Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| allem land allumb, $t und verlose mynen herren hie off dißem rech, und ein jungfrauw nam mir ein das schonst kint | |
| alhie, oder der böß geist, und sprang da mit in dißen lac. Darumb das myn herre starb vor leyde han ich | |
| Ir hant fast vil verlorn, nicht ir allein, wann alles diß lant hat schedelich verlorn an unsers herren des koniges dot; | |
| ir so unfro sint; wann sin tot wirt noch hůt diß tags mangem man schadende. Dißen großen $t ruwen solt ir | |
| sin tot wirt noch hůt diß tags mangem man schadende. Dißen großen $t ruwen solt ir laßen bliben, wann ir mit | |
| me eßse dann zu eim mal; das gebútet unser orden. Diße frauw erbarmet mich fast sere, und han es auch gut | |
| er yczunt ist, das er noch ein groß herre werde.’ //Diß hort die koniginn von Gaune alda sie in einer kamern | |
| auch wol furware das nye clag fur yn keme von dißen dingen, darumb endarff mans dem konig Artus nit verwißen.’ //Der | |
| converß gesprechen mocht, und sprach zu im: @@s@‘Herre convers, lat diße rede beliben biß das myn herre der konig gesse, so | |
| das reden wolt verbieten dann dheyn stolcz man der in dißem hoff ist, der maniger hieinn ist. Ir enwißent auch nit | |
| maniger hieinn ist. Ir enwißent auch nit wie groß not dirre clag was und wie groß ere myn herre der konig | |
| Da sprach Hervius zum konig sym herren: ‘Herre, ir möget dißem manne wol glauben alles das er uch gesaget, wann sin | |
| und Amador waren lang gesellen gewesen mit den wapen. Da diß des konigs gesind vernam, da wusten @@s@sie nit wie vil | |
| weiß furware $t das so hoch man nicht enist in dißer werlt, ir mögent wol vor im reden was uch lieb | |
| synen brudern dannen er @@s@komen was. – Alhie mußen wir diße rede laßen von den zweyn koniginnen und von dem bruder | |
| getet by allem synem leben, wann syn son ist zu dießem hofe ritter worden. Er sol noch vil me geben ee | |
| hofe ritter worden. Er sol noch vil me geben ee diser hof scheyde, wann sitther das er uß Brytanien kam, so | |
| hatt dich ie geprúfet fur alle die lebent biß an dißen tag hut, wann nu weiß sie wol das du nit | |
| sante mich myn frauw herre, das ich vernemen solt ob diß alles ware were. Nu han ich vernomen das dry die | |
| wise noch húbsch noch milte!’ @@s@//‘Jungfrauw’, sprach der konig, ‘gebrestent diße dry sach an mir, so ist die gúte cleynes schacz | |
| wol das keyn man nye so wol bewarnt wart mit dißen dryen sachen, er vergesse underwilen etschlich zu thun und thu | |
| zu thun und thu underwilen dorpheit oder affenheit oder schalckeyt. Diß geschicht dick manigem guten man. Nu bitt ich uch, ob | |
| ir nicht synnes enhant. Ir wißent selb wol: wa man diß gefreischet das ir des konig Bohortes kint zwey zu Gaune | |
| sie edler und fryer lút sint dann ir. Hettent ir diß gethan, so sprech all die welt das ir der húbscht | |
| ir der húbscht man wert der nů lebet, wann ir diße weysen ersam zúget in uwerm hofe und behieltent yn ir | |
| die trehen zun augen uß wielzen, und weint fast sere. Diß treib er so lang an das des Lyonel gewar wart | |
| synen gewalt und syne herschafft da mit tribet!’ //Da Lyonel diße rede vernam, da was er grimm zornig und stieß mit | |
| zu im und sprach: ‘Eya lieber herre, warumb hant ir diß gethan das ir von uwerm eßsen als zornlich sint gegangen | |
| sprach Phariens, ‘so enwil ich uch nymer me gedienen affter dißer nacht hint; so duncket mich wol das ir uch hutent | |
| dann uwer dingk angefahen?’ ‘Wie’, sprach Lyonel, ‘alle die von dißem land sint doch myn man und sollen mir helffen das | |
| hoff halten und groß hochgezitt machen.’ //Als schier als Lyonel diße botschafft vernam, da sprang er off und sprach, er wolt | |
| zorn. Lyonel sprach zu sym meyster: ‘Lieber meyster, sint by dißem herren der nah mir komen ist, biß ich uß jhener | |
| gab.’ ‘In truwen herre, ir ensint nit wise, tragent ir diß meßser mit uch. Alle die uch sehent werdents geware. Ich | |
| waren gnung beyde, ritter und sariande, die umb alle die diße welt nicht gelaßen möchten, sie musten weynen da sie ir | |
| im syn schwert gebrochen was: ‘Ich wene wol furware das diß unser herre gott hatt gethan, umb myn ere zu meren | |
| myn ere zu meren und zu stercken, wann ich hett diße kint beyde dot geschlagen mit mynen handen, und were mir | |
| yn allen beyde kint und sprach: ‘Wie duncket uch umb diße kint? Han ich eynen schonen raub gethan?’ Da sprachen sie | |
| gesellschafft fro und ist gern mit yne und trostet alle diß bedörffent, rich und arm, die zu syner gesellschafft horent. Nu | |
| duncket das es wol bestattet sy, und dieß wirdig syn; diß auch nit wirdig synt, den sol man geben umb ere, | |
| das er sich zu recht uber yn erbarmen sol. Mit dißen dryen dingen mag ein man alle die welt uberhöhen, der | |
| welt uberhöhen, der sie behalten $t getar. Vil lieber sun, diße dru ding hettent ir baß an uch dann keyn man | |
| der ander teyl cleyn solt sin gewesen. Schone liebes kint, dißer zweyer stanthart wert du eyner, und der konig Artus ist | |
| enwúrd nymer me darnach sin frunt, wann ich númmer me dißen schaden uberwinden mag.’ //Alsus clagte Claudas syn sůn fast lange | |
| kint haben, der ich lang gehút han. Dasselb heischent uch diße herren allsament die mit mir hie sint. Als wir die | |
| muß hie groß schad geschehen beyderhalb und groß mort. @@s@Als diß alles geschehen ist, so mußent ir uns doch die kint | |
| so enschehe uch nymmer argk von mynenthalben, ir habent von dißem tag úmmer me furbaß myn fruntschafft gewunnen mit der großen | |
| zu machen und groß unfreud, das getorst im nymant weren. Diß treib er lang ane. Er bedacht sich und hiß im | |
| erschrack er fast sere und alle die im thurn waren. Diß geschah da die jungfrauw $t des ersten nachtes mit den | |
| mere schad und großer ruwe, das bin ich hůt an dißem tag wol geware worden.’ Der konig Claudas gurt sin schwert | |
| Phariens und sin gesellschafft darwert geritten was sie úmmer mochten, diß was zwúschen tag und nacht, und brachten so viel lattern | |
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