Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
heilec Adj. (2302 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| wan ir sele bleip ungewunt. Salomon und David enpfiengen den heligen geist in iren mensclichen sinnen; do sich aber die sinne | |
| minnenden sele ire ger vollewern./ Darumbe ie hoher minne, ie heliger marterer.»</ZG>/ <ZG>«O herre, du schonest alze sere mines pfůligen kerkers,/ | |
| machen dir da ein bette von dem lustlichen grase der heligen bekantheit;/ und dú liehte sunne miner ewigen gotheit/ beschinet dich | |
| erzoͤget,/ und da neige ich dir den hoͤhsten boͮm miner heligen drivaltekeit./ So brichestu denne die gruͤnen, wissen, roten oͤppfel miner | |
| miner saffigen menscheit/ und so beschirmet dich der schatte mines heligen geistes/ vor aller irdenscher trurekeit;/ so kanstu nit gedenken an | |
| nit enpfan die offenbarunge miner gnaden, wan die vlůt mines heligen geistes vlússet von nature ze tal. Man vindet manigen wisen | |
| ist mir vor inen ein gros ere und sterket die heligen cristanheit an in vil sere, das der ungelerte munt die | |
| sere, das der ungelerte munt die gelerte zungen von minem heligen geiste leret.» «Eya herre, ich súfzen und gere und bitte | |
| lan, wellent si die hoͤhsten ere mit Jhesu enpfan. Ein helige vare muͤssen wir uf úns selber ze allen stunden tragen, | |
| Sante Marie súnden mohte und wie nút, das leret der helig geist <N>V</N>. Wie dú sele klaget, das si enkeine messe | |
| sich besseren und bekerent. Die koͤre sint so kleinlich und helig und notlich, das an kúscheit und minne und verzihunge $t | |
| aller dingen nieman dar in kumet, wan si waren alle helig, die da usvielen, und da nach muͤssent si wesen helig, | |
| helig, die da usvielen, und da nach muͤssent si wesen helig, die wider in koment. Alle westerbaren <FOLIO>(34#’r)</FOLIO> und kint von | |
| spiegel der gotheit, das bilde der menscheit, das lieht des heligen geistes und bekennet, wie die drie ein got sint und | |
| in Seraphin, da obe muͤssent si alle menschen sin. Die heligen martirere und gottes brediere und geistliche minnere koment in die | |
| zwoei brinnendú liehter, dú bezeichenent die ware minne und das helige bilde und die getrúwe meinunge binnen. Die lene der stuͤle | |
| geselleschaft, wan er selber ein predier was, und danken dem heligen geiste umb sine gnade, wan er ein meister ist aller | |
| ist aller gaben. Do soͤllent die gottes predier und die heligen martirer und die minnenden megde sich uf heben, wand <FOLIO>(35#’r)</FOLIO> | |
| Sust gat diser drier seligen schar us spilende fúr die heligen drivaltekeit in einem suͤssen reien. So flússet inen engegen us | |
| sinnen, so nim ich vil gerne, das si mir die helige masse bringe.» «Hoͤr mich, liep gespile! Ich was vroͤliche wantrunken | |
| des sunes arbeit denne ich erliden mag, und úber des heligen geistes trost denne mir geschehen mag.» Swer mit dirre not | |
| Sante Maria súnden mohte und wie nit, das leret der helig geist</KAP> O Maria, erlichú keyserinne, gottes můter und vroͮwe min! | |
| were uf disem súndigen ertrich. Nu hat mich berihtet der helig geist, der, vroͮwe, alle din heimlicheit volweis, also das du | |
| dine kintheit mit der vordahtekeit siner alten erwelunge und der helig geist bant din jugent mit der erfúllede siner núwen liebi | |
| das dinú kúscheit nie wart beruͤret, und dú kraft der heligen drivaltekeit hatte din nature also bedruket, das si sich vor | |
