Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| INPERII [...] Is daz ein menſci diz andiri totit bin diſimi wiepbildi hie zu Mulihuiſin^. wirt he bigriphen an dir vriſchin | |
| ſienis naciburis^. wandi wie alli naciburi heizin, die hie in dirri ſtat ſin zu Mulihuſin^. ſo in=ſal in in deimi huis | |
| zu^. ſuilichir dan alſo vieli biwiſi mac rechtis eiginis ien dieſimi wiepbildi daz vunf marci wert is^. die in=ſal zu rechti | |
| zu rechti noch in=darph nicheinin burgin ſezzi^. In=mac he dan dieſis wiepbildis nicht biwieſi^. ſo muz he ſelbi burgi ſie edir | |
| dicheinis ſinis naciburis, wan wi alli naciburi heizin, die in dirri ſtad hie zu Mulihuſin ſien^. da in=ſal in niemin inne | |
| ſieni naciburi hoirin, wan wi alli naciburi heizin, di in dirri ſtad ſin, ſo ſal he dan nach mi richteri ſendi | |
| undi mit buſtrubitemi hairi^. Mit den vier ſachin ſal alliz diz giſcreigi miti volgi biz an den richteri, ſua ſu den | |
| he och givratit^. Von eimi gaſte^. Suilich gaſt heiri in diſi ſtad cumit^. undi ſprichit uf enin andirin gaſt vor mi | |
| Sua die werſchaph endi heit, wirt demi man bruch, die diz guit in giwalt undi giwerin heit^. is die ein bidirvi | |
| man weri, alſi da=vori biſcribin ſteit, daz ſelbi recht heit dit, daz ginicz heit, daz da=vori giſcribin ſteit^. Tetti he diſi | |
| dit, daz ginicz heit, daz da=vori giſcribin ſteit^. Tetti he diſi zuwo ſachchi an din richteri unde an di naciburi, ſo | |
| ſo ſal he in ani=grifi mit deimi ſelbin rechti, alſi dit erſti uf=haldin heit, alſi hie biſcribin is vori^. Wil abir | |
| eygin, hi=nach is giſcribin^. Suilich man heit recht eigin in dirri ſtad zu Mulhuſin^. undi daz in giwalt undi giwerin iar | |
| uz dan bihaldi mit ſinis enis hant uffi den heligin^. Dit ſelbi recht heit daz gut uff=in velde lit, daz in | |
| ſelbi recht heit daz gut uff=in velde lit, daz in dit gerecht horit^. Is abir daz alſo, daz die luiti ubir | |
| richteri noch nimine. Von vuregebitene^. Da biſezzini burgeri ſient in dirri ſtad, der in=ſal nichen demi andirin vuri=gibieti, den he biclagi | |
| recht alſi di erſtin^. unde di erſtin alſi di leziſti^. Dit ſelbi recht habin die vrowin, ab un die man ſterbin^. | |
| die man ſterbin^. daz hi din mannin biſcribin is^. an diſeme buchi. Hi vindit min vir eapht not^. Eapht noit^. daz | |
| zu vordirndi habin unde zu claginde umme corn daz zu dieſimi vuluri gihorit^. Suaz dan den ſcuzzin da bivolin wirt, da | |
| niemit^. wan daz al eini^. daz giniz heizit ein dubi undi dit ein roib^. Ubirſnitit och ein man din andirin an einir | |
| umi die ſculteizi volgi, ſua he un hine wiſit in diſimi girichti^. Wieſit he un dan in einis unſis burgeris hus | |
| mi richi di hulde unde din burgerin truwi unde wareit^. diſi ſtat zu bihaldini, ſo he ummir allirmeiſt can, mit ſinin | |
| nicheini gnade tu^. Is daz zueni biſezzini burgeri ſin in dirri ſtad, biclagit dir ein din andirin in emi andirin girichte, | |
| man drowit zu mortburnini mi andirin^. heri zu Mulhuſin in diſi ſtad^. ſuanne di man daz virnimit, daz umi gidrowit is, | |
