Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heilec Adj. (2302 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| bi ein tore durch <FOLIO>(57#’v)</FOLIO> die gottes liebi, wan reinú heligú einvaltekeit ist ein můter der waren gottes wisheit. Was hilfet, das | |
| himmel</KAP> <VERS><ZG>Die richeit zergenglicher dingen ist ein ungetrúwe gast,/ das heilige armuͤte bringet vor gotte túren last.</ZG>/ <ZG>Die italkeit gedenket nit | |
| volleleren.</ZG>/ <ZG>Der zorn bringet in die sele grosse vinsternisse,/ dú heilige sanftmuͤtekeit hat alle gnade gewisse.</ZG>/ <ZG>Dú hochfart wil ie dú | |
| ie einen suͤssen grunt.</ZG>/ <ZG>Dú tragheit versumet richen schatz,/ der heilige vlis sůchet nit ze sere sin gemach.</ZG>/ <ZG>Dú untrúwe git | |
| funt.</ZG>/ <ZG>Dú ungetrúwú fare wonet dem hasse vil nahe,/ dú helige barmherzekeit sol alleine mit gotte gestan.</ZG>/ <ZG>Dú lugin ist ussen | |
| heisse sunnen diner lebendiger gotheit und den milten toͮwe dines heligen geistes, das ich verklage min herzeleit. Herre, din ewig rich | |
| lichamen verlieren.» $t In disen worten sach ich in der heligen drivaltekeit dise glosen: Swenne wir gottes lichamen enpfan, so vereinet | |
| gottes menscheit mit únserm grúwelichen lichame, und so machet der helig geist sine wonunge in únserme geloͮben. Dise selig einunge soͤllen | |
| gottes brut, die gerůwet hat in der besclossenen triskameren der heligen gantzen drivaltekeit: «Eya, stant uf und gant von mir, alle | |
| in wol, wenne wir wellen gan in die blůmen der heligen bekantnisse, und ich bitte in vil gerne, das er mir | |
| das er mir ufscliesse die spilenden vlůt, die in der heligen drivaltekeit swebet, da die sele alleine von lebet. Sol ich | |
| wasser der vroͤlichen $t menscheit und die suͤsse lust des heligen geistes, der us in beiden ist komen, der hat mir | |
| bewarn.» Do underwant sich dise kamererinne ir vroͮwen mit so heliger lidunge und so vroͤlicher beitunge, das ich lebte sunder kumber. | |
| din licham von minen pinen gelitten hat.» Dis sprach der heilig geist: «Gedenk, was du geschriben hast.» Do antwúrten beide sele | |
| mines lichamen die kraft des heiligen geistes. <KAP><N>XIV</N>. Von der heligen drivaltekeit, von der geburt und von dem namen Jhesu_Christi und | |
| waren si bekant und mit underscheide angesehen von allen <FOLIO>(63#’r)</FOLIO> heligen engeln an ir gantzheit und an irem namen und wie | |
| das er úns gruͤsset hie mit bekantheit $t und mit heliger innekeit, als verre wir sint mit heligen tugenden und mit | |
| $t und mit heliger innekeit, als verre wir sint mit heligen tugenden und mit warer unschult bereit. Swenne ich das gedenke, | |
| wirdekeit. Aber der engel ist etlicher masse gebildet na der heligen drivaltekeit, doch ist er ein luter geist. Dú sele ist | |
| Mere die fúrsten und die dienstherren, $t das sint die heligen engel, die hat der wirt vor sinen oͮgen. Aller der | |
| die, die dich bekennent?» «Si sint gentzlich verbrant in der heligen drivaltekeit, si wonent nit in in selber. Dise seligen moͤgent | |
| snoͤder und unseliger si sich selben dunkent.» «Warumbe?» $t «Ie heliger minne, ie grosser angst, <FOLIO>(64#’v)</FOLIO> und ie maniger trost, ie | |
| herzeliep, das ist alles under wegen bliben -, das ander ein helig ende; dar zů vroͤwe ich mich also sere, das | |
| siner můter, der gottes menscheit, so ist sin materie der heilige geist, der sine súntliche nature in allen dingen vertilget. Dis | |
