Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| richeit die uff betten sin mag die findet man off dißemselben bette.’ ‘Ich han off bette gesehen’, sprach er, ‘das kein | |
| Artus nyrgent keinen ritter hatt, wolt er ein wil uff dißemselben bette ligen, er múst mit schanden darabe gan.’ ‘Darumb wil | |
| werde,/ daz ih ufe di himelischen berge/ mit samit ruwe nah diseme libe,/ also wir uon deme wisen dauide/ vil bescheideliche han | |
| uon suhtin,/ uon unreinen gedanken,/ uon den glundigen vanken,/ di diz fleisc hurliche intzundent,/ von tuvillichen schunden,/ von grozir becorunge,/ von | |
| uorchten./ nit ne la verwerden di uerworhten/ sine gebuzin in diseme libe./ hunger unde notdurft dv uertribe/ in der erden vnde | |
| gesihte zu gesihte/ bescowen dih selben/ in der himelischen selden./ Diz heizit di letania./ diz entfach frowe sancta maria/ mit allen | |
| dih selben/ in der himelischen selden./ Diz heizit di letania./ diz entfach frowe sancta maria/ mit allen himelischen here./ daz uns | |
| undi manincfalt,/ daz man dinin gilichin/ nimag findin in allin disin richin.’/ //David ein duirir wigant,/ der alli sini not ubirwant,/ | |
| meri in iri lant./ //Der kunic bizeichinot den got,/ der disi werilt hat gibilidot,/ in des giwalt alliz daz stat,/ daz | |
| @h.Diʒ bůch heiʒet lucidarius./ Daʒ wirt getútʒet alſus:/ daʒ iſt ein | |
| toͮgene dinc,/ die an den bůchen verborgen ſint,/ der vnderwiſet diʒ bůchelin./ Von der geſcrifth gewinnen wir den geiſtlichen ſin./ Diʒ | |
| diʒ bůchelin./ Von der geſcrifth gewinnen wir den geiſtlichen ſin./ Diʒ bůch iſt genant aurea gemma./ Daʒ kit guldine gimme./ Beʒeichenet | |
| kit guldine gimme./ Beʒeichenet iſt vnſ hie bi,/ wie ture diʒ bůch ſi./ Wenne waʒ die ſcrifth hat bedecket,/ daʒ hat | |
| waʒ die ſcrifth hat bedecket,/ daʒ hat lucidarius errecket./ Suuer diʒ bůch gerne leſen wil,/ der gewinnet wiſtůmeſ uil,/ daʒ er | |
| vnde iemer iſt ane ende,/ der ſol daʒ anegenge/ an diſeme bůche weſen./ Swer daʒ gerne welle leſen,/ der ſol ſich | |
| oſtert vnder giengen. //Do ſprach der iunger: Dur waʒ geſchůf diʒ got alſuʒ? Der meiſter ſprach: Durch daʒ daʒ die himeleſche | |
| $t vrſprunge. //Do ſprach der iunger: Nu ſage mir, wie diſu welt ſie geteilet! Der meiſter ſprach: Die welt iſt geteilet | |
| brendanum dar in ſante. Nu han ich dir geſeit, wie diſu welt geſchafin iſt vnde wie [17#’r] ſie geteilet $t iſt. | |
| nu ſint. Si werdint alſo ſtarc, daʒ ein ſele wol diʒe welt ʒerbreche. [28#’r] Si werdent ſo gefůge, daʒ deheine mure | |
| durch daʒ, daʒ alle die da uon gebeſſeret werdent, die diʒ bůch leʒen oder vernemen. //Der iunger ſprach: Durch waʒ wurdent | |
| der dalmatica, die beʒeichent die gůten werc, da mit wir diʒ leben verdienen ſuln. //Do ſprach der iunger: Nu volle ſage | |
| beʒeichent den rehten geloͮben, den centurio gewan, do er ſprach: #.:Dirre menſche iſt gewerliche gotiſ ſun.#.; So machit er denne ʒwei | |
| den pfingeſtin vnde von dem heiligen geiſte. Der meiſter ſprach: Diʒ bůch iſt in drú geteilt. Jn dem erſten bůche ſeite | |
| wei[60#’r]nen ſin. Nieman wen der tiuel vnde ſine lide lident diʒe wiſene. //Do ſprach der iunger: Welſ ſint ſine lider? Der | |
| durch iren willen ich,/ der ich dienstes bin bereit,/ bestunde disse arbeit,/ das ich ir di wurze nente,/ swas ich der | |