| dan alſo, daz die vrowi giteilit habi mit din kindin. Dit ſelbi recht biſcribi wi dem man^. wan daz al eini daz | |
| sô hêrlîchen gât./ Er bringet niuwe$/ mære $s her in ditze lant./ die küenen Nibelunge $s sluoc des heldes hant,/ Schilbunc | |
| zehant,/ »von wannen ir, edel Sîvrit, $s sît komen in ditze lant,/ oder waz ir wellet werben $s ze Wormez an | |
| was ouch dar under $s von Metzen Ortwîn./ der sprach: »disiu suone $s diu ist mir harte leit./ iu hât der | |
| her,/ ich trûte wol erstrîten, $s daz der küene man/ diz starkez übermüeten $s von wâren schulden müese lân.«/ Daz zurnde | |
| er daz mære rehte ervant./ Dô die von Tenemarke $s ditze hôrten sagen,/ dô îlten si der friwende $s deste mêr | |
| Sîvrides hant./ nie sô manegen gîsel $s man brâht$’ in ditze lant,/ sô von sînen schulden $s nu kumt an den | |
| Guntheres sîn./ die bringet man mit vreuden $s her in ditze lant.«/ do erblüete ir liehtiu varwe, $s dô si diu | |
| getân./ Der künec von Tenemarke $s der sprach sâ zestunt:/ »diss vil hôhen gruozes $s lît maneger ungesunt/ (des ich vil | |
| dîne hant./ und kumt diu scœne Prünhilt $s her in ditze lant,/ sô wil ich dir ze wîbe $s mîne swester | |
| mîn gewant./ unt ist der starke Sîfrit $s komen in diz lant/ durch willen mîner minne, $s ez gât im an | |
| wie diu maget sprach:/ »sît willekomen, Sîfrit, $s her in diz lant./ waz meinet iuwer reise? $s gerne het ich daz | |
| sorgen began./ Er dâhte in sînem muote: $s »waz sol diz wesen?/ der tiuvel ûz der helle $s wie kund$’er dâ | |
| Mich müet daz harte sêre, $s daz ich kom in diz lant./ unt hete mîn bruoder Hagene $s sîn wâfen an | |
| daz vil schœne magedîn.«/ »Wir solden ungefangen $s wol rûmen diz lant«,/ sprach dô sîn bruoder Hagene, $s »unt heten wir | |
| niht ergên./ ich sol iu helfe bringen $s her in diz lant/ von ûz erwelten recken, $s die iu noch nie | |
| den sîden, $s die si dâ solden tragen./ iu %..enkunde diz vlîzen $s ze ende niemen gesagen./ Vil manigen gürtel spæhen, | |
| swuor iuwer hant:/ swenne daz vrou Prünhilt $s kœme in diz lant,/ ir gæbet mir iuwer swester. $s war sint die | |
| er hât uns nu vil lange $s lützel dienste getân.«/ Diz truoc si in ir herzen $s unt wart ouch wol | |
| lac.«/ nie gelebte Prünhilt $s deheinen leideren tac./ Si sprach: »diz golt vil edele $s daz wart mir verstoln/ und ist | |
| sêr./ die wellent zuo z$’iu rîten $s mit her in diz lant.«/ der künic begonde zürnen, $s do er diu mære | |
| Kriemhilde vant./ er sprach: »owê der reise $s her in ditze lant./ wer hât mich mînes kindes $s und iuch des | |
| die Sîfrides man:/ »ez möhte noch diu reise $s in diz lant ergân,/ sô wir den reht$’ erfunden, $s der uns | |
| der helt benomen/ unt daz im muose dienen $s allez ditze lant.«/ dô gie der kamerære, $s da er die slüzzele | |
| iu wol verjehen,/ von swannen si rîten $s her in ditze lant./ si sulen sîn vil vremde, $s ine hab$’ si | |
| künic zehant,/ »daz der von Bechelâren $s sî komen in ditz lant?«/ als der künic Gunther $s die rede vol gesprach,/ | |
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