Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kint stN. (2246 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| der erde nider./ //Daz junge hovegesinde/ daz lief engegen dem kinde/ und condewierte ez schône/ under armen vür die crône./ ouch | |
| besunder unde gebôt/ al dem hovegesinde,/ daz si dem vremedem kinde/ guot unde genædic wæren/ und daz sim êre bæren/ mit | |
| niht næme war,/ unz er den leich volante./ gein dem kinde er sich dô wante:/ ‘waz weistû’ sprach er ‘liebez kint,/ | |
| kinde er sich dô wante:/ ‘waz weistû’ sprach er ‘liebez kint,/ von wannen dise noten sint?/ kanstû ihtes iht hier an?’/ | |
| sprach dort und dirre hie:/ ‘â waz ist diz von kinde?/ waz hân wir zuo gesinde/ ez ist allez umbe den | |
| zuo gesinde/ ez ist allez umbe den wint,/ elliu diu kint, diu nu sint,/ wider unserm Tristande!’/ //Tristan dô der verande/ | |
| ich kan.’/ ‘seht’ sprach daz gesinde/ ‘got der hât disem kinde/ ûf rehte wunneclîchez leben/ sîner genâden vil gegeben!’/ //Marke der | |
| sprach der/ ‘elliu diu werlt diu hœre her:/ ein vierzehenjærec kint/ kan al die liste, die nu sint!’/ //Der künec sprach: | |
| ze hove ein trût gesinde./ ezn gesach nie man von kinde/ die sælde, die man an im sach:/ swaz er getet, | |
| sehen, ob ich in vinde.’/ ‘nu gewîse iuch nâch dem kinde,/ der al der werlde hât gewalt!’/ ‘genâde!’ sprach aber dô | |
| er ‘saget mir/ durch iuwer güete, wizzet ir,/ ob ein kint hie ze hove sî -/ man seit, ez wone dem | |
| wone dem künege bî/ und ist daz Tristan genant.’/ ‘ein kint?’ sprach jener al zehant/ ‘ine sage iu niht von kinde:/ | |
| kint?’ sprach jener al zehant/ ‘ine sage iu niht von kinde:/ ein knappe ist hie gesinde,/ der sol schiere nemen swert/ | |
| in lachend an/ und kuste den getriuwen man,/ als ein kint sînen vater sol;/ daz was vil billîch unde wol:/ er | |
| billîch unde wol:/ er was sîn vater und er sîn kint./ alle die vetere, die nu sint/ oder die vor uns | |
| oder die vor uns wurden ie,/ dien getâten alle ir kinde nie/ vaterlîcher danne ouch er im tete./ jâ Tristan der | |
| kieset sîne tugende an:/ wie kunde ein werbender man/ sîn kint sô schône erzogen hân,/ ezn müeze ûz edelem herzen gân?’/ | |
| ‘Tristan, der hie stât./ und zwâre, hêrre, ich hân noch kint,/ diu mîn von gotes halben sint,/ und gan den guotes | |
| und gan den guotes alse wol,/ als kein man sînen kinden sol:/ drî süne, wær ich gewesen bî in,/ daz eteslîcher | |
| ir die nôt durch in erliten,/ iuwer wîp und iuwer kint vermiten,/ als ir dâ jehet, sô lange vrist,/ sît daz | |
| wol bescheinete,/ wan er saz unde weinete,/ als er ein kint wære./ ouch begunde von dem mære/ den anderen allen/ ir | |
| trûreclîchem muote/ und seite dem gesinde/ von dem vil armen kinde,/ wie starke er des hiez nemen war,/ dô ez diu | |
| ê seite,/ daz si sich in leite,/ als ein wîp kindes inne lît,/ und daz si nâch der selben zît/ der | |
| der selben zît/ der werlde jehende wære,/ daz si daz kint gebære;/ wie si mit ime ze kirchen gie,/ und wie | |
| begie,/ als ir wol habet gehœret wie,/ an ir beider kinde:/ daz was dem ingesinde/ diu meiste triuwe, die kein man/ | |
