Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
phlëgen stV. (1347 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| der schœnen sînen segen;/ er bat ir got den guoten pflegen/ und schiet er weinende dan./ alse ein trûreger man/ kêrter | |
| der beider dar bewiget,/ hî, wie si des von herzen pfliget!/ wie hât sin in sô süezer pflege!/ wie rûmets alle | |
| manegen tagen/ turnieren, pirsen unde jagen,/ swaz kurzewîle er wolte pflegen./ //Nu was ein herzentuom gelegen/ zwischen Britanje und Engelant,/ daz | |
| icht gelernen/ oder ir wisheit gemeren./ die sint unnuzze/ vnde phlegent niet gůter wizze,/ daz sie ungerne horent sagen,/ dannen sie | |
| kindelin"./ do sprach der kivninc constantin:/ "romere wilen des sietes phlagen,/ in swilch lant wir quamen,/ daz sich widir vns sazte,/ | |
| ich iz niet ne bin,/ noch nie werltlieches arzetvͦmes ne phlac/ vnz an diesen hutegen tac."/ do sprach der kuninc constantin:/ | |
| daz sie den armen uogete weren,/ der witewen vnde weisen phlegen,/ vnde ob die in decheinen noten weren,/ daz sie in | |
| můte,/ daz her ir geverte were,/ vnde aller ir dinge phlege./ Zvͦ turaz wart der sent gelobet:/ daz gebot der romische | |
| daz sie des sendes richtere weren/ vnde der rechten zivchte phlegen/ vnde daz sie nichtes ne iehen,/ wan alse sie gehorten | |
| zelle./ ich vnde zenophilus, min geselle,/ wir sulen des sendes phlegen./ den gewalt hat uns geben/ der riche keiser constantin./ der | |
| ubir richtere,/ wande iz ungezeme were,/ daz her der kristenheite phlege/ vnde urteil uber die iuden gebe;/ so spreche man ce | |
| vndir vns altherren waren,/ die grozir wisheite vndir den iuden phlagen,/ die uon gote den gewalt heten,/ daz sie irquicten die | |
| künec ze Genewîs./ von manegen kriegen wart er grîs,/ der pflac er âne mâʒen vil,/ als maneger der mê haben wil/ | |
| er gewinnet dicke widerslac./ diz was sîn site, des er pflac,/ wan er des lîbes was ein degen,/ er woltes algelîche | |
| seit,/ swer dâ wonet einen tac,/ daʒ er niemer riuwe pflac/ und imer vrœlîche warp/ unz an die stunt daʒ er | |
| im bî den ôren lac;/ der herre des vil cleine pflac,/ wan daʒ erʒ hiu âne zal;/ dâ von lief eʒ | |
| man mich tœresch rîten siht,/ daʒ meinet daʒ ichs lützel pflac./ eʒ ist hiut êrst der dritte tac,/ daʒ ich schiet | |
| ir manheit./ und swâ mir wurde geseit/ dâ man vehtens pflæge,/ so enbin ich niht sô træge/ ichn getorst wol wâgen | |
| nie gesæhe/ deheinen kindischen degen,/ der sô schœner worte kunde pflegen/ und doch sô tœrlîche rite./ ‘geêrent mich des ich iuch | |
| schœniu kint mit kranzen/ die giengen wol sô mans dô pflac./ ditz wert unz an den dritten tac,/ daʒ ouch sîn | |
| daʒ ir gezogenlîche liget./ der got, der al der welte pfliget,/ der behüet iuch wol mit sîner maht/ und verlîh iu | |
| verlîh iu tâlanc guote naht.’/ ouch bâten si sîn got pflegen./ dô sprach der kindische degen/ ‘eʒ ensî daʒ wir wellen | |
| dâ brunnen./ siu wolte gerne kunnen,/ waʒ sites die herren pflægen/ und wi bescheidenlîch si lægen,/ wan siu von starken minnen | |
| ir aller næhste lac./ ditz was ir rede, der siu pflac/ ‘herre got, gesegene,/ wie swîgent dise degene/ sô wunderlîchen schiere!/ | |
