Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| die stolzen Alemâne:/ der herzoge von Brâbant/ ist gestrichen in diz lant/ durch den künec Hardîzen./ sîne swester Alîzen/ gap im | |
| erde holt:/ er hetez dâ vil guot getân./ dô luste disen starken man/ daz er in twunge sunder swert:/ alsus vienc | |
| diu küneginne Ampflîse./ ir kappelân was wîse,/ vil schiere bekanter disen man,/ en franzois er in gruozte sân./ "bien sei venûz, | |
| daz hât dîn minne erworben./ hab dir ouch ze soldiment/ dise rîchen prîsent/ in den vier soumschrîn./ du solt ouch mîn | |
| sô hab dir mîne krône/ nâch minne ze lône."/ ___an disem brieve er niht mêr vant./ sîn härsnier eins knappen hant/ | |
| durch ruowen underz poulûn./ swa gedrenge was, dâ machter rûn./ ___Dirre flôs, jener gewan./ dâ moht erholen sich ein man,/ //het | |
| si worhten mit ir henden/ daz den walt begunde swenden./ diz was gelîche ir beider ger,/ sperâ hêrre, sperâ sper./ doch | |
| diu künegîn gemeit/ "dich hât ein werdez wîp gesant/ bî disem ritter in diz lant./ nu manet mich diu fuoge mîn,/ | |
| "dich hât ein werdez wîp gesant/ bî disem ritter in diz lant./ nu manet mich diu fuoge mîn,/ daz die andern | |
| willen wol."/ er sprach "iur kus sol wesen mîn,/ suln dise hêrrn geküsset sîn./ sol künec od fürste des enbern,/ sone | |
| wâren brief:/ dîn kraft mit ellen dô niht slief,/ dô dise hêrren kômn in nôt,/ der hant nie sicherheit gebôt;/ mîn | |
| wider komn?"/ "diu werde diet von Punturteys/ hât mich und disen Schampôneys/ ledic lâzen über_al./ Môrholt, der mînen neven stal,/ von | |
| ein vesperîe ist hie erliten,/ daz turnieren wirt vermiten/ an dirre zît vor Kanvoleiz:/ die rehten wârheit ich des weiz./ wan | |
| in sol ze rehte hân/ mîn frouwe, diu mich in diz lant/ nâch sîner minne hât gesant./ diu lebt nâch im | |
| ter küngîn undr ir mandels ort:/ hinz im sprach si disiu wort./ "sag an, ist dir iht mêr geschehen?/ ich hân | |
| und an der nasen./ er hete der küneginne basen,/ diu dise êre an im begienc/ daz sin mit handen zir gevienc./ | |
| mîns bruoder wâpen tragen/ mit ûf kêrtem orte."/ ôwê mir dirre worte!/ daz mære wart dô jæmerlîch./ von wazzer wurden d’ougen | |
| tôt,/ daz was sîn ander herzenôt./ mit jâmer sprach er disiu wort./ "wie hât nu mîns ankers ort/ in riwe ergriffen | |
| des sult ir frouwe ruochen,/ daz ich den müeze suochen."/ diz lobte si, wart mir gesagt:/ er enphienc diu lant unt | |
| mir gesagt:/ er enphienc diu lant unt och die magt./ ___Disiu driu junchêrrelîn/ Ampflîsen der künegîn/ hie stuonden, unde ir kappelân,/ | |
| niht,/ als lîhte in zorne noch geschiht./ ir knappen fürsten, disiu kint/ wârn von weinen vil nâch blint./ ___Die den schilt | |
| sprach mit kurzen worten sân/ sîne bîhte und sande her/ diz hemde unt daz selbe sper/ daz in von uns gescheiden | |
| //versigelt ûfz kriuze obeme grabe./ sus sagent die buochstabe./ "durch disen helm ein tjoste sluoc/ den werden der ellen truoc./ Gahmuret | |
| valscheit an gesigt./ nu wünscht im heiles, der hie ligt."/ diz was alsô der knappe jach./ Wâleise man vil weinen sach./ | |
| ir begin ist gezilt:/ wand er ist alrêrst geborn,/ dem diz mære wart erkorn./ sîns vater freude und des nôt,/ beidiu | |
