Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| off geben zu lehen und alles das lant darumb; und diß sol geschehen an sůnnentag so man gesinget, da alle myn | |
| vor verretniß. Da sprach er alsus: ‘Werlich herre truchses, zu dirre zytt spúlget nymand zu machen friede mit synen dötigen finden | |
| die macht das er yn hett getödet. Da ließ er diße rede bliben. //Da sprach der truchses alle die fried wolten | |
| mich nemen. Ich han mich also beraten das ich uch dißen thorn wil offgeben, ich und myn gesellen, wann mich duncket | |
| tag irs uns machen wolt.’ ‘Hörent ir, herre truchses, was dißer ritter wiedder uch sprichet? So were ich sere betrogen, ließ | |
| truchseße, ‘dheyn so gebryset ritter noch so hoch @@s@enist in dißer welt nicht, wolt er uff mich bezúgen das ich ye | |
| wolt. Da sprach der truchseß: ‘Herre, darzu ratent mirselb, wann dißer haßset mich sere durch uwern willen, und durch anders dheyn | |
| lang geschwiegen hann. Nů sollen wir sagen wie im geschah. //Diße rede spricht das der konig Ban ist off eynen hohen | |
| erlöset, enpfahe den geist den du mir gebest, herre, an dißem jungsten tag, wann es mym ende nahet, und enpfahe mich | |
| schönst kint das ie keyn man mit synen augen gesah. //Diß was an eyner morgenstunde die sere kalt was, es enwas | |
| ‘Schöne jungfrauw, durch gott laßet mir das kint! Wann von dißem tag fúrwert stet im manig armut und manig ruwe zu | |
| das in der welt lebet; wann ich han hut an dißem tag groß ere und freud und gut verlorn, des ich | |
| koniginn, ‘uch endarff nit viel ruchen wer ich sy zu dißer stunden, wann so vil das ich allzulang leben, das ruwet | |
| heißen die Ruwig Koniginn.’ $t Dannen von, das sie irselber dißen namen gab, ist diß mere geheißen an dem anegenge ‘das | |
| $t Dannen von, das sie irselber dißen namen gab, ist diß mere geheißen an dem anegenge ‘das mere von der koniginne | |
| me. Enwollent irs aber nicht enthun, so muß ich in dißem wald irre gan als ein unselige creatur; so verließ ich | |
| furwert $t sprechen von dem konig Claudas von der Wunstunge. //Diße rede spricht furwar das der konig Claudas so viel thett | |
| wol thúnt halten zu gottes truwen und helffent mir uß dißem walde, das mir anders nymand thů.’ Da sprach der ritter, | |
| Evaine gefur, die des konig Bohortes wip was von Gaune. //Diße rede sprichet furbas alsus: da der vertriben ritter vernam das | |
| enhetten sie keyn sorg vor im. – Nun mußen wir diß rede laßen und sprechen furbaß von Lancelot und von der | |
| sprechen furbaß von Lancelot und von der jungfrauwen vom Lac. //Diß rede sprichet furter das die jungfrauw die Lancelot trug in | |
| der was in Großem Brytanien me dann in andern landen. Diße rede seyt uns auch das sie gnůg kunde der hystorien | |
| es were rychtum oder ander ding welchs sie wolt; und diß was dieselb jungfrauwe die Lanceloten trug in den lac. Auch | |
| groß werden das sie uch erschlagen und döten; wann er diß hat gethan, so hatt er wol sich gegen uch verschuldett.’ | |
| konig so schon hett gelobet, und gnadet dem konig sere. Diße rede bleib alsus. So ferre kam es das Phariens zu | |
| dru jare und me.’ //‘Herre Phariens, hört ir ycht was dirre man off uch spricht? Sint ir ein verreter, das ist | |
| Claudas und sprach: ‘Herre konig, herre, ich wil mynen oheym dißer verretery unschuldig machen mit mym libe und wil dißen kampff | |
| oheym dißer verretery unschuldig machen mit mym libe und wil dißen kampff fur yn fechten.’ Phariens sprang fúr und sprach das | |
| mit hat er keyn verretery gethan. Es enwere auch in dißer burg keyn ritter so stolcz der sprech das er da | |
| ‘Fart hinweg und weret uch der verretery@@s@ $t der uch dißer ritter zyhett, wann ich wil uch des wern das das | |
| enbern und můst yn geben one synen danck. //Uns saget diß mere das Claudas were groß und starck, nún fuß lang, | |
| ich mit libe, so kum ich in eim jare wiedder. Dißselb wil ich bevelhen in mynen zweyn kunigrichen die ich selb | |
| als vil gesprochen als Eseuz Důn, das heißet noch hůt diß tages Ysoudun in Berr%/w. //Patrices was zu denselben zyten herre | |
| darzu geben, das thust auch du.’ ‘Herre’, sprach der knapp, ‘dißer radt ist licht zu finden. Auch wißent irselber, mich duncket | |
| was, wann ich gesah nye keynen man so rich in dißer welt noch so mechtig der im geurlogen möcht; wir wißen | |
| sprechen wil, der ich noch deweders han gethan, es sy dießer oder der, das wil ich allenthalben wieddersprechen als ich sol. | |
| er wiedderreden als er zu recht solte. //Da sprach Claudas: ‘Diße rede enweiß nymand als wol als ich. Ich binß zuhant | |
| @@s@hab, das der hut prise und ere muß gewinnen an dißer stat!’ und ergreiff syn schwert in syn hant und Claudas | |
| uns wiedder komen dannen wir komen sint, und laßent uns dißen kampff fechten vor dem konig Artus! Schlúge unser keyner den | |
| gelebte. ‘Nu höre mich ein wenig!’ sprach Claudas, ‘wir hant dißen kampff gelaßen alhie mit unserselbs willen und hant yn gemacht | |
| mit im ein kampff fechten: ich gib mich uberwunden an dißem kampff. Du solt wol furware wißen: alles das ich herrezu | |
| bin unselig und arm gnug und werden noch armer in dißen drien tagen, got enberat mich noch anders dann ich mich | |
| Da kam ich zu eim mynem frunde, der gab mir diß pfert, das vergelt im gott! Ich han es aber so | |
| beyd, lib und gut, und etlich vierczig ritter, die in dißen vier milen sint geseßsen alumbe, deten dasselb, wann ir unserm | |
| ‘Das was myn lieber herre konig Ban von Bonewig. Alles diß lant was syn, und er wart mit großem unrecht vertriben. | |
| ist geheißen Claudas von dem Wusten Lande, des marck an diß konigrich stoßet. Ob ir sin kint sint, so sagent mirs, | |
| die es gefrieschen $t die wurdens fro und darnach alles diß lant. Ich wolt uch halten ersame und wol baß dann | |
| were. ‘Ich hans verlorn’, sprach er. ‘Wer gab uch da diß?’ sprach syn meister. ‘Es wart mir gegeben.’ Sin meister englaubt | |
| sprach das kint: ‘Meister, nu enzurnent nit sere! Auch sint diße wind beßer dann der pferd zwey. Und hett ichs noch | |
| und sprach zu im: ‘Koniges $t sun, warumb hant ir diße groß unfug gethan, das ir den geschlagen hant den ich | |
Ergebnis-Seite: << 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 >> |