Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
dehein prn (1896 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| ie sîn ahte,/ wan er tet als er iht mahte/ dehein wort gesprechen./ er was in den gerechen,/ swaʒ im ze | |
| sô snel, daʒ ist wâr,/ daʒ ûf zwein füeʒen nie/ dehein man sneller gegie./ er urliugete starke./ wan er pflac einer | |
| minne tuot,/ swâ si den liuten an gesiget,/ daʒ si deheiner mâʒe pfliget,/ wan siu aller vreude nimt den zol./ daʒ | |
| doch eʒ lützel töhte./ der künec sprach, swie er möhte/ deheine wîle geleben,/ so enwurde der burc niht vride geben,/ unz | |
| wâr lieʒ,/ mit triuwen und mit sicherheit,/ daʒ er ir dehein leit/ undankes tæte,/ wan daʒ er si bæte/ mit zühten | |
| vollekomen./ wir hân selten vernomen/ von keiner slahte mære,/ daʒ dehein ritter wære/ hübscher: daʒ wart dicke schîn./ künec Artûs was | |
| lose,/ wie eʒ stuont umb daʒ mos./ dar über mohte dehein ros/ borwol oder nimer komen./ wir hân mit wârheit daʒ | |
| sê swebet./ dar ûʒ rinnt ein ahe clâr,/ der nie dehein tier für wâr,/ swie sêre eʒ durste, getranc./ die vische | |
| bî dem mose ûf einen stein./ eʒ enwart nie burc dehein/ erbûwen baʒ noch alsô wol./ dise veste nam des landes | |
| rossen bedecken/ diu houbet und bewinden,/ wan si enkunden vinden/ deheinen rât der beʒʒer wære./ Artûsen den künic mære/ dûhte daʒ | |
| ir was niht mêr,/ die sliefen alsô harte,/ daʒ ir dehein warte/ des schalles ûf der veste./ dô die vremden geste/ | |
| vrowe was wider komen./ eʒ ist selten vernomen/ von liuten dehein merre clage,/ dan dâ was ze manegem tage/ nâch des | |
| gewahsen alsô hôch,/ daʒ er verre langer schein/ danne türne dehein;/ und was im doch dar zuo gereit/ ze der länge | |
| der selben dinge bin ich ein./ wan lebet nu ritter dehein,/ der mich kuste an mînen munt!/ sô wurde ich schœne | |
| dô diu magt alsô genas,/ daʒ bî Lanzeletes zîten was/ dehein rîter alsô guot./ er behabet ân allen widermuot/ den prîs | |
| daʒ liebest gesinde,/ daʒ künic Artûs ie gewan./ doch enlebet dehein man,/ der ie gewan zer welte muot,/ ern habe gerne | |
| ein îs./ ouch fuort im der fürste wîs,/ dêst zwîfel dehein,/ von Garnanʒ her Wâlwein/ tûsent helde wol gemuot,/ snel, küene | |
| leit im eine schar breit/ Torfilaret von Wâlest:/ die enheten deheinen brest,/ swaʒ wol bereiten helden zam./ Erec im ouch kam,/ | |
| genomen hânt,/ ob si sich erkennent dran./ und sint aber deheine man/ von tumben sinnen sô balt,/ daʒ si im sîn | |
| bâten in got bewarn./ si gelobeten allesament daʒ,/ daʒ si dehein künic baʒ/ in sîn reise möhte bringen/ ze angestlîchen dingen/ | |
| arm,/ und swâ er bî den liuten ist,/ da enschadet dehein zouberlist/ den mannen noch den wîben.’/ hie mite lân wir | |
| ich iuch berihten sol,/ daʒ in nihtes enbrast/ des ie dehein vremder gast/ durch cleinôt ûʒ brâhte./ der zît eʒ dô | |
| pruoften ir miltekeit./ swâ man noch guotiu mære seit/ von deheim tugentlîchen site,/ daʒ man sich beʒʒer dâ mite,/ daʒ was | |
| des endorfte vâren/ nieman durch sîn vrevelheit,/ daʒ er in dehein leit/ imer getörst erbieten./ swaʒ sie gerieten,/ des heten si | |
| driu tûsent rîter ze hûs/ und ir enkeiner wære,/ der dehein êrbære/ vrowen ze vriunde hæte,/ daʒ er daʒ niht entæte,/ | |
