Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| daz wir des immer verjehen/ swaz hie wunders sî geschehen.’/ diz was nâch ir alten site/ dâ si sich ê verworhten | |
| berât er uns immer mêre/ durch sîner muoter êre./ Dô diz allez was geschehen/ und si hêten gesehen/ dise wünneclîche hinvart/ | |
| gar ze wilde;/ swâ wir sîn, dâne bist dû niht./ diz gelîchet der geschiht,/ diu dir wîlen ê geschach,/ dô er | |
| wæte./ diu ist immer niuwe und stæte.’/ Dô die herren diz alle vernâmen/ und gar an ein ende quâmen/ daz er | |
| facta sunt,/ er sprach und was getân.’/ er gebôt ouch diz und muose ergân./ Hie ist diz buoch verendet./ unser vrouwe | |
| getân.’/ er gebôt ouch diz und muose ergân./ Hie ist diz buoch verendet./ unser vrouwe hât gelendet/ zuo dem himelischen stade/ | |
| nâch sehen lie/ unz ze sîner ûfvart/ und wie ouch diz bewæret wart,/ daz tete er allez geschriben;/ des sint diu | |
| gar/ reht und ê verchêret/ und si irretuom gelêret./ dô diz Pylâtus vernam,/ zuo der schrangen er balde quam,/ ir willen | |
| zeichen ane hiengen./ si nigen und enphiengen/ aller dinge schephære./ diz was den juden swære./ si zigen mit grôzer ungedult,/ ez | |
| nû riefen die verwâzen/ niuwan man sold in hâhen./ dô diz genuoge sâhen/ beide juden und heiden,/ ir begunden sich scheiden/ | |
| sprach: ‘ir herren, seht!/ wie welt ir iuch beschœnen nuo?/ diz zeichen meldet iezuo/ sîn unschulde und iuwern haz.’/ ‘wir suln | |
| sach./ der des tôdes reht durch iuch brach/ und iu diz wünneclîche leben/ wider menschen orden hât gegeben,/ des lât uns | |
| fürbaz varn möhte,/ der gedanc was an mir herte,/ wan diz ungeverte/ daz tete mich sorgen hin für./ in dirre zwîvellichen | |
| oder lesen./ dar umbe wil ich flîzec wesen/ daz ich diz schœne mære/ mit rede alsô bewære/ daz man dar ane | |
| ger./ nu genc, vil lieber herre, her,/ enpfâch von mir diz vingerlîn:/ dâ bî soltû der swære mîn/ gedenken under stunden,/ | |
| die trahte sînem wîbe dar./ ‘frouwe’, sprach er suoze gar,/ ‘diz ist ein spîse cleine,/ die solt du ezzen eine,/ wan | |
| muoz si mir benamen sîn./ sprechent, lieber herre mîn,/ ist diz ezzen lobesam/ gewesen wilde oder zam?’/ ‘Frouwe’, sprach er aber | |
| guote vingerlîn/ zeim urkünde her gesant/ bî sînem cnehte in ditze lant’./ /Von disem leiden mære/ wart diu sældenbære/ als ein | |
| sinne hât/ daz er daz beste gerne tuot,/ der sol diz mære in sînen muot/ dar umbe setzen gerne,/ daz er | |
| ist er uns ze früeje komen/ von Swâben her in ditze lant./ er werde schiere nû besant/ für mîn antlitze her;/ | |
| dâ began,/ daz si giengen alhindan./ /Daz wart getân und diz geschach./ zuo dem keiser aber sprach/ der unverzagte Heinrich:/ ‘lânt | |
| sprach dâ wider sâ zehant:/ ‘und ist er komen in diz lant,/ daz weiz ich gerne sunder wân,/ wer hæte ouch | |
| daz weiz ich gerne sunder wân,/ wer hæte ouch anders diz getân/ daz er nacket hiute streit?/ wand er ouch die | |
| stât,/ daz hât gefrumet iuwer hant./ daz ir getorstent in diz lant/ ie komen, dar an wirt wol schîn/ daz ir | |
| wol gehalten kan/ unde in beiden mag geleben./ Hie sol diz mære ein ende geben/ und dirre kurzen rede werc,/ daz | |
