Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kint stN. (2246 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| der selben zît/ jæhe unde jehende wære,/ daz si daz kint gebære,/ daz ir junchêrre solte sîn./ diu sælege marschalkîn,/ diu | |
| lîp/ ze clage und rehte alse ein wîp,/ diu eines kindes sol genesen./ si hiez ir kamere unde ir wesen/ stellen | |
| dinc gestellet hât/ ze sus getâner arbeit./ sus wart daz kint zuo zir geleit/ vil tougenlîche unde alsô,/ daz ez vil | |
| triuwe pflac/ unz an ir beider endetac./ daz selbe süeze kint truoc ir/ als süezelîche kindes gir,/ als ein kint sîner | |
| beider endetac./ daz selbe süeze kint truoc ir/ als süezelîche kindes gir,/ als ein kint sîner muoter sol;/ und was daz | |
| süeze kint truoc ir/ als süezelîche kindes gir,/ als ein kint sîner muoter sol;/ und was daz billîch unde wol:/ si | |
| von opfer gangen/ mit schœnem ingesinde,/ dô was dem cleinen kinde/ der heilege touf bereit,/ durch daz ez sîne cristenheit/ in | |
| nâch sînen dingen wære./ hier under sô betrahte er/ des kindes dinc von ende her,/ reht alse er hæte vernomen,/ wie | |
| triure/ ir gernder wille an ime ergie,/ wie si diz kint mit triure enpfie,/ mit welher triure siz gewan,/ sô nenne | |
| heizet triste triure/ und von der âventiure/ sô wart daz kint Tristan genant,/ //Tristan getoufet al zehant./ von triste Tristan was | |
| liste Foitenant/ daz hieze sagen ze mære,/ daz Tristan daz kint wære/ von der gebürteclîchen nôt/ in sîner tôten muoter tôt,/ | |
| ez umbe daz:/ er vorhte Morgânes haz;/ ob er daz kint dâ wiste,/ daz er ez sô mit liste/ sô mit | |
| an ime entarpte./ durch daz nam der getriuwe man/ ze kinde sich den weisen an/ und zôch ez alsô schône,/ daz | |
| daz verdiente er an dem weisen wol./ //Nu daz daz kint getoufet wart,/ nâch cristenlîchem site bewart,/ diu tugende rîche marschalkîn/ | |
| buoche mêre/ gelernete in sô kurzer zît/ dan ie kein kint ê oder sît./ //Under disen zwein lernungen/ der buoche unde | |
| in den zîten unde dô/ in allem dem rîche/ nie kint sô tugentlîche/ gelebete alse Tristan./ al diu werlt diu truogin | |
| und wart des mæres alsô vil,/ biz zwei des marschalkes kint/ (wan kint der dinge vlîzec sint)/ under in zwein wurden | |
| des mæres alsô vil,/ biz zwei des marschalkes kint/ (wan kint der dinge vlîzec sint)/ under in zwein wurden in ein,/ | |
| aller der dekeinem/ von lande oder von gesinde./ sîner eigenen kinde/ was er sô vlîzec niht sô sîn./ dar an tet | |
| wider alse ein wint:/ si nam des wunder, daz ein kint/ sô manege sprâche kunde;/ die vluzzen ime ze munde,/ daz | |
| erscheinen,/ daz al daz kielgesinde/ von ime und von dem kinde/ unmuotic wart und sêre unvrô./ //Curvenâlen satzten si dô/ in | |
| ir gemeinem leide/ und al ir ingesinde/ nâch ir verlornem kinde/ weinen ûf des meres stat./ manec zunge dâ mit triuwen | |
| der ellende? jâ,/ dâ saz er unde weinde aldâ;/ wan kint kunnen anders niht/ niwan weinen, alse in iht geschiht./ der | |
| getaget unde gejâret,/ gebartet unde gehâret,/ alsô diu wâren gotes kint/ und wallære dicke sint./ die selben wallenden man/ die truogen | |
| sîner craft!’/ //Aber sprâchen ime die zwêne zuo:/ ‘vil liebez kint, wannen bist duo/ oder wer hât dich dâ her brâht?’/ | |
