Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
diser prn (3909 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sô müezet ir gunêret sîn/ und immer dulten schemeden pîn./ ___dise lêre sult ir nâhe tragn:/ ich wil iu mêr von | |
| sprach/ ze der schœnen Lîâzen./ "du solt di’n küssen lâzen,/ disen ritter, biut im êre:/ er vert mit sælden lêre./ ouch | |
| in dûhte, wert gedinge/ daz wære ein hôhiu linge/ ze disem lîbe hie unt dort./ daz sint noch ungelogeniu wort./ ___Eins | |
| reit/ gein der brücke ûf dem velde breit./ ___dô si disen jungen man/ sus mit schalle riefen an,/ swie vil erz | |
| dulte alsolch gemach./ ___mîner klage ist vil vernomn:/ nu sol diz mære wider komn,/ wie Pelrapeir stuont jâmers vol./ dâ gap | |
| gesinde und diu wirtîn./ Condwîr_âmûrs ir schîn/ doch schiet von disen strîten:/ Jeschûten, Enîten,/ und Cunnewâren de Lâlant,/ und swâ man | |
| ist tiuschen schœner lîp./ ez wâren wol nütziu wîp,/ die disiu zwei gebâren,/ diu dâ bî ein_ander wâren./ dô schuof wîp | |
| ist gevarn./ ___Diu küneginne gedâhte sân/ "ich wæn, mich smæhet dirre man/ durch daz mîn lîp vertwâlet ist./ nein, er tuotz | |
| iuch mære,/ wannen iwer reise wære."/ "frouwe, ich reit bî disem tage/ von einem man, den ich in klage/ liez, mit | |
| von Grâharz ist er genant./ dannen reit ich hiut in ditze lant."/ ___alsus sprach diu werde magt./ "hetz anders iemen mir | |
| kranke diet gelabt./ dô was der burgære nar/ gedigen an dise spîse gar:/ Ir was vor hunger maneger tôt/ ê daz | |
| diu künegîn,/ dar zuo die kæse, dez vleisch, den wîn,/ dirre kreftelôsen diet:/ Parzivâl ir gast daz riet./ des bleip in | |
| komn/ //fil li roy Gahmuret./ der het der burgære gebet./ ___diz was sîn êrste swertes strît./ er nam den poinder wol | |
| Kingrûn truoc wunden/ durch den arm und in die brust./ disiu tjost in lêrte flust/ an sölhem prîse, des er phlac/ | |
| herzeleit getân/ dort inne manegem küenen man."/ ___"sô füer von disem plâne/ inz lant ze Bertâne/ dîn ritterlîche sicherheit/ einer magt, | |
| lîht ist wâr,/ "ich hân gedienet mîniu jâr/ nâch lône disem wîbe,/ diu hât mîme lîbe/ erboten trôst: nu lige ich | |
| si ir houbet bant./ dô gap im bürge unde lant/ disiu magetbæriu brût:/ wand er was ir herzen trût./ ___si wâren | |
| sîn ze tôde erslagen:/ sulen durch daz zwei her verzagen,/ diz, und jenez vor der stat?"/ sînen hêrrn er trûren lâzen | |
| ir nôt/ den man dâ hiez den ritter rôt./ ___über_al diz mære wart vernomn./ dô was ouch für den künec komn/ | |
| niht./ die rede lât sîn, hœrt waz geschiht/ dâ wir diz mære liezen ê./ für Pelrapeir kom Clâmidê./ dane wart grôz | |
| von hôher art:/ aller ritter êre ist zim bewart."/ ___dô diz erhôrte Clâmidê,/ alrêrst tet im sîn arbeit wê./ boten sander | |
| ze wer."/ zwischem graben und dem ûzern her/ wart gestætet dirre vride./ dô wâpnden sich die kampfes smide./ ___Dô saz der | |
| az./ Keie ouch vor dem tische stuont,/ aldâ im wart diz mære kuont./ der widersaz im ein teil:/ des wart frou | |
| teil:/ des wart frou Cunnewâre geil./ ___Dô sprach er "frouwe, dirre man,/ swaz der hât gein iu getân,/ des ist er | |
| iwern haz./ iedoch wil ich iu râten daz,/ heizt entwâpen disen gevangen:/ in mac hie stêns erlangen."/ //___im bat diu juncfrouwe | |
