Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîtære stM. (5242 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der frauwen von dem Berg von Maloaut, die den gůten ritter in ir gefengniß hett. //Uns sagt die history das der | |
| ir gefengniß hett. //Uns sagt die history das der gut ritter mit den roten wapen, der den prise von dem strit | |
| und sere geqwetschet; er enbeiß nie eßsens des tags. Die ritter waren wiedder komen die die frauw von Maloaut des tags | |
| tags in das urlage hett gesant. Die frau fragt einen ritter wers @@s@da allerbest gethan hett an beiden siten. Sie sagten | |
| gethan hett an beiden siten. Sie sagten ir das ein ritter mit roten wapen das meist wunder gethan hett das ye | |
| in dem hofe. Die frauwen belanget ußermaßen sere wann die ritter zu herberg solten gan, sie enbrach sich auch von yne | |
| nifftel zu ir und fragte sie ob das der gefangen ritter syn möcht, das wúst sie gern. ‘Hatt er den stritt | |
| ‘Ir mögent wol sprechen’, sprach sie, ‘das sie der best ritter ane furte den die cristenheit hatt.’ ‘Des glaub ich wol, | |
| sprach sie, ‘sitherre das irs sprechent.’ ‘Nu geen wir den ritter selbs besprechende’, sprach die frauw, ‘dem mögen wir allerbest glauben, | |
| der joialen und funden sie unbesloßsen. Die frauw sah den ritter uff sym bette ligen, und hett sin arm ußgeworffen, wann | |
| schaffen?’ ‘Ich enkum nymer me zu als guten staten den ritter zu kúßen als yczunt.’ ‘Nůmene frau’, sprach die jungfrau, ‘was | |
| kein frauw schande gewinde das sie mit eim so guten ritter thú.’ ‘Nu enwißent ir, frau, ob es im lieb oder | |
| so were die schand zwiveltig. Es ist manig man gut ritter des libes der des herczen nit vollekomen ist an tugenden, | |
| und die frauw mit ir. Sie begund anderwert umb den ritter zu reden. Die jungfrau slug die rede under wo sie | |
| komen und sies ir mit nicht kunde benemen: ‘Frauw, der ritter gedencket viel me nach andern dingen danne darnach ir wenent.’ | |
| sint, und gott (der yn schöner hatt gemacht dann dheinen ritter der nu lebet) der gebe das alle syn gedencke gut | |
| ende nemen!’ Sie retten bynach alle die nacht von dem ritter. Und die frauwen wunderte sere, durch wes willen er so | |
| were gewesen, doch zwivelte sie daran, wann er so gut ritter was und so byderbe, und wúst wol das er niergen | |
| keret der ist nit húbsch. Ich gedacht nach dem besten ritter der nu lebet, das ist der der den prise hatt | |
| solt haben in syner gesellschafft. Ich han gesehen das myn ritter so byderb waren das sie mirn hetten bracht, und solten | |
| Da er mitten in den sal kam da manig stolcz ritter saß, da sprach er mit luter stymm: ‘Ir herren’, sprach | |
| gesellen; und dem got das gluck gitt das er den ritter mag finden, der sol ummer geeret sin von mym herren | |
| Min herre Gawan ging ußer dem sal, und manig gut ritter sprangk nach im, und jhen tafeln blieben allstande. Des wundert | |
| das ir mich alleyn wolt laßen und wollent mir myn ritter alle hinweg furen. Ich bin nun in den dingen das | |
| mich halten und große gesellschafft; nu entfurt ir mir myn ritter allesament! Es gesuchten $t nye als viel ritter einen ritter | |
| mir myn ritter allesament! Es gesuchten $t nye als viel ritter einen ritter wol als ir furent; wolt ir yn mit | |
| ritter allesament! Es gesuchten $t nye als viel ritter einen ritter wol als ir furent; wolt ir yn mit gewalt vahen | |
| furent; wolt ir yn mit gewalt vahen mit allen mynen rittern?’ sprach der konig. ‘So er mit mynner gesellschafft $t bracht | |
| hant wol gesprochen’, sprach der konig. ‘Nu kieset uß vierczig ritter’, sprach der konig, ‘welch ir wollent, und fart behendiclichen hinweg, | |
| nit das ir me sy!’ Myn herre Gawan kose vierczig ritter die im allerliebst waren den ritter zu suchen, und welhen | |
| herre Gawan kose vierczig ritter die im allerliebst waren den ritter zu suchen, und welhen er uß kose der was allerfröest | |
| als die gewonheit $t was. Die was also, das kein ritter uß des konig Artus hof fure, er must zum ersten | |
| ir in unbederbe icht ritent! Ir sint allesampt so gůt ritter, das uch zu recht dhein sach entwencken $t enmöcht die | |
| wiedder keme, er gefriesch $t ware mere von dem guten ritter, oder er funde yne. Des eydes wurden alle myns herren | |
| Banin von Bonewig. $t Diße vierczig suchten alle den guten ritter, wann under yn allen enwas dheyner so stolcz noch so | |
| konigrich und von lande zu land, das sie von dem ritter nie kein mere kunden vernemen. Also ritten sie biß an | |
| und von syner gesellschafft und sprechen fúrter von der frauwen ritter von Maloaut und von irselber, wie sere sie zu ungemach | |
| sere sie zu ungemach $t was das sie des guten ritters namen nit wúst und sin thun, wann sie ynselbe ußermaßen | |
| die history furbas das die frau von Maloaut den guten ritter deth uß der gefengniß laßen. Da er fur die frauwen | |
| det yn by sich siczen off das siczbet. $t ‘Herre ritter’, sprach sie, ‘ich han uch lang in myner gefengniß gehalten | |
| ‘ich weiß uch des so großen danck das ich uwer ritter sol syn war ir myn bedorffent.’ Des wortes wart die | |
| zu des konig Artus hofe, das sie gefriesch wer der ritter were, und wolt ser herlich dar farn; sie mochts auch | |
| ich han vil mit im zu schaffen. Hie ist der ritter dem ich groß fintschafft han geauget; ich bit uch und | |
| in die stat kam, da enhett die frau dalanc einen ritter, der konig hett im synes kleynotes gegeben. $t Also det | |
| wenet sie vertriben ußer irm lande. Sie enfindet auch dheinen ritter so kúnen der fúr sie fechten getúr wiedder den ritter | |
| ritter so kúnen der fúr sie fechten getúr wiedder den ritter der sie vertriben hatt, wann er so kúne und so | |
| zu statten stúndent und hulffent ir das sie den guten ritter hette mit den roten wapen, der des tages den priß | |
| von dem urlag; man hatt mir gesagt, het ich den ritter, das er myner nifftel fynt wol uberwunde. Nu bitt ich | |
| alle die nů lebent, so glaubent mir das ich des ritters nicht erkenne nach dem ir fragent, noch kein ritter von | |
| des ritters nicht erkenne nach dem ir fragent, noch kein ritter von myner geselschafft $t noch von mym lande als ich | |
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