| bat,/ daz sin mit in dar liezen gân./ ‘vil liebez kint, daz sî getân’,/ sprâchen die wallenden man/ ‘wil dû dâ | |
| ‘â hêrre got der guote,/ wer oder wannen ist diz kint,/ des site sô rehte schœne sint?’/ sus giengen sin betrahtende/ | |
| diz sint mîne kunden./ gebietet mir, ze den wil ich.’/ ‘kint’ sprâchen si ‘got segene dich;/ ze sælden müezest dû gevarn!’/ | |
| er sach in an und sprach im zuo:/ ‘wie wiltû, kint, daz ich im tuo?/ hie ze lande enist kein ander | |
| daz ander dâ bî:/ diz ist in disem lande site./ kint, kanstû ihtes iht dâ mite?’/ ‘jâ meister’ sprach er wider | |
| gehôrtin ouch genennen nie/ von kunden noch von gesten./ trût kint, waz ist enbesten?/ als guot dû sîs, nu zeige mirz:/ | |
| tuo!/ wol her, bistû ze cranc derzuo,/ trût geselle, liebez kint,/ ich selbe und die hie mit mir sint,/ wir helfen | |
| ir unde iur massenîe/ und machet die furkîe!’/ ‘furkîe? trût kint, waz ist daz?/ dû nennest mir vor, ine weiz waz./ | |
| wier iu gevalle.’/ ‘â hêrre!’ sprâchens alle/ ‘waz seistû, sæligez kint?/ wir sehen wol, dise liste sint/ bracken unde hunden/ ze | |
| die knehte/ die nam aber dô wunder,/ daz in daz kint besunder/ und mit bescheidenheite/ sô manc jagereht vür leite/ und | |
| vil wiste/ von sus getânem liste./ ‘sich’ sprâchen si ‘sæligez kint:/ diu wunderlîchen underbint,/ diu dûns vür zelst und hâst gezalt,/ | |
| er aber began/ sîn âventiure vinden./ sîn rede diun was kinden/ niht gelîch noch sus noch sô./ vil sinneclîche sprach er | |
| mîn dinc vernomen./ ine weiz, wiez iu gevalle.’/ ‘â trût kint’ sprâchens alle/ ‘ez was an dir ein edeler muot./ unkünde | |
| lant/ von gote, dâ ie kein marschant/ erzôch sô tugentlîchez kint!/ alle die künege, die nu sint/ dien erzügen alle ein | |
| alle die künege, die nu sint/ dien erzügen alle ein kint niht baz./ nu liebez kint, nu sage uns daz:/ dîn | |
| sint/ dien erzügen alle ein kint niht baz./ nu liebez kint, nu sage uns daz:/ dîn höfscher vater wie nante er | |
| jener sô./ ir kurzewîle diu was dô/ niwan mit disem kinde./ sus vrâgete daz gesinde,/ swes iegelîchen dô gezam./ //In kurzen | |
| saut, Tintajêl/ und allez dîn gesinde!’/ ‘â wol dir süezem kinde!’/ sprâchen sîne geverten dô/ ‘wis iemer sælic unde vrô/ und | |
| ez iuch reht/ und ob ez iu gevalle.’/ ‘jâ trût kint’, sprâchens alle/ ‘swie sô dû wilt, als wellen wir.’/ ‘diz | |
| die hie mit mir sint.’/ ‘â bon eure’ sprach daz kint/ ‘mit guote, daz lât alsô sîn.’/ ein cleine hellez hornelîn/ | |
| der wol gemuote/ und al sîn ingesinde/ die danketen dem kinde/ vil tugentlîchen unde wol,/ als man dem tugenthaften sol./ ‘â!’ | |
| süeze âventiure/ sô süezer crêatiure!’/ //Der künec der nam des kindes war;/ den jeger den besande er dar:/ ‘sag an’, sprach | |
| besande er dar:/ ‘sag an’, sprach er ‘wer ist diz kint,/ des wort sô wol besniten sint?’/ ‘â hêrre, ez ist | |
| sô wunderlîchen cûrtois/ und alsô rehte tugentsam,/ daz ichz an kinde nie vernam,/ und giht, er heize Tristan/ und sî sîn | |
| des nam der künec vil guote war/ und hiez dem kinde ruofen dar,/ die jeger ze herbergen varn,/ ir ambet unde | |
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