| arm und rîche,/ daz Keie hete missetân./ hie sule wir diz mære lân,/ und komens wider an die vart./ daz wüeste | |
| si kunden wider gên,/ zuo den êrsten vieren stên./ ___an disen aht frouwen was/ röcke grüener denn ein gras,/ von Azagouc | |
| dâ mitten si zesamne twanc/ gürteln tiur smal unde lanc./ dise ahte juncfrouwen kluoc,/ ieslîchiu ob ir hâre truoc/ ein kleine | |
| galt:/ daz was halbez plîalt,/ daz ander pfell von Ninnivê./ dise unt die êrsten sehse ê/ truogen zwelf röcke geteilt,/ gein | |
| zemâle/ und teilten für die taveln sich./ man sagte mir, diz sag ouch ich/ ûf iwer ieslîches eit,/ daz vorem grâle | |
| mâze als dort pî im?/ âne vrâge ich vernim/ wiez dirre massenîe stêt."/ in dem gedanke nâher gêt/ ein knappe, der | |
| ein ulmiger stoc./ //___Ich wil iu doch paz bediuten/ von disen jâmerbæren liuten./ dar kom geriten Parzivâl,/ man sach dâ selten | |
| daz vor jugende niemen dran/ kôs gein einer halben gran./ ___dise vier juncfrouwen kluoc,/ hœrt waz ieslîchiu truoc./ môraz, wîn unt | |
| wachende ê gedolt:/ sus teilt im ungemach den solt./ ___von disen strengen sachen/ muos er durch nôt erwachen./ im switzten âdern | |
| dô sprach er zim selben sân/ "ouwê durch waz ist diz getân?/ deiswâr ich sol mich wâpen drîn./ ich leit in | |
| daz mir wachende arbeit/ noch hiute wætlîch ist bereit./ hât dirre wirt urliuges nôt,/ sô leist ich gerne sîn gebot/ und | |
| ich gerne sîn gebot/ und ir gebot mit triuwen,/ diu disen mantel niuwen/ mir lêch durch ir güete./ wan stüende ir | |
| der selben nôt,/ daz ich gediende mîn brôt/ und ouch diz wünneclîche swert,/ daz mir gap ir hêrre wert./ ungedient ich | |
| [ist] widerzæme/ daz iemen an sich næme/ sîne reise in dise waste./ unkundem gaste/ mac hie wol grôzer schade geschehn./ ich | |
| herten geselleschaft/ verdrüzze mich, solt ich die haben:/ wir sulen disen tôten man begraben."/ dô natzten d’ougen ir die wât./ ouch | |
| dâ bî ir gewesen./ diu riet ir frouwen "lât genesen/ disen man, der den iweren sluoc:/ er mag ergetzen iuch genuoc."/ | |
| se nie vergaz./ ich saget iu vil armuot:/ war zuo? diz ist als guot./ doch næme ich sölhen blôzen lîp/ für | |
| sîne hosen, halsperc, hersnier:/ und in îserîniu schillier/ was gewâpent dirre küene man,/ geworht ze Bêâlzenân/ in der houbetstat zAnschouwe./ disiu | |
| dirre küene man,/ geworht ze Bêâlzenân/ in der houbetstat zAnschouwe./ disiu blôziu frouwe/ fuort im ungelîchiu kleit,/ diu dâ sô trûric | |
| des güften,/ het ich ein sölhe tjost gesehen/ als mir diz mære hât verjehen./ ___dâ wart von rabbîne geriten,/ ein sölch | |
| nôt niht was gewent./ "du garnest daz sich hât versent/ disiu frouwe von dîm zorne./ nu bistu der verlorne,/ dune lâzest | |
| Parzivâle sân/ "ôwê küene starker man,/ wa gedient ich ie dise nôt/ daz ich vor dir sol ligen tôt?"/ ___"jâ lâze | |
| dich vil gerne lebn"/ sprach Parzivâl, "ob tu wilt gebn/ dirre frouwen dîne hulde."/ "ich entuons niht: ir schulde/ ist gein | |
| mir bezalt./ nu erlâz mich, küener degen balt,/ suone gein disem wîbe,/ und gebiut mîme lîbe/ anders swaz dîn êre sîn./ | |
| slege ergetzen./ dar zuo wil ich schouwen/ in dînen hulden dise frouwen/ mit suone âne vâre:/ ode du muost ein bâre/ | |
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