Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
phlëgen stV. (1347 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ein got, eine ân endes tac,/ der âne anegenge ie phlac/ alles, des dû maht gesehen,/ und des ouch niemen kan | |
| vuogte im got den gewin,/ daz er dâ vil gewaltes phlac./ sider über manegen tac/ vuoren sîne bruoder gar/ zuozim ûf | |
| Sâmûêl,/ der ir mit witzen manegen tac/ an gotlîcher lêre phlac,/ biz daz sie durch ir tumben sin/ hieschen einen künec | |
| Âbyâ,/ Jôatham und Âsâ/ Achas und Ezechîas,/ Jôram unde Jôsîas/ phlâgen ouch der selben schar,/ biz von der liute sünde gar/ | |
| den sibenzic jâren./ dô gar ir nôt verendet was,/ dô phlac ir Jechonîas,/ dar nâch sîn sun Salathîêl,/ nâch dem des | |
| der,/ den ich hân hie vor genant./ mit gewalteclîcher hant/ phlâgen dirre schar nâch im/ Abîût unde Elîachim/ und manic ander | |
| gên des himelrîches tor./ der solt dû nâch dem toufe phlegen,/ jener dinge dich bewegen./ sô diu der touf verswendet,/ vertiliget | |
| solde wesen,/ sô möhte nieman genesen./ bî rehte got genâden phligt,/ vür daz reht genâde wigt./ dô got mensche wart erkant,/ | |
| baz dan er in bat./ an sînes lieben kindes stat/ phlac er sîn väterlîche/ und machte in guotes rîche./ er lie | |
| ob im got die sælde gît,/ ob er rehter manheit phligt,/ daz er dem andern angesigt./ alsus sol sich der sünder | |
| von dir geboten wart./ dêmuot nidert hôhvart."/ der selben lêre phlâgen sie,/ ir dêmuot hôhvart nie begie./ nû ist in ein | |
| schuoben,/ der under sînen vüezen lac/ und sîn mit unstæte phlac,/ wan er sô sêre began/ mit helfe entwîchen disem man./ | |
| ich in dirre welte lebe/ und welher vriunde ich sül phlegen/ und der andern mich bewegen."/ //Dô sprach der alte wîse | |
| der dienste er ie schein./ //Der drîer vriunde er alsô phlac/ mit solher liebe manigen tac,/ daz sie alsus sîn herze | |
| dâ man vil wunderlîche/ vremeder site manigen tac/ vil gewonlîche phlac./ iemer aller jærgelich/ vlizzen des die burger sich,/ daz sie | |
| krône tragen/ werdeclîche manegen tac:/ des landes er mit zühten phlac./ im was gar der wunsch bereit/ nâch dirre welte werdekeit./ | |
| – "an der geschaft/ sich grôziu wunder manecvalt,/ der aller phliget sîn gewalt./ swer wol ein hûs gemeistert hât,/ dâ prîset | |
| mâne, sunnenglanz/ sint unverwandelt unde ganz./ diu erde niender müede phligt,/ swie grôz der berge swære wigt./ der brunnen ursprinc truckent | |
| sîn kunst ez allez hât gewegen,/ mit sunderwitzen kan er phlegen/ alles des, daz namen hât/ und mit gesiht sich schouwen | |
| sâ den gotes segen/ der liute und ouch der sêlen phlegen/ unde enphâhen ez von in/ durch got und durch der | |
| sîn armer lîp, sîn rûch gewant,/ des er ze kestegunge phlac,/ von der gesihte er sêre erschrac./ er sprach: "vil reiner | |
| zuo bereit,/ wie sie im leideten die vart,/ der ez phlac nâch sîner art./ //Eines morgens aber ûzgie/ daz tier, als | |
| vierzec naht, sô manigen tac?/ daz er mit sîner lêre phlac/ den sünden machen ende/ mit sîner urstende/ und dar nâch | |
| künic grôzer triuwen ie./ durch die triuwe er in lie/ phlegen Jôsaphâtes/ und sînes hœhsten râtes:/ der hât es die grœsten | |
| an mîner huote, sît daz ich/ dîn mit triuwen solde phlegen."/ Jôsaphât, der gotes degen,/ sprach: "mîn lieber vriunt Zardân,/ ich | |
