Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîtære stM. (5242 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| zu der burg; da sint böse lút inn’, sprach der ritter; ‘wolt ir dar farn, ich wil mit uch aldar farn | |
| lone uch gott!’ sprach myn herre Gawan. ‘Herre’, sprach der ritter zu mym herren Gawan, ‘ich wil uch all die sitten | |
| sitten sagen von der burg. Wir mußen als mit manigem ritter fehten als unser ist, und úberwinden wir die, nochdann ensint | |
| diße rede von yne dryn und sprechen furter von dem ritter den man uff der rossebare fůrt. //Uns saget die hystorie | |
| uff der rossebare fůrt. //Uns saget die hystorie das der ritter der uff der rossebare zu des einsiedels huß kame, das | |
| nit bekente. Der arczat fur da hien da er den ritter funden hett, und der ritter fur anderswa, umb das er | |
| da hien da er den ritter funden hett, und der ritter fur anderswa, umb das er forcht das yn der ritter | |
| ritter fur anderswa, umb das er forcht das yn der ritter mocht thun bekennen. Er thet synen schilt decken, das was | |
| schwiczt sere. Der knap gebaret fast unfrölich. ‘Knapp’, sprach der ritter, ‘war ritestu so bald?’ ‘Herre’, sprach er, ‘ich fúr jemerlich | |
| innen der Dolorosen Garden!’ ‘Welch koniginn ist das?’ sprach der ritter. ‘Des konig Artus wip’, sprach der knappe. ‘Warumb ist das?’ | |
| Artus wip’, sprach der knappe. ‘Warumb ist das?’ sprach der ritter. ‘Wand der konig den nit enfing der die burg gewann’, | |
| sint sprechen das sie nymer ußkum von der gefengniße, der ritter sy dann zum ersten wiedder komen der die burg gewann. | |
| Nu hatt sie viel botten uß gesant und enbút dem ritter das er sie erlöse und ir ußer der großen schand | |
| konig Artus darmit unere.’ ‘Lieber frunt’, sprach er, ‘ob derselb ritter zu der Dolorosen Garden keme, wurd die koniginne erlößt?’ ‘Ja | |
| koniginn das sie sicherlich noch hint erlößt werde, und derselb ritter sol zu ir komen, des mag sie wol sicher syn, | |
| oder ensint.’ ‘Ritt bald hinweg, ich binß selb!’ sprach der ritter; ‘du hast gemacht das ich torperlich han gethan und geredet.’ | |
| urlob und reyt hinweg was er úmmer mocht, und der ritter reyt nach was sin pfert gezelten mocht. Da er zu | |
| gesucht hett. ‘Wo ist myn frauw die koniginn?’ sprach der ritter. ‘Ich wil uch dar geleyten’, sprach er, ‘nu koment mit | |
| er, ‘nu koment mit mir!’ Er ging fur, und der ritter ging nach im, biß sie kamen fur den pallast. Und | |
| von ysen wol dicke das sie nymand gebrechen @@s@enkund. Der ritter endet synen helm abe, und der knapp gab im sin | |
| und der knapp gab im sin hant vol kerczen. Der ritter wonde das der knapp war hett, und der knapp verriet | |
| getaget jungfrauw zu im und sprach durch ein fenster: ‘Herre ritter’, sprach sie, ‘ir sehent wol wieß hie geet, ir mögent | |
| eyner andern kamern inn ging. Da vor stunden zwen kupfferen ritter und hůten der thúre; yetwederre het ein scharpff schwert in | |
| das keyn man darzwuschen enmocht komen, er wurd geslagen. Der ritter was stolcz und kúne, er warff den schilt off das | |
| vor gehort hett. Der pfucz was sieben fuß wytt. //Der ritter sah das der pfucz schwarcz was und grúwelich geschaffen, und | |
| fuer. Er hielt ein helenbarten in syner hant. Da der ritter by yn kam, da ergreiff er die helenbarten mit beiden | |
| mit beiden henden und zoch sie uber syn heubt. Der ritter stunt und gedacht wie er daruber keme. Und wer da | |
| dannoch was es schwere gnung uber ein so sere gewapenten ritter zu kumen. Er det syn schwert wiedder in syn scheiden, | |
| still steen als des nicht enwere. Der ander stieß den ritter so sere das er in die pfúcz gevallen were, hett | |
| gehalten. Der ein ließ die helenbarten vallen, wann yn der ritter mit der kelen hielt und zwang yn so sere das | |
| yn so sere das er uff jhen erden viel. Der ritter danß yn mit der kelen und warff yn darinn. Er | |
| waren alles böse geist die mit den pfiffen bliesen. Der ritter viel nyder in unmacht. $t Da er wiedder bekam, er | |
| jhen erden, also det die jungfrauw auch; und die zwen ritter die fur der thúr stunden die waren nyder gevallen und | |
| was die burg úmmer men geheißen die Jovise$/ garde. Der ritter reyt so lang biß das er kam da der thorney | |
| koniges neven, wie der gefure. //Myn herre Gawan und der ritter von dem fare und die jungfrau die ritten alle dryu | |
| die ritten alle dryu zu der burg die sie der ritter von dem fare gewiset hett. Vor der burg floß ein | |
| sere böse was. Das waßer was starck und tieff. Der ritter erbeißet vor der brucken und sprach zu mym herren Gawan: | |
| uch růffe, so koment mir zu hilff! Seht dort zwen ritter die unser beiten!’ ‘Fart uber’, sprach myn herre Gawan, ‘als | |
| myn herre Gawan, ‘als ir wollent, so ruffent mir!’ Der ritter ging zu fuß. Da er uber kam, da kamen zwen | |
| zu fuß. Da er uber kam, da kamen zwen gewapent ritter zu im. ‘Ir mußent fechten!’ sprachen sie. Man det zuhant | |
| sie. Man det zuhant die port off, und ein gewapent ritter kam uß. Sie gingen zuhauff und fachten lang. Der von | |
| hieß yn daroff siczen. Er saß daroff, und ein gewapent ritter kam zuhant uß geritten. Sie stachen zuhant zuhauff so nitlichen | |
| und raufften ir schwert, sie vahten lang, und ein gewapent ritter kam uß gegangen und halff sym gesellen. Der ein werte | |
| kam uber nach den roßen. Myn herre Gawan fragt den ritter mit dem Keheries zum ersten vaht, ob er icht west | |
| er icht west wo die zwo jungfrauwen weren die die ritter von der burg bracht hetten. ‘Herre’, sprach er, ‘sie sint | |
| allesampt $t in jhenen sale. Da funden sie einen getagten ritter uff eim seßel siczend, der was mit einer herlichen koltern | |
| sie ußermaßen fro, und myn herre Gawan sprach zu dem ritter der off dem seßel saß: ‘Herre’, sprach er, ‘diße zwo | |
| sie mit mir furen!’ ‘Das were missetan’, sprach der alt ritter. ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘unser sint dry ritter, so | |
| alt ritter. ‘Herre’, sprach myn herre Gawan, ‘unser sint dry ritter, so sint der jungfrauwen dry. Thunt dry ritter mit uns | |
| sint dry ritter, so sint der jungfrauwen dry. Thunt dry ritter mit uns fechten: uberwinden sie uns, so sint die jungfrauwen | |
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