| umb sînen lîp,/ daʒ nie kein man durch kein wîp/ gepflac sô ernstlîcher bete./ ‘swelch ritter ie daʒ beste tete,/ dern | |
| wirbe ê selbe umb einen man,/ der witze und êre pflegen kan,/ dan ich des mannes bîte,/ der gerne sam mir | |
| geschicket,/ so ir veter tôt læge,/ daʒ siu des landes pflæge/ und dar zuo swem siu des gunde,/ an swem siu | |
| solt er tôt sîn gelegen,/ er enkunde doch niht riuwen pflegen./ //Nu lît der êrbære/ in eime karkære,/ der ist unsûberkeite | |
| wirt er danne des gewert,/ daʒ sîn ein guot gelücke pfliget/ und er den lewen an gesiget,/ (daʒ ist ein engestlîcheʒ | |
| wîten/ nâch vriunden und nâch mâgen/ und die der lande pflâgen,/ diu im wâren gelegen:/ die luot der tiurlîche degen/ ze | |
| er menlîche vaht./ diu vrowe het in im gegeben./ nu pflac der rise al sîn leben/ einer stange grôʒ unde lanc./ | |
| si gâben unde nâmen/ manegen freislîchen slac./ Lînier grôʒer künste pflac,/ wan er niht wan ze staten sluoc./ der junge, der | |
| dar zuo leite man den degen./ sîn wart harte wol gepflegen/ von der vrowen hêre./ siu bôt im guot und êre,/ | |
| gebietent’ sprach der degen:/ ‘ir hân mîn wol biʒ her gepflegen.’/ //Sô lât iu kurzlîche sagen,/ daʒ in unmanegen tagen/ der | |
| nam,/ unz er zer massenîe kam,/ der Artûs der künic pflac./ dô sprach Erec_fil_de_roi_Lac/ ‘saget uns ieman wer er sî?’/ des | |
| swâ ein vrowe hin reit,/ selb ander oder aleine./ nu pfliget es wîbe enkeine:/ si lânt eʒ durch der manne zorn./ | |
| maneger künne,/ und ir ein niwe wünne/ gedîhteclîche und ebene pflac/ und eʒ ieze was mitter tac,/ dô reit über ein | |
| in dûht ein michel schande/ der gewerp des herre Wâlwein pflac;/ doch bôt er im guoten tac,/ als in sîn zuht | |
| dar/ mit allen di er gewinnen mac./ swer ie turneie pflac/ oder nu lebet in ritters namen,/ der mac sich unmæʒlîche | |
| er ir ze herzen lac./ vrowe Ade sîn vil wol pflac/ beidiu spât unde fruo./ siu schict im ouch ir bruoder | |
| Artûse lânt iu zellen/ und von den sînen, der er pflac./ ûf eime schœnen bühel er lac,/ einsît an dem velde./ | |
| und lie zehant wol werden schîn,/ daʒ er ie schalkheite pflac./ er sluoc dem vremden manegen slac,/ daʒ er sich nie | |
| kam,/ dâ manic ritter inne lac,/ sô daʒ er niene gepflac/ dehein zît sînes dankes/ weder âʒes noch trankes./ wan sô | |
| er mir gelouben mac,/ dem sage ich wes diu vrowe pflac./ //Siu het gespiln hundert,/ alle ûʒ gesundert/ von drîen künicrîchen:/ | |
| hete noch den selben muot,/ des siu in dem troume pflac./ siu bôt dem helde guoten tac,/ den siu bî dem | |
| ein grimel was dar an bereit/ mit sîdînen weifieren./ sus pflac er sich zieren/ beidiu an helm und an sporn./ im | |
| welt was ein teil gehaz/ iwerm vater, wan er zornes pflac./ er wart, als ich iu sagen mac,/ erslagen von sînen | |
| und reit er naht unde tac,/ daʒ er lützel ruowe pflac,/ und sîn friundîn alsam./ an dem fünften tage er kam/ | |
| daʒ,/ daʒ nie deheiner vrowen baʒ/ noch sô schône wart gepflegen./ nu ist Lanzelet under wegen/ und gâhete für sich harte./ | |
| nie zwên rîter baʒ/ ze rosse noch ze fuoʒe./ si pflâgen unmuoʒe/ mit ir ellenthaften handen./ beide si zetranden/ die ringe | |
Ergebnis-Seite: << 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 >> |