| meister hant./ [2rb] Ich nente in, was sol her genant?/ Ditz wil ich durch das schriben,/ ob ich mochte so vortriben/ | |
| di vierde heiset melancolia, di ist calt unde trocken. Von dissen vier naturen ist geschafen alles, das in der werlde ist. | |
| man mit arbeiten tůt unde reineget di brust. Zu allen dissen sachen, di ich hi genant han, ist di ebreze gůt: | |
| ist, unde vertribet ouch also des buches blen. Zu allen dissen dingen ist di gepulverte nezzele gůt mit honege gemischet oder | |
| ist. Der wegebreten same gesoten in wine ist zu allen dissen dingen gůt, als der saf. Das selbe ist ouch gůt | |
| in dem buche grimmet, [7v] der sol den buch mit diser wegebrete behen: is verget. Das selbe saf getrunken, vertribet di | |
| behen: is verget. Das selbe saf getrunken, vertribet di spulwurme. Disse wegebreite gestamphet mit aldem smere, vertribet grosse swlst. Das selbe | |
| in getriben. Di růte gesoten mit wine, ist zu allen dissen genanten suchen gůt genutzet. Di rute in oley gesoten unde | |
| da mite bestrichet. Swem di zene we tůn, der halde ditz olei lange in dem munde: is hilfet. Palladius, ein meister, | |
| unde des ezziges deste me. Vnde salt das wissen, das ditz zu manicher suche gut ist. Doch in sol manz nicht | |
| hilfet getrunken den milzensichen. Das selbe ist gut dem lebernsichen. Diser tranc ist gůt dem lendensichen. Di morche in milch gesoten | |
| slaf. Der siche, der nicht geslafen mac, stosset her swelcher diser m#;ean iz si unde wermet den ůs gewůrungen saf unde | |
| essene, von trinken, von sange, swi so iz kůmen si: ditz plaster vertribet iz. Swenne des wissen mahen houbt noch grune | |
| hol dez swern mit fulle. Holewurz genutzet vertribet den durst. Ditz ist allez von der sinewelle holewurz gesprochen. Di lange tůt | |
| aldem smere gestosen, brichet unde zutribet allerhand geswer. Zu allen dissen dingen ist das wasser gůt, da di ybsche inne gesoten | |
| geit. Daz selbe ist gut vor daz vallende ubel genutzet. Ditz pulver mit wine genutzet ist gůt vor das vergiftnisse; noch | |
| den dihen. Plinius, ein meister, sagt wi nutze ein tranc dit sie den, di den vier tegelichez riten han lange gehabit | |
| helige fiur, ob mans druf legt. Unde ob man zu dissen zwei tůt silberschum, wiz bli unde rosenolei, iz wirt deste | |
| blůt ressent, oder swi in iz uz dem munde ge. Diser same mit wine gestossen unde alz ein plaster uf di | |
| di kichende. Iz weichet den buch unde vertribet di hitze. Diz crůt mit nachtschaten saffe gesoten unde alz ein plaster uf | |
| cinnama, da lege man zwir also vil savina, ob man ditz nicht hat. // Cyperum heizet dictam. Daz ist heiz unde | |
| gern switze, der bestriche sich mit dirre salbin, her switzet. Ditz selbe hilft vor manche suche. Iz bewart den menschen vor | |
| menschen, swaz boͤsez unde ungesundiz in im ist. Swer mit dissen cornichen under stunden gesubert wirt, dem tůt daz houbt nimmer | |
| si. Mit wassere gesoten unde getrunken ist si zu allen dissen genanten dingen gůt. // Raffanus heizet merretich unde ist heizer | |
| sware vort verl#;iuset,/ it wermt si, dat si niͤt envr#;iuset./ //Dit korn kan der selen arzedien,/ dat si wale muͤʒ gedien:/ | |
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