Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
phlëgen stV. (1347 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| daz ich din lop gesprechen mege./ minen munt ensliuz unde phlege/ der werche miner zungen;/ daz ich dich biten chunne,/ daz | |
| wa siht man noch erglesten,/ als man bi künegen hat gepflegen,/ den kunden und den gesten?/ /Uz Beheimlande ein künec rich/ | |
| her gewinne./ Ich muoz bringen ir den gral,/ des da pflac her Parzival,/ und den apfel, den Paris/ gap durch minne | |
| Der tanvser./ /Ez#p+8#p- ist hivte eyn wunnychlicher tac;/ nu phlege myn, der aller dinge walte,/ daz ich myt selden muoze | |
| Swer snudet als ein wazzerdahs,/ so er izzet, als etlicher phliget,/ und smatzet als ein Beiersahs,/ wie gar der sich der | |
| uf daz mezzer leget,/ so er snidet, als ein kürsner phliget,/ wie selten sich der wol gereget,/ da man den heiden | |
| etlicher tuot,/ und als mit manegem noch geschiht;/ swer des phliget, daz ist niht guot./ Swer mit leffeln ezze gern,/ kan | |
| hoere ich sagen./ wem wil der den schaden klagen?/ Nu phlige wol der zühte din:/ als din gemazze trinken sol,/ ungaz | |
| in dem garten Gotz wachsen solte. So sprechent si: ‘dis enphlagen wir nút; dis ist ein núwe wise und von dem | |
| das. ___Der ander chor das sint die ertz engele; die phliget man ze molende als priester. Der wirklich eigenschaft ist das | |
| niht irre gât./ //Ir ist sô vil, die des nu pflegent,/ daz si daz guote zübele wegent,/ daz übel wider ze | |
| guote zübele wegent,/ daz übel wider ze guote wegent:/ die pflegent niht, si widerpflegent./ //Cunst unde nâhe sehender sin/ swie wol | |
| dem sîn meister trôst dô lac,/ der aller sîner êren pflac/ über sîn liut und über sîn lant:/ daz was Rûal | |
| muoz sich sîn bewegen,/ und sol sîn got von himele pflegen,/ der edeler herzen nie vergaz!/ und sul wir sprechen vürbaz,/ | |
| //Der êre an Riwalîne lac,/ der er nâch grôzen êren pflac,/ die wîle ez got wolte,/ daz er ir pflegen solte,/ | |
| êren pflac,/ die wîle ez got wolte,/ daz er ir pflegen solte,/ der leit was leider alze grôz/ und alles leides | |
| si lag des sunes inne dô,/ der ir sunlîcher triuwe pflac/ unz an ir beider endetac./ daz selbe süeze kint truoc | |
| an tet er der werlde schîn,/ wie vollekomener triuwe er pflac,/ waz tugende und êren an im lac./ //Er stuont ûf | |
| gemeine/ niwan Tristan al eine/ und sîn meister, der sîn pflac,/ von dem ich iu wol sagen mac/ vür wâr, als | |
| sprâchen si ‘got gebe dir heil/ und müeze dînes lîbes pflegen!’/ hie mite sô buten sim alle ir segen/ und kêrten | |
| gesaz/ ein lützel nâch der ezzenzît,/ sô man doch kurzewîle pflît,/ und losete sêre an einer stete/ einem leiche, den ein | |
| horn,/ geselle, daz bevilhe ich dir:/ des underwint dich, des pflic mir/ und wistû höfsch unde vrô!’/ sus was der ellende | |
| man sach)/ dô bevalher mirs in mîne pflege:/ sît her pflag ich ir alle wege,/ sô ich iemer beste kunde./ zehant | |
| mans ze lange und ouch ze vil/ in der kintheite pflegen wil./ und wizzet wol zewâre,/ hæt ich vor einem jâre/ | |
| der ôren niun Sirênen,/ die dâ ze hove der gâben pflegent,/ ir genâde teilent unde wegent,/ als sir der werlde gunnen,/ | |
