Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
dehein prn (1896 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| alsô/ und wart verirret gar dervan;/ wan sich ensenete Tristan/ dekein(e) zît sô genôte/ durch keine sîne Îsôte,/ sin senete sich | |
| mich vünde;/ wan swer den varnden suochen wil,/ dem enist dekein gewissez zil/ an sîner suoche vür geleit,/ wan er muoz | |
| weren,/ der witewen vnde weisen phlegen,/ vnde ob die in decheinen noten weren,/ daz sie in helfe beren,/ daz sie die | |
| kvͦmen./ nvͦ ist daz alliz $p unuirnumen,/ daz iz uon dicheineme cristenen rechte geschehe;/ daz ne mochte nieman beweren,/ daz iz | |
| heten si vil cleinen trôst,/ daʒ si wurden erlôst/ von deheime lande:/ daʒ schuof des küneges schande./ //Er lie sich kûme | |
| stuont diu burc vast./ si vorhten keinen vremden gast/ noch deheines küneges her./ umb daʒ lant gie daʒ mer/ und ein | |
| siu was ûʒen und innen/ von golde als ein gestirne./ dehein dinc wart dâ virne/ innerthalp dem burcgraben,/ der eʒ hundert | |
| gebâren/ und wider die vrouwen sprechen/ ern wolte nie gerechen/ deheinen wîplîchen zorn,/ wan er von adele was geborn./ ze mâʒe | |
| schœner sinne und êre,/ sô wundert mich vil sêre,/ daʒ dehein man durch des andern schaden/ mit gewæffene imer wirt geladen.’/ | |
| geverte dûht in spæhe./ er jach, daʒ er nie gesæhe/ deheinen kindischen degen,/ der sô schœner worte kunde pflegen/ und doch | |
| die aller besten naht,/ die ie kein vrouwe gewan/ mit deheim kindischen man./ doch enmoht er vergeʒʒen nie,/ daʒ siu ze | |
| gemach/ und ich den tiursten degen sach,/ den ie getruoc dehein wîp./ sîn sældehafter lîp/ ist blôʒ vor âküste./ er ist | |
| wa er beleip./ die zît er baʒ hin vertreip/ dan dehein forehtier./ sîn bruoder was genant Lînier./ des was disiu burc | |
| dô was der degen milde/ ein daʒ schœnste bilde,/ daʒ dehein muoter ie getruoc./ diu vrowe wartet im genuoc/ und jach, | |
| tac./ den enwendet breste noch genuht,/ ze dem tôde stât dehein fluht./ ouch enwas der helt niht veige,/ swie im anseige/ | |
| er mir nimmer mê getuot/ weder übel noch guot/ noch deheim weltlîchem man./ vil wol ich in behalten kan,/ daʒ er | |
| wolte prîsen sich/ mit sterke oder mit manheit/ oder mit deheinre vermeʒʒenheit,/ daʒ der her kæme/ und sîn âventiure næme./ ich | |
| er des lîbes ist ein helt,/ zallen nœten ûʒ erwelt./ deheinen man er nie entsaʒ./ diu âventiur ist durch daʒ/ gemachet | |
| ein spat/ mit den clâwen von der sîten./ do enfrumte dehein bîten:/ gein dem lewen er sich kêrte./ der in alsus | |
| er wolte rechen die getât./ die aller besten sarwât,/ die dehein ritter ie gewan,/ die leit er zornlîchen an,/ wan sîn | |
| saʒ in sîme hûs,/ ze sînen gesellen über lût/ ‘hân ich deheinen holden trût,/ deweder mâc alde man,/ dem lôn ich sô | |
| der degen alsô hêr/ mînes herren hof beschouwe.’/ do enwas dehein vrouwe,/ diu zuo den stunden daʒ vermite,/ si enwunschte daʒ | |
| sagen sol./ vrowe Ade schuof ir dinc wol,/ sô nie dehein juncvrowe baʒ./ eines tages siu ûf ir pfert saʒ,/ daʒ | |
| langiu bete,/ vil hübschlîchen er tete./ do er in mit deheinen dingen/ ze Karidôl mohte bringen,/ do erbôt erm michel êre/ | |
