Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Du solt haben minne und gerunge, rúwe und vorhte, wan disú vier ding waren ein beginne dines lebendes, darumbe muͤssent si | |
| es nit tůn. Die erste stat sint des menschen sinne. Disú stat ist gemeine gotte, dem túfel und allen creaturen in | |
| Die luter minne hat vier ding</KAP> Die luter gottes minne hat disú ding an ir: #.[das man also#.] eintrachtig si mit gotte, | |
| glich ist eime clote</KAP> Ich sprach an einer stat in diseme bůche, das dú gotheit min vatter ist von nature. Das | |
| gnade und alle únser gaben, die wir ie enpfangen haben. Disú werk sint drier hande, doch hat si ein ungescheiden got | |
| stetekeit uͤben, alse vil glichen wir dem himelschen vatter, der disú ding ane underlas #.[in úns uͤbet#.]. Also vil als wir | |
| und saste si dem menschen uf sin hoͮbet und sprach: «Dis ist dú krone des armuͤtes, der smacheit unde der pine. | |
| ist dú krone des armuͤtes, der smacheit unde der pine. Disú krone sol noch gezieret werden mit min selbes bilde.» Do | |
| man eren mit nún dingen</KAP> Ein stimme wart gehoͤrt und disú wort wurden gesprochen alsust: «Ja sehent, si kumt, dú die | |
| dienent úns ane arbeit und ir lon wahset die wile disú welt gestat. Dú ware gottes minne hat die selben craft an | |
| siest eintrehtig mit gotte und vroͤwe dich sines willen!» <KAP>[<N>XLIII</N>. Disú schrift ist us got gevlossen</KAP> Dise schrift, die in disem | |
| hochgezit, als got allú ding núwe hat gemachet, so wirt disú crone geoffenbart und swebet uf dem hoͮbet der menscheit únsers | |
| und was oͮch der minnen crone. Do sprach únser herre: «Disú crone sol offenbar sin vor allem himelschen here.» Do bat | |
| richer werden mit lidende.» «Herre, was solte ich hie in diseme closter tůn?» «Du solt si erlúhten und leren und solt | |
| verzihen, das er es weri. Do sprach ich: «Lieber herre, disú burdi ist mir ze swere.» Do sprach únser herre: «Ich | |
| mit aller liebin iemer ungescheiden. Amen. <KAP><N>XXXI</N>. Von einer klage</KAP> <VERS>Dis ist der minnenden sele klage,/ die si alleine nit mag | |
| unverloͤschen. Dise gegenblike schinent und lúhtent von der ewigen gotheit. Disú gůten werk han wie enpfangen von gottes heliger menscheit und | |
| suͤsse ist nach ime min gere. Nu muͤssistu, #.[herre, mir dis#.] trank nach dinem liebesten willen geben und allen den, die | |
| honsam spot in der gegenwertekeit, in der ordenunge versumekeit: $t disú fúnf ding unvollekomen machent hoͮbtsiech geistlich leben. Warheit ane valsch, | |
| gotte in deme herzen, offenbar vlis zů allen gůten dingen: disú fúnf ding haltent gesunt geistlich lebin. <KAP><N>XLV</N>. Von siben dingen, | |
| ich wone in eime lande, das heisset ellende, das ist disú welt; wand alles, das da inne ist, das enmag mich | |
| Do sprach únser herre: «Ich bin gevangen in im.» In diseme worte wart mir gegeben der sin aller dirre worten alsus: | |
| irdensche #.[sol wesen#.]; ich enscheide aller ein cleine wile von diseme armen leben, also das ich da niemer inne blibe. Nu | |
| dise siben stunden under naht und under tage #.[ligen uf diseme stroͮwe#.]. Sin himmelscher vatter wil es also.» Dem himmelschen vater | |