| ouch gewerten/ des er si bat ich sage iu wie:/ deheinen rîter er erlie/ wan demer enpfalch in sîne pflege/ eine | |
| werte,/ swes et iman gerte,/ hübscheit und wünne./ dâ enwas dehein künne/ ze leides ungewinne,/ eʒ enwære dan diu minne,/ diu | |
| ne saget uns nehein pûch/ noh neheiner slahte mâre,/ daz deheiner sô rîche wâre,/ der in alten zîten/ mit sturme oder | |
| ainen zen andern,/ daz alle die mahte wundern,/ die ie dechainen sturm gesâhen./ von der werlte, diu dâ tôt lach,/ sô | |
| brâchen dâ der besten mûre eine,/ die ie burch gewan deheine./ //Alsô si ze der ander chômen,/ zêderboumi sie der nâmen/ | |
| sie die besten mûre zû der erde,/ diu der ie dehein solte werden./ //Dâ was daz velt vil wît,/ dâ hûb | |
| durh ſin ſelbes genaſke. er ne ſagete ime niht widere. dehein gelovblich pilde. do ſante er uʒ di tuben. der wolter | |
| verlieſen. so hůte wir der warheit. wir enſprechen $t niemen dehein leit. ſo vare wiR mit hæile. die anderen tagewaide. [D]iv | |
| wande $t ſi mit gelicheme ſcaden rach. ſver ir tet dehein ungemach. ſin ne dorfte niman gedenken. daz man ſi mahte | |
| wir $t ſin ungeſ[ch]eiden. Dizze ſculen alle di uirnemen. di decheiner meiſterſcefte $t phlegen. wi got moyſe uirgab. do er in | |
| daz wære gar ein wiht,/ wan man iezuo lützel siht/ deheinen den man der in habe:/ swaz ich iu seite dar abe/ | |
| im gezimet./ //Diu swalwe treit einen stein,/ der hât varwe dekein/ als die andern steine./ der ist vil wunderkleine:/ kûme als | |
| ein hinden hâr./ der ist der beste sigestein/ dan der ander dehein/ die ich hân genennet/ und die ir erkennet./ und wil | |
| dâ von vil gereite,/ swer irn an den vinger tuot./ dehein zouber ist sô guot,/ swie vil sô ieman zoubern kan,/ | |
| undr ir houbet./ für wâr des geloubet:/ ist daz si deheinen man/ nie wan ir wirt gewan/ si wirt in allen gâhen/ | |
| se doch nieman erkennen,/ si enmac ouch nieman gewinnen/ mit deheiner slahte sinne./ wan die dâ sint sô rehte guot,/ die | |
| list tüge/ daz er im geschaden müge/ noch bœser geiste dehein,/ die wîle bî im ist der stein,/ und mac in | |
| wîle bî im ist der stein,/ und mac in ouch dehein hunt/ an gebellen an der stunt/ die wîle er ez | |
| sol gemachet sîn/ in ein blîen vingerlîn/ und anders in dehein golt:/ sô habent in die liute holt/ und geliget niemer | |
| daz im niht geschaden mac/ weter noch dunreslac./ //Swer vindet deheinen,/ ein wunder ergrabener steine,/ dâ ein man ane stât/ und | |
| müez in iemer schenden,/ der edeln steinen iemer mêre/ spreche deheine unêre./ ob ir dehein sô bœse sî,/ den müeze got | |
| der edeln steinen iemer mêre/ spreche deheine unêre./ ob ir dehein sô bœse sî,/ den müeze got êren lâzen vrî/ über | |
| stat./ //Daz wir hie ze rehte wellen han,/ der ist deheiniz so getan:/ wir werfen eben alle,/ swie uns gevalle,/ mannichlich | |
| ist getan,/ unde wil daz im selbem haben/ und wilz deheinem anderen geben./ der site der sint dri,/ da ist rehtes | |
| ertrinchet,/ oder sus chumet ein unheil/ unde enleibet im sin deheinen teil,/ oder in begriffet der tot,/ so læt er ez | |
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