Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sint sin lere,/ diͤ he uns lerd, de beste lerere./ //Dis boumes vrucht is $’t ewlich leven./ de si iʒʒet, he | |
| heilgen, diͤ iͤ wurden geboren/ ind zům live sint erkoren./ //Dit godshus, dat du selve bis,/ dem $’n gein godshus glich | |
| dir solden wesen./ gif mir dit, so bin ich genesen./ dit has du gelovet dinen brüden,/ nemlich dinen diͤnestl#;iuden./ //Nu můʒ | |
| irs künings můder bis,/ der $’n gein vürste glich enis./ //Dis chores ambt is sunderliche,/ dat he diͤ vürsten in erdriche/ | |
| is, dat he minne,/ dat he van minne suͤʒlich brinne./ dit is sin werc, dit is sin arebeit:/ vuͤlen der minnen | |
| dürr$’ si iͤmer sin./ als gruͤn is siner gruͤnheit schin./ //Dis gruͤne stein bezeichent din leven,/ dat allen l#;iuden hat gůt | |
| // $p alle duse werlt./ van der sunnen iz geit/ ane ser und an | |
| gewichet,/ dem niet negelichet,/ den der eret und vortet/ alle duse werlt./ //Daz is mir lanc ce sagene,/ wie her du | |
| la du dich irbarmen/ die not, die wir armen/ in dirre dale helden/ manege wis verdulden./ //@Stella maris bistu genant/ na | |
| wale gezam,/ daz den aller bezzesten man,/ der ie in duse werlt quam,/ daz bezzeste wif gebære,/ du in wives kunne | |
| aller gnaden,/ des heiligen geistes ercornez vaz,/ daz er ce disen eren sunderliche erlas/ uz van allen wifen,/ die der ie | |
| irbarmide muotir./ //La mich giniezin, des du ie bigienge/ in dirre welte mit dime sune, so du in mit den handin | |
| der warheit/ mit maidelicher reinecheit,/ mit mennesklicher nature/ got ce dirre werlte bræhte./ //Maget aller magede,/ schone als diu sunne,/ himelischiu | |
| bræhte./ //Maget aller magede,/ schone als diu sunne,/ himelischiu chuniginne,/ dirre werlte gimme,/ erchenne alle die dich minnent/ und mit rehtem | |
| swanger wirst,/ iz ist got selbe, den du gebirst.’/ //Be disem worte,/ himilischiu porte,/ enpfinge in dinem reinen libe,/ daz du | |
| irem brútgoͮme und wielich ir gesinde ist, das ist núnvalt</INHALT> <PROLOG><UB>Dis bůch sol man gerne enpfan, wan got sprichet selber dú | |
| bůch wellen vernemen, die soͤllent es ze nún malen lesen. <UB>Dis bůch heisset ein vliessendes lieht der gotheit</UB> «Eya herre got, | |
| Von ahte tagen, in denen vollebraht wart der propheten gerunge</KAP> <VERS>Dis ist ein tag der gerunge und der seligen froͤden/ in | |
| der minne, die si geloͤset hatte von hinnan, und sprach: «Dise krone sont ir tragen eweklich ze erkennende allen den in | |
| an dir meren unmesseclich gottes ere. Alle, die luterlich an diseme strit gestant, die soͤllent richen solt von dem keyser enpfan. | |
| bliben,/ wan das mag kein irdenschú hant geschriben!<ZG></VERS>/ <KAP><N>XXVI</N>. Von diseme bůche und von den schribern dis bůches</KAP> Ich wart vor | |
| mit im selben die rehten warheit. Nu sich in allú disú wort, wie loblich si mine heimlichheit meldent, und zwivel nit | |
| «Si hant es mit guldinen bůchstaben geschriben, also soͤnt allú disú wort des bůches an irem obersten cleide stan eweklich offenbar | |
| an den menschen wesen.» Die wile das mir únser herre disú wort saget, do sach ich die herliche warheit in der | |
| und ein arm mensche bin an libe und an sele. Disú ding soltestu wisen lúten geben, so moͤhtest du sin gelobet | |