| Min gerihte hat gewesen lange und gros. Nu ist komen disú jungvroͮwe, die bi mir gat, die ist worden min genos; | |
| denchent, wib unde man,/ war ir sulint werdan./ ir minnont tisa brodemi/ unde wanint iemer hie sin./ si ne dunchet iu | |
| ne lebint nie so gerno manegiu zit,/ ir muozent verwandelon disen lib./ //Ta hina ist ein michel menegi;/ sie wandan iemer | |
| ein michel menegi;/ sie wandan iemer hie sin,/ sie minnoton tisa wencheit,/ iz ist in hiuto vil leit./ si ne duhta | |
| iemer da genesen,/ ir muozint iu selbo die boten wesen./ //Tisiu werlt ist also getan:/ swer zuo ir beginnet van,/ si | |
| sconen herbergon/ vindit er den suozzin lon./ des er in dirro werlte niewit gelebita,/ so luzil riwit iz in da:/ in | |
| den man:/ ir muozint tur not hinnan./ ter boum bezechint tisa werlt:/ ir bint etewaz hie vertuelit./ ir hugetont hie ze | |
| dés man ir jêt,/ si ist aller wîbe ein krône./ /Diz lop beginnet vil vrouwen versmân,/ daz ich die mîne vür | |
| swâ manz vor mir sprach./ /Mîme kinde wil ich erben dise nôt/ und diu klagenden leit, diu ich hân von ir./ | |
| ir unmaere;/ swer danne über mich gât,/ Daz der lese dise nôt/ und ir gewinne künde,/ der vil grôzen sünde,/ die | |
| in leide stuont, $s dô huop sî mich gar unhô./ diz ist ein nôt, diu mich sanges betwinget./ sorge ist unwert, | |
| sîn herze gê./ Ich erkande mâze #s+vil#s- der sorgen ê,/ disiu sorge gêt mir vür der mâze zil:/ hiute baz und | |
| deme tage,/ sôn getár ich niht gevrâgen: ist ez tac?/ diz machet mir diu swaere klage,/ daz mir ze helfe nieman | |
| alse unmaere manigen tac,/ *deme het ich gelâzen den strît./ diz ist ein dinc, des ich mich niht getroesten mac./ /Diu | |
| in hôhen muote als ê./ mich enschéide ein wîp von dirre klage/ und spreche ein wort, alse ich ir sage,/ mírst | |
| vür guot./ /Wol ime, daz er ie wart geborn,/ dem dise zît genaediclîch hine gât/ âne aller slahte seneden zorn/ und | |
| noch geschehen,/ der si saehe, als ich si sach./ /In disen boesen ungetriuwen tagen/ ist mîn gemach niht guot gewesen./ wan | |
| ir, $s wan leit und ungemach./ wie solt ich iemer dise unsaelde erwenden?/ unmaere ich ir, daz ist mir leit,/ si | |
| /Mir ist ein nôt vor allem mîme leide,/ doch durch disen winter niht./ waz dar umbe, valwet grüene heide?/ solcher dinge | |
| man,/ wan des einen, dâ man lônen sol./ obe ich dise unsaelde erwenden kan,/ sô vert ez nâch ungenâden wol./ Mir | |
| mir doch genaedic sî,/ danne si mich und jenen und disen gewer;/ seht, sô wurde ich niemer mê vor leide vrí./ | |
| moht ie versagen./ /Sô siz nû vil gerne wenden wil,/ diz leit, daz mir von ir geschiht,/ sô ist mir lîp | |
| haz,/ wan durch mînes lîbes êre./ /In bin niht an disen tac sô her bekomen,/ mir ens%/î gewesen bî/ underwîlent hôchgemüete./ | |
| ich im die rede verbôt,/ dône bat er niht mêre./ disen lieben guoten man,/ enweiz ich, wie ich von mir bekêre./ | |
| der sînen kumber alles ûf genâde klaget.’/ /Ich tuon mit disen dingen niht:/ ich trûre ein teil ze sêre./ der mich | |
| sprechen ‘gên wir brechen bluomen ûf der heide.’/ /Sol mir disiu sumerzît/ mit manigem liehten tage alsô zergân,/ daz er mir | |
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