Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| er gen gote wesen sol/ und êrhaft gen der welte./ diz leben mac im füegen wol/ daz in kein biderber schelte./ | |
| in lobes worte./ got langes lebens in gewer/ swem er diz hât beschert./ der welte lop erwirbt der man/ mit triuwe | |
| ouch mit stæte,/ nimt er sich dâ bî tugenden an./ diz edel guot gewæte/ vil baz ein herren kleidet/ dan samît | |
| der kalte winter hât/ bluomen vil geselwet in den ouwen?/ disiu leit darf ringe wegen,/ er sol hôher fröide enpflegen,/ swer | |
| bluomen bluot/ schœne und guot;/ des wirt manic herze unfruot./ diz kumt von den winden scharf./ //Swie diu zît trûren gît,/ | |
| minnen wân/ lieben kan/ man dem wîbe, wîp dem man;/ dist der werlte hœhste guot./ //Wîplich zuht sender suht/ gît von | |
| des vil lieben sumers kraft!/ ist iht fröide mê bî disen wunnen?/ jâ, megde wîp/ zierent jârlanc wol ir lîp/ sô | |
| $s vil $s vallen,/ schallen $s hœret man niht nahtegal./ dirre unmuot $s tuot $s herzen $s smerzen $s sêren,/ mêren | |
| und dâ bî rehtiu scham,/ bescheidenheit manheit zuht milte triuwe,/ diz sint die bernden este dîn,/ mâz unde kiusche sint dîn | |
| ingesinde./ scham sich swer nû well edel sîn,/ ob er dirr aller einz an im niht vinde./ //Fênix ein vogel ist | |
| liebez wîp,/ daz sî wir beidiu, unde ein lîp."/ //Nâch disem friundes gruoze/ mit triuten wart geküsset vil./ diu selbe süeze | |
| schîn,/ daz er wær ir und sî wær sîn./ //Nâch disem spil si lâgen/ geslozzen wol nâch friundes site./ ir beider | |
| des kan leider niht gesîn./ wil $s du hie in dirre kemenât belîben,/ disen tac mit fröiden wol vertrîben,/ dar innen | |
| niht gesîn./ wil $s du hie in dirre kemenât belîben,/ disen tac mit fröiden wol vertrîben,/ dar innen ich dich wol | |
| süezen munt./ //Güetlîch triuten, küssen suoze,/ drucken brust an brüstelîn,/ dise liebe süeze unmuoze/ trîbet in dem herzen mîn/ mit dir, | |
| sô krœnet/ unde ir wîpheit mit vil hôhen tugenden schœnet./ //Disiu liet diu heizent frouwen tanz:/ diu sol niemen singen, ern | |
| hie beſamenent habent in dem nam des almehtigen gotes an diſem heren ſvnnentage, die ſculen wiʒen, wanne das worte ſvnnetage geſprochen | |
| ins vergæb, si enwesten waz si tæten. $t do er ditz gebet tet, do sach er den himel offen sten und | |
| Stepfan in dem himelrich die ewigen genad besezzen $t hat. dise grozze hochzeit des heren marteræres sant Stepfans die suͤln alle | |
| ander martrær uͤbertriffet. wir enlesen von dehainem martrær der von diser werlt geschaiden sei daz er nach sinem tode toten hiez | |
| senden. Von ſant Stephan Qvem mittam et quiſ ibit nobis? Diſ%>i wort daz ſint clagewort, d%>i hat ſelbe geſprochen %/vnſer herre, | |
| ob im offen ſten vnde ſprach ieſa vil l%<vte mit diſen worten: @/#.,Ecce uideo celos apertos et Jeſum ſtantem a dexteris | |
| marterær ſant Stephan von den %/wrfen vnde vnder den ſteinen diſen lip, des tage ir h%>it beget. Den ſ%/vlt och ir | |
| %>i des gehelfe daz ir ſo lange leben mvͤzet in dirre welte, daz ir %>iwer ſ%/vnde gebvͤzet vnde ſin hvlde verdienet. | |
| unserm herren so lip, daz er in ane marter von dirre werlt varen lie under den andern zwelfboten. idoch so lesen | |