| ein teil vernomn./ nu wizzet wâ von iu sî komn/ diss mæres sachewalte,/ und wie man den behalte./ man barg in | |
| niht für ein smeichen,/ ich solt iu fürbaz reichen/ an disem mære unkundiu wort,/ ich spræche iu d’âventiure vort./ swer des | |
| buoche./ ine kan decheinen buochstap./ dâ nement genuoge ir urhap:/ disiu âventiure/ vert âne der buoche stiure./ //ê man si hete | |
| vorder zornes sich bewac,/ dô der knappe im phade lac:/ "dirre tœrsche Wâleise/ unsich wendet gâher reise."/ ein prîs den wir | |
| in müete der juncfrouwen leit,/ diu jæmerlîche vor in reit./ dise drî wârn sîne man./ er reit ein schœne kastelân:/ sîns | |
| knappe sprach durch sînen muot/ zem fürsten "war zuo ist diz guot,/ daz dich sô wol kan schicken?/ ine mages niht | |
| sprâchen "wiest uns sus geschehen?/ hât unser junchêrre ersehen/ ûf disen rittern helme schart,/ sone hân wir uns niht wol bewart./ | |
| von sîner hende enphienc:/ dîn volc er sluoc unde vienc."/ "diz rich ich, muoter, ruocht es got:/ in verwundet noch mîn | |
| gevelschet manec lîp./ doch solten nu getriwiu wîp/ heiles wünschen disem knabn,/ der sich hie von ir hât erhabn./ ___Dô kêrt | |
| unt dîn antlütze minneclîch./ deiswâr du wirst noch sælden rîch./ disen ritter meit dez gabylôt:/ er lac ze tjostieren tôt./ //du | |
| hœrt in rehter nennen,/ daz ir wol müget erkennen/ wer dirre âventiur hêrre sî:/ der hielt der juncfrouwen bî./ ___ir rôter | |
| in der houbetstat ze Kingrivâls/ //sol dîn houbet krône tragen./ dirre fürste wart durch dich erslagen,/ wand er dîn lant ie | |
| gebruoder hânt dir vil getân./ zwei lant nam dir Lähelîn:/ disen ritter unt den vetern dîn/ ze tjostiern sluoc Orilus./ der | |
| och mich in jâmer sus./ Mir diende ân alle schande/ dirre fürste von dîm lande:/ dô zôch mich dîn muoter./ lieber | |
| zôch mich dîn muoter./ lieber neve guoter,/ nu hœr waz disiu mære sîn./ ein bracken_seil gap im den pîn./ in unser | |
| (dem bin ich holt),/ sô mac belîben dir daz golt."/ "diz tuon ich," sprach der vilân./ "ine gesach nie lîp sô | |
| wunder./ ich reit für tavelrunder,/ mîns landes ich mich underwant:/ disen koph mîn ungefüegiu hant/ ûf zucte, daz der wîn vergôz/ | |
| gedrungen,/ gehurtet her unde dar./ si nâmen sîner varwe war./ diz was selpschouwet,/ gehêrret noch gefrouwet/ wart nie minneclîcher fruht./ got | |
| geschiht./ sîns slages wær im erteilet niht/ vorem rîche ûf dise magt,/ diu vil von friwenden wart geklagt./ op si halt | |
| daz tet Kaye sunder twâl./ dô muose der junge Parzivâl/ disen kumber schouwen/ Antanors unt der frouwen./ im was von herzen | |
| gar âne sîne ger:/ doch vrâgt ern "war zuo ist diz frum?"/ "swer gein dir zer tjoste kum,/ dâ soltuz balde | |
| "ôwê unde heiâ hei,/ Artûss werdekeit enzwei/ sol brechen noch diz wunder,/ der ob der tavelrunder/ den hœhsten prîs solde tragn,/ | |
| selten dâ verbirt."/ Gurnemanz de Grâharz hiez der wirt/ ûf dirre burc dar zuo er reit./ dâ vor stuont ein linde | |
| ritter sîn:/ swaz halt drûffe mir geschiht,/ ine kum von disem orse niht./ gruoz gein iu riet mîn muoter mir."/ si | |
| der wahtære erwachet./ ungeverte und hâmît,/ dar gedîhet manec strît:/ diz mezzet gein der minne./ diu werde hât sinne,/ gein valsche | |
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