| die heilige tat, die man von den heiligen meistern hat. Disú crone ist gelich einer gezinneten burg, da vor lit ein | |
| engangen, do ich in siner einunge růwete.» <FOLIO>(60#’v)</FOLIO> «Mag úch disú schoͤnú welt und alles, das si gůtes hat, nit getroͤsten?» | |
| das mich sere grúsete vor siner stimme, und sprach: «Were disú gnade von gotte gewesen, er hetti din so sere nit | |
| nu gang in die ere dines herren, alleluja!» Das mir disú gnade moͤhte beschehen und ich dis moͤhte besehen, das was | |
| <FOLIO>(74#’v)</FOLIO> der súnde, den got nie menschen gonde. Darumbe das disú fruht dem edeln menschen als unbekeme ist, das si noch | |
| gůt bilde des lebendes, wa sich der mensche verboͤset hat. Disú rúwe versuͤnet den himelschen vatter und die súndigen sele und | |
| arbeit und stetú sicherheit und lutern sig úber alle bekorunge. Disú rúwe loͤset den súnder von allem vegfúr. Das dritte ist | |
| zů dinem werke gast, so segen dich und sprich: «Herre, disú stunde ist din und min. Hilf mir, Jhesus min herzeliep, | |
| bekantnisse und die heligen erlichen anschowunge nieman mag geschriben sunder disú wort alleine; si dunken mich gegen der ewigen warheit alze | |
| bereiten.» <KAP><N>XIX</N>. Wie sibenzehen hande súnde jagent den menschen</KAP> <FOLIO>(86#’r)</FOLIO> Disú ding jagent einen menschen also verre von gotte, das er | |
| schelten und das wir si nit verdekken an úns selben. Disú siben ding soͤllen wir uͤben und vollebringen wider dem smakke | |
| rieffen lute und ladeten únseren herren sere har nidere. Mere disú juncfroͮwe zoh únsern herren har nider mit einer suͤssen stimme | |
| ander teil bant si wider umb iren lichamen zesamne. In disú tůch want dú cleinliche jungfroͮwe den grossen heilant und leit | |
| enkein kint geborn, dem dise ere wurde gebotten.» Do Lucifer disú mere vernam, do sas der gruntvient und gram mit sinen | |
| schemede bedeken als die irdenschen brúte pflegent. Do únser herre disú nútzú kint in die hohen wirtschaft also erlichen hette bi | |
| wand er ein rúwere was gewesen. Do sprach únser herre: «Dise cronen hat er darumbe gewunnen, das er siben jungfroͮwen an | |
| in der ewigen helle.» Do sprach ich: «Woltestu nit, das disú ding allú ein himmelrich werin, uf das du oͮch ze | |
| vil sere. Do sprach únser herre: «Nu sich! Gezimet mir disú jungfrowe wol in minem ewigen brútbette ane ende ze minnende | |
| und mit irme gůten bilde.» Dis sprach oͮch únser herre: «Dis bůch sende ich nu ze botten allen geistlichen $t lúten, | |
| vroͤden sprechen dis: «Liep brůder oder swester, wie behaget úch dis?» und denne nach irme besten willen so rihte dich. Swenne | |
| bin. So sihe ich leider anders nit denne alles owe. Disú cleidere sint mir vil lieber an ze tragende denne alles | |
| vil dike koment die roͮbere der unstetekeit und benement úns disú cleider; wenne wir úns selber behagen und wir in únser | |
| wartet ires todes. Das niderste teil der vallen das ist disú irdenschú ere; das oberste teil min almehtigú kraft.» Die glose | |
| es umb ir herschaft und umb ir phrůnde; mer swenne disú hut mit dem tode abegat, so hant si verlorn alle | |
| armú notdurft bewiset. Si bewarent oͮch mine sinne, das mich disú irdenschú ding nit verleiten in ein girekeit vil ze habende | |
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