| dû nu bist Gerehtekeit/ genennet, frouwe hêre,/ sô rihte dû diz herzeleit/ dur aller frouwen êre’./ Gerehtekeit diu sprach: ‘daz sî!/ | |
| scheiden mich von liebe diuhte/ wæger danne ein grimmeclicher tôt./ diz merke ein ritter, $s dem ze bitter/ al sîn fröude | |
| dâ wider im ze cranc:/ des entweich er sîner meisterschefte./ diz merke ein herre, der nu sehe in êren spiegel sêre:/ | |
| gemundert/ dar ûf alle frist,/ daz er underscheiden ist./ dâvon diz wunder hie geschiht,/ daz ein man gevallen/ allen $s liuten | |
| dir ze fleische wart dur sînes geistes zunder:/ frouwe, durch diz wunder/ nie rîches lobes dir gebrast./ /Ûz rôsen brennet man | |
| gerêret,/ sâ zehant verkêret/ sîn varwe sich in trüeben schîn./ diz wazzer ich gelîche wol rîlicher êren flüete,/ die man dâ | |
| man daz wunder nie bevant,/ er wil in füeren an diz lant/ ab des vil tiefen meres fluot./ wol ûf, ir | |
| glanz und missewende frî,/ sint im geleit vil nâhen bî’./ /Diz mære unmâzen wilde / daz dûhte ein grôz unbilde/ die | |
| keiser wart gelîch/ ûf erden an gerehtekeit,/ sô rechet mir diz herzeleit,/ daz ich ân alle schulde/ von dem herzogen dulde/ | |
| daz ich ê sterben wolte,/ ê sunder kamph hie solte/ diz dinc verslihtet werden./ swer mich von mîner erden/ wil trîben | |
| ir mir gemæze./ ob ich ze sêre entsæze/ an iu diz wunderlîche dinc,/ daz iuch her in des landes rinc/ gefüeret | |
| lant,/ mir breste danne in mîner hant/ von grôzem ungelücke/ diz swert in cleiniu stücke/ daz ich gefüeret hân dâher./ ob | |
| <ich> iuch trûric müeste sehen./ benamen mir ist hie geschehen/ diz dinc ân aller slahte vâr./ hæt ich getriuwet umbe ein | |
| den swanen füeret unde treit./ Man sol für eine wârheit/ diz mære wizzen und verstân:/ got der hât wunders vil getân/ | |
| lide/ unbilde tet bî sîner zît,/ sô mohte er ouch diz wunder sît/ an sîner tohter wol begân./ Gotfride komen und | |
| hie biten unde manen/ alt unde junc besunder,/ daz si diz fremde wunder/ niht haben gar für eine lüge,/ und si | |
| als ob die löuwen crimmen/ an füezen unde an tâpen./ diz sint des künges wâpen/ dâmite er was gezieret./ nu stuont | |
| aller cristenheite sî!/ der ritter edel unde frî,/ dô er diz wunder ane sach,/ zehant sîn herze im des verjach,/ er | |
| /Nu merkent alle die nu sint/ dirre wilden werlte kint/ diz endehafte mære:/ daz ist alsô gewære/ daz man ez gerne | |
| zum konig Artus das er uch zu hilff stand in dißen vierczig tagen; und ob er uch nit wil helffen, gebent | |
| sprach Claudas zu dem truchses: ‘Truchses, ich weiß wol das dirre unselig ist und ein unglúckig mensch, wann vom konig Artus | |
| uch geloben mit myner truwe das ich uch wil geben diß rych alles, wann ich es gewinne, und ir solt syn | |
| wann ich han es gesworn off den heiligen, wer in dißem urlag mit gewalt wirt gefangen, er werd in behaltniß geleytt | |
| dann ymmer me gehelffen?’ //‘Frauwe’, sprach er, ‘duncket uch dann dirre ratt gut, so wil ich yn gern thun, und wißt | |
| enhabe ich keyn hilff von mym herren konig Artus in dißen vierczig $t tagen, so thu ich yn gewaltig der burgk | |
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