| gagenwurtich waren, diu noch chuͤnftich sint untz an daz ent dirre werlt. do der gut sant Johans manig not erlait durch | |
| und sprach zu im: #.,min liber Johannes du solt von disen arweiten varen hintz den ewigen genaden und hintz der wirtscheft | |
| grap und hiezz erz zů dekchen und schied er von dirr werlt. da sach man daz himelbrot daz es auz dem | |
| gvͦte ſant Johannes, den im %/vnſer herre got vzer aller dirre welte zeim ſvndertr%<vt hat erwelt; daz iſt der heilige man, | |
| mvͦter enpfalh, $t da er an dem heiligen crvͤz von diſem libe ſchiet, daz ſi in mint vnde liebte an ir | |
| h%<vſgenozen, die heiligen $t zwelfboten, alle gemartert vnde alle von diſem libe geſcheiden wæren %/vnz an in einen vnde daz er | |
| von allen den gnaden, da er ſinen gewalt $t in dirre welte mit eroffen wolte, vnde daz die dri herren iedoch | |
| daz heilige $t ewangelium an: In principio erat uerbum etc. Diſ%>i wort d%>i waren ie vil verre verborgen vor allen menſchlichen | |
| gordent vnde geſchaffen was, daz ie wart, ê ez an diſe welte ie geſchaffen %<wrde. Mit alſo gotlichen worten ſo volleſchreib | |
| Do d%>i zit do chom, daz der heilige gotes bot diſen lip verwandeln $t ſolt, do chom er ſelbe, %/vnſer herre | |
| $t den chindelin Ambulabunt mecum in albis quoniam digni ſunt. Dirre heilige tach, der iſt geheiliget $t vnd gecʒieret mit der | |
| ʒaigen fuͤr alle vnſer ſvnde, vnd das er vns nach diſem leib den ewigen leip gebe. Von ſant Silueſter predige Silueſter | |
| dich mit der martyr toͤten, ſo ich aller ſchieriſt an diſme gerihte ſicʒe.#.’ Do ſprach ſant Silueſter: #.,Armer mvͦdinch, div gotes | |
| div gotes vrteil, $t div get hint vber dich an dirre nacht vnd wirt d%:ir dine ſele mit groʒer martyr $t | |
| groʒ wunder, ſo w%:iſe herren, ſo iͤr ſiͤt, das %:ir dicʒe geloͮbet von einem got, der ſich lie martyren an einem | |
| den ich da predige, der totet vnd machet wider lebentic, dirre tiͤvfle, der totet vnd ne mac niht wider lebentic gemachen. | |
| ſiechtvͦm von dir vnd von diner criſtenheit. Do ſant Silueſter diʒʒe alles getet, alſo in ſant Peter wiͤſte, do ſanten die | |
| vͤf ſten von dem tode in dem namen Ieſu_Criſti. Do diſe cʒwene alſo von dem tode erſtanden waren, do liefen ſi, | |
| genaden, das er %:iv vmbe got helfe, das iͤr nach diſme leben den ewigen liep beſicʒen můʒet. Amen. Von ſant Sebaſtian | |
| die criſten fvnde, das man ſi martyrot. Do im do diʒe $t wart geſeit von ſant Seuero, do hieʒ er in | |
| er die heiligen mait vant, do grůʒt er ſi mit diſen worten: #.,Aue gratia plena. Heil wiſtu, volliu genade. Got der | |
| $t vnd geheiliget vor allen weiben.#.’ Do div heiligiv froͮwe diſe botſchaft vernam, do erchom ſi vil ſere. Do ſprach der | |
| ſines chindes ſwanger vnd mvͤter werdeſt, wan den ſoltu an diſe werlt tragen vnd geberen vnd ſolt in heiʒen Jeſum, hailanten | |
| tragen vnd geberen vnd ſolt in heiʒen Jeſum, hailanten aller dirre werlt. Wan der wirt och genant des almætigen gotes ſvn | |
| vnd och im ſin vater craft vnde gewalt %,vber alle diſe welte.#.’ Quomodo fiet iſtud quando virum non cognoſco? Do erherzenet | |
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