Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kint stN. (2246 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| christenheit, diu hat hiut ir chint vil můterlichen gezogen. diu chint diu irer muter zuht niht behalten habent und den suͤnden | |
| und sprach also: ‘iz enist niht gůt daz man der chinde brot neme und geb ez den hunden’. daz brot betuͤt | |
| den hulden dez almæchtigen gotes waren, do hiezzen si sineu chint und die haiden hiezzen hunt. der hunt ist ein unreins | |
| hunte waren, do si gelaubich wurden, do wurden si diu chint gehaizzen, und die ungelæubigen juden die ê des diu chint | |
| chint gehaizzen, und die ungelæubigen juden die ê des diu chint waren, die sint nu die hunt. do unser herre zů | |
| wibe also sprach, ez enwær niht gůt das man der chinde brot den hunten gæb, do antwurt daz haidenisch wip also: | |
| ‘du sprichest, herre, also ist iz, daz man niht der chinde brot nem und ez den hunden werf, ob ez diu | |
| brot nem und ez den hunden werf, ob ez diu chint ezzen wellen. iedoch, herre, swie wir unrein sein, swie wir | |
| tailt, daz ist diu genade diu unser gaistlich vater sinen chinden tailt. er tailt in witz und verstantnuͤsse und git in | |
| wol niuzzet. den richtum tailt unser herre got gelich sinen chinden. sa ze stunde so si geborn werdent, so git er | |
| han eu diu milich ze trinchen gegeben alsam den wenigen chinden, wan ir noch werltlich sit und der grozzen gebot niht | |
| wuͤrde.’ do sprach Andreas, sant Peters bruder: ‘hie ist ein chint, daz hat fuͤmf brot girstiniu und zwen visch’. daz chint | |
| chint, daz hat fuͤmf brot girstiniu und zwen visch’. daz chint daz diu fuͤmf brot und die zwen visch trukch, daz | |
| ist daz juͤdisch liut. daz selb liut daz ist ein chint geheizzen, wan elliu sein andaht und elliu sein gird diu | |
| sein gird diu ist chintlich. diu fuͤmf brot diu daz chint truch, daz sint diu fuͤmf buch diu Moyses da geschriben | |
| iz mit den werchen erfuͤllen. die zwen visch die daz chint truch, die bezaichent auch mer, si bezaichent den chuͤnich und | |
| waren fuͤmf tausent manne ane diu wip und an diu chint. die fuͤmfzal die beduͤtent die fuͤmf sinne unsers libes, daz | |
| sein guͤt merchen und im also willichlichen dinen sam diu chint ir liben vater tunt. der lieb vater der hat den | |
| er dar auf und reit ze Jerusalem. do chomen diu chint und diu einvaltig $t menig und enpfingen in mit lob | |
| rechten werchen ilent. nu schuͤln wir tůn alsam diu reinen chint, alsam die einvaltige menig und schuͤln auz gen gegen im | |
| herren und schuͤln singen daz hilig gesanch daz diu reinen chint und diu einvaltig menige sanch, und schuͤln unser plumen im | |
| diu wirt eu verwandelt ze grozzer froͤude. so daz wip chint gewinnen schol, so ist si unfro; so si dann chint | |
| chint gewinnen schol, so ist si unfro; so si dann chint gewinnet, so vergisset si des laides daz si da von | |
| si da von erliten hat durch die fræud daz daz chint geborn ist. also muͤzzet ir auch unfræud $t haben. ich | |
| genunch habent, daz si schoͤniu wip habent, daz si schoͤniu chint habent, daz si undertan genunch habent. si froͤuent sich auch | |
| gebern schol, so hat si unfroͤud; so si denne daz chint gebirt, so gedenchet si nicht der unsenft die si da | |
| si da vor hat gehabt durch die fræude daz daz chint geborn ist.’ daz wip diu da unfro ist, so si | |
| geborn ist.’ daz wip diu da unfro ist, so si chint gewinnet, diu bezaichent die hiligen christenheit diu nůr aribeit und | |
| nůr aribeit und unfroͤud hat und achtsal hat an ir chinden, den sæligen die hie in diser werlt von den æchtærn | |
| diu hilig christenheit diu hat manig truͤbsal von des tiufels chinden die si irrent, daz si dem almæchtigen got icht chind | |
| chinden die si irrent, daz si dem almæchtigen got icht chind geber. iedoch gewinnet si tæglich diu chint mit guten werchen, | |
| almæchtigen got icht chind geber. iedoch gewinnet si tæglich diu chint mit guten werchen, mit der bredige, mit der hiligen tauffe, | |
| sein hilf erwerve. swenn si mit grozzen ariweiten so getaniu chint gewinnet und si nach disem leib die himlischen genad enphæhet | |
| ze mir nicht, diu tuͤr ist gespert und sint mineu chint bei mir in dem gadem; ich mag nicht auf chumen, | |
| dehainen zorn her ze mir; mein tuͤr ist gespirret, miniu chint sint pei mir in dem gadem, ich enmag nicht auf | |
| offen, so man uns daz hilig gotes wort predigt. diu chint diu in der chemnaten sint, daz sint die hiligen poten | |
| vleischlichen vater pitet eins brotes, git der vater danne sinem chind einen stein?’ daz brot bezaichent diu hiligen minne. also daz | |
| hertz in der hert deheins unrechtes nicht beliben. ‘ob daz chint ze sinem vater eins visches gert, geit im der vater | |
| slang widerwærtikch, wan er den ersten menschen betroug. ‘ob daz chint ze sinem vater eins eies gert, git der vater dem | |
| ze sinem vater eins eies gert, git der vater dem chint ein scorpen?’ der man hat daz ei in siner hant | |
| wort unsers herren. er spricht: ‘ob ir uͤbeliu læut euren chinden gutiu dinch gebet, war umb wervet ir nicht mit vleizze, | |
| alz ein gůt vater der an sinen jungisten ziten siniu chint ze samene ladet und in diu gebot und diu lere git | |
| waz ein hilich man, dem sant sein phaffe pei einem chinde daz eiter und wolt im vergeben haben, daz er nach | |
| haben, daz er nach im pischof wær worden. do daz chint dem pischof daz eiter zů truch, do hiez der pischof | |
| pischof daz eiter zů truch, do hiez der pischof daz chint trinchen. do entorst daz chint nicht gemelden waz ez dar | |
| do hiez der pischof daz chint trinchen. do entorst daz chint nicht gemelden waz ez dar het getragen und wolt getrunchen | |
| dem andern mol vier tausent mann an wip und an chint von siben broten und von luͤtzel vischen. also ir nu | |
| da azzen, der waren vier tausent an wip und an chint. Nu schuͤln wir iz merchen und schuͤln den almæchtigen got | |
| und werffent uns ze der erden, uns selber und unseriu chint, und lazzent einen stein ob dem andern nicht. wær wir | |
| si werffent si zu der erde, si selben und ir chint. diu arm sel diu des want daz daz vleisch mit | |
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