| muͤterlich. Aber froͮwe, in des vatter botschaft und in des heligen geistes enpfengnisse und in des sunes <FOLIO>(38#’v)</FOLIO> bort was, vroͮwe, | |
| was, vroͮwe, das fúr der gotheit und das lieht des heligen geistes und dú wisheit des sunes also gros an dir, | |
| das nieman din zit vor mir liset noch nieman dines heligen anbahtes der messe vor mir pfliget!» Do sprach der minnekliche | |
| an allen stetten und irdensche girheit verdilgget an úns das helige gottes wort und der boͤse krieg von můtwillen wúrket an úns | |
| schedli<FOLIO>(39#’v)</FOLIO>chen mort und vientschaft des herzen vertribet von úns den heligen geist und zornig gemuͤte benimet úns gottes heimlicheit und dú | |
| úns goͤnnen, so beroͮbent si úns der siben gaben des heligen geistes und si verloͤschent úns das ware lieht der waren | |
| der waren gottes lieben. Si verblendent úns oͮch dú oͮgen der heligen bekantnisse und leitent úns verblendet in die siben hoͮbtsúnde. War | |
| sun was glich dem vatter an unzellicher wisheit und der helig geist in beden glich an voller miltekeit. Do spilte der | |
| geist in beden glich an voller miltekeit. Do spilte der helig geist dem vatter ein spil mit grosser miltekeit und schlůg | |
| vatter ein spil mit grosser miltekeit und schlůg uf die heligen drivaltekeit $t und sprach im zů: «Herre, lieber vatter, ich | |
| engel val vermitten, der mensch muͤste doch geschaffen wesen. Der helig geist teilte mit den engeln sine miltekeit, das si úns | |
| erste gat es <FOLIO>(40#’v)</FOLIO> an ein minnen.» Do sprach der helig geist zů dem vatter: «Ja lieber vatter, die brut wil | |
| dingen in grosser helikeit vroͤlichen beginnen.» Do neigte sich dú helige drivaltekeit nach der schoͤpfunge $t aller dingen und mahte úns | |
| also das er hette in volkomner minne ware bekantnisse und helige sinne, und das er gebieten mohte allen irdenschen creaturen; das | |
| gekleidet mit engelscher wete. Irú kint solten si gewinnen in heliger minne, als dú sunne spilende in das wasser schinet und | |
| libe als es úns noch an schinet. Hette úns dú helige drivaltekeit alsust egesclich geschaffen, so enmoͤhten wir úns von siner | |
| dir mine engel ane ende dienen. Ich wil dir minen heligen geist ze einem kamerer geben, das du dich unwissende in | |
| zorn.» Do hůp sich aber ein hoher rat in der heligen drivaltekeit. Do sprach der ewige vatter: «Mich rúwet min arbeit, | |
| ewige vatter: «Mich rúwet min arbeit, wan ich hatte miner heligen drivaltekeit $t ein also lobelich brut gegeben, das die hoͤhsten | |
| des menschen schulde mit menschlichem tode vergelten.»<FOLIO>(41#’v)</FOLIO> Do sprach der helig geist zů dem vatter: «O almehtiger got, wir wellen ein | |
| grosser minne zů ir beider willen und sprach zů dem heligen geiste: «Du solt min lieht vor minem lieben sun tragen | |
| verraten in der sufzunge na gotte. Sie wirt verkoͮffet im heligen jamer nach siner liebi. Sie wirt gesůchet mit der schar | |
| si kússet mit suͤsser einunge. Si wirt angegriffen mit manigem heligen gedanke, wie si ir fleisch getoͤde, das si nit wenke. | |
| getoͤde, das si nit wenke. Si wirt gebunden mit des heligen geistes gewalt und ir wunne wirt vil manigvalt. Si wirt | |
| uf das hoͤhste ze sinem lobe. Si wirt verspottet mit heliger italkeit, wenne si so verre in got verdoiet, das si | |
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