| dem Wîʒen sê./ dâ von wist er künste mê/ dan dehein sîn genôʒ./ den knappen lützel verdrôʒ,/ er endiente vaste/ dem | |
| dâ manic ritter inne lac,/ sô daʒ er niene gepflac/ dehein zît sînes dankes/ weder âʒes noch trankes./ wan sô die | |
| ir gesellen râchen./ swie lützel er doch wiche/ von ir deheines stiche,/ idoch zerbrâchen si diu sper./ der selben einen stach | |
| in gehôrt nie nieman des verjehen,/ daʒ er hæte gesehen/ deheine maget sô wol getân./ mîn herre hât sich ûʒ getân,/ | |
| ist sô smal,/ noch sô lanc, noch sô breit,/ daʒ deheinen edelen bluomen treit,/ daʒ enwære dâ in sölher art,/ sô | |
| twuoc sîne hende/ und kuolt sich undern ougen./ des enist dehein lougen,/ er enschine vreudebære./ nu vernement vremdiu mære./ //In der | |
| kêrt an sîne minne,/ und was diu holtschaft vil grôʒ./ deheines dinges si verdrôʒ/ wan daʒ siun dâ vor nie gesach./ | |
| jehen/ und als ich selbe hân gesehen,/ daʒ ich durch deheine schulde/ wan benamen durch iwer hulde/ und umb iwern schœnen | |
| michel guot./ ob mir got genâde tuot,/ wa geschach ie deheim man baʒ?/ self iu got, ensint mir niht gehaʒ!’/ ‘waʒ | |
| listen gemaht./ eʒ was verre beʒʒer slaht/ dan ze Kriechen dehein pfellel sî./ daʒ ander teil was dâ bî/ ein rîcher | |
| mit wilder wîbe hende/ geworht mit guoter ruoche./ eʒ was deheime tuoche/ niender gelîche getân,/ vil spæher danne ferrân;/ und die | |
| er Wâlweinen funde,/ wan er im baʒ guotes gunde/ danne deheim sîm mâge./ alsus reit er mit vrâge/ dâ er in | |
| ungesaget lâʒe,/ sô sult ir doch wiʒʒen daʒ,/ daʒ nie deheiner vrowen baʒ/ noch sô schône wart gepflegen./ nu ist Lanzelet | |
| der künic Artûs,/ wan er gewan in sîme hûs/ nie deheinen liebern gast./ Ginovere lieʒ des klupfes last,/ den si dâ | |
| ûf daʒ gras,/ alse vil sô ir was,/ daʒ ir deheiner nie gesaʒ./ diu künigîn marcte daʒ./ si jach, daʒ Lanzelet | |
| ir sinnen,/ ob er ir entrunne,/ daʒ si nimmer gewunne/ deheinen man sô wol getân./ daʒ muose ir an ir herze | |
| was âne strîten/ mit schœnen zühten dâ genuoc./ man ensach deheinen unfuoc/ dâ von sich ieman clagete./ des morgens, als eʒ | |
| hôrte man zwâre/ manege schœne messe./ noch dô nieman wesse/ dehein sô vorder mære,/ daʒ man offenbære/ dem wirte sagen solte,/ | |
| geseit,/ daʒ al diu varwe dran erschein,/ die eht menschen dehein/ ie gesach oder erkande./ an diseme fremeden gewande/ was geworht | |
| wer diu sî, der er kome./ und swâ er sîe dehein frome,/ dâ solt dun geben fürbaʒ:/ des gert mîn frowe | |
| wol gan,/ wan mir nieman lieber ist.’/ dâ wider was dehein frist,/ Ginovere leit den mantel an,/ dâ von se ein | |
| siu wânde daʒ ir kæme/ daʒ sîner frowen missezæme/ durch deheines lasters âhte./ diu aber den mantel brâhte,/ diu zêch si, | |
| mit der wârheit/ daʒ aller beste stênde cleit,/ daʒ ie dehein vrowe getruoc./ der aber von nîde des gewuoc,/ daʒ dar | |
| durchbrach/ ob den ringen durch die batwât./ do enwas des dehein rât,/ die riemen brâchen von dem sper,/ der helm viel | |
| isâ wider kæme/ als er eine just genæme/ wider ir deheinen dier dâ sach./ sîne triuwe er niht enbrach,/ wan erʒ | |
| künigîn/ einen wâfenroc sô vremde,/ daʒ beʒʒern roc noch hemde/ dehein künic nie getruoc./ des cleinœdes was ouch genuoc/ des siu | |
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