| und ouch enpfangen den segen,/ des man in dâ solte pflegen./ //Marke nam dô Tristanden/ sînen neven ze handen,/ swert unde | |
| edele wât,/ spîse und anderen rât,/ des man ze hôhgezîten pflît,/ und machet eine hôhgezît:/ dar ladete er unde besande/ die | |
| Rômæren/ loys unde lantreht solten wegen,/ wies ir gerihtes solten pflegen;/ und muosen ouch reht alsô leben,/ als in dâ lêre | |
| der mînes willen volgen wil/ und mînes râtes dar an pflegen:/ man muoz ez uns her wider wegen/ unz an den | |
| oder mit mir sigelôs beligen:/ der waltes unde müeze es pflegen!’/ hie mite bôt er in sînen segen./ sîn schiffelîn daz | |
| an mir ze rehte brâht./ der müeze mîn ouch vürbaz pflegen!/ disiu hôhvart diust gelegen.’/ hie mite trat er im nâher | |
| ‘nu nim/ dise barken und diz liut an dich/ und pflig ir schône und wol durch mich/ alle stunde und alle | |
| iuch mîn wol bewegen,/ sô lât ir got der sêle pflegen/ und nemet ir iuwer selbe war:/ sô nim dû mîn | |
| genesen:/ sîn meister und sîn arzât,/ der sîn biz her gepflegen hât,/ der hât in ûz der pflege gelân,/ ern mag | |
| hât!’/ //Hie mite gevielens an den rât,/ die Markes râtes pflâgen,/ daz si Marke an lâgen/ beidiu vruo und spâte/ mit | |
| und bâten den gotes segen/ der liute unde des landes pflegen./ si stiezen an und vuoren dan;/ mit hôher stimme huobens | |
| nahtes, dô diu schœne lac,/ ir triure unde ir trahte pflac/ nâch ir trûtamîse,/ nu kam geslichen lîse/ zuo der kemenâten | |
| künde;/ waz vröude an liebe læge,/ der ir mit triuwen pflæge:/ sô wirt mîn herze sâ zestunt/ grœzer danne Setmunt/ und | |
| und sunder braht/ bî Marke ir hêrren læge,/ geselleschefte im pflæge./ ezn würde im niemer baz entsaget,/ wan si was schœne | |
| wart geleit./ //Die wîle ouch si zwei lâgen,/ ir bettespiles pflâgen,/ al die wîle hæte Îsôt/ michel angest unde nôt;/ si | |
| ez was in den zîten site,/ daz man des ellîche pflac,/ swer sô bî einer megede lac/ und ir den bluomen | |
| maget/ in iuwer huote und iuwer pflege,/ daz ir ir pflæget ûf dem wege,/ dâ si mir solte bringen/ ein teil | |
| mite./ //Ouch was des truhsæzen site,/ wan Tristan schœner mære phlac,/ daz erm ie nahtes sô bî lac,/ daz er bereite | |
| ouch ich bin under wegen,/ die wîle sô müeze iuwer pflegen,/ der iuwer wol gepflegen kan:/ mîn neve der höfsche Tristan;/ | |
| ir müezet mîn zwâre under wegen,/ ob ir gebietet, selbe pflegen./ swar ir wellet, dar wil ich,/ ir eine enwendet es | |
| //Des nahtes, dô Marke aber lac,/ sîner bettemære mit ir pflac,/ er leite ir aber mit vrâge/ sîne stricke und sîne | |
| wol noch vridelîche./ swer zweier künicrîche/ reht und nâch êren pflegen sol,/ der bedarf sinne und herzen wol:/ sôn ist in | |
| iedoch niht durch mînen haz:/ sol er nu dirre lande pflegen,/ die wîle und ir sît underwegen,/ ist daz iu danne | |
| von hande ze hande/ bevolhen wider in sîne pflege./ der pflag ir aber alle wege/ mit huote und mit râte./ si | |
| herze beide/ ergap si gotes segene/ ze bewarne und ze pflegene./ //Nu wâren dâ genuoge/ sô grôzer unvuoge,/ daz si der | |
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