Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîtære stM. (5242 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| die er dick hat hören prisen fur alle frauwen.’ ‘Herre ritter’, sprach der konig, ‘ich han wol gehort was ir gesprochen | |
| Des sol er, ob gott wil, nymer macht gewinnen.’ //Der ritter schied dannen. Da er fur des sales thúr kam, da | |
| pfert und reit hinweg. Vor der pforten beyten syn zwen ritter die dar komen waren. Der konig fragete myn herren Gawan | |
| er. Also sprachen sie alle die da waren, on einen ritter der hieß Galagwentins $t der Galois, der hett manig lant | |
| er eins halben fußes mere were dann er ye keyn ritter @@s@hett gesehen. Er ist bas geminnet under synen lúten dann | |
| ein wile von dem konig und sprechen furter von dem ritter der dem andern solt volgen da er hien fúre. //Da | |
| dem andern solt volgen da er hien fúre. //Da der ritter, des namen myn herre Gawan zu hofe bracht hett, des | |
| herre Gawan zu hofe bracht hett, des nachtes mit dem ritter geherbergt hett der im sin gedencken benam und im des | |
| Sie ritten beid biß sie kamen geyn Kamahelot. Der gut ritter sah die stat, und ducht yn wie er auch me | |
| recht wie es Kamahelot $t were da yn der konig ritter hett gemacht. Er begund aber sere zu gedencken und reit | |
| hinder im bliben wolt durch blödekeit oder durch gedencken. //Der ritter der fur reit kam gegen des kóniges huß geritten. Des | |
| nehelich alle uff rifieren gelegen. Die rifier was zwuschen dem ritter und des koniges huß. Die koniginn lag off einem fenster | |
| hett sich sere bestoppet fur den frost. Da sie den ritter sah, da entstoppent sie sich, und er bleib gegen ir | |
| doch wol. Ich besiehe uch gern, sicherlich, frauw, umb eins ritters willen der mich der meyst schnudel duncket den ich ye | |
| Die koniginn rieff im wiedder und fragt yn wer der ritter were, und bat yn das ers ir sagette durch ir | |
| wolts ir nit sagen, das er forcht das sie den ritter licht bekennet der nach im da kam, und im licht | |
| im licht schand und @@s@laster da von begegenen möcht. Der ritter reyt zu wald wert. Uber ein kurcze wil kam der | |
| cleider off dem rivier, die fragt er ob sie dheynen ritter gesehen $t hetten da nyden. ‘Neyn wir’, sprachen sie, und | |
| hetten auch ware. Zuhant waren sie darkomen und hetten des ritters nit gesehen der da fur geritten was. Da die koniginn | |
| Da die koniginn hort das im nymant saget wo der ritter hien were, da rieff sie im zu ir. ‘Herre’, sprach | |
| da rieff sie im zu ir. ‘Herre’, sprach sie, ‘der ritter den ir suchent der rytet alda vor uch zu wald | |
| múde wart. Das roß ging under das waßer, und der ritter bleib daroff siczen, biß im das waßer an die schultern | |
| saß er allschone. $t Da die koniginn sah das der ritter so tieff in dem waßer was, und das sie ducht | |
| zu růffen: ‘Helffent, frauw Sancta Maria, hie ertrincket yczunt ein ritter!’ Mit dem kam myn herre Ywan, des konigs Friens sone, | |
| sprach sie, ‘hie nyden in dißem waßer erdrinckt yczu ein ritter!’ ‘Wie kam der in das waßer, liebe frau?’ sprach er. | |
| frau?’ sprach er. ‘Sin roß sprang dryn und furt den ritter mit im, und duncket mich wol wie er ertrincken wölle.’ | |
| wol wie er ertrincken wölle.’ Myn herre Ywan sah @@s@den ritter in großen nöten, und erbarmet yn fast sere. Er lieff | |
| zu tal und wůt yn biß an den halß. Der ritter was yczunt zwir undergegangen, das im das waßer uber den | |
| roß mit dem zaum und furts uß mit gewalt. Dem ritter waren die wapen naß und der lip úberal. ‘Lieber herre’, | |
| ir in diß waßer?’ ‘Herre’, sprach er, ‘ich bin ein ritter und tranckt myn roß in dem waßer.’ ‘Ir hettets nehelich | |
| war er hien wolt. ‘Herre’, sprach er, ‘ich volget eim ritter, reit yczunt hie fur.’ Myn herre Ywan hett yn wol | |
| den er úberwant. Er hett den schilt gelaßen zu des ritters huß dem er da volget, und het eynen alten genomen, | |
| Ywan was wiedder zu der koniginn kumen und sprach, der ritter wer ertruncken, were er im nit zu hilff komen, und | |
| groß schad. ‘Frau’, sprach er, ‘er ist ein ußermaßen schön ritter.’ ‘Noch dut er wunderlichen gnug’, sprach sie, ‘er solt eim | |
| ‘Noch dut er wunderlichen gnug’, sprach sie, ‘er solt eim ritter volgen und ritet das waßer nyder.’ //Uber ein kurcze wil | |
| kurcze wil darnach sahen sie wo Dagenot kam und der ritter mit im. ‘Ensehent ir nicht?’ sprach die koniginn zu mym | |
| die koniginn zu mym herren Ywan, ‘ich enweiß wer unsern ritter gevangen hat.’ Myn herre Ywan fur zuhant gegen im off | |
| fur die koniginn. ‘Frau’, sprach er, ‘Dagenot $t hatt dißen ritter gefangen. Nu sagent mir, herre Dagenot, uff uwer truw, wie | |
| mir, herre Dagenot, uff uwer truw, wie gefingent ir dißen ritter?’ sprach myn herre Ywan. ‘Er begegent mir off jhenem waßer’, | |
| sere zu lachen und alle diß horten. Da kamen viel ritter zu gangen und frauwen, das groß wunder zu beschauwen. Dagenot | |
| und frauwen, das groß wunder zu beschauwen. Dagenot was ein ritter und was ein tor gewesen ye und ye und ein | |
| als er wiedder kam, so seyt er, er hett zwen ritter dot geschlagen oder dry. Die koniginn sah wol das der | |
| dot geschlagen oder dry. Die koniginn sah wol das der ritter sere wol gemacht was von allen synen gelieddern, und ducht | |
| truwen die ir mir schuldig sint, wißent ir wer der ritter sy?’ ‘Neyn ich, frauw, werlich’, sprach er, ‘ich gehorte yn | |
| sprach er, ‘ich gehorte yn noch nye wort gesprechen.’ Der ritter hielt syn glen neben im. Da er die konigin hort | |
| schoß das ysen durch der kóniginn mantel. Sie sah den ritter an und rúmde mym herrn Ywan das sie der ritter | |
| ritter an und rúmde mym herrn Ywan das sie der ritter nit wol sinnig ducht. ‘Mich duncket auch also, frau’, sprach | |
| recht; er ensprach noch ein wort wiedder uns nit.’ ‘Herre ritter’, sprach myn herre Ywan, ‘wer sint ir?’ ‘Ir seht wol, | |
| ir?’ ‘Ir seht wol, herre’, sprach er, ‘das ich ein ritter bin.’ ‘Was suchent ir, herre?’ sprach er. ‘Ich enweiß, herre’, | |
| suchent ir, herre?’ sprach er. ‘Ich enweiß, herre’, sprach der ritter. ‘Ein ritter hatt uch gefangen’, sprach myn herre Ywan, ‘und | |
Ergebnis-Seite: << 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 >> |