si werde mir bereit."/ //Dô der künic hôrte, daz/ des kindes sin baz unt baz/ gevestent was an gotes gebote/ und | |
| in./ iedoch nam er in den sin,/ daz im des kindes wârheit/ hæte wâr und rehte geseit,/ und daz im niht | |
| ze gote niender kêrte./ swie sîn herze in lêrte/ des kindes worten volge jehen,/ er lie die gewonheit spehen,/ daz er | |
| ir tumben wîsen habet geseit/ mir von einer wîsheit,/ diu kindes tumpheit wol gezimt./ vür witze niemen sî vernimt,/ von rehte | |
| im seit iuwer mære,/ daz der trügehafte man/ bî Rêâ kinde vil gewan:/ daz was sîn wip, diu manegen tac/ zouberlîcher | |
| ez zæme baz des tiuvels spil./ ir jeht, er hæte kinde vil,/ diu alsus wurden im geborn./ diu habt ir ouch | |
| muoste verlougen/ des ich benamen wesse wâr./ ich hân von kinde mîniu jâr/ alsô gelebet an disen tac,/ daz ich niht | |
| mich."/ "herre, daz sol sîn getân./ dû heiz von dînem kinde gân/ al die junkherren dîn,/ die sîne phleger sulen sîn./ | |
| im ein sun geborn,/ ein kint, schœne und ûzerkorn/ an kindes lobe: des was er vrô./ dâ wâren wîse meister dô,/ | |
| mohten liehtes niht gesehen,/ wan daz von gesteine kam./ dem kinde vreude niht gezam,/ wan als ez bî den vrouwen hie/ | |
| vreude niht gezam,/ wan als ez bî den vrouwen hie/ kindes kurzwîle begie./ alsus wart ez unwîs gelân,/ wie disiu welt | |
| ungesunt vil sorgen phlac./ dem künege schiere wart geseit/ sînes kindes siecheit./ er gâhte zuozim balde dar/ und wolte gerne nemen | |
| muoz./ stirbich sus von den schulden dîn,/ sô muost dû kindes âne sîn/ und maht ein vater heizen niht,/ sô man | |
| sîn/ und maht ein vater heizen niht,/ sô man dich kindes âne siht"/ sprach der gotes erwelte man./ der künec erschrac | |
| und sach in an./ im was vil herzeclîche leit/ sînes kindes stætekeit./ in dûhte, er wære entsetzet,/ an vreuden gar geletzet:/ | |
| soltû dich kêren/ und dînen vater êren,/ wan ez gezimet kinde wol,/ daz ez den vater êren sol/ und volgen sîner | |
| //Ê daz dû bringest in hie von,/ des er von kinde ist her gewon,/ sô tœtestû benamen in/ nû gert ouch | |
| wâren dâ,/ die swuoren ime hulde sâ./ der künic sînem kinde hie/ vil grôze hôhgezît begie/ mit küneclîchen êren./ dô dannen | |
| leben/ kundim der liute vriuntschaft geben./ //Gots und des Wunsches kinde/ begunde sîn gesinde,/ sîn guot, sîn lop, sîn êre/ mit | |
| dich der güete wil gezemen,/ daz dû den wilt ze kinde nemen,/ des müeze diu genâde dîn/ gelobet iemer mêre sîn./ | |
| er ouch nam;/ mit grôzem gesinde/ reit er gên sînem kinde/ verre ûf sîne zuovart./ vil wênec wart aldâ gespart/ ir | |
| beleip./ in tet von zwîvel gar erlôst/ von gote sînes kindes trôst./ in trôste sîn vil süezer rât,/ daz got sîner | |
| gerne er ie vereinde/ von sînem gesinde/ bî sînem lieben kinde/ und tet im sîne riuwe kunt/ mit sîner begihte alle | |
| diu vreude ân ende iemer hât."/ //Sus hât in des kindes trôst/ von sînem zwîvel schiere erlôst./ gên sînem sune kêrter | |
| ouch ze trôste mir geborn./ dû bist mir niht ze kinde erkorn,/ dû bist des hœhsten keisers kint,/ des aller himele | |
| als dîn heilic leben giht./ ich wær dîn wert ze kinde niht./ wol mich, sun, daz ich dîn ie/ ze kinde | |
| kinde niht./ wol mich, sun, daz ich dîn ie/ ze kinde künde gevie./ wie sol ich gedanken dir,/ daz alsô vil | |
| dô wart im brâht ein blinde,/ der was gesîn von kinde/ sô blint daz er nie niht gesach./ diz ungediende ungemach/ | |
| guote man,/ vil sêre siechen dô began./ er rief sînem kinde dar,/ daz er in gotes lêre gebar./ er sprach: "vil | |
| stæten dîn gebot."/ //Alse diz gebet geschach,/ ze sînem lieben kinde er sprach:/ "nû phlege dîn got der guote/ mit sîner | |
| ruom/ in allen gotes orden/ an im ervüllet worden:/ von kinde er gotes kint was ie./ do er von sînem lande | |
| mit vrœlîchen siten/ geloufen wîte unde geriten./ gên des liehtes kinden wart/ getragen lieht ûf der vart,/ und heiltuom gên heiltuome | |
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