| und stumpfe sinne triegent,/ die golt von swachen sachen/ den kinden kunnen machen/ und ûz der bühsen giezen/ stoubîne mergriezen:/ die | |
| waz vröude ir herze hæte/ wider ir hêrren unde ir kint,/ daz kint, des disiu mære sint,/ (ir sun Tristanden den | |
| ir herze hæte/ wider ir hêrren unde ir kint,/ daz kint, des disiu mære sint,/ (ir sun Tristanden den mein ich)/ | |
| wol,/ als ein wîp allerbeste sol;/ wan si schuof ir kinde/ und sînem ingesinde/ al die êre und daz gemach,/ daz | |
| vruo/ als inneclîchen willen zuo,/ als ob si wæren sîniu kint./ nu daz si ritter worden sint/ und zwelf gesellen mit | |
| ouch sîne süne hie bî/ und mit im ander sîniu kint;/ die aber sîn erben vürbaz sint,/ die haben alle reht | |
| dekeinez nie/ mit solhem jâmer enpfie./ //Nu Rûal unde sîniu kint/ belêhent unde gerbet sint/ von ir hêrren Tristandes hant,/ //Tristan | |
| sîner hant/ //Curnewal und Engelant./ dô was aber Marke ein kint,/ als kint ze wer unveste sint,/ und kam alsô von | |
| //Curnewal und Engelant./ dô was aber Marke ein kint,/ als kint ze wer unveste sint,/ und kam alsô von sîner craft/ | |
| ouch ze lôze/ ze sîner gegenwürte,/ welher im antwürte/ sîn kint, daz dienestbære/ und an dem lîbe wære/ sô schœne und | |
| vernomen./ die edelen lantgenôze/ die giengen dâ ze lôze/ ir kinden zeinem valle./ sus vant si Tristan alle/ kniuwende unde an | |
| der guote/ beschirmete unde behuote/ sîn edelkeit und ouch sîn kint./ nus alle an ir gebete sint,/ //Tristan kam zuo gegangen./ | |
| dort gotes lôn, hie êre./ jâ suln vetere vür ir kint,/ wan si mit in ein leben sint,/ ir leben geben: | |
| mit gote./ ez ist gar wider gotes gebote,/ der sîner kinde vrîheit/ der eigenschefte vür leit,/ daz er si ze schalken | |
| künegen ebengrôz/ und aller keisere genôz,/ und wellet iuwer edelen kint,/ diu iu gelîche edele sint,/ versellen und versachen/ und ze | |
| doch dekeinen nie/ under uns vinden, ern wolt ie/ sîn kint vür eigen gerner geben,/ dan er verlür sîn selbes leben/ | |
| der man sich minre hât versehen;/ und dirre hêrren edeliu kint,/ diu dâ ze schalken worden sint,/ diu möhten noch wol | |
| hie ze gegenwürte sint/ mit mir ze redene umbe ir kint,/ bescheidet mich der mære baz:/ ist iuwer aller wille daz/ | |
| gegeben,/ ezn giengim niuwan an daz leben,/ biz maneger muoter kint dâ van/ unschuldeclîche schaden gewan;/ und was daz allez âne | |
| gevaren wære/ hin wider Salerne durch genesen,/ wærer ir aller kint gewesen,/ sîn leit enwære in allen nie/ nâher gegangen, danne | |
| was der küniginne/ meister unde gesinde/ und hæte si von kinde/ gewitzeget sêre/ an maneger guoten lêre,/ mit manegem vremedem liste,/ | |
| und von der disiu mære sint:/ diu was ir einegez kint,/ und hæte alle ir vlîzekeit/ sît des tages an si | |
| wider alse ein wint./ diu liehte Îsôt daz ist ein kint/ von gebærden und von lîbe,/ daz kint noch maget von | |
| daz ist ein kint/ von gebærden und von lîbe,/ daz kint noch maget von wîbe/ als lustic unde als ûz erkorn/ | |
| diu von ir lobe geschriben sint,/ //Aurôren tohter unde ir kint,/ //Tyntarides diu mære,/ daz an ir eine wære/ aller wîbe | |
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