| sînes vater stætez komen,/ des er hin zim vil ofte phlac./ swenn in versûmde der tac/ daz ersazt er mit der | |
| der künic wart gewar,/ dem junkherren gap er dar/ durch phlegen in den palas hin/ einen andern man vür in./ dem | |
| im verjach/ und sîner kraftâdern slac,/ daz sîn dehein siecheit phlac,/ wan daz von grôzer swære/ sîn muot betrüebet wære./ dô | |
| der künic, waz im wære,/ daz er sô vil unvreuden phlac,/ durch die er vreuden sich bewac./ "owê! herre," sprach Zardân,/ | |
| dir sô wê diu huote tuot?/ "lieber herre, dâ soltich/ phlegen, als dû bæte mich,/ des lieben junkherren mîn,/ daz mir | |
| daz mir gebôt diu bete dîn./ vil güetlîchen ich sîn phlac/ mit triuwen unz an einen tac:/ dô kom ein zouberære | |
| herzeleide gar/ nam deheiner vreude war./ sîn tumpheit hôhes leides phlac;/ dâ got mit liebe im sælde wac,/ dâ wac sîn | |
| gebote/ von des leiden tiuvels spote."/ //Der künic zurnde sêre./ "phleget ir der selben lêre,/ der die kristen sich verstânt,/ die | |
| der willen er dâ leit/ manegerhande arbeit./ sîner zouberliste er phlac/ in der wilde manigen tac/ und was des gewæren gotes/ | |
| mit vrœlîchem muote gie:/ vil minneclîche er in enphie./ nû phlac der vater solher site/ (dâ zeiget er die liebe mite,/ | |
| sünden noch ze buoze balt./ //Dû hâst des einen wol gephlegen./ dû bist der welte gar ein degen,/ nû wirt ouch | |
| ruowe niht gên in bewegen/ noch stille gên ir kreften phlegen./ in wîchet, swaz sie rüerent;/ swar in behaget, dar vüerent/ | |
| mânen schîn sîn lieht gebirt;/ der naht er liehtes glastes phligt,/ der vinstern trüebe er angesigt./ dêr ouch ein bilde haben | |
| ist von gote,/ der in sînem gebote/ ir natûre hât gephlegen,/ der in ir mâze hât gewegen./ der himel hât deheinen | |
| ir lieht muoz underscheiden,/ des si den sumer in hitze phligt,/ und im der winter angesigt/ mit kaltes luftes underscheit,/ den | |
| und Actêôn/ hânt ouch gotlîchen lôn/ gên dienestlîchem muote;/ sie phlegent in ir huote/ der tiere gewalteclîche./ die gote helfe rîche,/ | |
| gar genant,/ die mit gewalte in ir hant/ menschlîcher sælden pflegent/ und nâch ir selber muote wegent/ den liuten sæleclîche gunst/ | |
| muote,/ dem lônet si mit guote./ //Vênus der hœhsten minne phligt,/ ir wort an minnen kraft gesigt,/ der name ist minne | |
| gewis,/ diu ist geheizen Thêtis./ dâ bî kan mit gewalte phlegen/ ein vil gotlîcher degen/ der wazzer krefteclîchen sus,/ der ist | |
| gewan:/ daz was sîn wip, diu manegen tac/ zouberlîcher liste phlac./ der lebete gar ân alle zuht,/ in twanc diu grôze | |
| ouch, daz Jupiter/ gewaltic sî und daz er/ der himel phlege mit werdekeit./ der gewalt ist im verseit./ ich wil iu | |
| ouch gejehen sus,/ daz iuwer got Vulkânus/ gewaltes überz îsen phlege./ wie sich der müedinc alle wege/ bejagete, daz ist mir | |
| dâ bî ein zouberære:/ des sol ouch ein got niht phlegen,/ wil er hân helflîchen segen./ //Asclêpîus ein arzât was./ durch | |
| der junge Cupidus,/ dâ er und Vênus lâgen,/ ir geselleschefte phlâgen:/ sie bunden in vil sêre./ gezimt alsolch unêre/ gote? dêst | |
| daz gemüete sîn/ an der næhsten manne wîp./ vil zouberliste phlac sîn lîp,/ her an kêrt er gar den sin;/ ze | |
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