| wirt gespiset von des suͤssen honiges trank. Dirre zagel ist heiliger lúten ende, den si mit gůten werken und mit steten | |
| in die gnade sunder arbeit uf den schoͤnesten boͮm der heligen gotheit; da behalset si den hoͤhesten stammen und wirt selber | |
| si den hoͤhesten stammen und wirt selber umbehalset von der heligen drivaltekeit. Dis tier hat oͮch zwoͤi scharpfú horn, da mitte | |
| die túfel mit gottes wisheit von dir und lebest in heliger luterkeit von allen súnden vri. Dis tier hat zwoͤi schoͤnú | |
| allen sprachen! Was sol der valschen heligen werden, die mit heliger lúte gabe valschlich iren súndigen lip generent und bewisent sich | |
| tragent. Vollekomener lúte vride und ir nútze sitten und ir helige lere, der ahtot man bi ireme libe leidor alze klein; | |
| oͮch nit, es werde von des meres únden tot geschlagen. Heiliger lúte leben das sint alles fritage, wan si vastent alles | |
| eren habent. Wie edel ein cleinoͤt das si, das ein helig licham minnen vol und súnden si vri, das wiset úns | |
| waren zeichen an in vinden. Got hat úns an sinen heligen vrúnden manig nútze kleinoͤt gegeben; loben wir in nút darumbe, | |
| erlegen in dem wege. Das dritte, das er inen mit heliger wisheit das bilde gap, das si da zů dur got | |
| swenne Dominicus lachete, so lachete er mit warer suͤssekeit des heligen geistes. So er aber weinote, so weinite er mit so | |
| vor minen oͮgen und da zů mit aller maht die heligen cristanheit.» Das einig lachen sunder italkeit nit mag boͤse sin, | |
| helikeit irs lebens, das ander ist der grosse nutz der heligen cristanheit. Dar zů gruͤssent si min <FOLIO>(68#’v)</FOLIO> helige drivaltekeit mit | |
| nutz der heligen cristanheit. Dar zů gruͤssent si min <FOLIO>(68#’v)</FOLIO> helige drivaltekeit mit siben dingen; die sprechent alsus: crefteklichen súfzen, herzeklichen | |
| rehter losunge, mit minnenklicher troͤstunge, $t mit frúntlicher helfe, mit heligem bilde; und oͮch sint si ein heilsam bant des heligen | |
| heligem bilde; und oͮch sint si ein heilsam bant des heligen cristan geloͮben.» Mere sprach únser herzelieber herre alsus: «Ir almůsen, | |
| si gebent den armen dur min liebin, die ist also helig, das der armen lúten súnde geminret werdent, die si enpfant, | |
| geprediet, messe gesungen und den lúten hette gegeben únsers herren heligen lichamen; und do er alle sin pfliht hatte vollebraht, do | |
| hin gevarn, da nach edel als si in dem orden helig waren. Sant Dominicus brahte brůder Heinrich ze gegene ein lúhtende crone, | |
| gab er im von gotte ze lone, das er sinem heligen bilde hat gevolget in der predier orden. Sant Dominicus ist | |
| es alles klar, und ie ze siben stunden koment die heligen engel zů dem lichamen mit lobelichem sange, der lutet alsus: | |
| engel zů dem lichamen mit lobelichem sange, der lutet alsus: Helig, luter, einvaltig, wise, gotte von herzen liep. Suͤsser wise hat | |
| Sin edel ansehen, da er si mitte enpfahet, und sin heliger gegenblik, den si von im enpfahet, hat so grosse kraft | |
| mit siner almehtigen menscheit, $t er zieret si mit sines heligen geistes miltekeit, er lonet in oͮch ane ende mit siner | |
| bekleidet mit den tugenden und gezieret und durvlossen mit der heligen gottes minne, also sin wir iezen da allen seligen offenbar, und | |
| gewaltiger und armer von irdenscher notdurft und fúriger von dem heligen geiste dur die ellendige not, die der heiligen cristanheit denne | |
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